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In der Nacht auf heute wurden Starts von Drohnenschwärmen aus diesen russischen Regionen registriert: Brjansk; Smolensk; Orjol; Kursk und die besetzte ukrainische Krim.
Nach ersten Meldungen wurden erneut Wärmekraftwerke und Energieanlagen angegriffen, berichtet das staatliche ukrainische DTEK Unternehmen. Mehrere tausend Wohnungen und Häuser sind in Kyjv, Kharkiv und Odessa nach den Angriffen ohne Energieversorgung.
Der Bürgermeister von Kharkiv verfügte, dass die Wasserversorgung abgestellt wird. Damit soll das Platzen der Rohre in den Häusern vermieden werden, die keine Wärmezufuhr erhalten. Derzeit beträgt die Temperatur in Kharkiv Minus 20 Grad Celsius.
Gestern hatten Militärbeobachter gemeldet, dass bis zu 15 Flugzeuge der strategischen Luftwaffe der Russischen Föderation mit Raketen ausgestattet und bereit für einen neuen Angriff die Ukraine in den kommenden Tagen seien. Einige Bomber wurden vom Fernen Osten zu Flughäfen nahe der Ukraine verlegt. Das einsatzbereite Waffenarsenal umfasst:
🟡 11 Tu-95MS und 4 Tu-160 auf Flugplätzen im Fernen Osten
🟡 Bis zu 6 MiG-31K-Flugzeuge;
🟡 24 Marschflugkörper „X-101“ von 8 Tu-95MS-Bombern;
🟡 24 Marschflugkörper „Kalibr“ von 4 Raketenabschussanlagen aus dem Schwarzen Meer;
🟡 Bis zu 20 ballistische Raketen „Iskander-M“;
🟡 Bis zu 14 Marschflugkörper „Iskander-K“;
🟡 12 Marschflugkörper „X-101“ von Tu-160-Bombern;
🟡 Bis zu 10 aeroballistische Raketen „Dagger“ von MiG-31K-Jägern.
Am Montagnachmittag – vor der neuen Angriffswelle in der Nacht auf Dienstag – veröffentlichte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj zwei Statements.
➡️ «Es gab neue russische Angriffe auf Energieobjekte in den Front- und Grenzgemeinden, aber gezielte Angriffe russischer Raketen und „Schahed“-Drohnen auf die Energieinfrastruktur gab es nicht. Die russische Armee konzentriert sich wie in den vorherigen Tagen auf Terror gegen unsere Logistik, vor allem die Eisenbahn. Es gab insbesondere in der Dnipro-Region und in Saporischschja Angriffe auf Eisenbahnobjekte.»
➡️ «Bis heute haben die ukrainischen Energieunternehmen und Reparaturteams den Zustand des Energiesystems weitgehend wiederhergestellt. Die Funktion des Systems ist stabilisiert, aber natürlich bleiben die Herausforderungen aufgrund der extrem kalten Wetterbedingungen und der Folgen der russischen Angriffe kompliziert.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/17822
NEUE FRIEDENSRUNDE
Der ukrainische Präsident traf die ukrainische Delegation, die ab Mittwoch mit Russland einen Friedensvertrag aushandeln soll. Dazu gehören Rustem Umerov (Ex-Verteidigungsminister), Kyrylo Budanov (Leiter der Präsidialabteilung), Sergej Kisljiza (Aussenministerium), Andrej Gnatow (Chef des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine), Alexander Biewz (Präsidentenberater) und David Arachamija (Unternehmer und Parlamentarier).
Volodymyr Zelenskyj sprach mit der Delegation das Verhandlungsmandat ab:
➡️ Die Ukraine ist «bereit für echte Schritte» und hält es für möglich, einen «würdigen und dauerhaften Frieden» zu erreichen.
➡️ «Die Deeskalationsmassnahmen, die in der Nacht zum letzten Freitag in Kraft getreten sind, tragen dazu bei, das Vertrauen der Gesellschaft in den Verhandlungsprozess und seine möglichen Ergebnisse zu stärken.»
➡️ Bei einem geplanten bilateralen Treffen der ukrainischen Delegation mit der amerikanischen Seite soll das bilaterale Dokument über Sicherheitsgarantien mit den USA finalisiert werden.
➡️ Die Ukraine erwartet ebenfalls Fortschritte bei den Dokumenten zur Wiederherstellung und wirtschaftlichen Entwicklung der Ukraine.
➡️ Es wird erwartet, dass die Vereinigten Staaten weiterhin entschlossen sind, die notwendigen Bedingungen für einen Dialog zu schaffen.
Umerow zeigte auf, welche Gespräche in Abu Dhabi am 4. und 5. Februar geplant sind: In einem ersten Teil gibt es ein bilaterales Treffen mit US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner: «Wir werden die Unterzeichnung von Sicherheitsgarantien und das Prosperity Package (Plan für den Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg — Anm.) besprechen.»
Indien war bisher weltweit der zweigrösste Importeur von russischem Rohöl. Nun verzichtet Indien angeblich darauf. Auf den Importstopp einigten sich der indische Regierungschef Narendra Modi und Trump während eines Telefons. Modi ist «einer meiner besten Freunde und ein mächtiger und angesehener Führer seines Landes», schreibt Trump in seinem «Truth Social»-Netzwerk: «Er erklärte sich bereit, keine russischen Öllieferungen mehr zu kaufen und stattdessen deutlich mehr Öl aus den Vereinigten Staaten und möglicherweise auch aus Venezuela zu beziehen. Dies wird dazu beitragen, den Krieg in der Ukraine zu beenden.»
Im Gegenzug habe er die Zölle für indische Produkte von 25% auf 18% gesenkt, während sich Modi seinerseits bereit erklärt habe, ganz auf Zölle zu verzichten und mehr amerikanische Produkte zu kaufen. https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116002095109616255
Es bleibt unklar, wie umfassend der Importstopp ist. Am Freitag hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass Indien die Importe in den nächsten Monaten halbieren werde. Die Trump Meldung erweckt jedoch den Eindruck eines vollständigen Verzichts und könnte eine Halbwahrheit sein. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1440-1-2-2026-8uhr/
EU ERHÖHT GASEINKAUF
Die Europäische Union hat im Januar 2026 den Import von russischem Gas ¨ber die türkische Pipeline «Turk Stream» erhöht. Im ersten Monat dieses Jahres bezog die EU, 1,73 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland. Das sind 160 Millionen mehr als vor einem Jahr.
«Wir brauchen Zugeständnisse von Russland – Einschränkungen ihres Militärbudgets, ihrer Armee oder ihrer Atomwaffen sowie die Verantwortlichkeit für die von ihnen begangenen Verbrechen». Das sagte Kaja Kallas, die Chefdiplomatin der Europäischen Union.
Kallas führte weiter aus: Russland hat in 100 Jahren mindestens 19 Länder angegriffen – keines von ihnen hat die Russische Föderation angegriffen. Mehrere dieser Länder wurden sogar drei oder vier Mal überfallen. Für Kaja Kallas ist die zentrale Frage, wie man sicherstellen kann, dass der aktuelle Krieg nicht fortgesetzt und in einen weiteren Krieg übergeht. https://t.me/Crimeanwind/93268
KEIN FUSSBALL MIT RUSSLAND
Der aus der Schweiz stammende Gianni Infantino, Präsident des Weltfussballverbands FIFA, spricht sich für die Rückkehr russischer Teams in internationale Wettbewerbe aus. Das Verbot habe nichts gebracht, sagt er in einem Interview mit dem britischen Sender «SkyNews». Seiner Meinung nach hat das Verbot «noch mehr Enttäuschung und Hass hervorgerufen» und der Fussball sollte die Beziehungen zwischen den Ländern unabhängig von den Handlungen politischer Führer aufrechterhalten. Seiner Meinung nach hätte es vielleicht geholfen, «wenn die Jungs und Mädchen aus Russland Fussball spielen könnten». https://news.sky.com/story/infantino-is-controversial-but-consistent-the-fifa-boss-places-football-above-politics-13502330
Gegen diese Haltung wehrt sich der Fussballverband der Ukraine. Er verlangt, dass Russland so lange aus dem Weltfussball ausgeschlossen bleibt, wie der Krieg andauert: «Wir betrachten die Ausgrenzung von Wettbewerben als ein wirksames Druckmittel gegen den Aggressor.» Auch das Sportschiedsgerichts in Lausanne habe so entschieden. Ausserdem, so der Verband: «Eine mögliche Wiedereingliederung irgendeiner russischen Mannschaft würde die Sicherheit und Integrität der Wettbewerbe gefährden.» https://t.me/uniannet/185053
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