Trumps rechte Hand J.D. Vance hat sich nach seiner Pro-Orbán-Reise nach Ungarn zur Ukraine geäussert. Er sprach dabei über die von Russland besetzten und beanspruchten Gebiete des ukrainischen Donbass: «Wir sprechen hier von ein paar Quadratkilometer Land, egal in welcher Richtung. Sind sie es wert, dass deswegen hunderttausende junge ukrainische und russische Männer sterben? Ist es das wert, dass es für Jahre höhere Energiepreise gibt? Wir finden, ganz klar nein.»
Kira Rudik, Parlamentsabgeordnete aus der Ukraine, schreibt dazu: «Hier geht es nicht um Land – es geht um die Existenz der Ukraine. Das Opfer zur Kapitulation zu drängen, bedeutet, sich auf die Seite des Angreifers zu stellen.»
Und Gary Kasparov, russischer Oppositioneller meint: «Vance drängt darauf, dass die Ukraine all die Gebiete und unschuldigen Menschen aufgibt, die Russland in vier Jahren Krieg nicht einnehmen und ermorden konnte. Es wird kein Druck auf Russland ausgeübt, seine unprovozierte Invasion zu beenden, obwohl es den Krieg jederzeit beenden könnte.»
Die ukrainische Armee macht sich unabhängiger von amerikanischen Lieferungen, auch bezüglich Verteidigung des eigenen Luftraums. Die ukrainische Firma «Fire Point» hat die Entwicklung eines eigenen Abwehrsystems angekündigt, das ähnliche Eigenschaften wie «Patriots» hat, aber wesentlich günstiger und vor allem verfügbar ist.
Der Grund: Im 40 tägigen Krieg gegen den Iran hat die US-Army mehr Patriot-Raketen abgeschossen, als die Ukraine während der letzten vier Jahre zur Verfügung hatte. Diese Waffenlager sind nun leer und die in der Ukraine befindlichen Patriots-System nur noch selten einsetzbar.
Gemäss dem Wirtschaftsmagazin «Forbes», soll das System in der Lage sein, ballistische Raketen für weniger als 1 Million Dollar pro Start abzufangen, was deutlich günstiger ist als der Einsatz mehrerer Patriot-Raketen für ein einziges Ziel. «Forbes» beruft sich auf Denis Shterilman, Mitinhaber und Chefkonstrukteur von «Fire Point».
Die Firma führt derzeit Verhandlungen mit europäischen Herstellern über Radarsysteme, Lenksysteme und Kommunikationssysteme. Die erste Abfangaktion eines ballistischen Ziels ist für Ende 2027 geplant.
Im Weiteren plant «Fire Point» die Lancierung eigener Satelliten. Ein «nahöstlicher Mischkonzern» bewerte das Unternehmen derzeit mit einem Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar und sei bereit als nächsten Schritt die Lancierung eigener Satelliten zu finanzieren. Das Gesuch für die Finanzierung von «Fire Point» liege derzeit bei der ukrainischen Regierung.
Die russische Schattenflotte fährt weiterhin ungehindert durch den Ärmelkanal in Richtung russischer Häfen. Dass der britische Premierministers Keir Starmer vor zwei Wochen die Beschlagnahmung solcher Schiffe angedroht hatte, wird ignoriert. Um ihren Anspruch auf die Seeherrschaft zu dokumentieren, schützen nun russische Kriegsfregatten die Schmuggelschiffe.
Tom Cotterill, Journalist des britischen «The Telegraph», hat von einem Fischerboot aus beobachtet, wie die russische Fregatte «Admiral Grigorovich», ein Kriegsschiff der Schwarzmeerflotte zwei Schiffe der Schattenflotte bei ihrer Durchfahrt durch den Ärmelkanal begleitette. Die britische Marine begnügte sich damit, dass die «RFA Tideforce», ein Tanker der Royal Fleet Auxiliary, den russischen Schiffen hinterherfuhr.
Die Ukraine zielt weiterhin auf die russische Verarbeitungs- und Exportinfrastruktur. Sie verlagert ihren Fokus von der Zermürbung auf dem Schlachtfeld hin zu anhaltendem Druck auf Russlands Kraftstoffproduktion und Logistiksystem.
Nach einem Angriff ukrainischer Drohnen hat die viertgrösste russische Raffinerie ihren Betrieb eingestellt. Der Angriff auf die NORSI-Raffinerie erfolgte am 5. April. Nach Angaben der regionalen Behörden geriet die Raffinerie in Brand, nachdem Drohnen zwei Anlagen getroffen hatten. Der Gouverneur sagte, ein Kraftwerk und mehrere Häuser in der Umgebung seien ebenfalls beschädigt worden.
Die NORSI-Raffinerie verarbeitet jährlich 16 Millionen Tonnen Öl, etwa 320’000 Barrel pro Tag, und ist damit laut der Nachrichtenagentur Reuters ein wichtiger Knotenpunkt im russischen Kraftstoffversorgungssystem. Branchenquellen zufolge könnte die Versorgung aus der Raffinerie bis Ende April ausgesetzt sein.
Nach dem Angriff stellte Lukoil den Handel mit Benzin, Diesel und Heizöl aus der Anlage an der Börse in St. Petersburg ein, was auf eine unmittelbare Störung der heimischen Kraftstoffmärkte hindeutet.
In den letzten Monaten haben russische Militärquellen berichtet, dass die Intensität der ukrainischen Angriffe auf die Logistik um ein Vielfaches zugenommen hat. Es handelt sich dabei um sogenannte „Middle Strikes“. Bis 2025 war die Ukraine trotz Innovationen in der Drohnentechnologie in diesem Bereich gegen Russland unterlegen.
Heute zeigt sich, wie die Realität seither verändert wurde:
Die Drohnenwand: Dabei handelt es sich um eine Zone von rund 20 Kilometern entlang der gesamten Front. In dieser Zone haben die Ukrainer die Lufthoheit dank ihrer modernen und zahlreichen Drohnen. Der russischen Armee ist es nicht möglich, grössere Verbände zu bewegen, ohne dass sie entdeckt und bekämpft werden.
Langstreckendrohnen: Mit diesen greift die ukrainische Armee strategisch wichtige Unternehmen an, die für das russische Militär arbeiten, sowie Ölraffinerien bis zu 1’000 Kilometer hinter der Frontlinie.
Mittelstreckendrohnen: In diesem Bereich von 30 bis 300 Kilometern haben die Ukrainer mit ihren Neuentwicklungen die grössten Fortschritte gemacht. Die bekannteste und oft eingesetzte Drohne heisst «FP-2». Heute zeigt sich, dass die Angriffe auf die Logistik im Hinterland der Front stark zugenommen haben und Russland grosse grosse Schwierigkeiten bei der Versorgung der Front. Die neuen Drohnen sind besonders auf der Krim aktiv.
Drohnenwand, Lang- und Mittelstreckendrohnen sind wesentliche Gründe für Schwierigkeiten der Russischen Armee voranzukommen. Sie versuchen es zwar weiterhin und werfen immer neue Einheiten kaum ausgebildeter Soldaten in den Frontkampf. Aber es sind die Ukrainer, die in diesem Jahr mehr Land zurückerobert haben, als die russische Armee gewann. https://twitter.com/ArturRehi/status/2041528453581754758
VERZWEIFELTER SOLDAT (Teil2)
Russische Truppen haben in der Nähe von Lyman eine schwere Niederlage erlitten und dabei zahlreiche Soldaten sowie gepanzerte Fahrzeuge verloren.
Am 19. März griff die russische Armee auf der Achse Lyman-Borova aus sieben Richtungen mit über 500 Soldaten, 28 gepanzerten Fahrzeugen und über 100 Motorrädern und Buggys an. Nach dem gescheiterten Vorstoss meldete die russische Korpsführung den Verlust von 405 Soldaten. (Siehe Ukraine Aktuell Nr. 1490).
Ein Überlebender beklagt, dass die Ukrainer «uns wie Schweine im Schlachthaus fertiggemacht haben», und wirft einem russischen General ein rücksichtsloses Risiko vor. Es handelt sich dabei um Generalmajor Dmitry Mikhailov, Kommandeur der 144. motorisierten Schützendivision.
Der namentlich nicht bekannte Frontsoldat schrieb in einem inzwischen gelöschten Beitrag auf dem Telegram-Kanal «Management Speaks»:
«Brüder, egal, was für ein Scheiss hier passiert, ich bin bis zum bitteren Ende dabei. Ich werde nicht lügen – sie haben uns fertiggemacht wie Schweine im Schlachthaus, und ich schäme mich für diesen Mist vor den Familien der Jungs, nicht vor euch. Sie haben uns mit gepanzerten Fahrzeugen fertiggemacht, und Gott weiss, wie viele Menschen gestorben sind.
Brüder, ich habe alles versaut, ich habe absolut nichts mehr, ich bin ein verdammtes wertloses Stück Scheisse, das im Moment nicht mal einen einzigen Rubel hat, um irgendwas für die Jungs zu kaufen – und denen geht’s genauso.
Ich weiss nicht, wie ich das in Ordnung bringen soll, wie ich alles regeln soll, ich weiss nicht einmal, wie wir 26 Jungs evakuieren sollen, die wegen dieses Arschlochs, das das Sagen hat, gestorben sind!
Denkt dran: Die Militärkommandanten vom Generalstab sind verdammte Idioten, sperrt mich ruhig ein, ihr Schwuchteln, wegen meiner Worte, aber ihr seid absolut am Ende, ihr Scheisskerle. Aber der entscheidende Punkt bei all dem ist: Ein Kommandant muss bei seinen Entscheidungen die Risiken und möglichen Ergebnisse rational abwägen, anstatt auf das Glück zu setzen.»
Die britische Zeitung «Daily Mirror» berichtet über den Versuch russischer Spezialkräfte, die ungarischen Wahlen vom Wochenende zu verhindern.
Russische Spezialeinheiten wurden dabei erwischt, wie sie versuchten, einen verdeckten „False-Flag“-Angriff zu starten, um die Wahlen in Ungarn durch eine Bombenanschlagsserie zu stören.
Wäre ihnen dies gelungen, hätte die Regierung von Viktor Orbán Notstandsgesetze verhängen können, um die bevorstehenden Wahlen zu verhindern, die sie an eine pro-europäische Partei verlieren könnte.
Der serbische Geheimdienst fand in der Grenzstadt Kanizha zwei Sprengkörper, die für die Zerstörung einer wichtigen Gaspipeline vorbereitet waren. Quellen berichteten der Zeitung «Daily Mirror», dass Moskaus Spetsnaz-Truppen und Agenten des Militärgeheimdienstes GRU versuchten, die Schuld auf die Ukraine zu schieben. So wurde Sprengmaterial aus den USA verwendet, das der Geheimdienst von der ukrainischen Front entnommen hatte, um den Anschein zu erwecken, die Ukraine sei an dem Komplott beteiligt. https://www.mirror.co.uk/news/world-news/putin-hungary-election-ukraine-plot-36985476
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