UKRAINE AKTUELL Nr. 816 (19.5.24/22Uhr)

  • Russische Armee tötet 11 Zivilisten //
  • Iran baut 50% mehr Waffen für Andere //
  • Irans Präsident abgestürzt – Zustand unklar //
  • Drohnenangriffe aus Raffinerien und Flugplatz //
  • Zwei Schiffe der Schwarzmeerflotte versenkt //
  • London: «Deutschland soll Taurus liefern» //

SCHWERER ANGRIFF AUF REGION KHARKIV

Die Armee Russlands griff heute mit Raketen und Mehrfachraketenwerfern die ostukrainischen Region Kharkiv an. Unter Beschuss kamen zivile Wohnquartiere in Kovsharovka, Novoosinovo, Kupyanskaya und Malodanilovskaya. Dabei starben nach dem derzeitigen Stand 11 Menschen. Unter den Getöteten befindet sich eine schwangere Frau und ein Kind. Rund zwei Dutzend Menschen wurden verletzt.

Die Zahl der Verletzten wurde durch die russische «Taktik des Zweitschlags» erhöht. Das bedeutet, dass ein beschossenes Ziel erneut angegriffen wird, wenn dort Retter, Feuerwehrleute und Polizisten anwesend sind.

Oleh Sinegubov, Gouverneur von Kharkiv, erklärte den Montag, 20. Mai zum Trauertag.

Das russische Verteidigungsministerium behauptet seinerseits, dass Angriffe nur auf Militär- und Energieanlagen der Ukraine und die damit verbundene Infrastruktur durchgeführt werden. https://t.me/rbc_news/95150

IRAN BAUT 50% MEHR WAFFEN

Iran erhöhte die «Verteidigungsexportproduktion» auf 150%. Dies erklärte ein Vertreter des iranischen Verteidigungsministeriums. Er fügte hinzu, dass der inländische Bedarf der Islamischen Republik an Verteidigungsprodukten gesättigt ist und sich das Land daher auf den Exportmarkt und die Deckung der zahlreichen Anfragen zum Kauf iranischer Waffen konzentriert».

Das iranische Verteidigungsministerium hatte zuvor berichtet, dass mehrere europäische Länder Interesse an den Produkten des iranischen militärisch-industriellen Komplexes zeigten und Transaktionen anonym durchführen wollten. https://t.me/uniannet/134284

IRANISCHER PRÄSIDENT VERMISST

Ein Helikopter vom Typ M-171 mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und dem iranischen Aussenminister Hussein Amirabdollahian an Bord ist im Norden des Irans abgestürzt. Nach Angaben der iranischen Regierung habe das Fluggerät beim Dorf Uzi eine «harte Landung» erlebt. Die Suche in der Provinz Ost-Aserbaidschan gestalte sich wegen der «ungünstigen Wetterbedingungen» mit dichtem Nebel schwierig. Raisi war zusammen mit Amirabdollahian auf der Rückreise von einem Treffen mit dem Präsidenten des Nachbarlandes Aserbaidschan, Ilham Aliyev.

Gemäss der israelischen TV-Station «Kanal12» sagen westliche diplomatische Quellen, dass der iranische Präsident Raisi seinen Hubschrauberabsturz nicht überlebt hat. Auch drei Retter, die sich auf die Suche nach Raisi machten, werden vermisst. Auf dem offiziellen Instagram-Account des iranischen Präsidenten postete Raisi eine Geschichte mit den Worten: „Bete für mich“

Der iranische Religions-Führer Ali Khamenei äusserte die Hoffnung, dass der Präsident des Landes, Ebrahim Raisi, am Leben sei. Er rief zum Gebet für ihn auf. Khamenei versicherte ausserdem, dass es keine Störungen in der Regierungsführung geben werde.

Raisi ist seit 2021 Präsident des Iran und gilt als potenzieller Nachfolger von Ali Khamenei.

Kurz vor 20 Uhr wurde gemeldet, dass die Rettungstruppen mit zwei Personen aus dem Helikopter Kontakt hätten. Diese Information wurde vom iranischen Roten Halbmond sofort dementiert. Die iranische Nachrichtenagentur «Tasnim News Agency» meldete gleichzeitig, dass die Möglichkeit besteht, dass alle Helikopterinsassen wohbehalten seien und es keine Opfer gebe. (Diverse Quellen).

RUSSISCHE REGIONEN ATTACKIERT

Bereits zum zweiten Mal griffen ukrainische Drohnen den Militärflugplatz «Kuschtschowsk» und die Raffinerie Slawjansk in der russischen Region Krasnodar an. Es handelt sich erneut um eine Aktion des militärischen Geheimdienstes der Ukraine. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich auf dem Flughafen Dutzende verschiedener Flugzeuge, die ukrainische Stellungen an der Front angreifen, darunter Su-34, Su-25, Su-27, MiG-29. https://t.me/voynareal/89832

Die Leitung der Slawjansk -Raffinerie gab an, dass die Anlage nach mehreren Explosionen ihre Arbeit eingestellt habe und man nun den Schaden begutachte. Die Direktion behauptete gleichzeitig, dass sechs Drohnen auf das Gelände der Raffinerie «abgestürzt» seien und dass es keine Schäden an Menschen oder Material gegeben habe. https://t.me/rbc_news/95147

Im Gebiet Leningrad wurde die Ölraffinerie «Wyborg» mit mindestens einer Drohne angegriffen. Diese Aktion ist bemerkenswert, weil sich die Raffinerie 980 Kilometer von der ukrainischen Landesgrenze entfernt befindet. https://t.me/c/1269013410/66986

2 SCHLÄGE GEGEN PUTINS FLOTTE

Die ukrainische Armee hat im Hafen Sevastopol auf der derzeit besetzten Krim das Schiff «Cyclone MRK» des «Projekts 22800» versenkt. Eingesetzt wurden dafür zwei ATACMS-Raketen, welche die USA geliefert haben. 6 Soldaten der russischen Schwarzmeerflotte kamen ums Leben, weitere 11 wurden verletzt. https://t.me/insiderUKR/75081

Ebenfalls in der Nacht auf heute wurde ein weiteres Schiff der Schwarzmeerflotte bei der Krim zerstört. Es soll sich um das Minensuchboot «Kovorvets» (Projekt 266M) handeln. Der Kapitän des Schiffes sei dabei ums Leben gekommen. Weitere Details sind derzeit nicht bekannt. https://x.com/DefenceU/status/1792110322028822560

BRITE FORDERT TAURUS-LIEFERUNG

Der britische Verteidigungsminister Grant Shapps sagte, Deutschland solle Taurus- Langstreckenraketen an die Ukraine übergeben und ihnen erlauben, die von Russland besetzte Krim anzugreifen. Dies sagte er heute in einem Interview mit Sky News.

Shapps wies darauf hin, dass Grossbritannien das erste Land war, das den Einsatz seiner Waffen für Angriffe auf die Krim zugelassen habe, und betonte, dass die Halbinsel Teil der Ukraine sei.

Andere Länder begannen daraufhin, dem Beispiel des Vereinigten Königreichs zu folgen, bemerkte Shapps. Er wies darauf hin, dass Deutschland, das über die Fähigkeit verfügt, Langstreckenwaffen bereitzustellen, dasselbe tun sollte. https://news.sky.com/

NEUES MATERIAL AUS GROSSBRITANIEN

Grossbritannien stellt dringend 80 Flugabwehrraketen zur Verfügung, um der Ukraine zu helfen, und verspricht, diese Zahl bis Ende des Monats auf 100 Einheiten zu erhöhen. Zu der nächsten Lieferung gehören zudem mehr als 20 Systeme zur Minenräumung; Langstrecken-Aufklärungsdrohnen; mehr als eine Million Patronen verschiedener Kaliber; 20 gepanzerte Viking-Amphibien-Geländefahrzeuge; Mehr als 4’000 Sätze Militäruniformen. https://t.me/operativnoZSU/146119

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1408 (31.12.2025 / 9Uhr)

• Neuer Palast von Putin entdeckt
• Angriff auf Putin fand nicht statt
• Vier Moskauer Vororte ohne Licht
• 3 Schläge gegen russisches Öl
• «Bald 1’000 Drohnen in der Luft»
• Saudis kaufen 30% von Fire Point
• Beat Heris Kommentar

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