UKRAINE AKTUELL Nr. 933 (13.9.24 / 7Uhr)

  • Massive psychische Probleme
  • Absage an Putins Drohung
  • Kreml sucht Schweizer Journalisten
  • Russen griffen Getreideschiff an
  • Heftige Kämpfe in Kursk

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UKRAINER MIT PSYCHISCHEN PROBLEMEN

Etwa 10 Millionen Menschen in der Ukraine sind von psychischen Störungen bedroht. Das sagte Hans Kluge, Regionaldirektor für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

«Im Winter besteht die Gefahr einer Zunahme psychischer Probleme. Nach unseren Schätzungen sind in der Ukraine fast 10 Millionen Menschen von leichten bis schweren psychischen Störungen bedroht. Da der dritte Jahrestag des Krieges näher rückt, nehmen solche Herausforderungen nur noch zu, und die Erkenntnis, dass der Winter naht, kann die Situation nur noch verschlimmern», sagte Kluge. https://t.me/uniannet/144874

Die Zahl von 10 Millionen Menschen entspricht etwa einem Drittel der derzeit in der Ukraine lebenden Bevölkerung.

ABSAGE AN PUTINS DROHUNG

Noch ist kein offizieller Entscheid wegen des Einsatzes von Waffen gegen russische Militärziele in Russland gefallen.

Um Druck gegen diesen Entscheid aufzubauen, hat Putin gestern eine neue «rote Linie» gezeichnet. Angesprochen auf die Möglichkeit, dass der Westen der Ukraine erlaubt, ihre Waffen gegen Ziele in Russland einzusetzen, sagte Putin in einem Video des Kremls, dass würde: «nichts anderes bedeuten als die direkte Beteiligung der Nato-Länder – der USA und der europäischen Länder – am Krieg in der Ukraine». https://t.me/voynareal/98387

Der britische Regierungschef Keir Starmer sagte darauf: «Wir erwarten keinen Konflikt mit Russland, wir haben nicht die geringste Absicht. Aber sie haben diesen Konflikt begonnen, und die Ukraine hat das Recht auf Selbstverteidigung». Und in einem weiteren Statement sagte Starmer: «Russland hat diesen Konflikt begonnen. Russland ist unrechtmässig in die Ukraine eingedrungen. Russland kann diesen Konflikt sofort beenden». https://www.bbc.com/news/articles/cvgxgvw38xjo

Zeitgleich zu den Aussagen Starmers veröffentlichte die britische «The Times» einen Artikel, indem steht, dass die USA den Einsatz von britischen und französischen Raketen vom Typ Storm/Shadow erlauben würden, aber gleichzeitig den Einsatz von amerikanischen ATACMS Raketen nicht zulassen. Damit wollten die USA eine weitere Eskalation vermeiden, meldet die «Times» und beruft sich dabei auf Quellen aus dem Weissen Haus. https://www.thetimes.com/world/russia-ukraine-war/article/keir-starmer-joe-biden-storm-shadow-missiles-jmq87805n

Nach seinem Besuch in Kyiv sagte der englische Aussenminister David Lemmy, britische Raketen seien «lebenswichtig» für die Ukraine. Grossbritannien und die USA müssen der Ukraine die Waffen geben, die sie braucht, um Russland vor einem entscheidenden Winter der Kämpfe zu «besiegen».

Im Interview mit dem britischen «The Telegraph» sagte Lemmy während seines Besuchs in Kyiv: «Dies ist eine entscheidende Phase im Kampf, denn Sie bereiten alles vor, um zu verhindern, dass Russland sich im Winter einen Vorteil verschafft. Natürlich sind wir auch in einer Zeit hier, in der ganz klar ist, dass Russland mit seinem Freund Iran eskaliert. Sie nehmen eine Lieferung ballistischer Raketen entgegen, die im Winter leider gegen das ukrainische Volk eingesetzt werden und die Leben kosten werden. Wir sind natürlich hier, um eine Strategie zu entwickeln, um zu verstehen, wie wir die Ukrainer in die Lage versetzen können, zu gewinnen, und was dafür notwendig ist.» https://www.telegraph.co.uk/politics/2024/09/12/lammy-uk-missiles-vital-ukraine-putin/

KREML SUCHT SCHWEIZER JOURNALISTEN

Der Reporter Kurt Pelda und der Fotograf Raimond Lüppken wurden von der russischen Justiz auf eine Fahndungsliste gesetzt. Ihnen wird zur Last gelegt, dass sie im Rahmen ihrer journalistischen Tätigkeit Ende August im Kriegsgebiet in der Region Kursk waren und ihre Eindrücke in verschiedenen Schweizer Medien veröffentlicht haben. (Unter anderem auch hier: https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-915-26-8-24-23uhr/ )

Zur Fahndung äusserte sich gestern die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa so: «Selbstverständlich überwachen wir all diese Materialien, unsere Strafverfolgungsbehörden untersuchen, wie diese Korrespondenten auf das Territorium der Russischen Föderation gelangt sind.»

Einerseits wird die Tatsache, dass die Reporter bei ihrer Arbeit auf russischem Territorium waren, «als Beweis für ihre direkte Beteiligung an hybriden Aggressionen» betrachtet. Anderseits hätten die Journalisten «buchstäblich die Pseudo-Menschlichkeit der Militanten der ukrainischen Streitkräfte» gepriesen. https://tass.ru/politika/21837245

Bereits zuvor hatte die russische Justiz zwei italienische Journalistinnen auf die Fahndungsliste gesetzt. (https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-906-17-8-24-23-uhr/)

ANGRIFF AUF GETREIDESCHIFF

Eine russische Rakete vom Typ Kh-22 hat ein ziviles Transportschiff im Schwarzen Meer getroffen, welches ukrainisches Getreide nach Ägypten transportierte. Das Schiff wurde beschädigt. Personen kamen keine zu Schaden.

Der Zwischenfall ereignete sich nach dem Verlassen der ukrainischen Hoheitsgewässer, als sich das Schiff im Gebiet Rumäniens befand. https://t.me/voynareal/98376

Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj schrieb dazu auf Telegram: «Die Ukraine ist einer der wichtigsten globalen Geber für Ernährungssicherheit. Die innere Stabilität und das Leben Dutzender Länder in verschiedenen Teilen der Welt hängen vom normalen und reibungslosen Funktionieren unseres Export-Nahrungsmittelkorridors ab.

Wir werden weiterhin alles tun, um unsere Häfen, unser Schwarzes Meer und die Lebensmittelversorgung des Weltmarktes zu schützen. Dies ist eine echte Priorität für die Ukraine – der Schutz des Lebens, und er sollte auch für jedes Land Priorität haben.

Wir warten auf die Reaktion der Welt. Weizen und Ernährungssicherheit sollten niemals das Ziel von Raketen sein.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/11617

HEFTIGE KÄMPFE IN KURSK

Wie das amerikanische «Institut for the study of wars» (ISW) mit einer Karte – basierend auf geolokalisierten Videos – belegt, haben Putins Truppen in der russischen Region Kursk eine Gegenoffensive gestartet. Die Hauptzone befindet sich auf der östlichen Seite des von den Ukrainern kontrollierten Gebietes. Weitere Stossrichtungen befinden sich im Norden und im Westen. (Sie Karte im ABO-Newsletter).

Das russische Verteidigungsministerium hat unterdessen gemeldet, dass 12’000 ukrainische Soldaten im Rahmen dieser Gegenoffensive gefallen seien. Diese sehr hohe – und kaum glaubwürdige – Zahl, wird mit keinen Belegen untermauert. Es gibt keine Fotos, Videos, Satellitenbilder oder Aussagen von direkt Betroffenen, die dies belegen. https://x.com/ArturRehi/status/1834195474334597226

Der amerikanische Militärblogger Chuck Pfarrer meldet, dass die Ukraine «in einer gewagten Operation» die ukrainisch-russische Grenze im Osten der Front überschritten haben und die dort vorrückenden russischen Truppen von hinten angreifen würden. Auch für diese Behauptung gibt es aktuell keine weiteren Belege, denn die Informationssperre von Seiten der Ukraine ist nahezu vollständig. https://x.com/ChuckPfarrer/status/1834245927537684529

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1669 (18.9.2026 /8 Uhr)

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1681 (30.9.2026 /7 Uhr)

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1685 (4.10.2026 /8 Uhr)

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1697 (16.10.2026 /8 Uhr)

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