Unter www.bit.ly/3whDOe4 kann der tägliche Newsletter «Ukraine Aktuell» kostenlos abonniert werden.
Unter www.ukraineaktuell.com sind alle Beiträge seit dem 24. Februar 2022 veröffentlicht und in vielen Sprachen dank eines Übersetzungstools lesbar.
Wer «Ukraine Aktuell» mit einer Spende unterstützen will, kann dies über «Buy Me a Coffee»: https://buymeacoffee.com/aldrovandi tun oder direkt über das Schweizer Bankkonto.
Die letzte russische Terrorkampagne dauerte 36 Stunden. Sie folgte auf einen von Putin versprochenen, eine Woche dauernden «Energiefrieden». Trump kritisierte die Angriffe auf Zivilisten und Heizanlagen nicht, sondern kommentierte sie mit den Worten: «Die Pause war von Sonntag bis Sonntag. Putin hat sein Wort gehalten. Eine Woche ist eine lange Zeit, wir nehmen alles, denn dort ist es wirklich sehr kalt.»
FOTO: In Saporischschja wurde im Stadtzentrum eine temporäre Gedenkstätte für zwei 18 Jahre alte Opfer errichtet, welche von einer Drohne getötet worden waren.Menschen bringen Blumen und Spielzeug und zünden Gedenkkerzen an. https://bsky.app/profile/theukrainianreview.bsky.social/post/3me2mfmoc6c2d
Der ukrainische Finanzminister Serhii Marchenko zog eine ernüchternde Bilanz: «Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass dieselben Leute, die der Ukraine jetzt „Sicherheitsgarantien“ anbieten, zuvor den sogenannten „Energie-Waffenstillstand“ vorgeschlagen haben.
Was diese „Garantien“ gemeinsam haben, ist, dass der „Waffenstillstand“ genau so lange dauerte, bis Russland die Vorräte an Raketen für einen neuen Angriff aufgefüllt hatten.
Sobald eine neue Salve bereit ist, Ziele ausgewählt, Raketen programmiert und für den Abschuss vorbereitet sind, endet der „Waffenstillstand” genauso unerwartet, wie er begonnen hat.
Das ist für jeden, der auch nur ein Minimum an kritischem Denkvermögen besitzt, offensichtlich, denn die Russen verhalten sich jedes Mal so. Das ist ihr Goldstandard: Sie lügen über ihre Bereitschaft zum Frieden, wann immer sie Zeit brauchen, um einen neuen Angriff vorzubereiten.
Aber jedes Mal gibt es Menschen, die vom Krieg so erschöpft sind, dass sie den Russen glauben wollen und ihnen auf den Lippen hängen, um dort nach Frieden zu suchen.
Die unbequeme Wahrheit ist: Solange Russland die Fähigkeit behält, uns zu töten, ist kein Waffenstillstand möglich. Und solange wir nicht in der Lage sind, Verstösse gegen Vereinbarungen mit Russland zu ahnden, machen solche Vereinbarungen keinen Sinn.» https://x.com/rshereme/status/2018896550903025963
OFFIZIELL 55’000 TOTE UKRAINER
«In der Ukraine beträgt die offizielle Zahl der auf dem Schlachtfeld getöteten Soldaten, ob Berufssoldaten oder Mobilisierte, 55’000 Tote». Das sagte Volodymyr Zelenskyj am Mittwochabend in einem Interview mit dem staatlichen TV-Sender «France 2». Zelenskyj fügte hinzu, dass es auch «eine grosse Anzahl von Menschen gibt, die von der Ukraine als vermisst betrachtet werden».
Der ukrainische Präsident distanzierte sich klar von dem «was unsere Freunde in Amerika einen Kompromiss nennen». Diese Vorschläge seien in Wirklichkeit ein «Ultimatum». Je härter die Russen gegen die Zivilbevölkerung zuschlagen, umso weiter sei man von einer Einigung entfernt.
Die Forderung Moskaus für die Abtretung des gesamten Donbass lehnte Zelenskyj klar ab. Den ganzen Donbass zu erobern würde die Russen 800’000 weitere Kadaver und zwei Jahre Krieg kosten. Sie werden das nicht lange durchhalten, sagte Zelenskyj und betonte, dass die Russen seit Beginn dieses Krieges im Donbass keinen einzigen Sieg errungen haben.
Zelenskyj weiter: Für einen Frieden brauche es Kompromisse auf beiden Seiten. Wenn die Ukraine dem Einfrieren des Konflikts an den bestehenden Kampfgrenzen zustimmt, dann sei das bereits ein grosser Kompromiss. Aber es brauche auch entgegenkommende Schritte von Russland. Davon sei derzeit nichts zu spüren, weil er Druck gegen Putin immer noch zu klein sei.
An die aktuellen Gespräche in Abu Dhabi hat der russische Oppositionelle Mikhail Khodorkovsky keine grossen Erwartungen. Dennoch seien sie nicht sinnlos:
«Die Gespräche in Abu Dhabi werden den Krieg nicht beenden, aber sie könnten tatsächlich etwas bewirken.»
Erstens führten die bisherigen Gesprächsrunden zu 17 Gefangenenaustauschen, wodurch Tausende gefangener Soldaten zu ihren Familien zurückkehren konnten.
Zweitens formalisieren sie die Regeln für die Kampfhandlungen. Diese werden oft von Putin verletzt, aber es ist wichtig, dass sie leicht identifiziert werden können
Ein drittes Ziel wäre, dass die Bombardierung von Städten und ziviler Infrastruktur endet.
«Wie kann dies erreicht werden? Nicht indem man Putin etwas anbietet – er sieht Kompromisse als Schwäche an – sondern durch Zwang. Wenn die USA der Ukraine Langstreckenwaffen anbieten würden, könnte dies den Verlauf des Krieges vielleicht nicht radikal ändern, aber Putin echte Probleme bereiten.»
Die Fähigkeit beider Seiten, die derzeitige Intensität der Kriegshandlungen aufrechtzuerhalten, schwindet rapide. Insbesondere für Russland wird die Lage unangenehm wegen der wirtschaftlichen Lage, der Aussicht auf weitere Mobilisierungen und die sich wandelnde Stimmung in der Bevölkerung.
«Das kann nicht unbegrenzt so weitergehen – irgendwann, wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft, werden wir einen Punkt erreichen, an dem Russland aus purer Notwendigkeit gezwungen sein wird, seine Forderungen zu mildern. Putins Strategie ist kein Geheimnis, wenn man weiss, woher er kommt und wie er denkt.» https://bsky.app/profile/khodorkovsky.com/post/3me2gowfq2c2v
«CASHUAL FRIDAY» IN ABU DHABI
In Abu Dhabi wird über das Ende des grössten Krieges in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg verhandelt. Der ukrainische Delegationsleiter Ustem Rumerov schreibtt nach dem ersten Tag: «Die Arbeit war substanziell und produktiv, konzentrierte sich auf konkrete Schritte und praktische Lösungen.»
Dem X-Post beigelegt sind drei Fotos. Auf der Gruppe der US-Delegation sind Jared Kushner (Trumps Schwiegersohn) und Steve Witkoff (New Yorker Immobilienhändler) zu sehen. Beide leiten die US-Delegation, obwohl keiner von ihnen ein öffentliches Amt noch besondere Kenntnisse über die Ukraine hat. Im Gegensatz zu den anderen Anwesenden, die mit Uniformen oder Business-Anzügen bekleidet sind, trägt Kushner eine Art Pyjama und Witkoff eine offene Wolljacke. https://x.com/rustem_umerov/status/2019119880532844795/photo/2
«JOURNAL21» PUBLIZIERT HASSREDE
Reinhard Meier war über 20 Jahre NZZ-Auslandkorrespondent in Moskau, Bonn und Washington. Nach der Rückkehr in die Schweiz übernahm er die Funktion als stellvertretender Auslandchef der NZZ. Er hat eine Biografie über den russischen Dissidenten und Regimekritiker Lew Kopelew verfasst und das Online-Magazin «Journal21» mitgegründet.
Meier kennt aus seiner früheren und aktuellen Arbeit die Situation in Russland und insbesondere auch den sogenannten «Chef-Propagandisten», den 63-jährigen Wladimir Solowjow. In seinem Artikel im «Journal21» bezeichnet er Solowjew als einen «ultrachauvinistischen Apologeten von Putins Politik» der «unermüdlich Gift und Galle gegen die angeblich nazistische Ukraine und den «verderbten Westen» versprüht.
Im Artikel übernimmt das «Journal 21» die in «Ukraine Aktuell Nr. 1441» publizierte Vernichtungsrede von Solowjew und beschreibt sie als eine «Hassrede à la Goebbels».
In 67 Tagen finden in Ungarn Wahlen statt. Gemäss der neusten Wählerumfrage hat sich der bisherige Trend bestätigt: Der Moskauorientierte und gleichzeitig am EU-Geld-Topf hängende Regierungschef Viktor Orban liegt in der Wählergunst deutlich hinter seinem Herausforderer Péter Magyar.
Magyars Oppositionspartei «Tisza» würde von 53% der Befragten gewählt, wenn an diesem Wochenende Wahlen wären. Orbans Parteienbündnis käme nur auf 37%.
Der ungarische Präsidentschaftskandidat Péter Magyar, der auch Chef von «Tisza» ist, veröffentlichte die Zahlen auf «X» und schrieb dazu: «Die etwas mehr als zwei Monate werden unglaublich schwierig und wichtig sein. Fidesz wird mit allen Mitteln angreifen, hetzen und drohen. Aber wir bewegen uns weiter vorwärts – das Spiel läuft.» https://x.com/magyarpeterMP/status/2018652945126932849
Vor knapp zwei Jahren trat Magyar mit seiner Partei erstmals zu Wahlen an und eroberte bei den EU-Wahlen 29,7%. Im EU-Parlament schloss sie sich der christlich-demokratischen und bürgerlich-konservativen «EVP»-Fraktion an. In Ungarn gilt «Tisza» als Mitte-Partei, die sich gegen die reaktionäre «iliberale» Politik von Orban wendet und gegen die herrschende Korruption mobilisiert.
KEIN EPSTEIN – PUTIN KONTAKT
Putins Name erscheint in den am Freitag veröffentlichten «Epstein Files» 1’056 Mal. Daraus geht unter anderem hervor, dass Jeffrey Epstein seit 2013 wiederholt Versuche unternommen hat, direkt mit Putin in Kontakt zu treten. Der pädokriminelle US-Geschäftsmann nutzte für die Kontaktaufnahme oft den ehemaligen norwegischen Premierminister Thorbjørn Jagland, der zwischen 2009 und 2019 Generalsekretär des Europarats war.
Wie der britische Sender «Sky News» unter dem Titel «unerwiderte Liebe» berichtet, waren alle Versuche gemäss den veröffentlichten Unterlagen erfolglos. Im Januar 2014 schrieb Jagland an Epstein, dass er Putin in Sotschi treffen werde. «Warum kommen Sie nicht mit?» Es ist unklar, was danach geschah, aber das Verhalten von Epstein in den folgenden Monaten lässt darauf schliessen, dass es kein Treffen gab. Der lockere Umgang zwischen Jagland und dem bereits 2008 zu 18 Monaten verurteilten Sexualstraftäter Epstein ist erstaunlich.
Weitere Bitten von Epstein an Thorbjørn Jagland sind aus den Jahren 2016, 2017 und 2018 dokumentiert.
(KOMMENTAR: Epstein hatte offenbar ein Interesse an Putin. Umgekehrt war das nicht nötig. Epstein wurde ja vom FSB-Geheimdienstschule-Absolventen Sergei Belyakov betreut: https://aldrovandi.net/2026/02/03/epstein-extra-3-2-2026/) .
• Erfolge der ukrainischen Armee
• «Es gibt keine Pattsituation»
• Brennpunkt Hulyaypole im Süden
• Russische Waffenbunker als Ziel
• Wieder ein massiver Nachtangriff
• Blick in Russlands Folterarmee
• Die Brutalität russischer Soldaten
• Demonstrationen für die Ukraine
• Positiver Februar für Ukraine
• Mehr Land erobert als verloren
• Wichtiger Ölhafen stillgelegt
• IWF-Gelder sind eingetroffen
• Russland setzt neue Waffe ein
• Russen enteignen Ukrainer
• Wichtige Raketenfabrik getroffen
• Schläge tief im Innern Russlands
• Chaos in der russischen Armee
• Ungarn blockiert Europas Hilfe
• Ukraine setzt Kampfroboter ein
• Demos für Ukraine-Solidarität
• Kreml kennt die grossen Verluste
• 1,3 Millionen Tote & Verwundete
• Effiziente Bunkerknacker-Waffen
• Wichtige Elektronikfabrik kaputt
• Ukrainische Hilfe für Golfstaaten
• Drohnengeschäfte der Trumps
• Die iranische Shahed-Connection
• China hat einen Starlink-Killer
• Schwerer Nachtangriff Russlands
• Unfreiwillige Kämpfer aus Afrika
• Nachdenkliche Kriegsblogger
• Trump versteht Putins Pläne nicht
• 6’000 potenzielle Ziele in Russland
• Ukraine greift in Russland an
• Das Risiko für Belarussen steigt
• Orbans Kampf gegen EU und Kyiv
• Kooperation Ungarn – Russland
• Seltsame Reisegruppe aus Ungarn
• Schwerer Schlag gegen Chipfirma
• USA spendeten nicht am meisten
• Kreml-Propaganda verliert Einfluss
• China reduziert russische Projekte
• Ukraine-Militär hilft Deutschland