Die ukrainischen Analysten von «Deep State» stehen erstens nicht im Verdacht, euphorisch zu sein, wenn es um die Erfolge der ukrainischen Armee geht. Zweitens veröffentlicht «Deep State» nur Erfolgsmeldungen, wenn diese mehrfach bestätigt sind. Und drittens werden Daten erst veröffentlicht, wenn sie für die operative Situation keine Gefahr mehr darstellen, das heisst, die russischen Truppen nicht von diesen Informationen profitieren können.
Umso bemerkenswerter ist die aktuelle Anpassung der Karte für die Kampffront im mittleren Bereich, die am Mittwochabend veröffentlicht wurde, wobei jeder Link mit Zusatzinformationen versehen ist:
Am Mittwochmorgen richteten sich die Angriffe der ukrainischen Armee mit Drohnen und Raketen gegen die Hafenanlagen in Noworossijsk in Südrussland (Region Krasnodar). Gemäss ersten Meldungen wurden die Exportanlagen für Getreide getroffen. (Siehe «Ukraine Aktuell Nr. 1632). Zusätzlich sollen bei diesem Angriff auch der Ölexportterminal «Schescharis» beschädigt worden sein. Dort werden grosse Tanker der Klassen Aframax und Suezmax abgefertigt.
Neue Satellitenbilder von «Vantor» zeigen, dass auch zwei Raketenfregatten der «Admiral»-Klasse (Projekts 11356Р) der russischen Schwarzmeerflotte in der Marinebasis beschädigt wurden. Auf den verfügbaren Aufnahmen beziehungsweise Satellitenbildern sind mögliche Schäden im Bereich der Kalibr-Werfer und des Radarsystems zu erkennen. Die jeweils acht Startsysteme der «Kalibr»-Marschflugkörpe werden für Angriffe gegen die Ukraine eingesetzt.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die «Admiral Makarow», bei der die Kalbr-Werfer im vorderen Bereich und das Radarsystem im hinteren Bereich getroffen wurden. Und bei der «Admiral Essen» wurden Beschädigungen im vorderen Bereich der Kalibr-Werfer festgestellt.
Nicht weiter spezifizierte Schäden wurden auch bei folgenden Schiffen der Schwarzmeerflotte gemeldet: Aufklärungsschiff «Priazowje» (Projekts 864), Minensuchboot (Projekt 266М), Patrouillenschiff (Projekt 22160) und das Forschungsboot «Wiktor Scherokow» (Projekt 20360 ОС).
Die ukrainischen Analysten von «ExileNovaPlus» bezeichnen die Aktion als «einer der erfolgreichsten Angriffe der Streitkräfte der Ukraine auf eine der am besten verteidigten Städte Russlands.»
Heute Morgen wurde kurz nach 7 Uhr westeuropäischer Zeit aus der Region Baschkortostan der Brand eines Wildberries-Lagers gemeldet. Die Anlage des Online-Giganten befindet sich rund 1’700 Kilometer Luftlinie von Kyiv entfernt.
Das Objekt wird nach ukrainischen Angaben für die Lagerung, Sortierung und Verteilung von Waren mit doppelter Verwendung von Wildberries genutzt. Nach dem Beschuss kam es auf dem Gelände des Logistikzentrums in Schimshi zu einem grossflächigen Brand. Weitere Details zur Anlage sind derzeit nicht bekannt. https://t.me/exilenova_plus/28709
Aus Baschkortostan selbst meldete sich der örtliche Gouverneur Radiy. Er erklärte, Flugabwehrkräfte hätten einen Angriff von Drohnen abgewehrt. Nach seinen Angaben fielen «Trümmer» einer der Drohnen in einem Industriegebiet von Salawat, wodurch ein Brand ausbrach. In Salawat befindet sich «Gazprom Neftochim Salawat», einer der grössten Industriekomplexe in Russland. Dieser Komplex hatte bereits Mitte Juli den Betrieb aufgrund eines Angriffs ukrainischer Drohnen unterbrochen. https://t.me/uniannet/198329
RUSSISCHE FEHL-PROPAGANDA
Das Verteidigungsministerium Russlands behauptet die Einnahme eines Dorfes, das seit 1997 nicht mehr existiert. Gemäss dem Kreml hat die russische Armee die Kontrolle über den Ort «Scherbakowka» in der Region Kharkiv übernommen. Wie das ukrainische Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation mitteilte, wurde Scherbakowka offiziell bereits 1997 aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt gab es dort keine Einwohner mehr.
Seither gibt es den Ort nicht mehr in offiziellen Dokumenten und ist auch auf aktuellen Karten nicht mehr eingezeichnet. Möglicherweise verwendete das russische Militär bei seinen Erfolgsmeldungen altes Kartenmaterial. https://t.me/now_kharkov/122588
Die nordkoreanische Diktatur weitet ihre Zusammenarbeit mit dem Kreml-Regime aus. Folgende Informationen sind dazu verfügbar:
Russland bereitet sich möglicherweise darauf vor, 30’000 bis 50’000 nordkoreanische Soldaten aufzunehmen, so der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj.
Dies sei gefährlich. Ebenso gefährlich sei, dass die Ukraine zum «Übungsplatz für Nordkorea» werde, sagte der ukrainische Staatspräsident.
Zelenskyj sagt, Nordkorea nutze sein Engagement im russischen Krieg, um etwas zu erwerben, das man mit Geld nicht ohne Weiteres kaufen kann: echte Erfahrung in der Kriegsführung des 21. Jahrhunderts.
Bereits im Jahr 2024 hatte Nordkorea rund 14’000 Soldaten nach Russland entsandt, die später gegen ukrainische Truppen in der russischen Region Kursk eingesetzt wurden und von denen eine unbekannte Anzahl zu Tode kamen.
Ausgeweitet werden nicht nur die Infanterie-Truppen auf ukrainischem Boden, sondern auch die nordkoreanischen Raketeneinheiten im Dienste Russlands.
Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes haben rund 90 nordkoreanische Soldaten begonnen, sich in der russischen Region Woronesch zu stationieren, und sollen dort mit der 112. russischen Raketenbrigade zusammenarbeiten.
Die Ukraine geht davon aus, dass diese nordkoreanischen Spezialisten sechs Abschussrampen und bis zu 120 nordkoreanische ballistische Raketen bedienen können.
Ein weiterer Teil der Lieferungen Nordkoreas an das «ausgeblutete» russische Heer sind Millionen von Artilleriegeschossen, die seit 2023 regelmässig geliefert werden.
Im Gegenzug erhalten die nordkoreanischen Offiziere Einblick in die moderne Kriegsführung. Diese umfasst den Einsatz von «First Person View-Drohnen, Aufklärungsdrohnen, elektronischer Kriegsführung, Integration von Drohnen und Artillerie oder Einsätze kleiner Einheiten unter ständiger Luftüberwachung.
Volodymyr Zelenskyj sagt dazu: «Die Vereinigten Staaten und unsere Verbündeten sollten sowohl gegen Russland als auch gegen Nordkorea möglichst strenge Sanktionen verhängen. Pjöngjang unterstützt Russlands illegalen Krieg gegen die Ukraine direkt mit Waffen und Truppen. Beide Regime sollten einen weitaus höheren Preis dafür zahlen.» Ausserdem ist Zelenskyj der Ansicht, dass die Ukraine enger mit Südkorea zusammenarbeiten sollte.
Der finnische Militäranalyst Emil Kastehelmi sagt, es gebe keinerlei operative Beweise dafür, dass diese Streitkräfte in der Ukraine kämpfen. Die westeuropäischen Staaten müssten aber auch ohne eine direkte Präsenz von Nordkoreanern in der Ukraine ihre Unterstützung für Kyiv erhöhen.
Jeden Tag jagt ein Mitarbeiter der russischen Botschaft in Ottawa blaue und gelbe Luftballons. Wann immer der 34-jährige Diplomat Ivan Danilenkow in der kanadischen Stadt einen gelben oder blauen Luftballon – oder noch schlimmer beide zusammen! – sieht, packt er eine Nadel aus und sticht zu. Jagen gelernt hat Danilenkow bei FSB-Grenzschutz, einer Abteilung des russischen Inlandgeheimdienstes.
Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weissen Hauses, geht per Ende dieses Monats. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ist nicht bekannt. Leavitt gab ihren Rücktritt in einem längeren Text auf „X“ bekannt und betonte, dass sie sich weiterhin «stets lautstark für MAGA und die Republikanische Partei einsetzen» werde.
Trump bestätigte den Abgang in einem eigenen Text auf seiner Plattform «Truth Social» (Soiale Wahrheit). Trump lobte Leavitt als «unsere wunderbare Pressesprecherin des Weissen Hauses und eine meiner vertrauenswürdigsten Mitarbeiterinnen.»
Leavitt verlässt eine der mächtigsten Positionen der USA, weil sie «nicht die beste Mutter sein könne, die meine zwei kleinen Kinder verdienen», während sie als Pressesprecherin arbeitet.
In den Sozialen Medien wird in grosser Zahl die These vertreten, dass Leavitt das Weisse Haus angesichts einer kommenden Niederlage bei den Zwischenwahlen im November verlässt.
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