Kämpfer der 121. Brigade der Streitkräfte der Ukraine berichten über dramatische Zustände im Kampfbereich der Südfront von Saporischschja. Anatolij Sashchuk, der Kommandeur des Feuerunterstützungszuges der Feuerunterstützungskompanie des 3. Bataillons der Militäreinheit A7049, richtet in einem Video – umrahmt von Soldaten seiner Einheit – einen Appell an den neuen Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee Mykhailo Drapatyi. «Einige meiner Soldaten waren aufgrund von Wasser- und Nahrungsmangel mehrere Tage lang halb bewusstlos», sagt Sashchuk.
Sie seien seit April in ihren Positionen, obwohl ihnen eine Rotation nach einem Monat versprochen worden sei. Laut ihren Angaben kann es 3 bis 7 Tage dauern, bis Trinkwasser und Nahrungsmittel geliefert werden. Aufgrund des Wassermangels sind die Kämpfer gezwungen, ihren eigenen Urin zu trinken.
Lyudmila Kryzhanovska, die Ehefrau eines der Kämpfer, schrieb, dass ihr Mann und seine Kameraden gezwungen seien, Reis mit Regenwasser zu essen und eine Dose Erbsen zu teilen.
Anatolij Sashchuk bittet um Versorgung mit den notwendigen Gütern und die Öffnung eines Korridors für den Austausch der erschöpften Soldaten.
In einer ersten Stellungnahme sagte das zuständige Kommando, dass die Logistik «im Rahmen des Möglichen» erfolge. In diesem Monat seien 27 Pakete geliefert worden und die Situation werde «überwacht».
Über die Zustände der Soldaten berichten die ukrainischen Medien «Suspilne» und «Ukraine Jetzt».
Während die Lage im Donbas für die ukrainische Armee schwierig ist, gibt es im südlich davon liegenden Frontbereich positive Nachrichten. Nach verschiedenen Meldungen haben sich russische Truppen auf der Dnipro-Achse zurückgezogen. Dieser Rückzug erfolgt nicht wegen eines Durchbruchs der ukrainischen Armee, sondern infolge der Erschöpfung der russischen Armee und des Zusammenbruchs der Logistik in diesem Bereich.
Der russische Militärblogger «Officer on the frontline» schreibt: «Unsere Truppen haben sich vorübergehend aus der Region Dnipropetrowsk zurückgezogen. Wer ist daran schuld???
Die Antwort lautet: das unfähige Kommando unseres Generalstabs und direkt der Hauptgruppe «Wostok». Die Gründe: Alle verfügbaren Reserven wurden für die Befreiung der DVR verlegt. Weitere Reserven gibt es nicht mehr. Die Schuld des Generalstabs liegt in der Unfähigkeit, Reserven anzulegen und an die Hauptgruppe «Wostok» weiterzugeben, da die Rekrutierung neuer Vertragssoldaten zurückgegangen ist. Die Schuld der Hauptgruppe «Wostok» liegt in der Unfähigkeit, auf Verteidigung umzuschwenken, da keine Reserven vorhanden sind.» https://t.me/officer_on_the_front2/15802
Der Militärblogger Jarl Finland schreibt: «Der Verschleiss durch die Dominanz der Drohnen und die Erschöpfung der Truppen zwangen zu einem Rückzug in Richtung Donezk. Man darf davon ausgehen, dass der Kreml es als «Umschichtung» bezeichnen wird, doch die Realität ist einfacher: Die «Fleischwelle» ist zusammengebrochen.» https://x.com/jalle51/status/2088661414894334252
GRÖSSTES WILDBERRIES BRENNT
Im Lager des russischen Online-Giganten Wildberries in Kaledino ist ein Feuer ausgebrochen. Das Lager ist mit einer Fläche von 250’000 Quadratmetern der grösste Komplex von Wildberries und befindet sich in der stark geschützten Region Moskau (Dorf Kaledino im Bezirk Podolsk der Oblast Moskau).
Ebenfalls in Flammen steht der Logistikkomplex namens «Sewernoje Domodedowo» bei Moskauer Flughafen.
Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) hatte in dieser Woche eine neue Angriffsvariante gegen Wildberries praktiziert. Gemäss HUR haben am 10. und 11.August Experten der Cyber Corps-Community (3C) die digitale Infrastruktur des russischen Unternehmens angegriffen. Der Hauptkanal für die Fernbetreuung der Kunden wurde gestört, die Zahlungsabwicklung teilweise destabilisiert und die Kontaktzentren zusätzlich belastet. Das HUR gab an, dass der Cyberangriff die Auswirkungen der Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf die Lager von Wildberries verstärkt und dem Unternehmen weitere Schäden zugefügt hat. https://t.me/u_now/208886
VERLUSTE VON WILDBERRIES
Gemäss der russischen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins «Forbes» sind die Verluste für Wildberries in den letzten 6 Wochen stark angestiegen. Der gesamte Schaden für Wildberries und ihre Lieferanten wird von «Forbes» auf 800’000’000’000 Rubel geschätzt, was etwa 10 Milliarden US-Dollar entspricht.
Über 20 Logistikzentren wurden getroffen, mindestens 14 brannten vollständig nieder. Mehr als 400’000 Verkäufer müssen mit Verlusten rechnen, einige haben bis zu 95 % ihrer Waren verloren.
Weil Wildberries gleichzeitig grosse Schulden bei russischen Banken hat und als wesentliche Stütze für die russische Wirtschaft gilt, sind die Folgen der Verluste noch nicht abzuschätzen. https://x.com/wartranslated/status/2088257178008248722
In der besetzten ukrainischen Stadt Donezk brennt seit Samstagabend das Einkaufszentrum «Galaktika». Videos belegen einen Vollbrand. Dies ist der der dritte Angriff auf ein Einkaufszentrum dieser Kette, das nach Angaben ukrainischer Blogger auch Güter für Soldaten anbietet.
Am 10. August waren «Galaktika» Makijivka und am 14. August «Galaktika» Jenakijeevo abgebrannt. Im Jahr 2024 benannten die Besatzer die eroberten Hypermarktketten «Epicentr» in «Galaktika» um und setzten den Betrieb der Kette unter diesem neuen Namen fort. https://t.me/u_now/208951
TREFFER AUS RAKETENZENTRUM
Ein ukrainischer Marschflugkörper FP-5-Flamingo traf am Samstagmorgen in Samara das Gebäude 106A des Raketenzentrums «Progress». Es gehört zum Produktionskomplex für «Sojus»-Raketen. In der Nähe befindet sich auch das Gebäude 106B, das als Endmontagehalle dient.
Das Gebäude 106A arbeitet unter strengen Reinheitsstandards: Hier werden die elektronischen Systeme, Instrumente und Leiterplatten – also die «Nervensysteme» der Rakete – montiert: das Steuerungssystem, das Kabelnetz und der Instrumentenraum. Ohne diesen Schritt kann die Rakete nicht zusammengebaut werden, selbst wenn der Rumpf und die Tanks fertig sind.
Die strategische Bedeutung von «Progress» liegt in seiner Einzigartigkeit. Es ist der einzige Ort, an dem die gesamte «Sojus-2»-Produktlinie zusammengebaut wird, mit der Russland sowohl militärische Satelliten (wie das Radarsystem «Liana» und das optische Aufklärungssystem «Persona»/ «Razdan») als auch sein eigenes «Starlink»-Äquivalent – das Satelliteninternet «Rassvet» des «Bureau 1440» – startet, und das ausschliesslich mit den «Sojus-2.1b»-Raketen erfolgt. Es gibt keine Alternative zu dieser Produktion.
Die Wiederherstellung dieses Objekts dauert länger als eine normale Produktion. Ein Brand, Russ und Löschwasser in einem Raum mit hohen Reinheitsstandards bedeuten nicht nur die Reparatur des Daches, sondern auch die Rekalibrierung der Reinräume, die erneute Zertifizierung der Produktionsprozesse und die wiederholte Überprüfung der Staubbelastung – Monate, nicht Wochen. Hinzu kommt der Sanktionsdruck: Die elektronischen Systeme der «Sojus»-Raketen sind auf importierte und stark eingeschränkte Bauteile angewiesen, die heute kaum mehr beschafft werden können. https://t.me/exilenova_plus/28886
JUGEND ZELEBRIERT BRÄNDE
Trotz des Verbots der lokalen Behörden filmen russische Jugendliche sich vor der seit Samstagmorgen brennenden Raumfahrtszentrale «Progress» in Samara. Insbesondere auf der chinesischen Plattform TikTok erscheinen solche Kurzvideos.
Der ukrainische Blogger «Ja in Kyiv» schreibt: «Den Zusammenbruch Russlands als Kulisse für Social-Media-Beiträge auf den wenigen verbleibenden Plattformen zu nutzen, die Putin noch nicht gesperrt hat, ist für die russische Jugend mittlerweile der sicherste Weg zu Klicks, Freunden und Reichtum. TikToker posieren, während hinter ihnen das Herzstück des 70-jährigen russischen Raumfahrtprogramms in Flammen steht.»
Allerdings sind die jungen Menschen zum Teil sehr unvorsichtig, denn auf TikTok sind die Absender sichtbar. Als vor einem Jahr, am 3. August 2025, zwei Mädchen und ein Junge dasselbe taten, dauerte es nicht lange, bis sie von der Polizei geschnappt wurden. Kurz danach veröffentlichten sie ein Selfie-Video, in dem sie ihre «Tat» bereuten. https://x.com/JayinKyiv/status/2088584925444186208 ; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1258-3-8-25-22uhr/
WAS DER «FLAMINGO» KANN
Der von der ukrainischen Firma Firepoint entwickelte und produzierte Marschflugkörper FP-5-Flamingo kommt im Kampf gegen strategische Ziele in Russland zunehmend zum Einsatz und hat folgende Eigenschaften:
Die Ukraine hat Washington mitgeteilt, dass ihre Offensive mit Tiefenschlägen gegen Russland in eine neue Phase eintritt, wobei Umfang und Intensität der Angriffe deutlich zunehmen sollen. Kyiv signalisiert, dass die systematische Zerstörung des strategischen Hinterlands Russlands einen noch grösseren Teil seiner Kriegsstrategie einnimmt.
Laut ukrainischen Medien hat das Verteidigungsministerium der Trump-Regierung ein Memorandum übermittelt, in dem es heisst, dass in nur 40 Tagen mehr als 100 erfolgreiche Angriffe auf strategische Ziele durchgeführt worden seien. Zum ersten Mal wurden alle zehn der grössten russischen Ölraffinerien ins Visier genommen, wobei Berichten zufolge mehr als 30 % der russischen Raffineriekapazität ausser Betrieb gesetzt wurden und der Schaden auf rund 15’000’000’000 Dollar geschätzt wird.
In dem Dokument wurde zudem vor einem kritischen Mangel an PAC-2- und PAC-3-Abfangraketen gewarnt, wodurch die Ukraine nur noch über kleine Kapazitäten zur Abwehr russischer ballistischer Raketen verfügt.
Der OSINT-Analyst «Visioner» schreibt: «Kyiv bereitet Washington faktisch auf eine aggressivere Phase des Krieges vor. Da die Ukraine zudem davor warnt, dass Russland nach den Staatsduma-Wahlen im September bis zu 500’000 zusätzliche Soldaten mobilisieren könnte, bietet die Ausweitung von Tiefenangriffen eine Möglichkeit, die Infrastruktur, die Treibstoffversorgung und die Logistik anzugreifen, die zur Aufrechterhaltung dieser Truppenstärke erforderlich sind, bevor diese das Schlachtfeld erreichen. Die Antwort der Ukraine auf den zahlenmässigen Vorteil Russlands wird immer deutlicher: den russischen Rücken (Anmerkung: 2. und 3. Front) zum Teil der Frontlinie zu machen.» https://x.com/visionergeo/status/2088392657353507118
• Trump – Putin – Diesel – Deal
• USA importieren Russen-Diesel
• Friedensgespräche abgebrochen
• Zelenskyj: «Zeichen der Schwäche»
• Die versprochene Menge ist klein
• Wirkungsvolle Yandex-Schläge
• Russlands Daten sind angreifbar
• Was die Ukraine besser macht
• Weiterer Ölterminal angegriffen
• 7 Zivilisten in Saporischschja tot
• Auch heute brennt eine Raffinerie
• Kein «Energiefriede» à la Trump
• Zelenskyj in New York eingetroffen
• Kommunisten widersprechen Putin
• Wutanfall wegen Peskow-Aussagen
• Unterirdische Drohnenfabriken
• Schweiz übernimmt EU-Sanktionen
• Politikwechsel für Israel angekündigt
• TV-Aufstand gegen Trump Zensur
• Strom Abschaltungen in Kyiv
• Raketen treffen Zivilisten
• Der «Pest-Vorfall» von Irkutsk
• USA warnen vor Irkutsk-Reisen
• Tankerbrand vor Sotschi
• Provokationen gegen Lettland
• Autonomer Kampf der Roboter
• Trump begrüsst US-Mediendeal
• Putin enteignet internationale Firmen
• Herbstschlacht im Donbas erwartet
• AFD baut Achse nach Moskau aus
• Trump erreicht Grönland-Abkommen
• USA verkaufen Verteidigungswaffen
• Nicht neutrale Sicherheitspolitik Berns
• Putin lebt ohne Windows im Keller
• Ukraine in den Schlagzeilen lassen
• Zwei russische Fronten geschwächt
• Unbestätigte ukrainische Erfolge
• Zelenskyj warnt und kündigt an
• Flucht aus der Hungerstadt Oleshky
• Russische Drohnen in Moldau
• Friedrich Merz Besuch in Kyiv
• EU macht Druck auf die Ukraine
• Ukraine für indischen Friedensplan
• New York Times enthüllt Trump-Deal
• Dramatische Situation in Kyiv
• «Attacken ohne jede Hemmung»
• Angriff mit 1’000 Raketen geplant
• Brand in Medikamentenlager
• Erfolgs-Propaganda misslungen
• Ukraine gewinnt mehr Land
• Grosses Ural-Tanklager brennt
• Japan ergreift neue Sanktionen
• Was Russinnen denken – Teil 10