Die Nachrichten mit allen Links zu den Informationsquellen und mehr Fotos gibt es gratis, zuverlässig und täglich im persönlichen Postfach. Abo hier in einer Minute abschliessen: www.bit.ly/3whDOe4
++++++++++++++++++++
FIXE UND UMKÄMPFTE GEBIETE
Heute Nachmittag meldete der ukrainische Generalstabschef Olexander Syrskyj auf seinem Telegram-Kanal: «Seit Beginn des Tages wurden mehr als 100 Soldaten der Russischen Föderation in der Region Kursk gefangen genommen, es gibt einen Vormarsch von 1-2 km. Die Suche und Vernichtung des Feindes in der Stadt Suja ist abgeschlossen.» https://t.me/osirskiy/802
Der ukrainische Staatspräsident Volodymyr Zelenskyj schrieb seinerseits: «Die Ukraine schützt sich und das Leben ihrer Bevölkerung in den Grenzgemeinden und unternimmt aktive Schritte auf russischem Gebiet. Unsere Streitkräfte halten sich strikt an die Anforderungen der internationalen Konventionen und des humanitären Völkerrechts.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/11367
Michael Mc Key fasst das aktuelle Geschehen so zusammen: «Ukrainische Streitkräfte haben beide russischen Verteidigungslinien im Distrikt Sudzha durchbrochen und befinden sich nun in offenem Gelände entlang einer 60 Kilometer breiten Front in der Region Kursk.
«WarMapper» hat die neuste Karte auf der Basis von bestätigten Informationen erstellt. Die Gesamtfläche, deren Besetzung bestätigt ist, beträgt mittlerweile 380 km². Es gibt jedoch immer noch beträchtliche Gebiete, für die unbestätigte Ansprüche bestehen, wodurch die Zahl auf bis zu 1’070 km² steigen könnte.
Die oben abgebildete Karte zeigt grün die bestätigte eroberte Fläche. Dunkelrosa umfasst die bereits bekannten «grauen Zonen» (=umkämpftes Gebiet) und Mittelrosa die neu hinzugekommenen «grauen Zonen». Hellgelb sind neu eroberte Gebiete, die aber von der ukrainischen Armeeführung noch nicht bestätigt wurden. Und rosa zeigt das Gebiet der russischen Föderation. https://x.com/War_Mapper/status/1823524674246217748
Gemäss einer Detailauswertung macht die ukrainische Armee Fortschritte in Sheptukova, Kauchuk, Korenevo und Snagost. Weiter im südöstlich sind Ulanok, Borki, Belitsa und Girki in der von der Ukraine bedrängten Zone. https://pbs.twimg.com/media/GU5zmUAX0AAUVFE?format=jpg&name=4096×4096
VOLK WEHRT SICH NICHT
Es gibt erste Videos, aufgenommen aus der Fahrersicht von Panzern, welche durch die eroberten russischen Dörfer in der Region Kursk fahren. Dabei fällt auf, dass die Strassen menschenleer sind. (Bild links) Mit anderen Worten: Den Ukrainern stellt sich niemand entgegen.
Das war im Vergleich dazu ganz anders, als die russischen Truppen die Ukraine überfielen Obwohl die Gewalt der Panzer offensichtlich war, stellten sich ihnen hunderte von Menschen in den ukrainischen Orten entgegen, verwickelten die Panzerbesatzung in Diskussionen oder zeigte mit abschätzigen Gesten, was sie von deren Präsenz halten. (2 Bilder rechts). Die Menschen protestierten gegen die russischen Truppen und mutige ukrainische Frauen riefen den russischen Soldaten zu: «Ihr seid der Feind. Ihr seid verflucht. Ihr seid die Wichser, die uneingeladen hierhergekommen sind.» https://x.com/GlasnostGone/status/1823435397164351544
Derlei Aktionen sieht man in den Orten der Region Kursk nicht. Ob dies aus Angst oder aus heimlicher Zustimmung geschieht, kann nur spekuliert werden.
HUMMANITÄRE HILFE FÜR KURSK
Eine Reporterin des ukrainischen Sender TCH zeigt heute, wie ein Pick-Up-Auto mit Ladebühne Pakete und Wasserflaschen enthält, welche von russischen Einwohnern der Stadt Suzdha entladen werden. Die Reporterin sagt im Video https://x.com/i/status/1823759383941026195, dass die russische Stadt Suzhda ganz unter ukrainischer Kontrolle sei. Die heute gebrachte Hilfe sei, «wie man wisse, extrem notwendig gewesen». Das sei die vermutlich wichtigste Information des Tages, sagt die Reporterin und sie könne den Vorgang mit eigenen Augen bezeugen. Und: «Tatsächlich hilft es uns, den ukrainischen Verteidigern, eine Sicherheitszone [entlang der russisch-ukrainischen Grenze] einzurichten.
TRUPPENRÜCKZUG AUS KALININGRAD
Als historisches Überbleibsel besetzt Russland die kleine Region Kaliningrad, eingeklemmt zwischen Polen und Litauen, ohne direkte Landverbindung mit dem russischen Reich. Das dort stationierte russische Militärpersonal wird von beiden Staaten als potenzielle Gefahr betrachtet.
Nun haben die Russen begonnen ihre Kaliningrad-Truppen abzuziehen und nach Kursk zu verlegen.
Dies berichtete der litauische Verteidigungsminister Laurinas Kaschyunas bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Zelenskyj: «Ich sage dem litauischen Volk: Schauen Sie sich an, wie die Ukrainer für Sie kämpfen, denn aufgrund ihres Kampfes müssen sie [die Bewaffneten Streitkräfte der Russischen Föderation, Red.] die Truppen aus Kaliningrad abzuziehen. Wir nennen es sogar die „Entmilitarisierung“ von Kaliningrad, was meiner Meinung nach dem Mut Ihrer Soldaten und Ihren Entscheidungen zu verdanken ist. Sie haben die Moral nicht nur Ihres Volkes und Ihrer Streitkräfte, sondern auch unserer Gesellschaft gehoben», sagte Laurinas Kaschyunas. https://focus.ua/uk/voennye-novosti/662989-proriv-u-kurskiy-oblasti-rf-vivodit-viyska-z-kaliningrada-ministr-oboroni-litvi
REKRUTEN NACH KURSK VERLEGT
Die russische Publikation «Agents Media» berichtet, dass frisch eingezogene Schüler, schon am vierten Tag ihrer Rekrutenschule, in das Kampfgebiet nach Kursk verlegt werden sollen. Die Plattform schreibt: «Die Wehrpflichtigen der 80. motorisierten Schützendivision, die am 6. Und 7. Juli in die Rekrutenschule eintraten und am 3. August ihren Eid abgelegt haben, werden auf die Verlegung aus der Region Murmansk nach Kursk vorbereitet, wo seit dem 6. August Kampfhandlungen stattfinden. Ihre Verwandten begannen, in sozialen Netzwerken Aufrufe zu verbreiten, in denen sie forderten, ihre Kinder nicht an die Grenze zu schicken. Mehrere Mütter von Wehrpflichtigen meldeten dies der Agentur.» Unter anderem schreiben die betroffenen Eltern in den russischen sozialen Medien: «Das Kommando hält sich nicht an die Erklärung Wladimir Putins vom 13. Juni 2023, keine Soldaten im Militärdienst in die Kampfzone zu schicken». https://www.agents.media/roditeli-rasskazali-o-gotovyashhejsya-perebroske-srochnikov-v-kurskuyu-oblast-srazu-posle-prisyagi/
PUTINS VERLIERER-GENERAL
Russische Militärblogger und gefangene russische Soldaten machen eine Person für die Niederlage der russischen Armee in der Region Kursk verantwortlich: Den russischen Drei Sterne Generalleutnant Alexander Lapin. Er ist Kommandeur der Gruppe «Nord».
General Lapin hat bis jetzt alle Schlachten verloren. Unter seinem Kommando erlitten die russischen Truppen im Herbst 2022 die grösste defensive Niederlage: bei Balakleya, Lyman und Izium, wobei sie insgesamt 10 Städte in der Region Charkiw verloren. Die Ukraine eroberte daraufhin rund 3’000 Quadratkilometer Gebiet zurück. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-3-10-22-22uhr/
Die Niederlage im Herbst 2022 ähnelte in Bezug auf Ausmass und Ablauf der Ereignisse der heutigen in Kursk: Auch damals war die Ukraine in der Lage, ungehindert durch die Verteidigungslinie über Dutzende von Kilometern vorzurücken. Hauptgrund dafür waren und sind die schwachen Befestigungen und die zahlenmässige Überlegenheit der ukrainischen Armee.
Lapin war bereits als Kommandant des Zentralen Militärbezirks (CMD) und der russischen Truppengruppe «Zentrum» abgesetzt worden. Sein Rücktritt war von dem tschetschenischen Führer Ramsan Kadyrow und dem Gründer des PMC Wagner, Evgenij Prigoschin, gefordert worden. Der Kreml und das Verteidigungsministerium beschlossen jedoch, Lapin nicht zu bestrafen (https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-322-11-1-23-21uhr/ «Schoigu gewinnt Machtkampf»)
An der Ukraine-Friedenskonferenz Mitte Juni nahmen nur zwei religiöse Institutionen – den Vatikan und den Patriarchen von Konstantinopel – und drei an internationale Organisationen – die Vereinten Nationen, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und den Europarat – teil.
Nicht dabei waren Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK). Die Genfer Zeitung «Le Temps» enthüllt den Grund: Das IKRK wollte nicht dabei sein, weil Russland nicht Teil der Konferenz war und eine Teilnahme des IKRK von Moskau als schlecht empfunden worden wäre. Gemäss Zeitungsbericht, «teilte der humanitäre Akteur Bern mit, dass er es vorzog, nicht auf eine solche Einladung für einen Gipfel reagieren zu müssen.» Die Arbeit des IKRK in Moskau und in den russisch besetzten Gebieten Luhansk und Donezk seien bereits jetzt auf das absolute Minimum reduziert. Mit diesem Hinweis versehen, hat die Schweizer Regierung auf das Versenden einer Einladung an das IKRK verzichtet. https://www.letemps.ch/suisse/pourquoi-le-cicr-ne-sera-finalement-pas-au-sommet-pour-la-paix-du-burgenstock
• 25% der russischen Ölproduktion gestoppt
• Raffinerien hinter dem Ural bleiben sicher
• Ukraine baut Drohnenmacht massiv aus
• Ukrainer entwickeln cleveren Transport
• Russland will nicht mehr verhandeln
• USA verzichten auf neue Gespräche
• Der Mythos vom «brüderlichen Volk»
• Russen greifen mehrere Städte an
• Ukrainer beschädigen Raffinerien
• Vermehrt Angriffe auf Krim-Logistik
• Erinnerungen eines Krim-Tataren
• US-Vizepräsident J.D. Vance lügt
• 7-mal mehr tote Russen als Ukrainer
• Kreml-Blogger bettelt um Netze
• Russische Partisanen in Aktion
• EU will Deserteure weniger schützen
• Buchhaltung des Todes
• Kreml ignorierte Waffenruhe
• Tiefe Schläge gegen Russland
• 15 Regionen sagen Paraden ab
• Besorgte Kreml-Militärblogger
• Ölgewinne füllen Kriegskasse
• USA liefern Präzisionsbomben
• Ungarn gibt Diebesgut zurück
• Russland greift wieder Städte an
• Ukraine für «Flughafen-Ruhe»
• Lieferabkommen mit Deutschland
• Washingtons erhöht Druck auf Kyiv
• Miserable Frontbilanz Russlands
• Verdacht gegen Zelenskyj-Freund
• Russischer Drohnenbauer in Haft
• Nordkorea profitiert vom Krieg
• Kein Benzin-95 mehr auf der Krim
• Russische Logistik als neues Ziel
• Russen trafen auch Militärindustrie
• Telefon zwischen Lawrow und Rubio
• Russischer Aussenminister droht
• Kremlnahe Blogger sind unzufrieden
• Ukraine schlug in 4 Tagen 3 Mal zu
• Kreml sperrt Himmel über Moskau
• Internetsperre im besetzten Luhansk
• KI-Drohnenschwärme im Einsatz
• Ex-CIA-Chef: «Von der Ukraine lernen»