
UKRAINE AKTUELL Nr. 828 (31.5.24/23Uhr)
- Das Schicksal von Maryana Chechelyuk //
- Russen lassen ausgehungerte Gefangene frei //
- Biden und Scholz erlauben limitierte Angriffe //
- Wer welche Kampfjets liefern //
- Vier massive Schläge gegen Russland //
- «Gut, dass China nicht in die Schweiz kommt» //
WAS RUSSEN MIT FRAUEN MACHEN
Diese abgebildete junge Frau heisst Maryana Chechelyuk – vor und nach der russischen Gefangenschaft. Heute ist sie nach zwei Jahren in einem russischen Gefängnis endlich nach Hause zurückgekehrt. Die «Zentrale Rückgabestelle für Gefangene» der ukrainischen Regierung schreibt: «Maryana wurde im Mai 2022 von den russischen Besatzern entführt, als sie aus dem umzingelten Mariupol, wo sie als Polizeiermittlerin arbeitete, nach Saporischschja reiste. Damals wurde ein humanitärer Korridor für Zivilisten eingerichtet, ihre Eltern wurden durchgelassen, und Maryana wurde zusammen mit ihrer minderjährigen Schwester Alina zur Filterung in das Dorf Bezymennoye in der Region Donezk gebracht. Von dort aus wurde Maryana in ein Gefängnis in Donezk gebracht. Später war sie in Jelenowka, Taganrog, Kamyschin und in einer Kolonie in Mariupol inhaftiert.
Während ihrer zweijährigen Inhaftierung wurde sie physisch und psychisch schwer gefoltert. Sie hungerten sie aus, schlugen sie und drohten, ihr den Kopf zu rasieren. Das Mädchen verlor stark an Gewicht, ihre Nieren und Beine begannen zu versagen, sie bekam Rückenprobleme und entwickelte eine chronische Bronchitis.
Während der Gefangenschaft ihrer Tochter konnte die Familie Chechelyuk nur einmal mit ihr telefonieren und erhielt mehrere Briefe. Darin erzählte die junge Frau von den schrecklichen Haftbedingungen und ihrem sich stark verschlechternden Gesundheitszustand.
Erst danach erlaubte Russland den Austausch von Maryana gegen seinen Soldaten.
Es gibt keine Erklärung für diese bestialische, unmenschliche Behandlung von Maryana und anderen Frauen in russischen Kerkern. Sie war keine Kämpferin, sie wurde ohne Grund als Geisel gehalten. Ihr ganzer „Fehler“ war, dass sie eine Vertreterin des ukrainischen Staates war.
Etwa vierhundert ukrainische Frauen werden weiterhin in russischen Kerkern festgehalten. Die meisten von ihnen sind Zivilisten, die auf die gleiche Weise wie Maryana Chechelyuk entführt wurden. Einige von ihnen sind nun schon seit mehr als zwei Jahren in Gefangenschaft.
Aus unbekannten Gründen zögert Russland sehr, ukrainische Frauen zurückzugeben, selbst im Rahmen eines Austauschs gegen männliche Kriegsgefangene. Man hat den Eindruck, dass das Hauptziel der russischen Seite einfach darin besteht, sie und das ukrainische Volk zu quälen. Eine andere rationale Erklärung haben wir nicht.» https://t.me/hochu_zhyt/1573

75 GEFANGENE FREIGELASSEN
Im Austausch mit derselben Anzahl Kriegsgefangenen wurde heute 75 Ukrainer und Ukrainerinnen aus russischen Kerkern entlassen. Dabei handelt es sich um Soldaten der ukrainischen Streitkräfte und der Nationalgarde, um Grenzsoldaten und um Zivilisten. Darunter sind 19 Personen, die auf der Insel Zmiiny (Schlangeninsel) gefangen genommen wurden, sowie 10 Verteidiger von Mariupol und von Azovstal. https://x.com/rshereme/status/1796510065983398047

Die Gefangenen wurden gefoltert und ausgehungert (Bilder im Newsletter, Abo hier: www.bit.ly/3whDOe4. Die Fotos können aus Zensurgründen nicht auf Facebook gezeigt werden).
Im Bus sang einer der Freigelassenen das Lied «Ukraine», ein populäres Lied von Taras Petrynenko. https://x.com/i/status/1796517968031121715
Nachdem die kahlgeschorenen Freigelassenen den Bus verlassen konnten, knieten sich einige auf die ukrainischen Erde und andere brachen weinend zusammen. https://x.com/i/status/1796576866025067001

LIMITIERTE ANGRIFFS-ERLAUBNIS
US-Aussenminister Antony Blinken gab bekannt, dass die Ukraine berechtigt ist, mit US-Waffen militärische Ziele in Russland anzugreifen. Derzeit befänden sich 50’000 russische Soldaten an der Grenze, die sich darauf vorbereiten, von Nordosten her in die Ukraine einzumarschieren und nach Kharkiv vorzudringen. https://x.com/igorsushko/status/1796585935355949164 Zur Aufweichung ihrer der bisherigen Position der USA sagte Binken: «Wie Sie gehört haben, hat der US-Präsident den Einsatz unserer Waffen zu diesem Zweck genehmigt. Wir werden auch in Zukunft das tun, was wir bisher getan haben, nämlich uns bei Bedarf anpassen und umstellen.» https://x.com/nexta_tv/status/1796539326806864278
Die Erlaubnis betrifft aber nur Ziele auf russischem Boden in unmittelbarer Nachbarschaft der ukrainischen Stadt Kharkiv. Weitere Einschränkungen präzisierten US-Beamte gegenüber CNN.
Die Ukraine darf mit den von den USA gelieferten Patriot-System russische Flugzeuge in der Luft auch über russischem Boden abschiessen. Angriffe mit ATACMS Mittelstrecken-Raketen sind nicht erlaubt. Ebenfalls nicht erlaubt ist das Zerstören von russischen Flugzeugen die auf russischen Flughäfen parkiert sind. https://x.com/visegrad24/status/1796308183318978922
Eine vergleichsweise Position nimmt seit heute auch die deutsche Bundesregierung ein. Die deutsche Regierung erlaubt der Ukraine nun, Russland, insbesondere die Region Belgorod in der Nähe von Charkiw, mit von Deutschland bereitgestellten Waffen anzugreifen, so wie es die USA erlaubt haben. https://x.com/ukraine_map/status/1796473274215567792

Grossbritanien macht diesbezüglich keine Einschränkungen. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg wies darauf hin: «Das Vereinigte Königreich hat Storm Shadow Marschflugkörper für eine lange Zeit ohne jegliche Einschränkungen zur Verfügung gestellt», – sagte Stoltenberg. https://x.com/ukraine_map/status/1796461272390881447?s=43&t=Sxt_HRDdRrW65xCRS1SmHw

KAMPFJETS FÜR DIE UKRAINE
Folgende Länder haben bereits Kampfflugzeuge an die ukrainische Armee geliefert:
Polen: 14 MiG-29A/UB; Slowakei: 13 MiG-29AS/UBS; Mazedonien: 4 SU-25; Litauen 1L-39ZA Albatros;
Und die Lieferung dieser Länder wird in den kommenden Wochen erwartet:
Belgien: 30 F-16 (AM/BM); Dänemark – 19 F-16 (AM/BM); Norwegen 22 F-16 (AM/BM); Niederlande – 24 F-16 (AM/BM); Schweden 2 DRLV ASC 890 Flugzeuge.

VIER SCHLÄGE IN WENIGEN STUNDEN
Die ukrainische Armee hat zwei Öltankanlagen, einen Hafen und einen Fährbetrieb zur Versorgung der Krim angegriffen. Eingesetzt worden waren Neptun Langstreckenraketen. Das sind Anti-Schiff-Raketen, welche die Ukraine umgebaut und weiterentwickelt haben. Sie haben einen Aktionsradius von 300 Kilometern und können in russisches Gebiet eindringen. https://x.com/ukraine_map/status/1796436814074630219
Getroffen wurde der Hafen von Kavkaz in Russland, der für die Versorgung der Krim wichtig ist, sowie eine Fährenüberfahrt nach Kertsch in Krasnodar. An den beiden Orten wurden zudem Ölterminals in Brand geschossen. Der ukrainische Generalstab bestätigten den Angriff auf die «Fährüberquerung und das Ölterminal des Hafens „Kaukasus“ in der Region Krasnodar». https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid02SSggHKbb36HYHpaAiH7z1VrhGrawBtqeeksaBio8X2Wt8mLiXU198DD5spGkkUi9l
Der Hafen von Krasnodar ist der zweigrösste Umschlagplatz der Russen am Schwarzen Meer. Der hier gelagerte und nun brennende Treibstoff https://x.com/i/status/1796427936905744393 wurde an das russische Militär in den besetzten Regionen Krim, Cherson und Saporischschja geliefert. https://x.com/igorsushko/status/1796427936905744393

GUT, DASS CHINA NICHT KOMMT
Dass China nicht an die Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz kommt, sei positiv und es sei Zeit die «Heuchelei» zu beenden. Das schreibt der finnische Militärbeobachter Joni Askola:
«China hat bestätigt, dass es nicht an der Ukraine-Friedenskonferenz teilnehmen wird, die nächsten Monat in der Schweiz stattfindet. Peking lehnte die Einladung aufgrund nicht erfüllter Bedingungen ab, darunter die Teilnahme sowohl Russlands als auch der Ukraine. Die Beteiligung Chinas hätte die gesamte Veranstaltung untergraben. Als wichtigster Verbündeter und Unterstützer Russlands hat China seine Position stets falsch dargestellt und Russlands Vorgehen in der Ukraine unterstützt.
Die Ukraine und der gesamte Westen müssen sich darüber im Klaren sein, dass der Versuch, China zu beschwichtigen, dessen Unterstützung für Russland nicht schmälern wird, sondern sogar das Gegenteil bewirken kann. China hat seine Unterstützung für die Ukraine während des gesamten Konflikts kontinuierlich erhöht. Es ist wichtig, unsere Strategie anzupassen. Diktatoren reagieren nur auf Macht. Da es keine unmittelbaren Aussichten auf Frieden gibt, ist es nicht gerechtfertigt, unseren Gegner zu beschwichtigen und ihm zu erlauben, die Friedenskonferenz zu untergraben.» https://x.com/ArturRehi/status/1796471591540609511
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