Am Dienstag reiste US-Vizepräsident J.D. Vance in die ungarische Hauptstadt Budapest und trat an einer Wahlveranstaltung von Viktor Orbán auf. Dort und in einer Medienkonferenz klagte Vance die Europäische Union an, dass sie sich in den Wahlkampf in Ungarn einmische. Gegenüber dem Orbán -Publikum sagte Vance: «Dies ist eine schwerwiegende Einmischung aus dem Ausland», um kurz darauf zu ergänzen: «Ich sage euch nicht genau, wen ihr wählen sollt. (…) Wir müssen doch dafür sorgen, dass Viktor Orbán als ungarischer Ministerpräsident wiedergewählt wird, oder?» (KOMMENTAR: Erübrigt sich hier).
Des Weiteren sagte Vance: “Brüssel versucht, die Energie-Unabhängigkeit Ungarns zu zerstören»: (KOMMENTAR: Ungarn bezieht unter Orbán bis 90% des Erdöls aus Russland, Ungarn bezieht 80-90% der Erdgases aus Russland, Ungarn produziert Strom mit russischen Atomkraftwerken).
Der ungarische Oppositionsführer Péter Magyar hat den Vereinigten Staaten vorgeworfen, sich in die bevorstehenden Wahlen des Landes einzumischen, und kritisierte den Besuch von Vizepräsident J.D. Vance in Budapest nur wenige Tage vor der Wahl.
Der russische Kriegsblogger Apti Alaudinov warnt in einem Video der Propagandaagentur RIA Nowosti vor den neuen ukrainischen Drohnen:
«An der Front hat sich die Drohnenkriegsführung grundlegend verändert. Die Ukraine hat eine neue Generation eingesetzt, die erhebliche logistische Herausforderungen mit sich bringt.
Nach dem derzeitigen Kenntnisstand sind diese Drohnen sowohl bei Tag als auch bei Nacht im Einsatz. Sie sind geräuschlos – nur in den letzten Sekunden vor dem Sturzflug zu hören, wie im Video zu sehen ist. Sie werden von Standarddetektoren nicht erfasst und sind resistent gegen elektronische Kriegsführung. Die Verarbeitungsqualität ist sehr hoch; es handelt sich um seriengefertigte Systeme in Militärqualität.
Es gibt auch Berichte, die darauf hindeuten, dass sie möglicherweise nicht von Bedienern, sondern von KI gesteuert werden. Wenn sie von einer über Starlink operierenden Relais-Flügel-Plattform eingesetzt werden, ist ihre Reichweite sehr gross. Sie sind sehr schnell, und es ist unmöglich, ihnen zu entkommen.» https://twitter.com/Gerashchenko_en/status/2041097713429729401
KRISE DER WIRTSCHAFT
Die russische Automobilindustrie(AvtoVAZ und KamAZ) ist in der Krise.
AvtoVAZ, Russlands grösster Automobilhersteller, wird die Produktion vom 27. April bis zum 17. Mai weitgehend einstellen und die Mitarbeiter in den Zwangsurlaub schicken. Offiziell heisst es, es handele sich um eine «umfassende Modernisierung» im Hinblick auf die künftigen Modellaktualisierungen der Baureihen Lada Azimut und Niva.
Auch KamAZ kündigt angesichts der sinkenden Lkw-Nachfrage eine 4-Tage-Woche ab Juni an.
Kyrylo Shevchenko, ehemaliger Chef der ukrainischen Nationalbank, schreibt: «In der Praxis verweisen Händler auf eine Überlastung der Lagerbestände und eine schwache Grundnachfrage. Der russische Pkw-Markt verzeichnete im März 2026 immer noch 104’300 Einheiten. Dennoch sank der Absatz von AvtoVAZ im gleichen Zeitraum um 17,4 % – der schwächste Start seit 20 Jahren. https://twitter.com/kshevchenkoreal/status/2041396050125271143
WACHSENDE KRITIK AM KREML
In den letzten Tagen kam es in Russland zu einem landesweiten Ausfall der Zahlungssysteme von Banken und für Zugangssysteme im Transportwesen. Zudem konnten viele beliebte Webseiten nicht mehr erreicht werden. Damit wurden nicht nur mobile Dienste behindert, sondern auch solche von Festnetzstationen aus.
Diese Internetausfälle und das Abschalten des beliebten Messangerdienstes «Telegram» führt zu einer grossen Menge von Videos, in denen sich junge Russinnen und Russen über den Ausfall der Internetdienste beklagen. Auffällig ist dabei, dass die meisten von ihnen sagen, dass es ihnen nur um das Internet gehe, die Politik oder der Krieg interessiere sie nicht.
Die Ausfälle sind Ausdruck einer verschärften Zensur und diese stösst in Russland auf Kritik. Eine Umfrage des Kreml-nahen Meinungsforschungsinstituts «Forum der öffentlichen Meinung» (FOM) vom 27. bis 29. März ergab, dass die Zustimmungsrate für den russischen Präsidenten Wladimir Putin seit dem 22. März um fünf Prozentpunkte von 76 Prozent auf immer noch hohe 71 Prozent gesunken ist – der stärkste Rückgang seit 2019. Seit der Kreml das mobile Internet in Städten teilweise abgestellt und die Messangerdienste Telegram und WhatsApp blockiert, sinken die Zustimmungswerte.
Kriegsbefürwortende Militärblogger beklagen, dass der Kreml trotz steigender Preise Geld für Zensurmassnahmen verschwendet und die russischen Streitkräfte ohne Kommunikationssysteme für den Einsatz auf dem Schlachtfeld zurücklässt.
Russische Beamte haben in den letzten Wochen widersprüchliche Aussagen zur Politik des Kremls gegenüber Telegram gemacht. Das amerikanische «Institute for the Study of War» (ISW) schreibt, dass dem Kreml mit einer weitaus grösseren Gegenreaktion konfrontiert ist, als ursprünglich angenommen.
Der Telegram-Gründer Pavel Durov schrieb am 3. April, dass mehr als 50 Millionen Russen weiterhin täglich VPNs (Virtual Privat Network) nutzen, um auf Telegram zuzugreifen.
Da die Telekommunikationsanbieter nicht in der Lage sind, verbotenen VPN-Verkehr von normalem Auslandsverkehr zu unterscheiden, kursiert zurzeit die Idee, eine direkte Beschränkung des Zugangs zum gesamten Internet über das Mobilfunknetz einzuführen.
Am 28. März erhob der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew Anspruch auf das Nachbarland Estland. Dieses sei historisch ein Teil von Russland. In den Tagen zuvor hatten russische Medien behauptet, dass Estland und andere baltische Staaten es erlauben, dass ukrainische Drohnen über ihre Länder fliegen, um Angriffe auf die Ölexporthäfen in der Region Leningrad durchzuführen.
Diese Behauptung wurde anhand von Flugdaten von Angriffsdrohnen widerlegt. Aber der Kreml treibt seine Annexionskampagne weiter.
Am Ostermontag sagte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Aussenministeriums: «Russland hat den baltischen Staaten eine besondere Warnung ausgesprochen, falls sie beschliessen sollten, ihren Luftraum für den Überflug ukrainischer Drohnen bei Angriffen auf die Russische Föderation zu öffnen» Und Sacharowa sagte zusätzlich: «Man hat sie gewarnt; wenn sie es nicht verstehen, werden sie eine Antwort erhalten.»
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