
#UKRAINE AKTUELL Nr. 1582 (23.6.2026 / 8Uhr)
• Russen greifen Familien an
• Schutz für Moskau verstärkt
• Gazprom verliert an Wert
• Massive Ostfront-Kämpfe
• Wichtige Brücke gesprengt
• Russen sollen Krieg zahlen
• Die Rolle von Weissrussland
OPTIMISTISCHER ZELENSKYJ
Bei einer gemeinsamen Konferenz aller NATO-Partner in der Ukraine sagte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj: Die Positionen der Ukraine an der Front sind stark, wir gewinnen allmählich besetztes Territorium zurück und Russland hat im Mai fast keine bedeutenden Ergebnisse auf dem Schlachtfeld erzielt. Seinen Worten zufolge verliert Russland jeden Monat 30’000–35’000 Soldaten. Und der Charakter der Verluste hat sich in diesem Jahr geändert: etwa 63% sind getötet worden, weitere 37% sind schwer verletzt. Das sind grosse unwiederbringliche Verluste.
In seiner Abendansprache sagte Zelenskyj unter Bezug auf die NATO-Konferenz mit 32 Teilnehmern: «Unsere Partner haben neue Beiträge zur PURL-Initiative beschlossen – diese werden im Juni bereitgestellt. Das wird helfen.» (ERKLÄRUNG: «PURL» ist das Programm, mit welchem der Westen Waffen in den USA kauft und finanziert und der Ukraine zur Verfügung stellt).
https://t.me/u_now/201392; https://t.me/V_Zelenskiy_official/19338

1’100 KM DROHNENFLUG
Am Mittwochmorgen wurden in St. Petersburg Ölterminals im Hafen in Brand gesetzt. Dafür legten die ukrainischen Drohnen rund 1’100 Kilometer zurück. https://t.me/exilenova_plus/21859
Der Gouverneur der Region Leningrad erklärte seinerseits, dass 50 Drohnen über der Region abgeschossen wurden. https://t.me/milinfolive/173490
Julian Röpke, langjähriger Ukraine-Spezialist der BILD, schreibt auf «X»: «Das halbe Dutzend ukrainischer FP-1 Drohnen, die heute Morgen in Sankt Petersburg eingeschlagen sind, sind zuvor übrigens 5-6 Stunden durch russischen Luftraum geflogen, ohne abgefangen zu werden. Auch das sagt viel über die russische Luftraum-Verteidigung aus.» https://x.com/julianroepcke/status/2062115237210288176

FORUM DER IRRELEVANZ
Das St. Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF) hat im Gegensatz zum World Economic Forum – WEF – in Davos eine von Jahr zu Jahr geringere Bedeutung.
Die osteuropäische Nachrichtenagentur NEXTA schreibt: «Für den Kreml geht es beim SPIEF in erster Linie um Prestige und die Ausübung von Einfluss. Milliarden Rubel werden für die Organisation ausgegeben, um ausländischen Besuchern Russlands Stärke und Attraktivität zu demonstrieren.
Doch in diesem Jahr sah das Bild ganz anders aus. Das Wirtschaftsforum wurde unter dem Dröhnen von Drohnen eröffnet. Das ist eine Schande für Putin. Statt einer Machtdemonstration sah die Welt Russlands Verwundbarkeit: ein Land, das nicht einmal in der Lage ist, seine eigenen Städte und hochrangigen Veranstaltungen zu schützen.»
Weiter schreibt NEXTA: «Das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg ist zu einem Schaufenster für Russlands Bedeutungslosigkeit geworden. Selbst russische Blogger, die den Krieg befürworten, sind von den zum SPIEF eingeladenen ausländischen Gästen unbeeindruckt. Das Niveau der Gäste des Forums hat von Jahr zu Jahr abgenommen, doch noch nie zuvor gab es eine solche Ansammlung von Spinnern, Sonderlingen und zweifelhaften Persönlichkeiten. Sie strömten alle herbei wie Fliegen auf einen Haufen Scheiße.
Im Jahr 2018 nahm der japanische Premierminister Shinzo Abe am SPIEF teil. Im Jahr 2024 waren die Hauptgäste die Präsidenten von Simbabwe und Bolivien. Im Jahr 2025 waren es der indonesische Präsident Prabowo Subianto und die Taliban.
Und im Jahr 2026 gehörten zu den prominentesten Gästen die Verschwörungsbloggerin Candace Owens (https://de.wikipedia.org/wiki/Candace_Owens) und Errol Musk (Vater von Elon Musk: https://en.wikipedia.org/wiki/Errol_Musk), ein Mann, der von praktisch jedem ausser den Russen verachtet wird.» https://twitter.com/nexta_tv/status/2062205166645063959

FLOTTENSCHIFF BESCHÄDIGT
Im Hafen von Kronstadt, Region St. Petersburg, wurde die russische Korvette «Boiki» von ukrainischen Drohnen in Brand gesetzt. Die Aktion fand unter der Leitung der SBS, der Drohneneinheit der ukrainischen Armee, statt.
Die Korvette «Boiki» (Projekt 20380) gehört seit 2013 zur Baltischen Flotte und ist ein modernes «Stealth-Schiff», die zur Bekämpfung von U-Booten und Luftzielen sowie zur Durchführung von Küstenangriffen entwickelt wurde.
Sie begleitete unter anderem Schmuggelschiffe von «Putins Schattenflotte» und verhinderte, dass diese blockiert wurden. Dies geschah unter anderem im letzten Jahr im Kanal zwischen Grossbritannien und Frankreich.

Zum Zeitpunkt des Angriffs am Mittwochmorgen befand sich die «Boiki» im Trockendock Weleschinskij beim Flottenstützpunkt der baltischen Flotte zu einer allgemeinen Überholung. Satellitenfotos zeigen den Brand auf der Korvette und wie die Feuerwehr versucht, diesen zu löschen. https://t.me/exilenova_plus/21877; https://www.facebook.com/photo?fbid=1349855563994185&set=a.229159256063827 ; https://x.com/bayraktar_1love/status/2062257847564394721

BENZIN: LIMITEN & VERKAUFSSTOPP
Neben der Krim und den besetzten Südzonen leidet auch die besetzte Region Donezk unter Benzinmangel. An den örtlichen Tankstellen werden keine 20 Liter mehr pro Person ausgegeben, wie noch vor zwei Tagen versprochen, sondern neu wird mitgeteilt: «Kein Benzin». https://t.me/exilenova_plus/21883
Auf der Krim wurden mehrere Fahrten mit Bussen und Minibussen wegen Treibstoffmangel abgesagt. Dies gilt für Jalta und für den sogenannten «sowjetischen Bezirk». https://t.me/Crimeanwind/100851
In Moskau wurde neu der Verkauf von Benzin eingeschränkt. An den ORTK-Tankstellen gelten Obergrenzen von bis zu 60 Litern Benzin und bis zu 100 Litern Dieselkraftstoff. In der «Lukoil»-Kette können Autofahrer maximal 100 Liter Benzin kaufen, während an den «Gazprom»-Tankstellen eine Begrenzung von 100-150 Litern für alle Kraftstoffarten gilt. Damit können die Automobilisten und Lastkraftwagenfahrer ihren Bedarf bis auf Weiteres decken. Bisher galten in Moskau keine Bezugsregeln. https://t.me/u_now/201388
GROSSANGRIFF AUF DIE KRIM
Eine Vielzahl von ukrainischen Drohnen griffen am Mittwochabend die von Russland besetzte Halbinsel Krim an. Folgende Meldungen sind bis am Donnerstagmorgen verfügbar:

VERTEILZENTRUM ATTACKIERT
Die russische Armee hat mit ballistischen Raketen das Verteilzentrum der Supermarktkette ATB in Dnjepropetrowsk beschossen. In der Firma brach ein grossflächiger Brand aus.
Fünf Mitarbeiter wurden ins Krankenhaus eingeliefert, drei von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand.
Das russische Verteidigungs-/Kriegs-Ministerium hatte ATB in ihrer Erklärung als militärrelevantes Ziel und als «Logistikunternehmen» bezeichnet.
https://t.me/u_now/201396; https://t.me/mod_russia/64201; https://t.me/milinfolive/173538

RUBIO BESCHULDIGT KREML
Der US-Aussenminister Marco Rubio musste vor dem US-Kongress aussagen und beschuldigte insbesondere die russische Regierung im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine: «Keine der Parteien, insbesondere die russische, zeigte Bereitschaft, Zugeständnisse zu machen, um den Frieden in der Ukraine herzustellen.»
Während der Anhörungen im Kongress erklärte er auch, dass der gegen die Ukraine geführte Krieg keine rein militärische Lösung habe und nur am Verhandlungstisch endgültig beendet werden könne.
Etwas später kündigte Rubio die Bereitstellung von 400 Millionen US-Dollar an Hilfe für die Ukraine an. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Seinen Worten zufolge werden Neuigkeiten über die Finanzierung bekannt gegeben, die der Kongress zur Unterstützung der Ukraine im Krieg genehmigt hat. Derzeit hält das US-Kriegsministerium unter Pete Hegseth die bereits vom Parlament bewilligten Gelder zurück.
https://t.me/u_now/201398; https://www.reuters.com/world/us/pentagons-hegseth-defends-iran-war-says-not-quagmire-2026-04-29/

EINIGUNG UKRAINE – UNGARN
Zwischen der Ukraine und Ungarn gibt es eine Einigung im sogenannten «Sprachenstreit». Dies berichtet der neue ungarische Regierungschef Péter Magyar auf Facebook und schreibt: «In 3 Wochen haben wir es geschafft, das zu erreichen, was Viktor Orbán in 10 Jahren nicht konnte.»
Seinen Worten zufolge handelt es sich um «umfassende und weitreichende Verpflichtungen» in Bezug auf die ungarische Minderheit in Transkarpatien: Die Ukraine hat sich bereit erklärt,
📌 das Schulsystem für nationale Minderheiten wiederherzustellen;
📌 die Verwendung der ungarischen Sprache in Bildung, Behörden, öffentlichem Leben und politischer Tätigkeit in Siedlungen, in denen Ungarn mehr als 10% der Bevölkerung ausmachen, auszuweiten.
Magyar erklärte, dass, falls die Ukraine Änderungen an den entsprechenden Gesetzen vornimmt, die ungarische Regierung bereit wäre, die erste Phase der Verhandlungen über den Beitritt zur EU zu beginnen. https://www.facebook.com/reel/2815121182213802

INVESTITION IN DIE ZUKUNFT
Die weltweit grösste Containerschifffahrtsgesellschaft, die Mediterranean Shipping Company (MSC), hat 51 % des wichtigsten ukrainischen TIS-Containerterminals im Hafen von Pivdennyi erworben. Der Hafen von Pivdennyi befindet sich in der Nähe von Odesa an der Schwarzmeerküste und ist der grösste und wirtschaftlich profitabelste Hafen der Ukraine.
Dies ist der erste direkte Einstieg eines globalen Containerriesen in den Besitz ukrainischer Terminals. Trotz des Krieges setzt MSC – Betreiber von rund 1’000 Schiffen und 21 % der weltweiten Containerkapazität – langfristig auf die Zukunft der Seeschifffahrt.
Für die Ukraine bedeutet dies internationale Standards, modernes Management, neue Kundennetzwerke und ein starkes Signal, das weitere ausländische Investitionen in Häfen und Logistik anzieht. https://x.com/kshevchenkoreal/status/2062109788050174331

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• Russen jammern wegen Kriegsfolgen
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• Enger Getreuer von Putin gestorben
• Weitere 320 Gefangene freigelassen
• Russland hält mehrere tausend Geiseln
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• Angriff auf Moskau: Die Folgen
• 1’000 Drohnen abgeschossen
• Entsetzte russische Blogger
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• Kampf um jeden Liter Benzin
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• Moskau verschanzt sich stur
• Partnerschaft USA – Ukraine

• Mehr als 50 Schiffe angegriffen
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• Leere Regale in der Donezk-Zone
• 4’000 Kulturgüter beschädigt

