UKRAINE AKTUELL Nr. 949 (29.9.24 / 21Uhr)

  • Warnende Worte des Ex-AZOV-Chefs
  • Joe Biden: «Ukraine will win this war»
  • Russen schiessen auf Kapitulierende
  • Waffenlager mit 120 Drohnen attackiert
  • Waffen aus Belarus und Iran explodiert
  • Angriffe auf 3 russische Militärflugplätze
  • Dänen helfen ukrainischer Militärindustrie
  • Beweise: Alexej Navalny wurde vergiftet

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MAXIM ZHORIN WARNT

Maxim Zhorin gilt in der Ukraine als ein Held der Verteidigung, weil er sich seit 10 Jahren bewaffnet gegen die russische Aggression einsetzt. Er war Kommandant des Azov-Regiments. Heute ist er Major der Streitkräfte der Ukraine und stellvertretender Kommandant der 3.Brigade, die immer wieder an den heissesten Frontabschnitten eingesetzt wird.

In seinem Telegram schrieb Maxim Zhorin heute:

«Jeder scheint sich an die Nachrichten über den Vormarsch der russischen Truppen „irgendwo im Osten“ gewöhnt zu haben. Sie bewegen sich also, und wenn sie sich bewegen, ist das auch nicht so schlimm. Aber sie haben bereits Pokrovsk erreicht, und andere Städte. Darunter grosse Städte mit Hunderttausenden von Menschen.

Die Dynamik ist sehr hoch, der Feind steigert nur sein Tempo. Und unsere Einheiten werden erschöpft – ohne Rotation, ohne normale Ablösung.

Die ukrainische Gesellschaft muss aufwachen. Ich will niemanden erschrecken, aber wir sind jetzt nicht in der besten Position.

Um das alles zu überwinden, müssen wir handeln, nicht warten und träumen. Und ganz wichtig ist, dass wir aufhören, an Märchen über einen sofortigen Sieg und Frieden zu glauben, den jemand für uns schaffen wird.» https://t.me/MaksymZhorin/5387

JOE BIDENS AUFMUNTERUNG

Ohne weitere Erklärungen veröffentlichte der US-Präsident Joe Biden heute den folgenden Text:

«Die Ukraine wird diesen Krieg gewinnen. Und die Vereinigten Staaten werden ihnen weiterhin bei jedem Schritt auf diesem Weg zur Seite stehen.» https://x.com/POTUS/status/1840421276327780633

Ausserdem veröffentlicht Biden ein Video, welches den Besuch von Volodymyr Zelenskyj im Weissen Haus von dieser Woche dokumentiert: https://x.com/i/status/1840421276327780633

SCHÜSSE AUF KAPITULIERENDE

Das ukrainische Militär hat auf Video aufgezeichnet, wie russische Artillerie auf die eigenen Soldaten feuerte, die sich zur Kapitulation entschlossen hatten. Es geschah in der Verteidigungsrichtung von Kurachiw. Dies wurde auf der offiziellen Seite der 33. separaten mechanisierten Brigade im Telegram gemeldet.

Gemäss diesem Bericht beschloss eine Gruppe russischer Soldaten, sich nach einem erfolglosen Angriff auf eine ukrainischen Stellung zu ergeben. Kaum hatte die Gruppe mit erhobenen Händen ihre Stellung verlassen, begann die Artillerie der russischen Armee, auf die Russen zu schiessen.

«Nicht alle erreichten die guten Hände unserer Brigade», schreibt das Kommando als Kommentar zum Video, welches den Beschuss zeigt. https://suspilne.media/donbas/846903-armia-rf-obstrilala-rosijskih-vijskovih-aki-zdavalis-v-polon-na-kurahivskomu-napramku-33-brigada/

WIEDER WAFFENLAGER ATTACKIERT

Vor mehr als einer Woche wurden vier grosse Waffenlager in den russischen Regionen Krasnodar («Tichorezk») und Twer («Oktyabrskyi» und «Toropets»), sowie in der Nähe der besetzten Stadt Mariupol gesprengt. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-941-21-9-24-22uhr/

Erst heute berichtet der britische Geheimdienst darüber, und diese Meldung wurde von verschiedenen Medien aufgenommen.

Diese Realität wurde bereits überholt: In der Nacht auf heute griffen ukrainische Drohnen ein weiteres Waffenlager, tief im russischen Territorium an. Es handelt sich um das «Kotluban» Depot in der Region Wolgograd, 400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Im Lager seien Raketen- und Artilleriewaffen gelagert gewesen. Ein Teil davon stammt aus dem Iran und eine grosse Lieferung war am Vorabend des Angriffes im Lager eingetroffen. https://t.me/uniannet/146582

Das Arsenal wurde mit Hilfe von 120 Kamikaze-Angriffsdrohnen verschiedener Typen ukrainischer Produktion angegriffen. https://t.me/operativnoZSU/158839

Der ukrainische Generalstab schreibt: «Das Objekt war von Systemen der elektronischen Kriegsführung und der Luftverteidigung dicht abgedeckt, aber unsere Einheiten haben die Aufgabe erfolgreich abgeschlossen Auf dem Gebiet des Arsenals werden Feuer- und Munitionsexplosionen beobachtet.» https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid029V6bYHQXhgGwmuv4Yoj4f8eovUPtczwbgkb1VEagS5MGPruzdw4Hud82s72Q9xkBl

Während ukrainische Militärblogger von Bränden und Explosionen berichten, widerspricht das von den USA finanzierte «Radio Free Europe/Radio Liberty» dieser Darstellung. Es habe Brände in der Nähe des Lagers gegeben, aber das Lager selbst sei nicht in Brand geraten. Das Radio beruft sich auf Satellitenaufnahmen. https://t.me/uniannet/146589

WAS IN RUSSLAND EXPLODIERTE

Das Waffenlager «Torpets» wurde vor 10 Tagen in der russischen Region Twer angegriffen und durch Explosionen total zerstört. Im Depot lagerten grosse Mengen Artilleriegranaten und Flugabwehrraketen, welche auf Städte in der Ukraine abgeschossen werden. Das Lager liegt 460 km von der Ukraine entfernt und hat eine Fläche von 2,6 Quadrat-Kilometern.

Laut neuen Analysen des OSINT-Netzwerkes lagerten in «Torpets» Artilleriegranaten aus Nordkorea. Zusätzlich gab es dort eine grosse Menge an Flugabwehr-Raketen, die von der 1562. separaten Flugabwehr-Reparatur- und technischen Basis stammen, die in der Nähe der weissrussischen Stadt Osypovichi stationiert ist.

Diese Raketen waren mittels Eisenbahnwagen aus Weissrussland herangeschafft worden, um die Mängel der russischen Armee auszugleichen. Dies ist ein weiterer Beleg für die direkte Verwicklung des weissrussischen Regimes in den Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die Informationen zum Transport sammelte die weissrussische Oppositionsgruppe «Gemeinschaft der Eisenbahner von Belarus» unter Auswertung von Daten des Eisenbahnverkehrs. Die Gruppe fand heraus, dass die letzte Lieferung in das Lager 94 Eisenbahnwagen umfasste, von denen jeder 20 bis 30 Tonnen Material transportieren kann. Der Transport fand Ende Juli / Anfang August dieses Jahres statt. https://mil.in.ua/uk/news/23-arsenal-otrymav-velyku-partiyu-raket-do-zrk-pered-znyshhennyam/

ANGRIFFE AUF MILITÄRFLUGPLÄTZE

Auch ohne weitreichende Raketen au dem Westen greift die Ukraine mit Drohnen Militärflughäfen tief im russischen Gebiet an.

20 Drohnen attackierten den russischen Armeeflughafen «Millerovo» in der Region Rostow an und lösten Brände aus. Diese sind auf Satellitenaufnahmen sichtbar.

Weitere Angriffe wurden auf die Flughäfen «Baltimore» in der Region Woronetsch und auf den Flugplatz «Primorski-Achtarsk» in der Region Krasnodar ausgeführt. Die konkreten Folgen sind aktuell nicht bekannt. https://t.me/voynareal/99721

DÄNEMARKS GROSSE HILFE

Die dänische Regierung hat eine neue Staffel von mobilen Artilleriefahrzeugen an die ukrainischen Streitkräfte geliefert. (FOTO)

Gleichzeitig gab die Regierung bekannt, dass sie in die ukrainische Waffenindustrie investieren will. Sie gab dafür 629 Millionen US-Dollar frei, mit denen Waffen für die ukrainische Verteidigung finanziert werden können. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums des Landes handelt es sich bei 434 Millionen US-Dollar um eingefrorene russische Vermögenswerte. https://t.me/operativnoZSU/158849

NAWALNY WURDE VERGIFTET

Zum Tod des russischen Oppositionellen Alexey Nawalny veröffentlichte das russische Magazin «Insider» neue Erkenntnisse und schreibt:

«The Insider hat Zugang zu Hunderten von offiziellen Dokumenten erhalten, die mit dem Tod des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny in der Strafkolonie Polarwolf im russischen hohen Norden am 16. Februar 2024 in Zusammenhang stehen. Offiziell wurde Nawalnys Tod auf natürliche Ursachen zurückgeführt, und der russische Untersuchungsausschuss erklärte im Juli, dass der Fall „keinen kriminellen Charakter hat».

Der Inhalt der Dokumente, die sich im Besitz von The Insider befinden, zeigt jedoch, dass die russischen Behörden konsequent Hinweise auf Symptome entfernten, an denen Nawalny nachweislich litt – Symptome, die nicht mit der offiziellen Todesursache des russischen Staates übereinstimmten. Wie medizinische Experten bestätigen, deuten diese Symptome eindeutig darauf hin, dass Nawalny vergiftet wurde.

Unter den Dokumenten befinden sich zwei Versionen der Entscheidung, die Einleitung eines Strafverfahrens nach dem Tod des Politikers zu verweigern, unterzeichnet vom russischen Justizminister Alexander Varapaev. In der ersten Fassung des Dokuments heisst es, dass Navalny über starke Bauchschmerzen, Erbrechen und Krämpfe klagte, woraufhin er das Bewusstsein verlor.

In der rechtskräftig gewordenen zweiten Fassung des Dokuments finden sich zu diesen Beschwerden keine Angaben mehr.

Gleichzeitig weist das nach Nawalnys Tod erstellte Inventar der beschlagnahmten Gegenstände auf «Wäsche und feste Erbrochenes» hin – sie wurden zur Untersuchung geschickt, worüber zuvor nicht berichtet wurde. https://theins.ru/en/politics/274926

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