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Die ukrainischen Streitkräfte haben den Seehafen in Primorsk, Leningrader Region, einen der grössten Öl-Exportterminals Russlands an der Ostsee, angegriffen. Dorthin werden über eine Pipeline pro Jahr bis zu 75 Millionen Tonnen Rohöl transportiert.
Gemeldet wurde die Beschädigung und der Brand von Lagertanks für Kraftstoffe. Die Löscharbeiten und die Evakuierung der Bevölkerung seien im Gange, sagte der örtliche Gouverneur: «Seit Beginn der Attacke über der Leningrader Region wurden bereits 35 Drohnen von den Luftverteidigungs- und elektronischen Kriegssystemen zerstört», meldete er.
Die NASA-FIRMS-Satelliten erfassen mehrere Brandherde im Gebiet des Primorsk-Hafens. (NASA-Firms ist das «Fire Information for Resource Management System»)
Der Hafen von Primorsk ist der Endpunkt einer sehr leistungsfähigen Rohölpipeline. Ausserdem gibt es dort auch einen Terminal zum Umschlag von leichten Erdölprodukten wie Benzin, Diesel und Flugzeugtreibstoff. Über den Hafen Primorsk wird der grösste Teil des Urals-Rohöls auf Tanker der «Schattenflotte» verladen, die der Umgehung von Sanktionen dienen.
Die Plattform «Exilenova Plus» schreibt: «Eine Störung eines solchen Knotenpunkts würde die Exportlogistik und die Deviseneinnahmen Russlands direkt beeinträchtigen.»
Am Flughafen Pulkovo in St. Petersburg wurde zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden der Flugverkehr ausgesetzt. Das meldete Rosawiazija, berichtet die russische Nachrichtenagentur RBC..
Am Sonntag haben die Luftverteidigungskräfte über der Leningrader Region 10 Drohnen abgeschossen, wie der Gouverneur der Leningrader Region, Alexander Drozdentsov, zuvor berichtete.
Aufgrund der Bedrohung durch Drohnenangriffe wurden in Pulkovo 29 Flüge, darunter nach Moskau, gestrichen. Die Pressestelle von Pulkovo teilte mit, dass 28 Flugzeuge zu Ersatzflughäfen umgeleitet wurden.
Am Morgen des 19. März um 5 Uhr 30 versuchte die russische Armee an der Ostfront bei Lyman an sieben verschiedenen Stellen vorzustossen. Sie setzten dabei mehr als 500 Soldaten ein. Unterstützt wurden sie von 28 gepanzerte Fahrzeuge und mehr als 100 andere motorisierter Fahrzeuge, inklusive Motorräder und Quads. Nach Angaben des dritten Armeekorpss der ukrainischen Armee (AZOV) hat Russland dabei weder neue Ortschaften noch Stellungen besetzen können. Die russischen Verluste betragen 84 Fahrzeuge, 11 Schützenpanzer und 3 Kampfpanzer. Ausserdem wurden 5 Geschütze beschädigt und mehr als 160 begleitende russische Drohnen neutralisiert. Die Verluste der russischen Infanterie werden mit 405 Mann angegeben, davon 288 Getötete.
Die Zahlen werden indirekt vom ukrainischen Generalstab bestätigt. In den letzten Tagen habe die russische Armee folgende Verluste durch Tod und Verwundung erlitten: 21.3.26 – Minus 940 Soldaten; 20.3.26 – Minus 1’240 Soldaten; 19.3.26 – Minus 1’610 Soldaten, 18.3.26 – Minus 1’520 Soldaten.
Der ukrainische Präsident sagte, dass die Russen in einer Woche mehr als 8’000 Tote und Schwerverletzte verloren. Nach seinen Angaben waren alle Vorstösse erfolglos. Es habe sich zudem herausgestellt, dass das russische Kommando verfälschte Berichte erhielt. Einige Kommandeure seien bereits wegen Lügen abgesetzt worden.
In den USA hat eine ukrainische Regierungsdelegation mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und dem New Yorker Immobilienhändler Steve Witkoff zwei Tage lang über den Krieg Russlands gegen die Ukraine verhandelt.
Am Sonntagabend schrieb der ukrainische Delegationsleiter Rustem Umerov: «Im Mittelpunkt der Gespräche standen (…) insbesondere der Austausch und die Rückkehr unserer Bürger. Wir haben Fortschritte bei der Annäherung unserer Standpunkte und der weiteren Verringerung der Zahl der noch offenen Fragen erzielt.»
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj sagte kurz darauf: «Die Situation bleibt ziemlich transparent: Putin will den Krieg nicht beenden» und in Bezug auf Trump sagte Zelenskyj: «Der Präsident erklärte, dass es Signale für eine mögliche Fortsetzung der Austausche gibt, und das wäre wirklich eine sehr gute Nachricht und eine Bestätigung dafür, dass die Diplomatie funktioniert.»
Der Frieden in der Ukraine wird immer unwahrscheinlicher. Zu diesem Schluss kommt der finnische Präsident Alexander Stubb. Nach seiner Einschätzung haben sich die Aussichten auf ein Ende des Krieges im letzten Jahr verschlechtert: «Ich bin jetzt pessimistischer — und damit realistischer».
Nach der Meinung von Alexander Stubb ist die Situation nicht eindeutig: Einerseits befindet sich die Ukraine derzeit in einer stärkeren Position an der Front und drängt sogar die Russen zurück. Aber andererseits ist ein neuer Faktor aufgetaucht — der Nahe Osten – mit positiven Konsequenzen für Russland: Steigende Ölpreise könnten der russischen Wirtschaft, die vor kurzem noch ernsthafte Probleme hatte, wieder Ressourcen verschaffen. Nach Schätzungen des US-Finanzministeriums geht es um etwa 2 Milliarden US-Dollar.
Im Ergebnis, so Stubb, sind die Aussichten auf Frieden komplizierter geworden.
In Tschechien wurde am Freitagabend ein Unternehmen, das für die Streitkräfte der Ukraine arbeitet, in Brand gesetzt: In Pardubice wurde ein Lager und ein Teil des Verwaltungsgebäudes durch Feuer beschädigt. Das in Tschechien arbeitende Unternehmen gehört der ukrainischen Firma Archer-LPP und stellt Wärmebildkameras her.
Zum Anschlag bekannte sich die Gruppe «Earthquake Faction». Sie veröffentlichte ein Video, indem zu sehen ist, wie schwarzgekleidete Personen brennbare Flüssigkeiten verteile und in Brand setzen. Sie begründete ihre Aktion mit angeblichen Verbindungen zur Waffenproduktion für Israel.
Die tschechische Justiz untersucht den Terroranschlag. Die Firma verspricht, dass sie alle Verpflichtungen erfüllt und die Lieferungen fortgesetzt werden.
Der ungarische Aussenminister Péter Szijjártó – seit 12 Jahren in Viktor Orbáns Regierungsteam – gibt seit Jahren Details aus EU-Beratungen direkt an Moskau weiter. Diese Enthüllung der «Washington Post» (siehe «Ukraine Aktuell» Nr. 1489) überraschte in Polen nicht.
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte, dass die Information über die Weitergabe von Details der EU-Gipfel an den Kreml keine Neuigkeit sei: «Dass jemand Moskau über die Sitzungen des EU-Rates in allen Einzelheiten informiert, sollte niemanden überraschen. Wir haben solche Vermutungen schon lange».
Aus diesem Grund tritt er deshalb bei EU-Treffen so selten wie möglich auf und sagt so wenig wie nötig.
In einer Liveschalte zu einer Wahlkampfveranstaltung hat Donald Trump am Samstag dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán einen Sieg im laufenden Wahlkampf gewünscht.
Am Sonntagabend äusserte sich auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Er sprach sich ebenfalls für die Unterstützung des moskauorientierten Orbán aus. Netanjahu bezeichnete ihn als «einen der besten Weltführer» und als Symbol der Stabilität für Ungarn.
«Wir brauchen Führungspersönlichkeiten, die ihre Länder vor der zunehmenden Bedrohung durch islamistischen Terrorismus schützen und Sicherheit sowie Stabilität gewährleisten können», sagte Netanjahu in einer Videobotschaft an die Conservative Political Action Conference (CPAC) in Budapest. «Das ist es, was Viktor Orbán im Überfluss besitzt.»
Bereits im vergangenen Jahr hatte Netanjahu Orbán in Ungarn besucht. Trotz eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs kam es damals nicht zu einer Festnahme; die ungarische Regierung setzte die entsprechende Verpflichtung nicht um.
Der Luxemburger Jean-Claude Juncker war von 2014 – 2019 Präsident der Europäischen Kommission, wo er immer noch ein Büro besitzt. Dort empfing er das deutsche «Handelsblatt». Im Interview warnte Juncker die derzeitige EU-Führung davor, der Ukraine «falsche Versprechen» eines schnellen EU-Beitritts zu machen. Und Juncker plädiert dafür, Europas Verhältnis zu Russland nach Vladimir Putin neu zu ordnen.
Interessant sein dürfte folgende Beobachtung: Die russische Nachrichtenagentur RBC zitiert aus dem Artikel und belegt damit, weshalb sie vom Kreml-Regime toleriert wird. Die beiden Zitate lauten: «Seiner Meinung nach ist eine Annäherung derzeit nicht möglich, aber er hält Verhandlungen für akzeptabel und wünschenswert.» und «Ich habe immer geglaubt, dass wir die Geographie Europas nicht ändern können. Russland ist unser Nachbar, genau wie die Türkei. Und auf lange Sicht brauchen wir eine Normalisierung der Beziehungen».
RBC berichtet aber nicht, dass Juncker vor allem etwas klar gemacht hat: Alle Annäherungen an Russland sind erst «nach Putin» möglich.
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