UKRAINE AKTUELL Nr. 906 (17.8.24/23Uhr)

  • Russische Bombe spaltet Hochhaus
  • Warnung vor grossem Raketenangriff
  • «Lage bei Torezk und Pokrovsk unter Kontrolle»
  • Korenevo angeblich eingenommen
  • Bewohner von Suzhda plündern Läden
  • Russische Mütter wehren sich
  • Lukaschenko möchte gern verhandeln
  • Was die ukrainische Offensive aufdeckt
  • Repression gegen italienische Journalistin
  • Kadyrow zeigt Tesla mit Maschinengewehr

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ANGRIFF AUF HOCHHAUS

In der ukrainischen Stadt Myrnograd wurde ein ziviles Hochhaus von einer sogenannten «geflügelten KAB-Bombe» getroffen. Die russische Bombe zerstörte auch den darunter liegenden ATB-Supermarkt.  Myrnograd ist eine Frontstadt im ukrainischen Donezk.

Die Mitte des Hauses stürzte vollständig ein und es blieben nur noch die Ränder der Siedlung stehen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Rettungstruppen befinden sich weitere Opfer unter den Trümmern.  https://t.me/voynareal/96285

WARNUG VOR GROSSATTACKE

Das ukrainische «Zentrum für Informations-Widerstand» meldet, dass die russische Armee an verschiedenen Orten eine grosse Menge an einfachen und modernen Hyperschall-Raketen, sowie Marschflugkörpern angesammelt habe.

Aktuell wisse man, dass folgenden Waffen einsatzbereit seien: 130 Kh-59/69-Raketen, 80 Kh-101/555-Raketen, 40 Kaliber Marschflugkörper, 6 «Dolche-Hyperschallraketen».

Mit einem Angriff müsse in einer Woche gerechnet werden. https://t.me/voynareal/96288

ZELENSKYJ NENNT DREI AUFGABEN

In seiner Videobotschaft nannten der ukrainische Präsident Zelenskyj drei Hauptthemen:

  • In den Richtung Torezk und Pokrovsk gibt es massive russische Angriffe. Zelenskyj: «Unsere Soldaten und Einheiten tun alles, um den Besatzer zu vernichten und die Angriffe abzuwehren. Die Situation ist unter Kontrolle.»
  • Zur Operation in Kursk sagt Zelenskyj zweitens, dass seit heute Morgen wieder viele russische Gefangene gemacht worden seien. Damit komme die Freilassung von «festgehaltenen Soldaten und Zivilisten» aus Russland näher. Und zur militärischen Situation sagte er, dass es eine «Erweiterung des stabilisierten Territoriums» gibt.
  • Als dritte Massnahme nannte er die Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern für die Erarbeitung von «neuen Unterstützungspaketen». https://t.me/V_Zelenskiy_official/11379

KORENEVO ANGEBLICH EINGENOMMEN

Die seit drei Tagen umkämpfte Stadt Korenevo, die für die Eisenbahnverbindungen wichtig ist, wurde heute angeblich von ukrainischen Truppen eingenommen. https://x.com/PStyle0ne1/status/1824784539266212218/photo/1

Es gibt aktuell keine offizielle Bestätigung für diese Information. Sollte sie jedoch zutreffen, dürfte das nächstes Ziel auf dieser West-Russland-Achse die Stadt Rylsk sein. (Siehe Ukraine Aktuell Nr. 905 von gestern über die Bedeutung von Rylsk).

SUZHDA BEWOHNER BEDIENEN SICH

Nach dem Vorstoss der Ukraine auf die Stadt Suzhda ist diese von russischen Soldaten verlassen worden und die meisten Einwohner wurden evakuiert. Aktuell leben noch etwa 100 Menschen in dem Ort. Sie wurden vor zwei Tagen von ukrainischen Hilfskräften mit Wasser und Lebensmitteln versorgt. Weil sie aber ansonsten keine Lebensmittel haben, sind mehrere Bewohner in Lebensmittelläden eingebrochen und haben sich dort mit dem Nötigsten versorgt.

Die Frauen wurden von Reportern gefragt, ob alles in Ordnung sei und ob es Probleme mit dem ukrainischen Militär gebe, worauf sie antworteten, dass alles in Ordnung sei. https://t.me/uniannet/142314

RUSSISCHE MÜTTER WEHREN SICH

Russische Frauengruppen haben eine Petition gestartet, die in den letzten drei Tagen von 1’000 Menschen unterzeichnet wurden. In der Petition steht: «Aufgrund der Nachlässigkeit der örtlichen Kommandeure gegenüber ihren Pflichten befanden sich die Wehrpflichtigen, unsere Söhne, an der Front, wo sie gezwungen waren, Angriffe der Streitkräfte der Ukraine abzuwehren, und einige von ihnen wurden gefangen genommen. Das ist inakzeptabel! Anstatt die Wehrpflichtigen, unsere Söhne, zu unterstützen und zu schützen, ließen die Kämpfer der „Akhmat“-Einheit Tschetschenen] sie ohne die nötige Unterstützung zurück. Diese kriminelle Feigheit führte zur Eroberung eines Teils des russischen Territoriums und zur Gefangennahme von Wehrpflichtigen.»

Die Autorin der Petition ist Evgenia Izmailova aus Perm. Sie sagte, dass sie auf der Suche nach ihrem Sohn Vitaly mindestens ein Dutzend Mütter anderer gefangener Wehrpflichtiger getroffen habe und beschlossen habe, einen Appell an Putin zu veröffentlichen, in dem sie ihren dringenden Austausch forderte. https://x.com/Eric_Lecomte_/status/1824020377254707636

LUKASCHENKO MÖCHTE VERHANDELN

In einem Interview mit dem russischen Sender Rossiya – die Nummer 1 der russischen staatlichen Sender – sagte der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko: «Setzen wir uns an den Verhandlungstisch und beenden wir diesen Streit. Weder das ukrainische Volk noch die Russen noch die Weissrussen brauchen das.»

Der mit dem Kreml verbündete und durch Wahlbetrug an die Macht gekommene Lukaschenko schob die Schuld für den Krieg klar dem Westen zu «Sie benutzen es. Ich kann nicht alle Fakten nennen, sie sind absolut geheim, aber sie sagen es offen – hochrangige Leute. Wörtlich: ‚Lasst sie sich gegenseitig verprügeln – Ukrainer, Russen – lasst alle in diesem Chaos sterben‘.» https://x.com/gerashchenko_en/status/1824072525103468956?s=43&t=Sxt_HRDdRrW65xCRS1SmHw

WAS DIE OFFENSIVE AUFDECKT

«Tatarigami» von «Frontelligence Insight» nennt wichtige Erkenntnisse abseits der militärischen (Text von mir leicht gekürzt):

«Der erste Aspekt, der weitgehend unbemerkt geblieben ist, ist die offensichtliche Ineffektivität der sogenannten Militärbündnisse und Verträge zwischen Russland und anderen Ländern. Dazu gehört zum Beispiel die «Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS)», die Verpflichtungen wie den Artikel 5 der NATO beinhaltet.

Zweitens ist es bemerkenswert, dass zahlreiche Medienpersönlichkeiten, die prorussischen Ansichten nahestehen, plötzlich aufhörten, für eine Aussetzung des Krieges zu plädieren, als der Krieg die Kursker Gebiete erreichte. Das Schweigen der sogenannten „Friedenstauben“ zeigt: Sie waren nie wirklich an Frieden interessiert, sondern an der Kapitulation der Ukraine und der Abspaltung ukrainischer Gebiete zu  Russland.

Drittens betrachten wir die «Roten Linien», die Putin jeweils gezeichnet hat mit der Androhung, dass deren Überschreitung «verheerende Folgen» hätte. Doch jedes Mal hat sich gezeigt, dass Russland entweder die Torpfosten verschiebt oder frühere Drohungen und rote Linien in einem Meer von Informationsrauschen verschwinden lässt, als ob diese Erklärungen nie abgegeben worden wären.

Als vierte Behauptung steht im Raum, dass die Ukraine mit dem Einmarsch in Russland gegen Abmachungen mit dem Westen vertossen habe. Auch diese Behauptung löst sich in Luft auf. Matthew Miller vom US-Außenministeriums, erklärte bereits am 7. August, dass die Aktionen der Ukraine in der Region Kursk nicht gegen die Beschränkungen für den Einsatz der an Kiew gelieferten amerikanischen Waffen verstoßen.

Und fünftens gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Einmarsch Russland in der Ukraine und den Einmarsch der Ukraine in Russland. Den ukrainischen Streitkräften ist es bereits früher gelungen, Städte mit minimaler Zerstörung einzunehmen, Im Jahre 2022 waren das Kharkiv und Kherson und in in diesen Tagen ist es die russische Stadt Sudzha. Ganz anders die Russen. Das belegen ihre Zerstörungen von Mariupol und Avdiivka. https://x.com/Tatarigami_UA/status/1824713009949766091

REPRESSION GEGEN ITALIENERIN

Am Donnerstag hat die Tagesschau (TG1) des staatlichen italienischen RAI-TV’s aus der Stadt Suzhda in der Region Kursk eine Kurzreportage veröffentlicht. (Siehe «Ukraine Aktuell Nr. 904). Die italienische Reporterin Stefania Batisttini war die erste westliche Reporterin, der diese Reise gelang und sie zeigt ein Bild von relativer Ruhe und freundlichen Bewohnern, welche die Ukrainer «nett» fanden.

Nach dieser Reportage hat der Kreml die italienische Botschafterin Cecilia Piccioni ins Aussenministerium in Moskau befohlen. Der Botschafterin sei der «entschiedene Protest» Russlands gegen die Crew eines Fernsehteams des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders RAI übermittelt worden, erklärt das Ministerium. Das Team sei «illegal nach Russland eingereist, um über den kriminellen Terroranschlag ukrainischer Soldaten auf die Region Kursk zu berichten». Nach Angaben des russischen Aussenministeriums muss die TV-Reporterin mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.

Der italienische Fernseh- und Radiosender RAI, dessen Journalistin über Suzhda berichtete, gab bekannt, dass er sie und die Kamerafrau aus der Ukraine zurückrufe. Dies geschehe zum Schutz der beiden Frauen, schrieb der Sender.

Die Erklärung wurde abgegeben, nachdem der FSB ein Verfahren gegen die Journalisten eröffnet hatte. Ihnen wird illegaler Grenzübertritt vorgeworfen. https://t.me/uniannet/142355

TESLA MIT MASCHINENGEWEHR

Der illegale tschetschenische Staatschef Ramsan Kadyrow postete auf seinem Telegram das Bild eines «Tesla Cybertruck» mit aufmontiertem Maschinengewehr.

Kadyrow schrieb, er werde ein Fahrzeug in den Krieg gegen die Ukraine schicken: «Ich hatte das Vergnügen, das neue Gerät zu testen und habe persönlich festgestellt, dass es kein Zufall ist, dass es „Cyberbeast“ heisst. Ein wirklich unverwundbares und schnelles Tier.»

In der Nachricht sagt Kadyrow, er habe den Cybertruck von Elon Musk erhalten und sich beim Tesla-Besitzer bedankt, indem er ihn nach Grosny eingeladen habe. https://x.com/KCharlemag85405/status/1824880743837016411

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1539 (11.5.2026 / 8Uhr)

• Das Leiden ukrainischer Mütter
• Kämpfe an der Front – Friede in der Luft
• Soldatenparade der Schwäche
• Zelenskyj macht Druck auf Trump
• Kreml stoppt Verhandlungen
• Kasachstan geht eigenen Weg
• EU-Firmen umgehen Sanktionen
• «Deutschland ist mental schwach»
• Zensur will Russen Angst machen

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1528 (30.4.2026 / 8Uhr)

• Blick in das Drohnen-Hauptquartier
• «Wir übertreffen den Tötungsplan»
• Aktionsradius 1’500–2’000 Kilometer
• Schwere ukrainische Drohnenangriffe
• Attentat auf «Schlächter von Bucha»
• Nur Mini-Parade in St. Petersburg
• US-Botschafterin in Kyiv tritt zurück
• US-Demokrat: «Die Ukraine gewinnt»

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1531 (3.5.2026 / 8Uhr)

• 13 Jahre Arbeitslager wegen Spende
• Kreml will die russischen Sparbatzen
• Russen zwischen Protest und Flucht
• Militärblogger mit düsterer Prognose
• Kapitulation mit Hamburgern belohnt
• Drohnenschwarm gegen Russland
• Beste Pentagon-Noten für Drohnen

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1530 (2.5.2026 / 8Uhr)

• 9.Mai Nimbus des Kremls zerstört
• Russlands Frontvorstoss gestoppt
• Überforderte russische Luftabwehr
• «5.Generation»-Kampfjets zerstört
• Ukraine verkauft Drohnen&Waffen
• Wirtschaftspleiten in besetzter Zone
• Internet wird unerschwinglich teuer

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1527 (29.4.2026 / 7Uhr)

• Moskau hat Angst vor Drohnen
• 9. Mai Parade in reduzierter Form
• Neue Grossbrände in Tuapse
• «Strelkow» gesteht Niederlage ein
• Russlands katastrophale Finanzen
• Finanzlöcher wegen Ukraine-Krieg
• Diebstahl-Getreide im Hafen Haifa

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