Ukraine Aktuell Nr. 695 (19.1.24/20Uhr)

  • Grossbrand in russischem Öldepot
  • 45’000 Soldaten gegen Avdiivka
  • Sorgen um ukrainische Medienfreiheit
  • Baltische Staaten rüsten sich

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Berichte mit Bildern gibt es auf Instagram: https://www.instagram.com/ukraineaktuell/
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GROSSBRAND IN BRIANSK

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Öldepot, brennt dieses nahe der Stadt Klintsy in der russischen Region Brjansk. Derzeit brennen vier Tanks mit Ölprodukten der Firma Rosneft. Aufgrund der Menge des brennenden Brennstoffes ist es schwer, den Brand einzudämmen.

Kurz vor dem Brand meldete das russische Verteidigungsministerium den «erfolgreichen Abschuss der Drohne».

32 Menschen wurden aus umliegenden Privathäusern evakuiert.

https://t.me/c/1269013410/62074

Ausserdem wurde eine Pulverfabrik in Tambow angegriffen. Aber darüber gibt es kaum Informationen. https://t.me/insiderUKR/68269

Wie die ukrainische Plattform «New Voice» berichtet, würden sich die Bewohner von Brjansk zunehmend Sorgen machen, dass der Krieg, der bisher aus ihrer Region gegen die Ukraine geführt wurde, nun auf ihre Region übergreift. https://nv.ua/ukr/lifestyle/udar-po-naftobazi-u-klincyah-dialog-ochevidciv-rozsmishiv-socmerezhi-video-50385488.html

LAGE IN AVDIIVKA

Der ukrainische Militäranalyst Alexander Kovalenko schreibt: Die Situation in der Region Avdiivka ist durchweg schwierig. Aber das ist seit dem 10. Oktober 2023 so, als die Russen mit 30’000 Mann eine Offensive auf die Stadt starteten und versuchten, sie einzukesseln. Jetzt operiert die russische Armee mit etwa 45’000 Mann, kann aber die Stadt seit mehr als drei Monaten nicht mehr einkreisen und einnehmen.

Die Kämpfe sind zum Teil Stellungskämpfe, die auch als Pendelkämpfe bezeichnet werden können. Die Russen versuchen in der «Koksokhim-Zone» sowie im südlichen Industriegebiet Fuss zu fassen. Manchmal erobern sie Stellungen, die sie ein paar Stunden halten können, bevor sie wieder vertrieben werden.

Wirklich kritisch wird die Lage, wenn es den Russen gelingt, im Süden Stepowoje-Berditschi-Semenowka einzunehmen und im Süden Sewernoje-Tonenkoje. «Alles andere ist eine gleichbleibend schwere Situation im Rahmen der Stellungskonfrontation. In Avdiivka kann es einfach nicht anders sein. Und das wird auch in einem Monat noch so sein. Und in zwei Monaten.» https://twitter.com/zloy_odessit/status/1748419494148559048

RUSSEN EROBERN DORF

Die Russen eroberten vermutlich das Dorf Vesele bei Siwersk in der Region Donezk

Dies wurde von der Analystengruppe «DeepState» gemeldet.

Zuvor hatte auch das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation behauptet, dass russische Truppen die Kontrolle über die Siedlung erlangt hätten.

Das ukrainische Militär bestätigte den Verlust des Dorfes nicht offiziell. https://t.me/c/1269013410/62067

Gemäss dem Sprecher der Bodentruppen haben die russischen Truppen an den Fronten Lyman, Kupjan und Bakhmut haben ihre Angriffe verstärkt und rücken vor. Wie Volodymyr Fitjo weiter sagte, befinden sich die ukrainischen «in aktiver Verteidigung, was es ermöglicht, die Positionen und die taktische Position zu verbessern und an einigen Stellen anzugreifen». https://t.me/suspilnedonbas/18817

SORGE UM MEDIENFREIHEIT

Die «Financial Times» schreibt: «Die ukrainischen Massenmedien wurden zum Ziel der pro-grünen „Informationsarmee“.» Grund für die Veröffentlichung sind Angriffe auf den investigativen Journalisten, Herausgeber der Publikation «Our Money» Yury Nikolov (FOTO) und die Gruppe Bihus.info (http://bihus.info/).

Zitiert wird der Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für Meinungsfreiheit, Jaroslaw Jurtschyschyn. Dieser sagt, dass das Scheitern die Schuldigen der Angriffe auf die Journalisten zu finden, den Verdacht bestätigen, dass die Strafverfolgungsbehörden im Namen von Regierungsbeamten handeln.

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kyiv sagt der FT, «das, was heute passiert, die Einheit im Staat zerstört, demokratische Prinzipien zerstört und dem Image der Ukraine schadet.» Die Financial Times weist darauf hin, dass die Medienfreiheit in der Ukraine seit der russischen Invasion von den Behörden eingeschränkt wurde. https://www.ft.com/content/ab63a4d1-8a30-44c3-990a-02abe4884238

AUFMARSCH IM NORDEN

Der ukrainische Generalleutnant Serhiy Naev, Kommandeut der vereinigten Streitkräfte, berichtet: «Derzeit ist die Situation in der nördlichen Einsatzzone weiterhin unter Kontrolle.

Gleichzeitig hat der Feind auf dem Territorium der Russischen Föderation Gruppen mit einer Gesamtzahl von etwa 20’000 Menschen zusammengezogen. Sie führen ständig Aufklärungsarbeiten durch, beschiessen Grenzgebiete und bauen aktiv die technische und befestigte Ausrüstung in dem Gebiet aus.» Die politische Führung von Belarus leiste erhebliche Unterstützung für die russische Armee. Unter anderem baut Belarus das Überwachungssystem sowie die technische und befestigte Ausrüstung des Grenzgebiets auf. https://t.me/operativnoZSU/132783

BRITEN MIT LASERWAFFE

Grossbritanien hat erstmals die Laserwaffe «DragonFire» erfolgreich getestet und damit Luftziele angegriffen. Die Reichweite von DragonFire ist geheim, aber es handelt sich um eine Waffe, die «jedes sichtbare Ziel bekämpfen kann», eine «höhere Genauigkeit» und geringe langfristige Kosten aufweist. Ein Schuss würde soviel kosten wie ein ziviler elektrischer Heizkörper in einer Stunde verraucht. Die Genauigkeit des Systems wird als punktgenau beschrieben – die Waffe kann eine 1-Pfund-Münze aus einem Kilometer Entfernung treffen. Der DragonFire-Laser kann es das Ziel mit Lichtgeschwindigkeit treffen, «durchschneidet» es und zerstört die Struktur. https://www.gov.uk/government/news/advanced-future-military-laser-achieves-uk-first

BALTISCHE STAATEN RÜSTEN SICH

Lettland, Litauen und Estland werden an der Grenze zur Russischen Föderation eine mehrschichtige Verteidigungslinie aus 600 Bunkern errichten. Die Bunker werden das Militär vor feindlichem Feuer und Granatsplittern schützen und sollen vorerst 60 Mio. Euro kosten. «Russland ist und bleibt die grösste Bedrohung für die Sicherheit Estlands. Der Krieg in der Ukraine hat Russlands Offensivkraft reduziert, aber nach verschiedenen Schätzungen ist es bereit, sie innerhalb von zwei bis drei Jahren wiederherzustellen. Wir müssen bereit sein.»

Die baltischen Verteidigungsminister vereinbarten am Freitag in Riga, dass auch Lettland und Litauen eine ähnliche Verteidigungszone an ihrer Ostgrenze einrichten werden. Für die NATO sind Estland, Lettland und Litauen eine einzige Operationszone. https://rus.postimees.ee/7942118/istoricheskoe-reshenie-estoniya-postroit-na-vostochnoy-granice-liniyu-oborony-iz-600-bunkerov

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