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FLÜGEL-BOMBE TRAF ALTERSHEIM
In der ukrainischen Stadt Sumy wurde heute ein Altersheim von einer russischen Flügelbombe vom Typ KAB getroffen. Die 221 älteren Menschen sind nun gezwungen, auf der Strasse zu schlafen. https://t.me/voynareal/99002
«Es gibt Verwundete, einige von ihnen sind in einem ernsten Zustand und wurden ins Krankenhaus eingeliefert.» Das sagte der Leiter der Regionalverwaltung von Sumy, Wladimir Artjuch. https://t.me/uniannet/145581
Der ukrainische Präsident Zelenskyj sagte am Abend: «Den derzeit vorliegenden Informationen zufolge befanden sich in dem Gebäude knapp 300 Menschen – mehr als 200 Patienten und 60 Mitarbeiter. Die Evakuierung der Menschen geht weiter und es wird überprüft, ob sich Menschen unter den Trümmern befinden. Mindestens eine Person starb. Mein Beileid. Russland konnte nicht anders, als zu wissen, dass es sich bei dieser Altenpension nicht um einen Militärstützpunkt und keine militärische Einrichtung handelt.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/11736
MEHR WAFFEN = SCHNELLER FRIEDEN
Jens Stoltenberg, Generalsekretär der NATO sagte heute, dass der Frieden umso schneller kommen werde, je mehr Hilfe für die Ukraine geleistet werde. Und angesichts der Minsker Abkommen, die keinen Frieden brachten, sollte jedes Abkommen auf militärischer Hilfe für die Ukraine basieren.
«Russland selbst ist schuldig, den Dialog zwischen der NATO und Russland zu untergraben», sagte Stoltenberg. Und die NATO-Staaten brauchen zusätzliche Investitionen in die Verteidigung, denn seiner Meinung nach reichen Ausgaben von 2 % des BIP (Bruttoinlandprodukts) nicht aus.
Abschließend sprach sich Stoltenberg für eine Stärkung der Verteidigungsanstrengungen der EU aus, solange diese nicht mit der NATO konkurriert. https://t.me/voynareal/99005
DEUTSCHLANDS NEUE LIEFERUNG
Deutschland hat sein Militärhilfepaket für die Ukraine aktualisiert
Die Liste umfasst insbesondere 22 Leopard 1A5-Panzer, Gepard-Flugabwehrgeschütze sowie Dutzende Aufklärungsdrohnen. Die Liste der militärischen Unterstützung umfasst außerdem:
Westliche Partner sollten die Beschränkungen für den Einsatz westlicher Waffensysteme durch die Ukraine gegen legitime militärische Ziele auf russischem Territorium unverzüglich aufheben. Eine entsprechende Resolution hat das Europäische Parlament in Strassburg heute Abend gutgeheissen.
Die NATO sollte eine «kollektive Reaktion» auf häufige Verletzungen des Luftraums von NATO -Staaten durch russische Drohnen und Raketen vorbereiten. Das verlangen in einer gemeinsamen Erklärung von Ministern aus Bulgarien, der Tschechischen Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und der Slowakei. In einer gemeinsamen Erklärung äusserten sie ihre «tiefe Besorgnis» über die ständigen Einfälle verschiedener russischer Flugzeuge auf dem Territorium der Bündnisstaaten. Zitat aus ihrem Schreiben: «Diese neue Realität kann nicht ignoriert werden. Wir brauchen eine kollektive Antwort innerhalb der NATO auf die Herausforderungen, die moderne Waffen und Technologien mit sich bringen, unter anderem durch die Stärkung unserer Fähigkeiten, niedrig und langsam fliegende Objekte aufzuspüren, zu identifizieren und erforderlichenfalls zu besiegen.» https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-09-18/europe-s-east-seeks-nato-response-to-russia-airspace-violations
BELEG FÜR ZERSTÖRUNG
Gestern wurde hier gemeldet, dass eine oder mehrere ukrainische Drohnen ein russisches Munitions- und Waffenlager in der russischen Stadt Toropets, rund 500 Kilometer von der Grenze entfernt, angegriffen haben. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-938-18-9-24-19uhr/
Heute erschienen Satellitenbilder, welche das Ausmass der Zerstörung des Lagers zeigen. Nach den vorliegenden Bildern existiert das grosse russische Depot nicht mehr. https://t.me/uniannet/145610
DIE HEIKLE LAGE BEI POKROVSK
Warum die Russen in Richtung der ostukrainischen Schlüsselstadt Pokrovsk Erfolg haben, analysiert die Militärreporterin Olga Kirilenko der «Ukrainska Pravda» nach Gesprächen mit Menschen an diesem Frontabschnitt und listet die wesentlichen Punkte auf:
RUSSISCHE ÜBERMACHT: Der Hauptgrund für den russischen Vorstoss in Richtung Pokrovsk ist die Überlegenheit der Russen bei den Ressourcen, sowohl bei den Menschen als auch bei der Munition. Die Russen rücken mit Infanterie auf Pokrowsk vor, entweder in kleinen Gruppen von 5-7 Personen oder in grösseren Gruppen von 10-30 Personen.
Eine von 4 ukrainischen Soldaten gehaltene Stellung kann von bis zu 80 Russen pro Tag angegriffen werden, erklärt Serhiy Filimonov, Kommandeur des 108. separaten Bataillons „Da Vinci Wolves“. Seine Einheit ist seit August südlich von Selydove stationiert, einem der schwierigsten Abschnitte des Pokrovsk-Front.
INFANTERIEKRIEG: Der Krieg im Pokrovsk-Sektor ist hauptsächlich ein Infanteriekrieg, was sich auch an den Verletzungen zeigt. Er ist körperlich anstrengend, extrem erschöpfend und vor allem verlustreich.
«Ich weiss noch, wie meine Jungs sagten: „Das war’s, Kommandant, ich ergebe mich!“. Dann fängt man an, mit ihm zu reden, ihn zu überreden, und er nimmt ein Sturmgewehr und schiesst zurück. Es war eine Art übermenschliche Anstrengung», sagt einer der Kommandeure der 31. Brigade, die entlang der Bahnlinie im Dorf Progress stand und diese Linie lange verteidigte.
MUNITIONSMANGEL: Bei den Kämpfen in der Nähe von Avdiivka im März 2024 ging die Munition zum Aufhalten der russischen Infanterie zur Neige. Pro Tag hatte ein 120-er Mörse nur rund 50 Granaten zur Verfügung. Heute sind es noch weniger.
«Das ist ein Tropfen auf den heissen Stein für die Verteidigung eines solchen Gebiets, und dann fragen sie, warum der Donbas verloren geht», sagt ein Soldat der 68.Brigade. Er kann seine Empörung und die monatelange Müdigkeit in seiner Stimme nicht verbergen.
PERSONALMANGEL:
Entscheidend ist auch der Mangel an Soldaten, insbesondere an erfahrenen, ausgebildeten und motivierten Soldaten: «Das erste Problem in Richtung Pokrovsk ist die Anzahl der Soldaten, das zweite ihre Ausbildung und das dritte der Entwicklungsstand der Führung der Einheiten. Und dann geht es um Fragen der Verteidigung – Taktik, Massnahmen usw.».
Dies sind die Gründe, die ein Soldat der 47. Brigade im Gespräch mit «Ukrainska Pravda» für den rasanten Vormarsch der Russen nennt.
VERLUSTE:
Im Juli 2024 war die Infanterie der 110. Brigade zu weniger als 40 % komplett. Die Einheit befindet sich immer noch im Einsatz.
Etwas anders sah es bei der 68. Brigade aus: Im März 2024 wurde sie ohne Pause, aber in relativ guter Besetzung von der Linie Kupjansk-Lyman abgezogen und in Richtung Pokrovsk eingesetzt.
Im ersten Dorf Semenivka, einige Kilometer westlich von Avdiivka, erlitt die Einheit erhebliche Verluste. «Bei den Kämpfen in der Nähe von Avdiivka ging das Rückgrat der Brigaden verloren, und die später eintreffende Verstärkung liess viel zu wünschen übrig. Die Mobilisierung ist gescheitert. Seien wir ehrlich – jede nachfolgende Nachschubtruppe war nicht so motiviert und ausgebildet.»
MOBILISIERUNG HAT VERSAGT
«Hatten wir in Semenivka etwa 90 % erfahrene Leute in der Einheit und 10 % Neulinge, so ist das Verhältnis jetzt etwa gleich, aber verkehrt herum. Und das Durchschnittsalter der Neulinge liegt vielleicht sogar bei 55+, nicht bei 45+“, erklärt ein Gesprächspartner der 68. Brigade das Problem mit dem Mangel an motivierten Leuten.
«Die Richtung Pokrovsk wurde zum markantesten Beispiel für das Versagen von Staat und Gesellschaft bei der Bewältigung der Mobilisierung im dritten Jahr des Verteidigungskrieges. Auch das neue Mobilmachungsgesetz wurde nicht zum Rettungsanker» schreibt die Reporterin.
MANGEL BEI DEN FESTUNGSANLAGEN
Im Pokrovsk- Sektor wurden Bunker und Schützengräben gebaut, aber ein grosser Teil dieser Strukturen ist nicht für eine echte Verteidigung geeignet. Oft stehen sie mitten auf dem Feld, so dass sie für den Feind sichtbar und für die Versorgung der Verteidigungskräfte mit Menschen, Munition und Proviant schwer zugänglich sind.
Serhiy Filimonov, Kommandeur der «Da Vinci Wolves» sagt: «Es wurden Panzerabwehrgräben ausgehoben, die von den feindlichen Stellungen bis in den hinteren Teil unserer Stellungen führen, und es ist unmöglich, in die Gräben hineinzusehen. Diese Befestigungen erleichtern dem Feind den Vormarsch mehr als uns die Verteidigung. Ich bin der Meinung, dass derjenige, der für diese Befestigungen verantwortlich ist, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden sollte.» https://www.pravda.com.ua/rus/articles/2024/09/17/7475408/
MASSENHAFTE VERWESUNG
In manchen Frontabschnitten in der Ukraine kann man kaum 10 Meter gehen, ohne über einen verwesenden Russen steigen zu müssen. Die Soldaten der Vereinten Streitkräfte (AFU) sagen, der Gestank sei entsetzlich. Einer der Kämpfer zeigt diese für ihn tägliche Situation in einem Video: https://x.com/UKikaski/status/1835997024581267617
Uri Kiskaski vom Analyse-Netzwerk OSINT schreibt: «Auf russischer Seite ist dies Teil ihres Plans, die übelriechende Atmosphäre des Russkiy Mir [Zukunft/Frieden] in die Ukraine zu importieren, um Mordor [Totenreich, In J. R. R. Tolkiens fiktiver Welt Mittelerde ist Mordor das Reich und die Basis des bösen Sauron] nachzubauen und sich heimischer zu fühlen.» https://x.com/UKikaski/status/1835997024581267617
KADYROW SAUER AUF MUSK
Mitte August zeigte Ramsan Kadyrow, Clan-Chef der tschetschenischen Regierung, voller Stolz einen sogenannten «Cybertruck» der Firma Tesla mit einem auf dem Dach montierten Maschinengewehr. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-906-17-8-24-23-uhr/ Heute schrieb Kadyrow, «Elon Musk hat etwas Hässliches getan. Er macht teure Geschenke von Herzen und schaltet sie dann aus der Ferne aus.» Sein Fahrzeug habe Kampfeinsätze gut gemeistert: «Nachgewiesene Manövrierfähigkeit und guter Schutz der Besatzung. Deshalb hat Musk den Cybertruck kürzlich aus der Ferne deaktiviert. Das ist nicht männlich. Ich musste das eiserne Pferd abschleppen. Wieso, Elon, wird das so gemacht?» https://t.me/RKadyrov_95/5103
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