
#UKRAINE AKTUELL Nr. 1458 (19.2.2026 / 8Uhr)
• Ergebnislose Verhandlungen
• Putins Billionen-$-Angebot
• Sanktionen gegen Belarus
• Beeindruckter US-Politiker
• Russen als Krim-Fremdkörper
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IRAN-EXTRA: TERRORCHEF TOT
Der Tod des «Obersten Führers» des Irans, Ali Khamenei wurde vom iranischen Staatsfernsehen bestätigt. 37 Jahre lang führte Ali Khamenei die iranische Republik. In dieser Zeit belieferte und alimentierte die Regierung Terrororganisationen im Ausland und Terrororganisationen im Inland. Die letzten Jahre belieferte der Iran die russische Armee mit Drohnen, Artilleriemunition und Raketen, die gegen das ukrainische Volk eingesetzt wurden. Am 6. und 7. Januar dieses Jahres töteten Khameneis-Terrororganisationen – insbesondere die sogenannten «Revolutionsgarden» – zwischen 16’000 und 30’000 Iranerinnen und Iraner, die gegen das Mullah-Regime demonstriert hatten.
Drei bunkerbrechende Raketen beendeten das Leben Khameneis und mehrere seiner engsten Mitarbeiter in dessen Wohnsitz in Teheran, als sie sich zu einer Besprechung trafen. Die Einschläge sind auf Satellitenaufnahmen sichtbar.
Der Anschlag auf Khameneis Wohnsitz war Teil eines grossangelegten Angriffs der amerikanischen und der israelischen Armee. Am Samstag wurden innerhalb von 12 Stunden in18 Provinzen 900 verschiedene Aktionen gegen Anlagen des Regimes und des Militärs durchgeführt.
Gemäss der US-TV-Station «CBS News» wurden bei den Angriffen 40 iranische Beamte getötet. Das iranische Staatsfernsehen hat bisher den Tod der folgenden Personen bestätigt:
Nach dem Tod von Khamenei wird der Iran vorübergehend vom Präsidenten, dem Obersten Richter der Justiz und einem Mitglied des Verfassungswächterrats regiert. Dies gab der iranische Vizepräsident Mohammad Mokhber laut der iranischen Nachrichtenagentur IRNA bekannt.
Nach nicht bestätigten Berichten haben die übriggebliebenen Mitglieder des Regimes Modschtaba Chamenei, den zweiten Sohn von Ali Khamenei, zum neuen Obersten Führer Irans ernannt. Modschtaba gilt seit langem als die eigentliche Macht im Hintergrund des Regimes; kontrolliert wichtige Posten in den Revolutionsgarden, überwacht Geheimdienstoperationen und führte im Auftrag seines Vaters.
Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad machte gegenüber «CNN Turk» den israelischen Geheimdienst Mossad für den Anschlag auf die iranische Führung verantwortlich: «Der iranische Geheimdienst hatte eine Einheit zur Bekämpfung von Mossad-Agenten innerhalb des Irans eingerichtet. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Leiter dieser Einheit selbst ein Mossad-Agent war, ebenso wie 20 weitere Agenten.»
Videos: https://x.com/i/status/2027891473715266040 ; https://x.com/Globalsurv/status/2027942339344245203

IRAN-EXTRA: STAATSTRAUER UND PROTESTE
Das Mullah-Regime hat eine 40-tägige Staatstrauer und eine arbeitsfreie Woche ausgerufen. Der Sprecher des iranischen TV’s teilte die Staatstrauer mit, verlor danach die Fassung und schrie danach, dass der Iran einen gross angelegten Krieg gegen die USA und Israel führen werde. Die sogenannten iranischen «Revolutionsgarden» erklärten, sie starteten die «mächtigste Offensivoperation in der Geschichte Irans» gegen die USA und Israel.
Viele Iranerinnen und Iraner wollen nicht trauern, sondern feierten den Tod Khameneis und seiner Mitarbeiter. Als erste Gerüchte über den Tod von Khamenei bekannt wurden, waren aus grossen Wohnvierteln in Teheran Jubelrufe und Gesänge zu hören, von Menschen, die in ihren Häusern blieben. Nachdem der Tod offiziell bestätigt wurde, traten zehntausende von Menschen jubelnd auf die Strassen, wo sie tanzten und Parolen gegen das Mullah-Regime riefen.
Erschienen sind Videos von Frauen aus Teheran, die ohne Kopftuch tanzen, von Autokorsos mit hupenden und jubelnden Menschen und von jungen Männern die Propagandaplakate umstürzen und anzünden.
Ein Video aus der Stadt Sabzevar zeigt Spezialeinheiten der Polizei und paramilitärische Kräfte von «Basij» und «Revolutionsgarden», die auf ihren Motorrädern feiernde Menschen jagen und sie angreifen.
In Teheran gab es eine Demonstration von mehreren tausend Menschen, die das Mullah-Regime unterstützen und zum Kampf gegen die USA und Israel aufriefen.
Tanzende und singende Menschen, welche sich über den Tod Khameneis freuten, wurden auch in verschiedenen Grossstädten ausserhalb des Irans aufgezeichnet.
Videos: https://x.com/i/status/2027864263654601020; https://x.com/i/status/2027872307641790695: https://x.com/i/status/2027900336644714769; https://x.com/i/status/2027888286425850082 : https://x.com/i/status/2027913022895771985; https://x.com/i/status/2027874923436298605
Der iranische Kronprinz Reza Pahlavi meldete sich aus den USA: «Dies mag der Beginn unserer grossen nationalen Feier sein, aber es ist nicht das Ende des Weges. Bleiben Sie wachsam und vorbereitet. Die Zeit für eine weitreichende und entschlossene Präsenz auf den Straßen ist sehr nahe. Gemeinsam, vereint und standhaft werden wir den endgültigen Sieg erringen und wir werden die Freiheit des Iran in unserem geliebten Heimatland feiern.» https://twitter.com/PahlaviReza/status/2027870683339035003
IRAN-EXTRA: EINBRUCH AM HORMUS
Nach dem Angriff auf den Iran ist das Volumen der Seetransporte durch die Strasse von Hormuz nach Schätzungen um 70% zurückgegangen. Am stärksten davon betroffen sind Saudi-Arabien, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar, die über diese Route den grössten Teil ihres Rohöls und Flüssiggases exportieren, hauptsächlich nach Asien.
Die Schliessung der Strasse von Hormus könnte zu einem Anstieg der Ölpreise auf über 100 US-Dollar pro Barrel führen.

AUF DER SEITE DES VOLKES
Sanita Pavluta-Desland, die Ständige Vertreterin Lettlands bei den Vereinten Nationen, sprach am Samstagabend im Sicherheitsrat und richtete folgende Worte an den Vertreter des Irans:
«Ausserhalb des Nahen Ostens unterstützt der Iran die russische Aggression in der Ukraine direkt. Der Iran hat Russland über 50’000 Shahed-Drohnen geliefert, die in der Ukraine eingesetzt werden. Iranische Waffen und Technologie haben Tausende unschuldiger Ukrainer getötet.
Genau wie Russland in der Ukraine verbreitet der Iran nun Terror unter der Zivilbevölkerung der Golfstaaten. Wir stehen an der Seite des mutigen iranischen Volkes, das so viel Leid ertragen musste – jahrzehntelange Brutalität und Unterdrückung.»
Video mit Übersetzung: https://t.me/in_factum/42475

SCHOCKSTARRE IM KREML
Der Schlag gegen die iranische Führung hat in Moskau keine unmittelbare Reaktion hervorgerufen. Am Samstag traf sich der «Sicherheitsrat» im Kreml ohne danach eine Erklärung zu veröffentlichen.
Das russische Aussenministerium verbreitete folgende Erklärung: «Besondere Besorgnis ruft der serienmässige Charakter der von der US-Administration in den vergangenen Monaten durchgeführten destabilisierenden Schläge gegen die völkerrechtlichen Grundlagen der Weltordnung hervor, darunter das Prinzip der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, der Verzicht auf Androhung oder Anwendung von Gewalt sowie die friedliche Beilegung internationaler Streitigkeiten.»
(KOMMENTAR: Nach dem Wegfall von Assad in Syrien und Maduro in Venezuela, ist dies der dritte Schlag gegen Akteure im Einflussbereich des Kremls. Diese Stellungnahme des Aussenministeriums könnte auch als Kritik an der Kreml-Politik verstanden werden, insbesondere die Themen «Einmischung in innere Angelegenheiten» oder «Verzicht auf Gewalt»).

KREML-PROPAGANDIST BESORGT
Sergey Karnaukho ist einer der lautesten Befürworter der faschistischen Aggression gegen die Ukraine und tritt regelmässig in der Propagandasendung von Wladimir Rudolfowitsch Solowjow auf. Am Samstagabend sagte Karnaukho in einem Interview:
«Aber was jetzt passiert, sehen wir. Wo sind die Erklärungen dieser Leute? Wo ist die viel gepriesene IRGC (sogenannte «Iranische Revolutionsgarde»)? Wo ist Khameneis Erklärung? Sie sind alle verschwunden. Das war’s. Dies ist ein Land, das vor unseren Augen auseinanderfällt.
Auch hier vertrete ich wieder eine pro-russische Position. Ich bewerte die Perspektive dessen, was passieren wird. Ich verstehe sehr gut, was das nächste Problem sein wird. Für uns vor allem. Eine Frage beschäftigt mich: Wann werden sie uns angreifen? Oder haben sie das bereits getan? Und verstehen wir, dass die Diskussion über den Iran auch eine Diskussion über Russland ist? Sie werden uns jetzt genauso behandeln und Russland noch härter treffen.» https://twitter.com/yasminalombaert/status/2027862111427203514
KREML-KONTAKT IM BUNDESTAG
Eugen Schmidt, im deutschen Parlament (Bundestag) für die Alternative für Deutschland (AfD) engagiert, hat versucht, die Lieferung von Leopard-2-Panzer an die Ukraine zu verzögern. Nun wurde bekannt, dass Schmidts Mitarbeiter Vladimir Sergienko mit einem Offizier des russischen Geheimdienstes FSB korrespondierte und dessen Aufträge ausführte.
Beim FSB-Offizier handelt es sich um Ilya Vechtomov, Deckname «Alexei». Vechtomov arbeitet für den «Fünften Dienst des FSB», eine Spezialabteilung, die mit der «Destabilisierung der Ukraine» beauftragt ist.
Das deutsche Magazin «Der Spiegel» und die russische Rechercheplattform «The Insider» deckten die Verbindung zwischen dem Geheimdienst und dem Bundestags-Abgeordneten auf. Die Journalisten zeigen auf, wie Sergienko auf Anweisung des FSB handelte. So schrieb er am 1.März über die Einreichung einer Klage, um die Lieferung von Leopard 2 zu verzögern seinem russischen Auftraggeber: «Die Arbeit der Regierung wird behindert werden. Diese Situation ist für uns von Vorteil. (…) Wir folgen dem Fahrplan. Es ist nicht einfach, aber wir machen weiter.» Etwas später reichte die AfD eine Klage gegen die Lieferung deutscher Panzer an die Ukraine ein.
https://theins.ru/en/politics/268805

PRO-UKRAINE DEMO IN BERN
Mehr als tausend Menschen haben sich am Samstag in Bern zu einer Solidaritätskundgebung für die Ukraine versammelt. Sie wollten ein Zeichen gegen die anhaltende russische Aggression setzen. Die Zahl der Teilnehmer nannte die Schweizerische Depeschenagentur (SDA).
Die Demonstrierenden forderten unter anderem eine striktere Umsetzung der Sanktionen gegen Russland und mehr wirtschaftliche Unterstützung für die Ukraine. Das Land brauche Hilfe insbesondere beim Wiederaufbau der zerstörten Energieinfrastruktur. Von der Schweiz verlangten die Demonstrierenden eine aktive Rolle bei der Verfolgung von Kriegsverbrechen.
Fotos: Grazi Gähler, Otto Ozols

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