Raisi war seit dem 3. August 2021 als Präsident des Iran im Amt. Er war ein Vertreter des extrem konservativen Flügels in der iranischen Politik, befürwortete eine noch stärkere Islamisierung der Gesellschaft, Einschränkungen der Frauenrechte und die Kontrolle des Internets.
Raisi war zuvor Staatsanwalt in Hamadan, Staatsanwalt in Teheran und Generalstaatsanwalt des Irans.
In jeder dieser Positionen war er an der massiven Unterdrückung von Gegnern des Ayatollah-Regimes beteiligt. Raisi fällte Todesurteile, war persönlich an Folterungen beteiligt und beaufsichtigte die Hinrichtung von politischen Dissidenten.
Raisi war einer von vier Männern, die 1988 an den Massenhinrichtungen von iranischen politischen Gefangenen beteiligt waren. Danach wurden innerhalb von fünf Monaten Tausende von politischen Gefangenen im ganzen Land entführt und aussergerichtlich hingerichtet. Viele der Getöteten wurden gefoltert und brutal misshandelt.
Er beaufsichtigte auch die Hinrichtung von Minderjährigen und die brutale Folterung iranischer Gefangener, einschließlich Amputationen.
Putin telefonierte heute mit dem Regierungschef der iranischen Republik Mohammad Mokhber. Er drückte sein Bedauern über den Tod des iranischen Staatspräsidenten aus. Putin betonte, dass er Raisi gut kannte und schätzte. Iran sei entschlossen, die Beziehungen mit Russland auszubauen, sagte Mohkber. Dies berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS. https://t.me/tass_agency/249960
In seinem Beileidstelegramm an die iranische Führung schrieb Putin: «Seyed Ebrahim Raisi war ein herausragender Politiker, dessen ganzes Leben dem Dienst am Vaterland gewidmet war. Er genoss zu Recht hohen Respekt bei seinen Landsleuten und grosse Autorität im Ausland. Als wahrer Freund Russlands leistete er einen unschätzbaren persönlichen Beitrag zur Entwicklung gutnachbarlicher Beziehungen zwischen unseren Ländern und unternahm grosse Anstrengungen, um sie auf die Ebene einer strategischen Partnerschaft zu bringen.» https://t.me/rbc_news/95206
STRASSENKÄMPFE IN WOWTSCHANSK
Die Frontlinie im Norden der Region Kharkiv wurde stabilisiert, die Kämpfe in Wowtschansk selbst gehen weiter. Das sagte der Leiter der Militärregion, Oleh Sinegubov. Ihm zufolge kommt es in Wowtschansk «auf fast jeder Strasse» zu Kämpfen. Die Verteidigungskräfte kontrollieren 60 % von Wowtschansk, sagte der Stellvertreter von Sinegubov. Ihm zufolge geht der Beschuss ununterbrochen weiter. Heute schlugen mehrere Fliegerbomben ein und «der Feind setzt die Angriffsoperationen fort.» https://t.me/uniannet/134472
«KOMMENDE WOCHEN ENTSCHEIDEND»
«Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend sein. Deshalb werden wir weiterhin entschlossen handeln». Das sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin bei der Eröffnung einer weiteren Runde des sogenannten «Rammstein-Format». Bei diesem Treffen von Staaten, welche die Ukraine unterstützen, werden die verschiedenen Massnahmen koordiniert. Nach Austins Meinung
ist gerade jetzt der Moment der Herausforderung gekommen, wenn Putins Truppen in die Offensive gegangen sind und versuchen werden, entlang der Grenze in der Region Charkiw eine sogenannte «Pufferzone» zu schaffen. https://t.me/c/1269013410/67068
Gleichzeitig erklärte Austin nach dem Treffen an einer Medienkonferenz, dass die Vereinigten Staaten gegen eine Ausweitung der Einsatzgeographie der in die Ukraine transferierten amerikanischen Waffen sind. Das heisst: Waffen, welche die USA liefern, dürfen nur innerhalb des ukrainischen Territoriums verwendet werden. https://t.me/uniannet/134482
«WESTEN IST ZU LANGSAM»
In einem Exklusiv-Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte Volodymyr Zelenskyj, die westlichen Verbündeten brauchen zu lange, um wichtige Entscheidungen über die militärische Unterstützung der Ukraine zu treffen. Man sei mit den Entscheidungen immer etwa 12 Monate zu spät.
Spanien kündigte die Lieferung der zweiten Charge von Leopard-Panzern an die Ukraine an. Das Militärpaket umfasst auch 155-mm-Artilleriemunition, Patriot-Flugabwehrraketen, Drohnenabwehrsysteme, optronische Überwachungs- und Verfolgungssysteme sowie Geschütztürme. https://x.com/DefenceU/status/1792613735493747021
Die Niederlande werden der Ukraine gepanzerte Fahrzeuge des Typs YPR-765 liefern. Dabei handelt es sich um gepanzerte Transporter für Material und Mannschaft mit Ketteantrieb. YPRs spielen eine wichtige Rolle in der #UA-Armee. Sie bieten Feuerunterstützung für Einheiten im Kampf, evakuieren verwundete Soldaten und liefern auch Munition an die Front. https://x.com/DefenceU/status/1792616122635669779
Insgesamt seien bisher 600’000 Ukrainer für die Verwendung des APP’s «Reserve+» zugelassen worden. Das sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums der Ukraine. https://t.me/c/1269013410/67045
STROM WIRD IN KYIV KNAPP
Heute endet in Kyiv die offizielle Heizungsperiode und damit die Versorgung mit Wärme über ein Fernleitungssystem. Gleichzeitig ist die Versorgungslage mit elektrischer Energie «sehr angespannt». Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird es zu Notfallabschaltungen der Stromversorgung kommen. Für 10 Regionen in Kyiv wurde spezielle Telegram-Kanäle eingerichtet, in denen sich die Bewohner über die Energiesituation informieren können. Die Liste mit den Telegram-Kanälen gibt es hier: https://t.me/voynareal/89880 Ausserdem werden in der Region Kyiv alle Formen von Strassen-, Schaufenster- oder Reklamebeleuchtung in der Nacht reduziert.
RUSSLAND BOMBARDIERT SICH
Die russischen FAB-Bomben (Foto: Vitaly V. Kuzmin) sind im ukrainischen Krieg wegen ihrer Zerstörungsgewalt gefürchtet. Es sind Sprengkörper, die mit Flügeln ausgerüstet sind, und weit vom Ziel entfernt aus Flugzeugen abgeworfen werden. Heute wollte die russische Armee vier solcher FAB-500-Bomben auf die ukrainische Stadt Wowtschansk abwerfen. Die 500 Kilogramm schweren Bomben schlugen allerdings auf der Seite der russischen Föderation in der Stadt Schebekino ein. Diese Stadt war breiter bekannt geworden, weil dort Ende des letzten Jahres bewaffnete Ant-Putin Kräfte russische Soldaten angegriffen hatten. https://t.me/voynareal/89882
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