
#UKRAINE AKTUELL Nr. 1484 (17.3.2026 / 8Uhr)
• Russland gehen die Waffen aus
• Kreml-Blogger für Sofortfrieden
• Moskau und Flugzeuge im Visier
• Ukraine testet eigene Raketen
• Wie Russland Orbán hilft
• 9 Kriegsverbrecher sanktioniert
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BEWEGUNG AN DER KRIEGSFRONT
Die Karte des britischen Geheimdienstes zeigt das Verhältnis des von Russen besetzten ukrainischen Gebiets im Donbas, im Süden der Ukraine und auf der Halbinsel Krim im Vergleich zur Fläche, welche die Ukrainer in der russischen Region Kursk in den letzten 20 Tagen unter ihrer Kontrolle brachten.
An allen Fronten, mit Ausnahme des Südens der Ukraine finden Kämpfe statt.

WEITERE ERFOLGE IN KURSK
In der Region Kursk haben die Ukrainer zwei weitere Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht. Es handelt sich um das Dorf Korenevo (nicht zu verwechseln mit der Stadt Koronevo, die weiter umkämpft ist), und das Dorf Krasnooktyabr’skoe. https://x.com/Tendar/status/1826941414652953027
Eine eindrückliche Animation (Link wegen Facebook Zensur im ABO-Newsletter: https://x.com/i/status/1826948553169576421) zeigt, wie sich die Front in Kursk in den letzten 2 ½ Wochen entwickelt hat, wobei deutlich wird, dass sich die Ukrainer immer weiter ausdehnen.
Nach Berechnungen von «Ukraine Battle Map» kontrollieren die ukrainischen Streitkräfte mindestens 920 km2 und auf einer Fläche von 1’300 Quadratkilometern finden Kämpfe statt. In der vergangenen Woche hat die Ukraine ihre Kontrolle in Kursk um rund 200 km2 erweitert. Die ukrainischen Streitkräfte sind nun 17 km von Lgov entfernt. https://x.com/ukraine_map/status/1826938338961506768
Nach neusten Meldungen haben die Ukrainer den «Sejm-Kessel» geschlossen. Die darin gefangenen russischen Soldaten haben lediglich einen Korridor von 8 Kilometer Breite offen, der direkt zum Fluss Sejm führt. Aber da dort Brücken und behelfsmässige Pontonbrücken zerstört wurden, ist eine Flucht schwierig. https://x.com/TOGAjano21/status/1826664305548558568
GEGENANGRIFFE IM DONBAS
Im Donbas kamen die Russen in den letzten Tagen ein paar Kilometer voran. Aktuell stehen sie vor einer grossen Verteidigungsanlage, welche die Ukrainer in den letzten Monaten aufgebaut haben. Hier kam der Vorstoss der Russen zum Stehen.
Im Gegenzug haben die Ukrainer im Osten an drei Stellen eine Gegenoffensive östlich von Pokrovsk gestartet. Dabei gelang es, die Russen bei Hroodivka, Persha und Komyshiivka zurückzudrängen, wie die Karte des amerikanischen Analysten Chuck Pfarrer zeigt (Link und Karte im ABO-Newsletter: https://x.com/ChuckPfarrer/status/1826662579734798495/photo/1 )
Ein weiterer erfolgreicher Gegenangriff, der vor 10 Tagen in Luhansk stattfand, wurde heute vom ukrainischen Analystennetzwerk «Deep State» gemeldet: In der Nähe von Novovodyanyi griff das ukrainische 3.Battaillon die 20.Armee Russlands an. Die Russen verloren dabei etwa 300 Mann, meldet der ukrainische Brigadekommandeurs Andrii Biletskyi uns führt aus:
«Die Hauptaufgabe der Operation bestand darin, das Angriffspotential der 20. Armee der Russischen Föderation zu zerstören. Diese Aufgabe ist vorerst abgeschlossen. Das Besondere an der Operation war, dass wir den übermächtigen Feind angriffen und gewannen. Der Erfolg hing von detaillierter Planung, nicht standardmäßigen Lösungen, koordinierter Arbeit von Artillerie, Flugabwehr, BPS und Geheimdiensten ab. Aber die Helden des Schlachtfeldes waren Tanker, Pioniere, Späher und vor allem Kampfflugzeuge.» https://x.com/Deepstate_UA/status/1826716625401217502

KRIM-BELIEFERUNG SCHWER BEHINDERT
Gestern haben die ukrainischen Streitkräfte die letzte von drei Gross-Fähren zerstört, welche die von Russen besetzte Halbinsel Krim mit Treibstoff versorgte. (Siehe «Ukraine Aktuell» vom 23.8.24).
Der Telegram-Kanal «Crimean Wind» zur Bedeutung dieses Angriffs:
«Am Übergang von Kertsch verkehrten drei Eisenbahnfähren: die «Avangard», die «Slavyanin» und die «Conroe Trader».
Über die Brücke von Kertsch wird kein Treibstoff per Bahn auf die Krim geliefert, da die Strukturen nach der Explosion auf der Brücke und dem Brand des Güterzuges geschwächt sind. Es wird auch befürchtet, dass der Treibstoffzug von einem Raketeneinschlag getroffen werden könnte.
Unser Rat, liebe Krimbewohner, bleibt also derselbe: Legen Sie einen Vorrat an Treibstoff an. Oder steigen Sie auf elektrische Verkehrsmittel um.» https://t.me/Crimeanwind/66026
In einem ausführlichen Text beschäftigt sich «PoolPack» aus Deutschland mit den Versorgungsmöglichkeiten, welche den Russen nun noch bleiben. Unter anderem könnte kleinere Schiffe über das innerrussische Kanalsystem in Richtung Krim gebracht werden. Aber: «Die russische Seeversorgungskapazität der Krim ist bereits jetzt deutlich eingeschränkt und die Ukraine könnte diese wahrscheinlich sehr stark stören bis fast komplett unterbinden. Den Russen ist dazu bisher keine Abwehr eingefallen, die geeignet ist.» https://x.com/alexvb___/status/1826877805843394718

ANGRIFF AUF BRENNENDES DEPOT
In der Oblast Rostow griffen ukrainische Angriffsdrohnen Berichten zufolge über Nacht erneut die brennenden Überreste des russischen Öldepots Rosrezerv an und verursachten eine weitere Reihe massiver Treibstoffexplosionen. Russische Sender berichten von einer Gefährdung der leicht entzündlichen Kerosintanks. https://x.com/Osinttechnical/status/1826924585867989366
Das Treibstoffdepot in der russischen Region Rostow war von der Ukraine am letzten Sonntag angegriffen worden und brennt seither ohne Unterbruch. Auf der Anlage befinden sich dutzende Tanks für Öl und weitere Treibstoffe.

BILANZ DES FLUGPLATZ-ANGRIFFS
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht und am frühen Morgen des 22. August in mehreren Wellen den russischen Militärflughafen Marinowka im russischen Wolgograd angegriffen. Vor dem Angriff standen dort unter freiem Himmel 14 Su-24 und 15 Su-34 Kampfjets der russischen Armee. (Siehe «Ukraine Aktuell Nr. 911 vom 22.8.24)
Der russische Militärblogger «Fighterbomber» berichtet, dass die flugfähigen Geräte vor dem Angriff weggeflogen seien. Doch viele Flugzeuge seien aufgrund fehlender Ersatzteile nicht einsatzfähig gewesen.
Zudem scheibt «Fighterbomber», dass die Unterstände auf dem Flugplatz zwar hilfreich zur Tarnung seien, aber sie stünden zu nah beieinander und hätten keinen angemessenen Schutz vor Angriffen geboten. Ausserdem sei in einem er Bunker Munition gelagert gewesen. Dieser wurde getroffen, was zu erheblichen Schäden führte. (https://x.com/wartranslated/status/1826910576733204631
Beim Angriff auf den Militärflughafen Marinowka wurden 6 russische Kampfflugzeuge zerstört.
«Noelreports» mit den Details:
GEFÄNGNIS-REVOLTE IN WOLGORAD
Heute Abend beendeten russische Spezialkräfte eine Revolte in einem Gefängnis in Wolgograd. In einem 30 Minuten dauernden Einsatz wurden vier Gefangene getötet und die von den Gefangenen gehaltenen Geiseln freigelassen. https://x.com/nexta_tv/status/1826989938249699618
Nach ersten Meldungen soll es sich bei den Meuterern um islamistische Extremisten handeln, die in der Strafkolonie einsassen. Sie forderten Waffen und Fahrzeuge sowie die Freilassung ihrer wegen terroristischer und extremistischer Straftaten verurteilten Anführer aus dem Untersuchungsgefängnis. https://x.com/Gerashchenko_en/status/1826957614862741720
Bei ihrer Revolte töteten die Gefangenen mehrere Aufsichtsbeamte. In einer Videobotschaft sagten sie: «Wir haben diejenigen getötet, die Muslime hier unterdrückt, schikaniert und gefoltert haben. Einige nehmen uns Bücher und Matten weg, manche wurden rasiert. Sie nehmen uns, was uns rechtmässig zusteht.» https://x.com/nexta_tv/status/1826951402062491928

RUSSISCHES TV GEHACKT
Cyber-Spezialisten des ukrainischen Geheimdienstes GUR haben die Server russischer Fernsehsender angegriffen und zur besten Sendezeit Videos über den Krieg in der Ukraine gezeigt.
Dies berichten die Plattformen Babel, Suspilne und RBC-Ukraine unter Berufung auf ihre eigenen Geheimdienstquellen.
Das Video lief dreimal zur Hauptsendezeit auf den Sendern «Channel One», Pervouralsk TV und Eurasia 360. Zwei dieser Sender gehören zur Medienholding des sanktionierten Oligarchen Andriy Komarov.
Beim Versuch, die Ausstrahlung der Videos zu stoppen, kam es zu Folgeschäden: «Russische Experten versuchten, die Situation zu bereinigen, aber ihre Massnahmen führten zur Aussetzung der Ausstrahlung von neun Fernsehkanälen in Russland.» Seit heute Morgen haben nur Eurasia 360 und TV-3 ihre Arbeit teilweise wieder aufgenommen. https://espreso.tv/viyna-z-rosiyeyu-pokazali-pravdu-viyni-kiberfakhivtsi-gur-atakuvali-rosiyski-kanali

HITLER – STALIN PAKT
Heute vor 85 Jahren, am 24. August 1939, unterschrieben der deutsche Reichsaussenminister Joachim von Ribbentrop im Namen der Nazis und der Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow im Namen der UdSSR einen gemeinsamen Angriffsvertrag gegen Europa.
In diesem Vertrag und dem gemeinsamen Zusatzabkommen teilten sich Hitlers Nazi-Deutschland und Stalins Sowjetunion Europa unter sich auf. Dazu gehörte, dass Russland Polen zur Hälfte besetze und die baltischen Staaten angriff.
Im Gegenzug unterwarf sich Deutschland die andere Hälfte von Polen und weitere Staaten, ohne von der Sowjetunion gestört zu werden.
Auch im Russland von heute wird die Bedeutung dieses Abkommens immer noch geschichtsverfälschend als «Deutsch-Russischer Nichtangriffspakt» bezeichnet. https://x.com/Makeiev/status/1826930569076146389

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