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ÜBERSICHT ÜBER 9 FRONTEN
Der deutsche Militäranalyst «HC Strien» schreibt, dass die Veränderungen in den 9 Frontabschnitten zwischen Kursk und Saporischja in der letzten Woche nicht sehr gross seien. Er stellt allerdings in den Raum, dass es eine Frage der verfügbaren Informationen sei und hier halte sich die ukrainische Militärführung sehr zurück. Ausserden warnt er davor, jedes Video auf dem eine russische Flagge zu sehen ist, als Beweis einer Eroberung zu betrachten. Teilweise werden diese Fahnen auch mit Drohnen über nicht erobertem Gebiet abgeworfen, um einen Erfolg vorzutäuschen.
Hier die wichtigsten Erkenntnisse mit Verweis auf die hier abgebildete Karte.
Im Gegensatz zum deutschen Militärbeobachter https://www.youtube.com/@MilitarySummaryDE, der jeden einzelnen bestätigten Gewinn / Verlust auf der Basis von geolokalisierten Videos aufzeigt, ist «HC Strien» relativ gelassen, was die Frontlage angeht:
Wenig Meldungen gibt es von den Frontabschnitten NORD-KHARKIV (2), SIVJERSK (4), SÜDFRONT (8) und DNIPRO (9);
Entgegen ersten Meldungen der russischen Militärführung wird der Region KURSK (1) eine grössere Bedeutung zugewiesen. Die dort letzte Woche zusätzlich stationierten 50’000 Soldaten haben einige Erfolge erzielt;
NORD-LUHANSK (3): Die Region ist zunehmend ein Schwerpunkt der Russen, denn dort lagern im Boden enormen Mengen wertvoller Metalle. Ein Viertel aller Angriffe werden täglich aus dieser Region vermeldet. Dennoch gibt es kaum Geländegewinne;
TORETZK-Bogen (5): Nicht mehr im Brennpunkt, aber kleinere Geländegewinne in den letzten zwei Wochen;
POKROVSK / KURACHOVA (6): Nach wie vor Hauptangriffsrichtung der RU. Die Geländegewinne der letzten Wochen sind «überschaubar», schreibt @Strien. In den Fokus rückt Ost-Kurachova;
SÜD-DONETZK (7): Russland versucht, den Erfolg in Vuhledar durch weitere Angriffe in Richtung Nordwesten auszunutzen, mit bisher wenig Ergebnissen. Die Ukraine scheinen sich auf vorbereitete Stellungen zurückgezogen zu haben, die zunächst wieder zerbombt werden müssen.
WAS IN KURSK PASSIERT
Joakim von Braun, Schwedischer Sicherheit-, Russland- und Osteuropaexperte, wirft aus Stockholm einen Blick auf das, was in der russischen Region Kursk passiert. Er hält sich dabei nicht mit Details zu den einzelnen Kämpfen auf, sondern zeigt das «grosse Bild».
«Zwei Monate ist es nun her, dass ukrainischen Truppen in das russische Gebiet Kursk eingedrungen sind. Russland wurde regelrecht überrumpelt und Putin konnte sich mehrere Tage lang nicht zu den Ereignissen äussern. Die gesamte russische Führung war völlig überrascht und hatte keine Ahnung, was in der Oblast Kursk geschah.
Alles deutet darauf hin, dass eines der wichtigsten Ziele der Ukraine darin bestand, ein weiteres Gebiet zu schaffen, in dem Russland einen Großteil seiner Ressourcen verheizen konnte, ohne einen besonderen Erfolg zu erzielen.
Wenn dies einer von mehreren Absichten der Ukraine war, kann man enorme Erfolge für die ukrainischen Streitkräfte sehen.
Verluste:
Vergleicht man alle täglichen Verluste, die die ukrainischen Streitkräfte zu verzeichnen hatten, so hat Russland seit Anfang August, in denen die Kämpfe im Gebiet Kursk bisher andauerten, satte 77’800 Mann verloren.
Seit dem Beginn der Kursk-Offensive haben die Russen 519 Panzer, 1’459 gepanzerte Fahrzeuge und 2’786 Haubitzen und andere Geschütze verloren.
Das sind enorme Verluste für Russland, die die russische Bevölkerung wahrscheinlich schockieren werden, wenn die Wahrheit schliesslich ans Licht kommt.
Wenn man die regionalen und lokalen Zeitungen in Russland verfolgt, was auch von der Stockholmer Skyline aus möglich ist, ist es nicht schwer zu verstehen, wie sich in der russischen Bevölkerung ein breiteres Bild des Krieges verbreitet.
In den etwas mehr als zweieinhalb Jahren, in denen der Krieg andauert, hat Russland insgesamt fast 670’000 Soldaten verloren.
Darüber hinaus hat die ukrainische Luftabwehr seit Kriegsbeginn über 3’500 Drohnen und Marschflugkörper abgeschossen.
Das russische Militär hat zudem etwas mehr als 4’000 Lastwagen und Panzerfahrzeuge verloren.
Die russischen Verluste sind so enorm, dass Moskau gezwungen ist, um nordkoreanische Männer zu betteln, um ausreichende Kräfte in den besetzten Gebieten zu erhalten.
Es gibt auch Informationen über Soldaten aus anderen Ländern, die von Russland rekrutiert wurden.
Wenn man dann noch die enormen Schwierigkeiten kennt, die Russland bei der Produktion neuer Panzer, Haubitzen und anderer Dinge hat, sehen die Zukunftsaussichten für die russischen Aggressoren und Kriegsverbrecher wirklich nicht gut aus.
Schlussfolgerungen:
Wenn man alle im letzten Jahr veröffentlichten Informationen, die sowohl den illegalen russischen Angriffskrieg als auch den Rest der Gesellschaft in Russland betreffen, zusammenfasst, sind die Schlussfolgerungen eindeutig.
Die Ukraine wird Russland besiegen. Aber, das erfordert eine offensivere und rückhaltlose Unterstützung durch die Westmächte!
Die drei baltischen Länder, Finnland, Schweden, Polen und Grossbritannien sind die Länder, die der Ukraine am nächsten gekommen sind.
Leider wissen Präsident Biden und seine Regierung viel zu wenig über die russische Gesellschaft und die Funktionsweise der Russen als menschliche Wesen. Die fehlerhaften Analysen der USA führen dazu, dass die Unterstützung der USA fehlgeleitet wird.
Deutschland ist leider noch schlimmer. Seit 1922 haben die Deutschen versucht, sich mit Moskau zu verbünden und sind immer wieder daran gescheitert, wie man mit den Bastarden des Diktators umgeht.
«Welche Berufe unterstützen die militärische Sonderoperation» [den Überfall auf die Ukraine]? Die Resultate dieser offiziellen Umfrage in Russland erschien gestern und wurde von den russischen Militärbloggern sehr kontrovers diskutiert.
Von den gut ausgebildeten Russen – zusammengefasst unter «Wissenschaftler» – unterstützen nur 6% den Angriffskrieg und in der Werbeindustrie nur 15%. Bei den Studenten finden 44% die «Militäraktion» gut und 38% lehnen sie ab.
Am grössten ist die Unterstützung bei den «Sicherheitskräften» (80%), den Pensionierten (63%) oder bei den Gesundheitsberufen (53%)
Der viel beachtete russische Blogger Prilepin, Ex-Gegner von Putin und heute Unterstützer des faschistischen Überfalls, schrieb: «Die Studentenschaft, und das ist schrecklich, ist ebenfalls gespalten. Das heisst, die Hälfte des zukünftigen Russlands kümmert sich nicht um seine eigene Armee. Aber schauen Sie sich unsere Wissenschaft an – Das ist ein absoluter Albtraum. Unsere Wissenschaft wurde aufgekauft und wird weiterhin aufgekauft.» https://x.com/wartranslated/status/1845557144793608473
CHINESEN EMPFANGEN BELOUSSOW
Der russische Verteidigungsminister Andrei Beloussow kam zu einem Besuch nach Peking. Die Begrüssungszeremonie für den russischen Verteidigungsminister fand in der Nähe des Gebäudes des Zentralen Militärrats Chinas statt.
Der Nachfolger des Verteidigungsminister Sergei Schoigu/Shoigu wurde mit grossem militärischem Pomp und einem hundert Meter langen roten Teppich empfangen. In Beloussows Gefolge sind einige Generäle und stellvertretende Verteidigungsminister. https://t.me/rbc_news/105044
Die Russische Föderation setze im militärischen Bereich auf eine enge Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China, sagte Belousov beim öffentlich zugänglichen Teil des ersten Treffens. https://t.me/tass_agency/279240
ORBANS GESCHENK FÜR TRUMP
Ungarn will den 50 Milliarden Dollar Hilfebetrag, den die Ukraine erhalten soll, blockieren. Der ungarische Regierungschef Victor Orban werde alles tun, um das EU – USA – NATO Paket, zu verhindern.
Das berichtet das amerikanische und gewöhnlich gut informiert Magazin «Politico».
Mit seinem Widerstand wolle Orban ein Geschenk an den möglicherweise in 23 Tagen gewählten Donald Trump machen. Ist das 50 Milliarden Paket bis zur Wahl nicht unter Dach und Fach, kann Trump sich aus der Abmachung zurückziehen, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Amt ist.
Damit wäre Trump aus der Verantwortung entlassen und könnte seinen republikanischen Wählern mitteilen, dass er der Ukraine im Falle seiner Wahl keinen Cent mehr geben wird.
Das 50 Milliarden Dollar Paket soll aus dem Ertrag gespeist werden, den beschlagnahmte russische Oligarchen- und Staatsgelder abwerfen.
PAPST-GESANDTER IN MOSKAU
Kardinal Matteo Zuppi, römisch-katholischer Erzbischof von Bologna und seit 2022 Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, ist heute Moskau eingetroffen. Zuppi wird vom Vatikan als «Gesandter zur Lösung des Konflikts in der Ukraine» bezeichnet. In Moskau wird er sich mit dem russischen Aussenminister Lawrow unterhalten. https://www.rbc.ru/rbcfreenews/670d018b9a79477c1d828dec
Ein erneutes Treffen von Patriarch Kirill mit dem Sondergesandten des Papstes wird nicht erwartet, wohl aber ein Treffen des Kardinals mit dem Leiter der Abteilung für kirchliche Aussenbeziehungen des Moskauer Patriarchats, Metropolit Antonius. https://t.me/tass_agency/279263
Bereits im Juni dieses Jahres hatte Zuppi gesagt, dass er den «Friedensprozess» weiter entwickeln wolle. Dmitri Peskow, Sprecher des Kremls sagte damals: «Wir schätzen die Bemühungen und Initiativen des Vatikans, eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise zu finden, sehr.» https://tass.ru/politika/18137581
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