Seit Ausbruch des Ukraine-Krieges 2022 wurden der Ukraine insgesamt 864 Kampfpanzer zugesagt. Die Auslieferung von 589 dieser Fahrzeuge wurde bestätigt. https://x.com/Jeff21461/status/1836349745779945784
Mit grossem Abstand ist Polen der grösste Lieferant von Panzern für die Ukraine. Wie auf der Grafik ersichtlich ist, liefert das Land mehr als die USA, Grossbritanien, Spanien, Südkorea, Schweden und die nordischen Staaten zusammen.
An zweiter Stelle folgt Deutschland und an dritter Stelle die Tschecheslowakei.
Zu den Lieferungen Deutschlands schreibt der finnische Militärbeobachter Joni Askola, das Land sei «bescheiden und ängstlich»: «Deutschland spendet tatsächlich mehr für die Ukraine als Frankreich und Grossbritannien. Allerdings untergräbt [Deutschlands Staatschef] Scholz die Bemühungen seines Landes mit seiner ängstlichen Rhetorik und seiner Zurückhaltung, Taurus-Raketen zu schicken.» https://x.com/joni_askola/status/1837089805651313134
ZELENSKYJ DANKT US-MINEN-ARBEITERN
Am Sonntag besuchte Volodymyr Zelenskyj die Scranton Army Munitionsfabrik im US-Bundesstaat Pennsylvania. Dort werden für die ukrainische Armee 155 Millimeter Artillerie-Geschosse hergestellt. Die Nachrichtenagentur AP schreibt: «Das Werk in Scranton ist eine der wenigen Einrichtungen im Land, die 155-mm-Artilleriegeschosse herstellen, und hat die Produktion im vergangenen Jahr erhöht. Die Ukraine hat bereits mehr als 3 Millionen davon aus den USA erhalten.»
«Vlas», ein Offizier der 1. separaten Abteilung der Spezialeinheit „OMEGA“, sagte in einer TV-Sendung: Die Russen wollten Pokrovsk und maximal viel Gelände im ukrainischen Donezk erobern, bevor die Regenzeit beginnt. Denn bei dem dann entstehenden aufgeweichten Boden könnten sich die Soldaten und ihre Geräte kaum mehr bewegen.
Sergei Tsekhotsky, ein Offizier der 59. selbstständigen motorisierten Infanteriebrigade, sagte, dass die russischen Besatzer versuchen, Pokrowsk zu umgehen und die Flanken anzugreifen.
it wants to do it before the rainy season, because then it will be very difficult to carry out assaults. This was stated on air by Vlas, an officer of the 1st separate detachment of the separate special purpose unit "OMEGA". According to him, it is obvious that the Russians' 2/8 pic.twitter.com/cfteWdS6lh
Ein optimistischeres Bild zeigt der US-Militärblogger Chuck Pfarrer. Er berichtet, dass die Ukrainer an einem Frontabschnitt die Russen zurückdrängen konnte. «Die russischen Streitkräfte werden als weniger kampfstark eingeschätzt», schreibt Pfarrer. https://x.com/ChuckPfarrer/status/1837845244500721896/photo/1
DIE ANFÄLLIGKEIT RUSSISCHER DEPOTS
Bei der Zerstörung des russischen Depots «Toropets» in der Region Twer wurden rund 30’000 Tonnen explosiver Munition zerstört. Dies entspricht etwa 750’000 Granaten oder der Menge, welche die russische Armee in 2 bis 3 Monaten in ihrem Kampf gegen die Ukraine verwendet. Diese Schätzung machte Ants Kiviselg, Leiter des Geheimdienstzentrums der estnischen Verteidigungskräfte. Er merkte an, dass die Auswirkungen dieses Verlusts in den kommenden Wochen an der Front zu spüren sein werden. https://x.com/nexta_tv/status/1837796691031855587
Noch ist unklar, ob ob die neue ukrainische Raketendrohne «Palianytsia» oder eine westliche Rakete die Impuls-Explosion beim Depot «Toropets» verursacht hat.
Demgegenüber lüftet sich der Schleier, weshalb gleich die ganze Anlage mit tausenden von Tonnen Munition in die Luft flog. Der Munitionsspezialist @HartreeFock hat sich die Geschichte des Depots angeschaut und dabei auf Unterlagen aus den Jahren 2013 bis 2018 zurückgegriffen. Er stellte fest, dass die einzelnen Depotgebäude ohne Verankerung auf den Boden gestellt wurden. Ausserdem bestehen sie aus relativ dünnen Betonwänden und horizontalen Dächern. Die einzelnen Gebäude sind auf mehreren Seiten offen und haben keine Sprengschutztüren.
Im Gegensatz zu den runden Betonbunkern westlicher Armeen sind die russischen Depots auch nicht mit einer 60 Zentimeter dicken Erdschicht überdeckt. Diese Bauweise ist billig, macht aber die Anlagen verletzlich.
Nach Angabe von @HartreeFock gibt es ein kürzlich fertiggestelltes Munitionsdepot namens «Kotovo» in der russischen Oblast Nowgorod. https://x.com/HartreeFock/status/1837087849205686657 Möglicherweise hört man bald etwas von «Kotovo».
VORMUNDSCHAFT FÜR RUSSLAND
Mustafa Dschemiljew ist ein Krimtatare. Er setzte sich als Dissident in der Sowjetunion bis zu deren Ende 1991 für Menschenrechte ein. Dabei engagierte er sich insbesondere für die Belange seiner 1944 nach Zentralasien zwangsumgesiedelten Volksgruppe der Krimtataren,
Nun macht Dschemiljew den Vorschlag, die russische Föderation unter Vormundschaft zu stellen. Er sagte: «Es wäre ratsam, Russland selbst für einige Jahre unter UN-Kontrolle zu stellen, denn ohne eine zumindest für einige Jahre bestehende Fremdherrschaft wird dieses Land höchstwahrscheinlich nie zivilisiert und demokratisch werden».
Der Führer der Krimtataren reagierte damit auch auf den Vorschlag des polnischen Aussenministers Radosław Sikorski, der vorgeschlagen hatte, die besetzte Krim-Halbinsel unter Kontrolle der UN zu stellen. Für Dschemiljew kommt nur die bedingungslose Befreiung der Krim in Frage. https://x.com/nexta_tv/status/1837170245909315823
LITAUENS ERINNERUNGEN
Der litauische Aussenminister hat dargelegt, warum sein Land mehr als andere Staaten bereit ist, die Ukraine zu unterstützen und mehr Geld in die eigene Sicherheit zu investieren. Mit für die Überlegungen ist entscheidend, was Litauen als Teil der UdSSR erlebt hat.
Am 21.September 1951 begann Sowjetrussland mit Massendeportationen von Litauern nach Sibirien.
Als Ergebnis der «Operation Osen» wurden 20’000 Litauer zwangsweise nach Sibirien deportiert. Begründet wurde die Aktion, 6 Jahre nach Ende des 2.Weltkrieges, damit dass Litauen vom «Faschismus befreit» werden müsse.
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