#UKRAINE AKTUELL Nr. 1562 (3.6.2026 / 8Uhr)

  • Drohnenangriff auf St. Petersburg
  • Brände im Hafen und Öl-Depots
  • US-Vertreter in St. Petersburg
  • Dritte Front führt zu Benzinmangel
  • Kilometerlange Warteschlangen
  • Ukraine greift Bahnlogistik an
  • Kreml klagt über Logistik-Angriffe
  • 22 Tote in Dnipro und Kyiv
  • Kreml leugnet Angriffe auf Städte
  • Der Ukraine fehlen «Patriots»
  • Ungarisch – ukrainischer Dialog

ANGRIFF AUF ST.PETERSBURG

In Sankt Petersburg, der zweitgrössten Stadt der Russischen Föderation, beginnt heute das «Internationale Wirtschaftsforum». An dieser Veranstaltung werden mehrere tausend Gäste aus mehr als hundert Ländern erwartet. In der letzten Nacht und heute Morgen kamen auch mehrere dutzend ukrainische Drohnen zu Besuch. Videos zeigen Brände von Tankanlagen und Explosionen in Hafenanlagen. Während an mehreren Orten Tankanlagen brennen, fliegen Drohnen – vermutlich vom Typ FP-2 – ungehindert über St. Petersburg.

Die ukrainische Plattform «ExileNovaPlus» veröffentlicht eine Vielzahl von Videos und Fotos und schreibt ironisch: «Auf dem PMEF-2026 wird sich die Öl-Agenda um mehrere Schlüsselthemen drehen: Ölpreise, die Politik der OPEC+, Exporte unter Sanktionsbedingungen und die Nachfrage aus China und Indien. Genau diese Faktoren werden die Einnahmen des russischen Ölsektors in den kommenden Monaten bestimmen.»

Vertreter von Trumps Regierung und der US-Wirtschaft werden am PMEF-2026-Meeting «Russland – USA: Dialog der Kulturen» und am «Business-Dialog Russland-USA» teilnehmen. An beiden Veranstaltungen werden die «die Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen russischen und amerikanischen Unternehmen und mögliche gemeinsame Projekte» diskutiert werden.

Mehrere dutzend Videos auf https://t.me/exilenova_plus

MASSIVER TREIBSTOFFMANGEL

Am Wochenende befahlen die Besatzungsbehörden auf der besetzten Krim Benzinrationierungen. Danach wurden Beschränkungen in den besetzten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk und Teilen von Saporischschja eingeführt. Grund für den Treibstoffmangel sind die Angriffe auf die Logistik und Tanklastwagen von ukrainischen Drohnen in den Südzonen.

Jetzt gibt es auch Rationierungen für die russischen Grenzregionen Kursk und Belgorod und für Sankt Petersburg.

In Kursk und Belgorod dürfen nur noch 20 Liter A-92-Kraftstoff pro Person an Rosneft-Tankstellen getankt werden. Ausserdem ist es verboten, Benzin in Kanister zu füllen. Das berichtet die Zeitung «Kommersant» und die lokalen Behörden bestätigten dies. https://t.me/milinfolive/173481

In Sankt Petersburg wurden Beschränkungen für den Verkauf von Benzin eingeführt. Gemäss russischen Medien dürfen nicht mehr als 50 Liter getankt werden. Einige Tankstellen sind bereits auf einen solchen Betriebsmodus umgestellt. Die Tankwarte berichten von Engpässen bei Benzin AI-95. Die Ölhändler führen dies auf Störungen in der Lieferlogistik zurück. https://t.me/u_now/201283

Erste, allerdings noch geringe, Preisaufschläge werden aus der Region Moskau gemeldet. Gemäss Daten der Moskauer Kraftstoffvereinigung sind derzeit noch alle Sorten von Treibstoff verfügbar. https://t.me/Crimeanwind/100628

Der Treibstoffmangel in der besetzten Südzone nimmt grössere Ausmasse an. Auf der Halbinsel Krim warten in Feodosia und weiteren Städten, hunderte von Fahrzeugen vor Tankstellen. https://t.me/exilenova_plus/21686; In Jevpatorija ist die Warteschlange rund zwei Kilometer lang, und Benzin wird für 200 bis 300 Rubel verkauft – zwei- bis dreimal so teuer wie noch vor zwei Wochen. https://t.me/exilenova_plus/21667

Die beiden grossen Krim-Tankstellennetze TES und ATAN haben den vor wenigen Tagen eingeführten Verkauf von Gutscheinen für Benzin eingestellt. https://t.me/Crimeanwind/100630

TREIBSTOFF IM FOKUS

Die Autostrassen durch die südlichen Besatzungsgebiete in Richtung der Halbinsel Krim sind weitgehend unter Kontrolle ukrainischer Drohnen. Die Transportunternehmen haben die Preise für Tanklastwagen für dies Strecken erhöht. Sie verlangen für einen Transport eine Sonderentschädigung von 100’000 Rubel für eine Hin- und Rückfahrt, was dem Monatslohn eines Lastwagenfahrers entspricht. https://t.me/Crimeanwind/100632

Gleichzeitig kann die zwischen Russland und der Krim illegal errichtete Kertsch-Brücke aufgrund früherer Beschädigungen nur eingeschränkt genutzt werden. Als einziger Verbindungsweg bleiben die Fähren zwischen Russland und der Krim. Am Fährhafen von Taman stauen sich aktuell dutzende von Tanklastwagen.

Russische Militärblogger machen auf die Gefahr dieses Verhaltens aufmerksam: «Es scheint, dass ein Grossteil der Tankwagen auf dem Seeweg umgeleitet wurde. Das Problem dieser Lösung ist offensichtlich – im Falle von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf solche gezwungenen Ansammlungen in Erwartung der Fähre oder auf die Fähre selbst mit Tanks, würden Dutzende von Fahrzeugen und Hunderttausende von Litern Treibstoff auf einmal verloren gehen.» https://t.me/milinfolive/173456

DRITTE FRONT BLEIBT AKTIV

Weitere Videos brennender Tanklastwagen erschienen aus Pryazovskyi in der Region Saporischschja, https://t.me/exilenova_plus/21684.In Feodosia auf der Krim brennt ein Öltanklager. https://t.me/exilenova_plus/21679

Am Dienstag startete die ukrainische Armee Attacken gegen die Eisenbahninfrastruktur in den von Russland besetzten Zonen. In Dschankoi wurden mehrere Zugwaggons zerstört und im Bahnhof brach ein Brand aus. Einer der getroffenen Züge sei ein Militärzug gewesen, der am Montagabend um 23 Uhr gesprengt wurde. Bis auf weiteres ist der Bahnhof geschlossen. https://t.me/Crimeanwind/100609;  https://t.me/exilenova_plus/21668;

In Slawjansk-na-Kubani in der südrussischen Region Krasnodar brennen mehrere Treibstoff-Zisternenwagen. https://t.me/Crimeanwind/100619

KREML MACHT VORWÜRFE

In der Nacht auf Dienstag beschoss Russland ukrainische Städte mit Raketen und griff mit Killerdrohnen und Marschflugkörpern an.

Dabei starben 22 Menschen und 158 weitere wurden verletzt. Am meisten Toten gab es in Dnipro, wo 16 Menschen starben, gefolgt von Kyiv, wo 6 Menschen ihr Leben verloren. Unter den Opfern sind auch Frauen und ein 8-jähriger Junge.

https://t.me/u_now/201279

Fotos aus den betroffenen Quartieren belegen, dass die Opfer Zivilisten waren, die nachts in ihren Häusern überrascht wurden. https://x.com/Gerashchenko_en/status/2061866725121933760

Kaum waren die Angriffe vorbei, richtete sich der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow an die Presse. Zu den nächtlichen Angriffen auf die ukrainischen Städte machte er keine Aussagen. Aber Peskow beklagte sich darüber, dass ukrainische Drohnen die russische Logistik in den besetzten Zonen angreifen. Solche Aktionen seien «illegal» reklamierte der Kreml-Sprecher. https://t.me/exilenova_plus/21682;

BEHAUPTETE RUSSEN-ERFOLGE

Nachdem die Angriffe auf ukrainische Städte schwer kritisiert worden waren, veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium eine Liste jener Firmen, die angegriffen worden seien. Russische Militärblogger veröffentlichten zudem Satellitenbilder des Überwachsungssystems «FIRMS», welches Brände registriert. Die russische Seite bestreitet, dass sich die Angriffe gegen Städte und dort lebende Zivilisten richteten.

  • In Kyiv 10 militärrelevanten Firmen darunter «Abris PT», «Spectr», «Mayak-Werk» und «UkrSpecExport». Ausserdem seien drei Rekrutierungszentren der Streitkräfte der Ukraine getroffen;
  • In Saporischschja das Maschinenbauwerk «Omelchenko» und das Flugzeugmotorenwerks «Motor Sich»;
  • In der Region Dnipropetrowsk das Drohnenproduktionsunternehmen «Fire Point» und ein Logistikzentrum;
  • In der Region Kharkiv das «Kharkiver staatliche Luftfahrtunternehmen» und zwei Objekte des Kraftstoff- und Energiekomplexes.
  • Ausserdem seien in den Regionen Chmelnytski und Poltava kriegswichtige Firmen und in den Regionen Tscherkassy, Riwne, Schytomyr, Kirowohrad, Chmelnytski und Kyiv sechs Militärflugplätze Ziele gewesen.

Die ukrainischen Behörden haben sich bisher nicht dazu geäussert. https://t.me/mod_russia/64201; https://t.me/milinfolive/173440

ES FEHLEN «PATRIOTS»

Der Mangel an Patriot-Abfangraketen hat ein „Schwachstellenfenster“ geschaffen, das der Kreml ausnutzt. Das schreibt die britische Zeitung «The Guardian».

Patriot bleibt eines der Schlüsselsysteme zur Abfangung ballistischer Raketen, das von den USA, der Ukraine, den Golfstaaten und einer Reihe von NATO-Staaten, darunter Deutschland, die Niederlande, Griechenland, Spanien, Polen und Schweden, eingesetzt wird.

Die Raketenreserven nehmen aufgrund ihres intensiven Einsatzes in der Ukraine und während der langwierigen amerikanisch-israelischen Kampagne gegen den Iran ab. Nach einigen Schätzungen hat der Konflikt mit dem Iran bereits fast ein Drittel der Patriot-Abfangraketenreserven aufgebraucht, und die Golfstaaten haben insgesamt mehr als 1’100 solcher Raketen abgefeuert.

Das Problem wird durch niedrige Produktionsraten verschärft. Lockheed Martin produziert etwa 600 Abfangraketen pro Jahr, wobei jede Rakete etwa 3 Millionen US-Dollar kostet. Das Unternehmen erklärte, es beabsichtige, die Produktion mehr als zu verdreifachen, aber die Kapazitätserweiterung wird Jahre dauern.

Der Raketenmangel wirkt sich bereits nicht nur auf die Ukraine und die Golfstaaten aus, sondern auch auf die Bereitschaftspläne der NATO angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland, bemerkt «The Guardian». https://www.theguardian.com/world/2026/jun/02/patriot-missile-shortage-window-vulnerability-russia-exploiting-ukraine

5’000 OPFER IN 4 MONATEN

Seit Anfang 2026 hat Russlands Armee mindestens 815 Zivilisten getötet, weitere 4’174 Menschen wurden verletzt. Dies sind nur die bestätigten Daten der UN-Beobachtungsmission für den Zeitraum Januar bis April 2026.

Die tatsächliche Zahl der Opfer ist wahrscheinlich bedeutend höher, da in den besetzten Gebieten und in den Zonen aktiver Kampfhandlungen viele Fälle nicht schnell überprüft und dokumentiert werden können. https://t.me/exilenova_plus/21703

UNGARN AUF UKRAINE-KURS

Ungarns Position hat sich radikal geändert: Budapest hat seine Haltung zur EU-Beitritt der Ukraine abgemildert und plant nicht mehr, den europäischen Integrationsprozess zu blockieren. Dies könnte den Weg für Kyiv ebnen, in den kommenden Tagen offizielle Beitrittsverhandlungen zu beginnen.

Auch die Blockade von Waffenlieferungen der EU für die Ukraine wird beendet. Damit distanziert sich die neue ungarische Regierung vom Vorgänger Viktor Orbán.

Gleichzeitig hat der neue Ministerpräsident Péter Magyar erklärt, dass Ungarn keine militärische Unterstützung für die Ukraine leisten wird: «Ungarn wird weder Soldaten noch Waffen nach Ukraine schicken. Auch nicht unter der neuen Regierung», sagte er.

Magyar wies auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Ungarn und der Ukraine bezüglich der Rechte der ungarischen Minderheit hin: «Dies sind grundlegende Menschenrechte, und wir glauben, dass ein Land, das EU-Beitrittsgespräche aufnehmen möchte, diese Rechte respektieren muss. Und ich bin sehr optimistisch, dass wir diesen langjährigen Streit mit der Ukraine lösen können.» https://twitter.com/nexta_tv/status/2061884302346862671

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1581 (22.6.2026 / 8Uhr)

• Verschärfte Krise auf der Halbinsel Krim
• Krim: Kein Benzin, keine Veranstaltungen
• Krim-Brücke gesperrt, Fähren ausgebrannt
• 2. Front: Lastwagen und Bahn angegriffen
• Amerikanischer General lobt die Ukraine
• Budanov: Das frontnahe Volk leidet sehr

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1596 (7.7.2026 / 8Uhr)

• Russland grösste Raffinerie brennt
• Reichweite der Drohnen: 3’400 km
• Sibirien fürchtet ukrainische Drohnen
• Krimbesatzer erhalten kein Benzin
• Mehrere Brände in der zweiten Front
• «Der entscheidende Kampf im Himmel»
• Bereits 19 Tote in Kyiv geborgen

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1592 (3.7.2026 / 6Uhr)

• Ein Bericht von Frau Zelenskyj
• In Kyiv starben 23 Menschen
• «Faschismus in Reinform»
• Kreml verschweigt zivile Opfer
• Umfassender Treibstoffkollaps
• Benzinlieferung aus Kasachstan
• Kirgistan bittet Nachbarn um Hilfe
• Schattenflotte mit Rekordwerten
• 9 Krim-Elektrostationen attackiert
• 22 Lastwagen in Brand gesetzt
• Angeblich Russen eingeschlossen

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1593 (4.7.2026 / 6Uhr)

• Angriff auf St. Petersburg
• Operation «Zyklopenauge»
• Schläge gegen die Krim
• Krim-Verteidigung geübt
• Krim-Evakuation im Gang
• Brände von Elektroanlagen
• Benzinimporte aus Indien
• Angriff auf Rotes Kreuz Depot
• Ich danke 3,1 Millionen Mal

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