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Die Verluste der russischen Armee durch Tod oder Verwundung seit dem Überfall im Februar 2022 erreichen an diesem Wochenende 1,24 Millionen Personen. Täglich wird diese Bilanz des ukrainischen Generalstabs um 880 – 1’400 Personen erhöht.
Im Kriegswesen ist es üblich, von einem 1:4 Verhältnis zwischen Toten und Verwundeten auszugehen, das heisst: Einem Toten stehen vier Verletzte gegenüber. Aktuell ist dieses Verhältnis komplett verändert:
Aktuell sind bei den russischen Truppen 56% der Verluste Tote und 44% Verletzte, Vermisste oder Gefangene. Das ist eine militärische Anomalie und verweist auf mindestens zwei neue Entwicklungen:
Erstens die sehr verlustreiche Kampftaktik. Sie besteht darin, dass keine Grossangriffe mehr durchgeführt werden, sondern sich kleine Gruppen von 2 – 4 Soldaten den ukrainischen Stellungen nähern. Die überall präsenten ukrainischen Drohnen vernichten diese Gruppen.
Anton Gerashchenko, ukrainischer Journalist und Regierungsberater, schreibt:
«Ich teile hier nicht oft meine eigenen Gefühle mit. Ich halte mich meist an Fakten und Vernunft. Aber eigentlich bin ich ein sehr emotionaler Mensch.
Die Situation in Kyjv, wo Menschen in kalten Häusern frieren, die nach gezielten russischen Angriffen während des kalten Winters ohne Strom, Heizung und Wasser sind, ist einfach schrecklich.
Die Schwächsten, die Ältesten, die Kranken, die kleinen Kinder und ihre Eltern – sie leiden am meisten. Sie können nirgendwo hingehen oder sich einfach nicht fortbewegen. Viele Menschen haben nichts ausser diesen kalten Mauern.
Ihr Leiden hilft Russland nicht dabei, militärische Ziele zu erreichen.
Die Ukraine wird nicht fallen, die Frontlinie wird nicht zusammenbrechen. Die Ukraine ist nach wie vor ein grosses und starkes Land. Was Russland tut und was es tun kann, ist, den durchschnittlichen Ukrainern großes Leid zuzufügen. Russland bringt die Menschen an den Rand des Überlebens, macht ihr Leben unerträglich.
Dies ist eine Tragödie von enormem Ausmass, und die Menschen, die dies überleben, wollen verstehen, wozu das alles gut sein soll.
In fast vier Jahren des umfassenden Krieges zeigt die Ukraine unglaubliche Widerstandsfähigkeit und Tapferkeit. Eine erschöpfte Ukraine ist eine direkte Bedrohung für die Sicherheit Europas. Eine starke Ukraine bedeutet ein geschütztes Europa. Die Ukraine braucht Luftabwehr und Sicherheitsgarantien.»
Die Ukraine hat Energieausrüstung mit einer Gesamtleistung von einem Kernkraftwerksblock erhalten, Das sagte der Minister für Wiederaufbau Oleksii Kuleba.
Die Partner der Ukraine hätten mehr als 700 Einheiten verschiedener Energieausrüstung mit einer Leistung von etwa 1 Gigawatt übergeben, was der Leistung eines Kernkraftwerksblocks in der Süd-Ukraine entspricht. Zugleich betonte Kuleba, dass die Ukraine zusätzliche Kapazitäten benötigt.
«Um einen stabilen Betrieb der Kläranlagen sowie der Wärme- und Wasserversorgung zu gewährleisten, benötigt die Ukraine zusätzliche Kapazitäten. Wir schaffen einen nationalen Reservefonds für mobile Energieausrüstung. Dies wird es uns ermöglichen, während der Reparaturarbeiten grundlegende Dienstleistungen für die Bevölkerung aufrechtzuerhalten, was besonders im Winter wichtig ist.»
Wie hier erstmals vor einem Monat berichtet («Ukraine Aktuell Nr. 1395: https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1395-18-12-25-10uhr) sind russische Drohnen neuerdings mit Starlink-Modulen ausgerüstet. Damit können sie Ziele in der Ukraine effizienter angreifen, was in den letzten Wochen auch gemacht wurde.
Nach den Enthüllungen hat sich Elon Musks Firma lange nicht gemeldet. Erst diese Woche gab Starlink bekannt, dass sie etwas gegen die Nutzung von Starlink in russischen Drohnen unternehmen wollen. Das ukrainische Verteidigungsministerium sagte Starlink Unterstützung zu. Offenbar wurde jetzt eine Methode gefunden, um die russischen Drohnen abzukoppeln: Sobald sich ein Objekt mit mehr als 75 75 km/h bewegt, wird die Verbindung zu Starlink unterbrochen.
Für ukrainische Drohnen wird angeblich eine «Whitelist»(Ausnahmeliste) für deren Starlink-Terminals erstellt, damit sie ungehindert fliegen können.
Sergei Flesch vom ukrainischen Verteidigungsministerium, nannte die Gegenmassnahmen «vorübergehend und dringend», bis dauerhafte Lösungen gefunden werden.
Russland hat Indien das eigene «Ural-Öl» zu einem Preis von 22 – 25 US-Dollar pro Barrel angeboten und versucht so Käufer für die voll beladenen Tanker zu finden, die vor der indischen Küste stehen. Dies berichtet die «Financial Times» (FT) und schreibt, dass ein solcher Preis «kaum die Gewinnschwelle deckt».
Im Dezember war «Urals»-Öl noch für durchschnittlich für 39,2 US-Dollar pro Barrel verkauft worden. Aber die amerikanischen und europäischen Sanktionen gegen «Putins Schmuggelflotte» setzten den Preis weiter unter Druck.
Gemäss «FT» hat Russland im Jahr 2025 rund 20% weniger Einnahmen aus dem Ölgeschäft realisiert als 2024.
Vor den Sanktionen betrug der Anteil der Energieinnahmen am Budget rund 50%. Aktuell sind es noch etwa 24%, der niedrigste Stand seit einem Jahrzehnt. Um die Mindereinnahmen auszugleichen, musste der Kreml die Mehrwertsteuer und die Steuern für kleine Unternehmen erhöhen.
Die «Financial Times» kommentiert: «Diese Entwicklung zeigt, wie die von der Trump-Regierung verhängten Sanktionen die Öleinnahmen Russlands, eine Säule der Herrschaft Wladimir Putins, untergraben, und deutet darauf hin, dass der Westen auch fast vier Jahre nach Kriegsbeginn noch immer erheblichen Schaden an der Wirtschaft anrichten kann.»
Die USA haben Indien angeboten, die Käufe von venezolanischem Öl wieder aufzunehmen, um russisches Öl zu ersetzen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Zuvor hatte Washington 25-prozentige Zölle gegen Länder eingeführt, die Öl aus Venezuela kaufen, aber jetzt sind die USA bereit, ihre Position zu lockern und Lieferungen von venezolanischem Öl nach Indien zuzulassen. Das Ziel dieser Massnahme: Die Einnahmen Russlands aus dem Export von Energieressourcen sollen reduziert werden.
Laut Quellen von Reuters wird Indien die Käufe von russischem Öl reduzieren: von 1,2 Millionen Barrel pro Tag im Januar auf etwa 1 Million im Februar und 800’000 im März. In Zukunft könnten die Mengen auf 500’000 – 600’000 Barrel pro Tag fallen. Damit könnte Indien neue Handelsbeschränkungen mit den USA vermeiden.
Nach den amerikanischen Sanktionen gegen den russische Konzern «Lukoil» muss dieser Öl- und Gasgigant sein internationales Geschäft abstossen. Dafür wurde nun mit dem US-Investmentfonds Carlyle Group ein Abnehmer gefunden. Der Verkauf muss noch vom OFAC (Office of Foreign Assets Control), der Kontrollbehörde des US-Finanzministeriums, bewilligt werden.
Die Geschäfte der LUKOIL International GmbH haben einen Wert von 22 Milliarden US-Dollar. Sie umfassen Raffinerien in Rumänien und Bulgarien, ein Tankstellennetz in den USA und Europa sowie Öl- und Gasfelder im Nahen Osten, in Zentralasien und Afrika. Welchen Preis die Carlyle Group zu zahlen bereit ist, wurde nicht bekanntgegeben.
Lukoil verfügte über das umfangreichste Auslandsgeschäft unter den russischen Unternehmen. Der Carlyle-Deal markiert den grössten Zusammenbruch des internationalen Geschäfts eines russischen Unternehmens seit Beginn des Krieges in der Ukraine.
Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis gab bekannt, dass er in Kürze als amtierender Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nach Moskau und Kyjv reisen wird. Dies sagte Cassis an der Delegiertenversammlung der Schweizer Partei «FDP».
Die Schweiz habe die Prioritäten der Organisation für 2026 klar definiert, betonte Cassis. Laut dem Minister bestehe deren Ziel darin, der Organisation zu ermöglichen, «sich wieder auf ihre Kernaufgabe, den Schutz von Frieden und Sicherheit in Europa, zu konzentrieren».
«Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir alle an einem Tisch sitzen. Nicht nur diejenigen, die so denken wie ich. Deshalb werde ich demnächst Kiew und Moskau besuchen», erklärte der Schweizer Aussenminister.
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