Im kostenlosen Newsletter sind sämtliche Quellen sichtbar und direkt verlinkt.
Unter «www. ukraineaktuell. com» sind alle Beiträge seit dem 24. Februar 2022 veröffentlicht und in vielen Sprachen dank eines Übersetzungstools lesbar. Dort kann auch der Newsletter kostenlos bestellt werden.
Für Ihre Unterstützung meiner Arbeit bin ich sehr dankbar. Dies geht am einfachsten über «Buy Me a Coffee»: «https:// buymeacoffee.com/ aldrovandi» oder direkt über das Schweizer Bankkonto: CH07 0824 3117 3705 1200 6 (UA Aldrovandi Mario. Les Courtines, F-30220 Aigues-Mortes)
++++++++++++++++++++
DER VERTEIDIGUNGSGÜRTEL
Die russische Armee setzt ihre umfassende Zerstörung von ukrainischen Frontstädten fort Heute Morgen schlug in Sloviansk eine FAB-500-Fliegerbombe ein, die bis zu 500 Kilogramm Sprengstoff ins Ziel trug. Dieses Ziel war laut Wadim Ljach, Chef der Stadtverwaltung, eine Wohnsiedlung. Ein Mehrfamilienhaus wurde vom ersten bis zum fünften Stock zerstört. Mindestens 32 Mehrfamilienhäuser, ein Hotel, ein Kindergarten und Autos wurden beschädigt. https://t.me/nvua_official/187654
Im Bereich der Ostfront sind die drei ukrainischen Städte Kramatorsk, Sloviansk und Lyman die entscheidenden Stützen des Verteidigungsgürtels im Donbas darstellen. Auf diesen Frontbereich konzentrieren sich derzeit die russischen Vorstösse. Ibrahim Naber, Chefreporter der deutschen «Welt», hat dazu eine Einschätzung veröffentlicht:
Ukrainische Militärs und westliche Analysten erwarten schwere Kämpfe um die Städte, die eine wichtige Verteidigungslinie im Donbass darstellen. Russische Truppen setzen ihren langsamen Vormarsch fort, wobei sie unter anderem die Taktik des Eindringens mit kleinen Infanteriegruppen anwenden.
Laut ukrainischen Kommandeuren erstreckt sich die «Todeszone» aufgrund der Aktivitäten feindlicher Drohnen bereits 20 bis 50 km ins Landesinnere. Gleichzeitig unterstützt das Gelände rund um Kramatorsk und Slowjansk die Verteidiger – Höhen und Deckungen bieten Vorteile bei der Verteidigung.
In ganz Russland stehen Autos stundenlang Schlange vor Tankstellen. Dies gilt auch für Moskau, aber dort hat sich die Situation etwas entschärft: Aktuell bietet jede zweite Tankstelle Benzin an. Vor zwei Wochen waren es nur jede fünfte.
Damit Moskau genug Benzin hat, werden die verfügbaren Treibstoffe aus den Regionen abgezogen und in die Hauptstadt verlegt. Dies zeigt eine Auswertung der in Betrieb befindlichen Tankstellen von Moskau, der Region Moskau und den anderen Regionen in der Russischen Föderation.
Der aktuelle Stand:
In der gesamten Russischen Föderation sind nur etwa 35% aller Tankstellen mit genügend Benzin versorgt. Anfang August waren es noch etwa 45%. Der Rückgang der landesweiten Versorgung ist auf die Verlagerung der verfügbaren Benzinmengen nach Moskau zurückzuführen.
In Moskau verfügen aktuell 55% der Tankstellen über Benzin. Dieser Anteil hat sich in den letzten zwei Wochen stark verbessert. Mitte August konnten nur 20% der Moskauer Stationen Benzin verkaufen.
In der Region Moskau verkaufen aktuell 45% der Tankstellen Benzin. Auch dort waren es Mitte August nur etwa 20 Prozent.
Ob die Versorgung in Moskau und der Region Moskau weiter verstärkt werden kann, ist fraglich: Wegen der anhaltenden Angriffe auf russische Raffinerien und der Ausfälle der Raffinerien kann Russland nur 70% des Inlandbedarfs selbst decken. Jeden Tag müssten mehr als 35’000 Tonnen Benzin importiert werden, aber China, Indien, Weissrussland und die Kaukasusstaaten liefern nicht so viel. (Siehe Ukraine Aktuell Nr. 1649 «Russland fehlt Benzin») https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1649-29-8-2026-8-uhr/
Für den inneren Zustand der Russischen Föderation ist die Bevorzugung Moskaus ein Risiko. Der ukrainische Blogger «Kay in Kyiv» schreibt: In Moskau lebt «Russlands neue Benzin-Elite, während sich die knieenden Bauern tagelang in der Schlange anstellen.»
SPARMODUS DES KREMLS
Das Haushaltsdefizit der Russischen Föderation betrug per Ende Juli 2026 rund 6,5 Billionen Rubel (65 Milliarden Euro). Die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandprodukt/BIP) ist um 2,8 Prozent geschrumpft – prognostiziert worden war ein Wachstum des BIP um 1,2 Prozent.
Nun hat das Kreml-Regime einen Sparmodus eingeführt, der vor allem auf die Provinzen abgewälzt wird und alles treffen soll ausser die Militärausgaben. Die Ausgaben für Programme, die nicht mit dem Krieg zusammenhängen, sowie für Gehälter, Sozialleistungen und die Unterstützung der Regionen wurden um 35 % gekürzt. Die Bundesbehörden wurden ausserdem angewiesen, sich auf eine Reduktion der Belegschaft um 15 % vorzubereiten und unnötige Ausgaben zu verschieben.
In der russischen Grenzstadt Belgorod wurde das Lager- und Verteilzentrum des Onlinehändlers Ozon getroffen. Die Firmenleitung bestätigt, dass ein Brand ausgebrochen ist und «lokalisiert» wurde.
Sämtliche Aktivitäten des Zentrums wurden bis auf weiteres eingestellt: «Derzeit können wir keine Bestellungen ausliefern und nehmen auch keine Bestellungen von Kunden entgegen.» https://t.me/ozonhq/1494
Ebenfalls getroffen wurden in Belgorod die Lagerhallen des Unternehmens «Estate Logistics». Auch dort ist ein Brand ausgebrochen. https://t.me/exilenova_plus/30119
AUSWEITUNG DER KAMPFZONE
Russland versucht, die Misserfolge in der Ukraine durch Sabotageakte in Europa auszugleichen. Das schreibt das «Wall Street Journal» (WSJ).
Der Kreml intensiviert Provokationen und Cyberangriffe in europäischen Ländern, um Angst zu schüren, die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und Zwietracht zwischen den Verbündeten zu säen.
Vom «Wall Street Journal» befragte Beamte vermuten, dass Russland lokale Agenten rekrutiet, um Sabotageakte, Spionage und Vandalismus zu verüben. Europäische Geheimdienste beobachten auch Versuche der digitalen Spionage und den Einsatz von Drohnen in potenziellen Operationen unter falscher Flagge.
Gleichzeitig weist die WSJ darauf hin, dass solche Aktionen möglicherweise das Gegenteil bewirken könnten: Die Länder an der NATO-Ostflanke setzen ihre Unterstützung für die Ukraine fort und erhöhen ihre Verteidigungsausgaben. In Rumänien haben die wiederholten Verletzungen des Luftraums durch unbemannte Fluggeräte sogar die antirussischen Stimmungen verstärkt.
Europa hat seine Hilfsgelder für die Ukraine im Mai und Juni 2026 deutlich aufgestockt. Ausschlaggebend dafür war das neu eingeführte Ukraine-Hilfsdarlehen, über das die europäischen Institutionen in diesen beiden Monaten fast 11’000’000’000 Euro (11 Milliarden Euro) bereitstellten. Insgesamt blieben die finanziellen und humanitären Hilfsleistungen jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Die USA haben sich seit dem Amtsantritt total von der Unterstützung der Ukraine verabschiedet. Dies betrifft sowohl die militärische wie auch die humanitäre Hilfe. Es werden nur noch Waffen verkauft, die von Europa und der Ukraine bezahlt werden.
Zwei Grafiken verdeutlichen dies. Die Zahlen hat der «Ukraine Support Tracker» des Kiel-Instituts erhoben.
• Russische Gefangene beklagen sich
• «Wir mussten unseren Urin trinken»
• Ansprache an die Gefangenen
• Russische Armee verliert Terrain
• Ukrainische Armee erneuert sich
• Explosionen und Feuer in Russland
• Türkische Schwarzmeer-Gespräche
• Putin: «Waffenstillstand ist lächerlich»
• Kasparov greift Trump-Familie an
• Kyiv im Fokus russischer Angriffe
• Mehrere Datenzentren zerstört
• Ukrainische Erfolge an der Front
• Zelenskyj: «Patient Null stoppen»
• Schweizer Offizier lobt Panzer
• Neuer Versuch für Waffenstillstand
• Lawrow: «Keine Pause im Krieg»
• Trump lädt Putin zu G-20 Gipfel ein
• Abkommen Ukraine – Australien
• IT-Zentrum der Sber-Bank attackiert
• Grossangriff auf die Region Saratow
• 500 Drohnen flogen Richtung Moskau
• Russland greift Energieanlagen an
• USA gibt keine Geheimdienstdaten
• Eingeschränkte Starlink-Funktionen
• Kellogg empfiehlt Raffinerie-Angriffe
• Rebellion von 12 US-Senatoren
• Yandex Ausfall hat Alltags-Folgen
• 80 russische Internetdienste reduziert
• Trump erfindet neue Waffenruhe
• Russland bombardiert Stromanlagen
• In Kyiv fehlen Strom & Wasser
• US-Wähler vertrauen Trump nicht
• US-Finanzchef kritisiert Europa
• EU gibt weitere 3 Milliarden Euro
• Offiziell keine Pest in Russland
• EU verschont zwei Oligarchen
• Europa verlängert Sanktionen
• Trump glaubt an einen Deal
• Zelenskyjs New Yorker UNO-Tour
• Litauen und Türkei für Ukraine
• Belege für Wahlfälschung
• Putins Partei erreichte nur 34%
• Kleiner russischer Weizenexport
• Russlands Probleme nehmen zu
• «Nur wenig Zeit zum Aufwachen»