#UKRAINE AKTUELL Nr. 1501 (3.4.2026 / 8Uhr)

  • Russischer General getötet
  • Ukraine gewinnt neue Partner
  • USA im Nahen Osten isoliert
  • Trump droht NATO und Ukraine
  • Eine neue NATO ist denkbar
  • Nutzlose Drohungen des Kremls
  • Schlag gegen Krim-Besatzer
  • Öltanker können nicht laden
  • Japan überweist 1,2 Milliarden $
  • Orbán für Sanktionen-Aufhebung
  • So sieht Putins Traumplan aus

GENERAL ABGESTÜRZT

Der hier gemeldete Absturz einer russischen Transportmaschine über der Krim (siehe «Ukraine Aktuell», Nr. 1499) forderte 29 Tote (23 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder).

Nicht überlebt hat Generalleutnant Alexander Otroschenko, Kommandeur des gemischten Luftwaffenkorps des Nordflotte, ehemaliger Kommandeur der 45. Armee der russischen Luftwaffe. Ebenfalls gestorben sind 6 Offiziere des Stabes der Nordflotte (Militäreinheit 45625, Seweromorsk).

Über die restlichen Passagiere ist derzeit nichts bekannt.

Otroschenko war der ehemalige Kommandeur der Marinefliegerei der Schwarzmeer- und Nordflotte, er war an der Besetzung der Krim beteiligt und nahm an russischen Kriegsverbrechen im Irak teil.

Über den Grund für den Absturz gibt es drei Spekulationen: Gemäss dem russischen Kriegsministerium sei das Flugzeug zu tief geflogen und mit einem Berg kollidiert; Die russische Luftverteidigung habe das Flugzeug versehentlich abgeschossen: Die ukrainische Armee hat das Flugzeug neutralisiert.

https://t.me/dosye_shpiona/750; https://t.me/uniannet/188720; https://www.facebook.com/story.php?story_fbid=930593736609755&id=100089774110537&mibextid=wwXIfr&rdid=2WWZRmPMoaDQi79k#

NEUE UKRAINE-BÜNDNISSE

Mit ihrem Irankrieg und den Ausfällen Trumps gegen den Führer der Vereinigten Arabischen Emirate haben die USA einen wichtigen Partner verloren und die Ukraine einen wichtigen Partner gewonnen.

In seiner Abendansprache am Donnerstag sagte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj: «Es gibt neue Abkommen mit Ländern, die vom iranischen Regime angegriffen werden. Die Ukraine wird in neuen Sicherheitsformaten noch stärker vertreten sein.». Gleichzeitig bot er die Hilfe an die europäischen Partner bei der Sicherung der Strasse von Hormuz an: «Wir können sie stärken, da wir unser Fachwissen, unsere Kenntnisse und unser technologisches Potenzial einbringen können. Eine echte Sicherheit ist heute ohne die Ukraine nicht mehr vorstellbar.»

In einem Interview sagte Zelenskyj zu den Beziehungen zwischen der Ukraine und dem Iran: «Wir haben schwierige Beziehungen zum Iran durchgemacht. Wir haben ihnen nichts getan. Sie übergaben den Russen Drohnen vom Typ „Schahed“ und töteten unsere Zivilisten. Ich wollte das alles stoppen. Ich bat sie darum. Sie versprachen, es würde nicht mehr als eine Lieferung von Drohnen geben, aber sie fuhren fort zu lügen und Waffen zu liefern. Deshalb halte ich sie für Komplizen Russlands.»

https://t.me/V_Zelenskiy_official/18527; https://t.me/u_now/195325

SCHLAG FÜR DIE USA

US-Aussenminister Marco Rubio bedauerte im Namen Trumps, dass die saudischen Behörden Verteidigungsabkommen mit der Ukraine unterzeichnet hätten, ohne die Vereinigten Staaten zu konsultieren, die bislang der wichtigste Verbündete Saudi-Arabiens gewesen seien.

Daraufhin wies der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman («MBS») darauf hin, dass die USA das Königreich nicht vollständig vor iranischen Angriffen geschützt hätten, weshalb Saudi-Arabien eine Entscheidung getroffen habe, die seine Verteidigungsfähigkeiten rasch stärken könne.

Der Kronprinz erklärte zudem, sein Land werde sich bei Entscheidungen bezüglich seiner Verteidigung weiterhin von seinen eigenen nationalen Interessen leiten lassen.

KOMMENTAR: Nicht zur Verbesserung der Beziehungen der Saudis mit den USA dürften die Worte von Trump beigetragen haben. Er sagte vor drei Tagen, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman ihm heute «den Arsch küssen» würde.

https://x.com/mykhailorohoza/status/2039524370683470273https://aldrovandi.net/2026/03/28/trumps-partner-umgang/

TRUMP DROHT UKRAINE UND NATO

Mit dem Programm «PURL» (Prioritised Ukraine Requirements List) haben im Sommer 2025 über zehn Nato-Staaten beschlossen, einen Fonds für die Ukraine-Hilfe zu bilden. Diese Staaten zahlen die USA dafür, dass sie Waffen an die Ukraine liefern. Dieses Programm ist nun in akuter Gefahr:

Trump erklärte am Mittwochabend gegenüber Journalisten, er werde die Waffenlieferungen an die Ukraine im Rahmen des PURL-Programms einstellen, sofern sich die europäischen Verbündeten nicht an der Operation zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus beteiligen würden.

Des Weiteren sagte Trump, die USA hätten sich nicht in die Ukraine einmischen sollen. Er kritisierte den früheren Präsidenten Joe Biden mit der Begründung, dieser habe der Ukraine 350 Milliarden US-Dollar gegeben, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten, und zudem grosse Mengen an Munition geliefert. (Tatsächlich ist der Betrag um den Faktor 4 kleiner). https://www.pravda.com.ua/eng/news/2026/04/02/8028314

KOMMENTAR: Nachdem es Trump mit dem Krieg gegen den Iran geschafft hat, den Ölpreis zu verdoppeln, deswegen die Sanktionen gegen Russland aufzuheben, die Partnerländer im Nahen Oste und im Westen gegen die USA aufbringen und die Munitionsarsenale der US-Armee zu leeren, wendet er sich nun wieder dem zu, was er offenbar Putin in Alaska im August 2025 zugesagt hat: Die Ukraine aufzugeben und dabei in erster Linie den Donbass an Moskau zu verraten.

NEUE NATO MÖGLICH

Keith Kellogg, US-General und ehemals Trumps Sonderbeauftragter für die Ukraine forderte die Schaffung eines neuen militärischen Bündnisses unter Beteiligung der Ukraine. In einem Interview mit Fox News erklärte der pensionierte US-Armeegeneral Keith Kellogg, die NATO habe sich im Konflikt mit dem Iran als «feige» und ineffektiv erwiesen.

Gemäss Artikel 13 könnten die USA die NATO mit einer Frist von einem Jahr verlassen, falls das Bündnis nicht mehr funktioniert. Kellogg schlug vor, das Bündnissystem zu überprüfen:

«Die bestehenden Verteidigungsbündnisse sollten überarbeitet werden, eventuell durch die Bildung eines Bündnisses mit Japan, Australien und einigen europäischen Ländern, die bereit sind, sich an Kampfhandlungen zu beteiligen, wie beispielsweise dem neu aktiven Deutschland oder Polen. Sogar die Ukraine, die sich ebenfalls als guter Verbündeter erwiesen hat, wäre denkbar.“

https://r.unian.net/TbtbWtQ; https://x.com/i/status/2039789167446540321

RUSSLANDS SÄBELRASSELN

Seit über vier Jahren versucht die russische Armee den ukrainischen Donbass zu erobern und hat trotz 1,2 Millionen verlorener – getöteter und verwundeter – eigener Soldaten nur wenige hundert Quadratkilometer erobert.

Trotzdem droht Russland mit schweren Konsequenzen, wenn sich die Ukraine nicht freiwillig aus dem eigenen Land zurückzieht. Volodymyr Zelenkyj zitiert den Kreml gegenüber ukrainischen Journalisten so: «Die russische Seite teilt den USA mit, dass sie in zwei Monaten angeblich den gesamten Donbass „erobern“ werde. Die Ukraine hat zwei Monate Zeit, sich zurückzuziehen, und dann wird der Krieg enden; wenn die Ukraine sich jedoch nicht innerhalb von zwei Monaten zurückzieht, wird Russland den Donbass erobern und es werden andere Bedingungen gelten.»

Volodymyr Zelenskyj bietet zu dieser Information auf gleich eine Einordnung: Moskau gehe es nicht nur um den Donbass. Aber: «In zwei Monaten werden sie nichts erobern können».

Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte zum Thema Donbass gesagt: «Zelensky muss heute eine Entscheidung treffen, um die ukrainischen Truppen aus dem Donbass abzuziehen und die administrativen Grenzen der Volksrepublik Donezk zu verlassen. Das wurde bereits mehrfach gesagt. Und eigentlich hätte Zelensky diese Entscheidung schon gestern treffen müssen.» https://t.me/milinfolive/169664

HEFTIGER SCHLAG AUF DER KRIM

In einer einzigen Nacht wurde auf der Krim ein russisches Transportflugzeug vom Typ An-72P, die Drohnenbasis «Orion» und eine Radaranlage vom Typ «Mech» zerstört. Das Flugzeug, das Radar und die Drohnenbasis befanden sich auf dem Flugplatz «Kirovskoe». Die Erfolge wurden von der ukrainischen Drohneneinheit Maydar gemeldet und vom russischen Militärblogger «Milinfolive» bestätigt. Dieser schrieb allerdings, dass es sich bei der Transportmaschine um ein bereits beschädigtes Modell gehandelt habe.

Der An-72P ist ein seltener Lufttransporter, der für die Beförderung von Fracht, Technik und Personal eingesetzt wird, auch unter schwierigen Bedingungen und auf unvorbereiteten Flugplätzen. Solche Maschinen gibt es nur wenige, und sie werden nicht in Serie produziert, daher sind Verluste schwer zu ersetzen.

https://t.me/Crimeanwind/96650; https://t.me/milinfolive/169731

UKRAINISCHE ÖLSANKTIONEN

Die Angriffe der ukrainischen Armee auf die russischen Ölexporthäfen Ust-Luga und Primorsk sind offenbar wirksame Sanktionen. Seit dort Öl-Tankanlagen brennen und einige Schiffe beschädigt wurden, ist die Exportarbeit um mehr als die Hälfte reduziert worden.

Die Konsequenzen belegen Daten von MarineTraffic. Deren Karten zeigen, dass Dutzende von Öltankern im Finnischen Meerbusen vor Anker liegen und nicht in der Lage sind, an den Ölterminals Ust Luga oder Primorsk in Russland anzulegen. https://twitter.com/tendar/status/2039321378029986157?s=43&t=Sxt_HRDdRrW65xCRS1SmHw

JAPAN ÜBERWEIST 1,3 MRD $

Die Ukraine hat im Rahmen eines Weltbank-Programms finanzielle Unterstützung in Höhe von fast 1,3 Milliarden Dollar von Japan erhalten. Die Mittel stammen aus den Gewinnen eingefrorener russischer Vermögenswerte und sind für die Entlastung des Staatshaushalts im Bereich Sozialausgaben vorgesehen.

Die ukrainische Regierungschefin Yulia Svyrydenko: «Diese Hilfe ist äusserst wichtig, um die finanzielle Stabilität der Ukraine zu gewährleisten.»

Die Mittel stellen die zweite Tranche dar, die Japan im Rahmen des G7-Mechanismus „Extraordinary Revenue Acceleration for Ukraine“ (ERA) bereitgestellt hat. Die Initiative wird durch Gewinne aus eingefrorenen russischen Staatsvermögen finanziert und soll insgesamt bis zu 50

Milliarden US-Dollar an Unterstützung für die Ukraine mobilisieren. https://www.facebook.com/wartodaypage/posts/pfbid0ELx9mgz4bi327GW9fhq5A4dN8DngHXEeoDhuuVhdJYkGuUxaCR8TQkL1bzi5d2jgl

ORBAN FÜR SANKTIONSSCHLUSS

Der noch amtierende ungarische Staatschef Viktor Orbán rief dazu auf, die EU-Sanktionen gegen russisches Öl und Gas unverzüglich aufzuheben. Er reagierte auf den Beitrag des polnischen Premierministers Donald Tusk, in dem dieser die Blockade eines Kredits von 90 Milliarden Euro für die Ukraine durch Ungarn erwähnte: «Europa nähert sich einem der schwersten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Die Welt steht vor einer ernsthaften Energiekrise. Europa ist in großer Gefahr. Der einzige Ausweg ist, die gegen die russische Energiewirtschaft verhängten Sanktionen aufzuheben. Sofort. Wir sollten nicht an Putin denken, sondern an unser Land und unsere Völker. Anstatt Krieg zu schüren, liebe und rette dein Land, Donald!», schrieb Orban in Richtung Polen.

Donald Tusk stellt die Forderungen von Orbán und das Verhalten von Trump in einen grösseren Zusammenhang. Auf «X» schrieb der polnische Regierungschef: «Die Gefahr eines Auseinanderbrechens der NATO, die Lockerung der Sanktionen gegen Russland, eine massive Energiekrise in Europa, die Einstellung der Hilfe für die Ukraine und die Blockade des Kredits für Kiew durch Orbán – all das sieht aus wie Putins Traumplan.»

https://r.unian.net/jlbRLxz; https://x.com/donaldtusk/status/2039623554413494454

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