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Der hier gestern gemeldete Drohnenangriff auf die «Dorogobuzsky Chemical Plant» in der russischen Region Smolensk hat zu verheerenden Schäden geführt. Dies ergibt sich aus einem Vergleich der Satellitenbilder von 2024 und von gestern, die @cyber_boroshno veröffentlichte.
Zerstört wurde eine Ammoniumnitrat Produktionsanlage. Ammoniumnitrat ist eine Grundsubstanz für die Herstellung von Sprengstoff.
Noch vor 2 Jahren produzierte die «Dorogobuzsky Chemical Plant» 10% der gesamten russischen Ammoniumnitrate. Zu Schaden kamen in der Fabrik ausserdem die gesamte Eisenbahn- und Verladeinfrastruktur für fertige Produkte.
Ebenfalls angegriffen wurde in der Stadt Dorogobuzh ein Wärmekraftwerk. Getroffen wurde ein grosses Gebäude mit der Anlage zur Zerkleinerung der Kohle, ein Schlüsselelement dieser Art von Wärmeerzeugung. Zurzeit steht die Anlage still.
Russische Militärblogger reagierten mit Entsetzen auf diesen zweiten Angriff auf die Fabrik seit Dezember 2025: «Es ist wichtig zu beachten, dass diese Substanzen nicht nur Düngemittel sind, sondern auch Rohstoffe für industrielle Sprengstoffe. Der Feind wusste genau, wo er zuschlug.»
Ein anderer schrieb: «Der Angriff dauerte mehrere Stunden. Die Einheimischen verglichen die Schockwelle mit einem Erdbeben.» und «Der Feind macht weiterhin Jagd auf Einrichtungen mit doppeltem Verwendungszweck. Die Luftabwehr arbeitet mit maximaler Kapazität, aber einige Drohnen erreichen dennoch ihre Ziele. Solche Angriffe sind mittlerweile an der Tagesordnung. Wie die Erfahrung zeigt, stellt Smolensk in Bezug auf den Aktionsradius nicht mehr die äusserste Grenze dar.»
Der seit bald vier Jahren dauernde Krieg Russlands gegen die Ukraine ist der erste umfassende Drohnenkrieg. Noch in keinem Konflikt spielte der Einsatz von Drohnen eine derart zentrale Rolle. Dabei verfolgen die ukrainische und die russische Armee zwei ganz unterschiedliche Strategien, wie das «Wall Street Journal» analysiert:
Die russische Drohnenstrategie auf dem Schlachtfeld konzentriert sich auf mittlere Reichweiten – von 20 bis 80 km von den eigenen Frontstellungen entfernt. Die Hauptziele sind ukrainische Drohnenbetreiber im Hinterland und die Logistik. Mit dieser Strategie macht Russland langsam, aber stetig Fortschritte.
Neben Angriffen auf Industrieanlagen im Hinterland konzentriert sich die ukrainische Drohnenstrategie auf dem Schlachtfeld demgegenüber auf den 20 Kilometer breiten Frontbereich, die sogenannte «graue Zone» oder «Todeszone». Mit einer Vielzahl von Drohnen wird dort die Vernichtung einer maximal hohen Zahl an russischen Soldaten und Kriegsmaterial erreicht. Das aktuelle Ziel ist es, 50’000 russische Soldaten pro Monat kampfunfähig zu machen.
Die ukrainische Armee wäre erfolgreicher, wenn sie sich auf russische Drohnenbetreiber und Kompanie- und Bataillonskommandoposten viele Kilometer hinter der Kontaktlinie konzentrieren würde. Das sagt Major Oleh Shyriayev, Kommandeur des 225. Sturmregiments, das in der südlichen Region Saporischschja ständige russische Angriffe abwehrt.
Auch vom «Wall Street Journal» befragte Militärexperten empfehlen den Ukrainern eine Umorientierung ihrer Strategie in Richtung der russischen, denn diese sei erfolgreicher. Allerdings habe die Ukraine nicht genug Drohnen und anderen Waffen, die Ziele in mittlerer Entfernung von 20 bis 120 Meilen hinter der Frontlinie treffen können. Um ihr Arsenal zu verbessern, wäre mehr Hilfe von westlichen Partnern erforderlich.
Das amerikanische «Institute for the Study of War» (ISW) hat eine Karte der ukrainischen Front per Ende Dezember 2025 veröffentlicht. Orange-Rot schraffiert sind jene Gebiete zu sehen, welche Russland vor dem Überfall im Februar 2022 unter Kontrolle hatte. Orange sind jene ukrainischen Gebiete eingefärbt, welche die russischen Truppen zwischen dem 24. Februar 2022 und dem 31. Dezember 2024 erobert hatten. Dunkelrot gefärbt sind schliesslich jene kleinen Gebiete, welche die russische Armee in den 12 Monaten des Jahres 2025 unter ihre Kontrolle brachte. Ein Teil davon hat die ukrainische Armee im Süden des Landes in den letzten zwei Wochen zurückerobert.
Der ISW-Russland Teamleiter George Barros schreibt dazu: «Die Lage der Ukraine auf dem Schlachtfeld ist schwierig, aber nicht kritisch. Russland bleibt zwar gefährlich, doch ein Zusammenbruch der ukrainischen Verteidigung ist unwahrscheinlich. Die militärische Macht Russlands ist begrenzt, und die Annahme, dass es unbegrenzt kämpfen kann, ist falsch. Die falsche Darstellung eines unvermeidlichen russischen Sieges sollte die Politik des Westens nicht beeinflussen.»
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für die Ukraine ein vierjähriges Programm im Wert von 8,1 Milliarden US-Dollar genehmigt. Die erste Tranche in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar wird sofort ausgezahlt. Ausserdem sind in diesem Jahr vier weitere Tranchen im Gesamtbetrag von 3,8 Milliarden US-Dollar vorgesehen.
Die ukrainische Nationalbank bestätigte, dass andere internationale Finanzierungen für die Ukraine an das IWF-Programm gebunden sein werden.
Die Hauptanforderungen des Programms:
Umsetzung einer „ausgewogenen Fiskalpolitik“. Es geht um die Verbesserung der Effizienz der Steuererhebung, die Verringerung der Steuerhinterziehung und die „Angleichung der Wettbewerbsbedingungen“. Dies könnte eine Rückkehr zur Frage der Steuererhöhung, auch für Einzelunternehmer, bedeuten.
Sicherung der Preisstabilität und Verhinderung externer Ungleichgewichte, insbesondere durch eine größere Flexibilität des Wechselkurses.
Erhaltung der Stabilität des Finanzsektors.
Antikorruptionsreformen.
Die ukrainische Nationalbank betonte, dass sich die Ukraine auch verpflichtet hat, strukturelle Reformen für den Wiederaufbau nach dem Krieg und den Weg zum EU-Beitritt durchzuführen.
Russische Fernsehsender veröffentlichten Aufnahmen eines Leichenaustauschs zwischen Russland und der Ukraine.
Die Russen hätten die Leichen von 1’000 ukrainischen Gefallenen übergeben. Im Gegenzug habe die russische Seite die Überreste von 35 Leichen erhalten. Die Zahlen nannte Wladimir Medinski, Mitglied der russischen Verhandlungsgruppe. Eine Erklärung zu diesem ungleichen Leichentausch wurde nicht gegeben.
Die ukrainische Seite bestätigte, dass sie die Überreste von 1’000 Menschen erhalten habe und dass nun die forensischen Untersuchungen beginnen. Speziell gedankt wurde den Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK), welche bei diesem Austausch geholfen haben.
Die ukrainische Plattform «Suspilne» schrieb: «Trump und Zelenskyj wollen, dass der Krieg in den nächsten Monaten endet. Das wurde während eines Telefongesprächs zwischen den Präsidenten der USA und der Ukraine besprochen, berichtete eine Quelle. Insgesamt dauerte das Gespräch etwa 30 Minuten.»
Daraufhin sprachen Journalisten Putins Langzeit-Aussenminister Sergei Lawrow an: «Es wurden neue Fristen für eine Friedenslösung in der Ukraine genannt. Laut Trump innerhalb eines Monats?» Lawrows Antwort: «Haben Sie von uns etwas über Fristen gehört? Wir haben keine Fristen, wir haben Aufgaben. Wir erledigen sie.»
Rund um den einflussreichen Kreml-Blogger «Rybar» ist ein Netzwerk entstanden, das Inhalte generiert, um die öffentliche Meinung in Europa, den USA und in Afrika zu beeinflussen. «Rybar» gilt mit 1,5 Millionen Abonnenten auf Telegram als der wichtigste Militärblogger Russlands.
Das Rybar-Netzwerk produzierte mit Hilfe der künstlichen Intelligenz von «OpenAI» zum Beispiel Texte, die lokal angepasst in verschiedenen Sprachen, darunter Russisch, Englisch und Spanisch, veröffentlicht wurden. Es handelt sich dabei um Meinungsbeiträge, sogenannte Fakten und Beeinflussungsversuche von Wahlen.
«OpenAI» enthüllte die «Rybar»-Manipulation in einem am 26. Februar veröffentlichten Bericht mit dem Titel «Disrupting malicious uses of our models» (Böswillige Nutzung unserer Modelle unterbinden) unter dem Kapitel «Fish Food».
Als Beispiel beschreibt der Bericht die Aktivität als eine Art «Content-Farm», die auf eine breite Verbreitung ausgelegt war. In einem Fall wurden beispielsweise aus einer einzigen Eingabe sieben Entwürfe für Beiträge generiert, von denen sechs anschliessend von verschiedenen X-Konten veröffentlicht wurden.
Weil die «OpenAI» Erfinder gegen Missbrauch ihres Modells sind, haben sie sämtliche Zugänge des Rybar-Netzwerks auf ihre Instrumente gesperrt.
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