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Am 19.Dezember 2007 schrieb Trump unter dem Briefkopf «The Trump Organization» folgenden Text an die Adresse: Präsident Wladimir Putin, Russische Föderation 4, Staraya-Platz, Moskau, 103132
Sehr geehrter Herr Präsident Putin
herzlichen Glückwunsch zur Ernennung zum „Mann des Jahres” des Time Magazine – Sie haben es definitiv verdient. Wie Sie wahrscheinlich schon gehört haben, bin ich ein grosser Fan von Ihnen! Passen Sie gut auf sich auf.
Mit den besten Wünschen
Mit freundlichen Grüssen
Donald J. Trump
Der Brief wird als «Faksimile» (originalgetreue Abbildung) auf der Seite 418 von Band 5 des US-Senatsausschusses für Nachrichtendienste publiziert. Der Ausschuss dokumentierte in diesem Band alle Originale im Zusammenhang mit der Untersuchung über «AKTIVE MASSNAHMEN RUSSLANDS UND EINMISCHUNG IN DIE US-WAHLEN 2016». (Grosses Danke an den «Ukraine Aktuell» Abonnenten Peter W., der mir dieses bisher nicht bekannte Dokument zugestellt hat).
Für jene, die sich nicht mehr erinnern: Trump gewann 2016 zum ersten Mal die US-Präsidentschaftswahlen.
Aktuell macht eine weitere Fanaktion von Trump Schlagzeilen. Im Weissen Haus liess Trump die offiziellen Fotos von Barack Obama und Joe Biden abhängen. An ihrer Stelle liess er ein Foto von sich und Putin hinhängen, welches während des «Alaska-Treffen» im August 2025 entstand.
STARLINK ALS KOMPLIZE
Am Dienstag griffen drei russische Shahed-Drohnen einen zivilen Zug in der Ukraine an und dabei kamen fünf Passagiere ums Leben. Die drei Drohnen waren mit «Starlink»-Modulen ausgerüstet. Das satellitengestützte System verbessert die Steuerung der Waffen. Starlink gehört zum «SpaceX»-Konzern und Elon Musk ist dessen Hauptaktionär.
Gemäss «InformNapalm» bietet die Starlink-Satellitenkommunikation in Drohnen Vorteile:
Stabile Steuerung unter Bedingungen aktiver elektronischer Kriegsführung;
Datenübertragung in Echtzeit;
Erhöhung der Reichweite und Genauigkeit von Terroranschlägen.»
Neben der verbesserten Zielgenauigkeit können die mit Starlink-Modulen ausgerüsteten russischen Drohnen tiefer fliegen als bisher. Sie können damit «unter dem Radar fliegen» und erscheinen für die Bewohner der Ukraine ohne jede Vorwarnung. Die Plattform «Nexta» schreibt: «Russland hat damit begonnen, Drohnen in einer Höhe von nur wenigen Dutzend Metern zu starten und sie manuell zu steuern. Infolgedessen sind die Drohnen in den letzten Tagen plötzlich aufgetaucht – ohne jegliche Luftangriffswarnung.»
Der ukrainische Verteidigungsminister veröffentlichte heute folgende Mitteilung: «Das Verteidigungsministerium der Ukraine befasst sich gemeinsam mit SpaceX bereits mit der Frage der Nutzung von Starlink auf russischen Drohnen. (…) Ich bin SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell und persönlich Elon Musk für ihre schnelle Reaktion und die Einleitung von Massnahmen zur Lösung der Situation dankbar. Westliche Technologien sollten weiterhin der demokratischen Welt helfen und die Zivilbevölkerung schützen, anstatt für Terror und die Zerstörung friedlicher Städte eingesetzt zu werden.»
Seit gestern gibt es unterschiedliche Meldungen zu einem «Energie-Waffenstillstandsabkommen». Es sollte nach Angaben der Russen am 30.Januar 00:00 Uhr beginnen. Der Telegram-Kanal «Ukraine Now» schreibt heute Morgen: «Dies führte formal zu einer mehr oder weniger ruhigen Nacht, vorerst ohne gemeldete Angriffe auf die Energieinfrastruktur.» https://t.me/u_now/189194
Zum Entstehen des «Energie-Waffenstillstandabkommen» gibt es unterschiedliche Meldungen. So soll diese Waffenpause bei den Gesprächen in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emirate zwischen der Ukraine, den USA und Russland vereinbart worden sein.
Ein russischer Kriegsblogger schrieb bereits am Donnerstagmorgen, dass die Truppen Putins den Befehl erhalten haben, Angriffe auf Energieanlagen einzustellen. Darauf angesprochen wollte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dies am Mittag nicht kommentieren. Ein paar Stunden später behauptete Trump an einer öffentlich übertragenen Kabinettssitzung, er habe mit Putin telefoniert und dieser habe ihm persönlich den Waffenstillstand versprochen, was ein Erfolg seiner Bemühungen sei.
Volodymyr Zelenskyj verbreitete am Abend eine Meldung, welche die Spekulationen über die Urheberschaft nicht beendete. Er schrieb: «Vielen Dank, Präsident Trump! Unsere Teams haben dies in den Vereinigten Arabischen Emiraten besprochen. Wir gehen davon aus, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden.»
«The Wall Street Journal» beschrieb drei Szenarien für die Entwicklung der Ereignisse in der Ukraine im Jahr 2026. Nach Einschätzung der Zeitung ist es am wahrscheinlichsten, dass der Krieg fortgesetzt wird, während die Verhandlungen über seine Beendigung in einer Sackgasse enden.
Tatsächlich gibt es weder bei der sogenannten «territorialen Frage» noch bei den «Sicherheitsgarantien» eine Annäherung zwischen Kyjv und Moskau.
So hofft Kyjv auf Sicherheitsgarantien der USA und Europas nach einem Friedensvertrag. Moskau lehnt das ab. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sagte am Donnerstag: «Sicherheitsgarantien der USA, die das ‚ukrainische Regime‘ erhalten würden, können keinen verlässlichen Frieden schaffen.» Lawrow bezweifle ganz grundsätzlich die Durchführbarkeit von Friedensgarantien. https://x.com/NSTRIKE1231/status/2016870944447320537
Eine weitere Forderung Russlands ist für die Ukraine unannehmbar. Moskau fordert den Rückzug der ukrainischen Truppen aus allen Regionen des Donbass, welche die Russen auch nach fast vier Jahren Krieg nicht erobern konnten.
Das amerikanische «Institute for the Study of War» (ISW) stellt fest: «Das russische Militärkommando verbreitet weiterhin nachweisbare Lügen und Übertreibungen über russische Erfolge auf dem Schlachtfeld, um die Ukraine und den Westen dazu zu drängen, den Forderungen Russlands nachzugeben, die Russland militärisch nicht erreichen kann. (…) Es ist unwahrscheinlich, dass die russischen Streitkräfte den Rest der Oblast Donezk vor August 2027 einnehmen können.». https://x.com/TheStudyofWar/status/2016341127515746444
Die Europäische Union will einen eigenen Unterhändler für Verhandlungen mit Wladimir Putin ernennen, da sie mögliche geheime Abkommen zwischen den USA und Russland befürchtet.
Frankreich und Italien haben bereits die Unterstützung der Europäischen Kommission und mehrerer anderer Länder für die Schaffung dieser neuen Position gesichert. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die mögliche NATO-Mitgliedschaft der Ukraine und ihre Souveränität unantastbar bleiben.
Ein potenzieller Kandidat für diese Rolle ist Alexander Stubb, ein erfahrener Diplomat der Mitte-Rechts-Partei, der freundschaftliche Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump unterhält.
Für die russische Schattenflotte sind viele schrotreife Tanker unterwegs und es gibt Sorgen, dass diese Unfälle produzieren können.
Die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet über einen Tanker, der im Mittelmeer ausser Kontrolle unterwegs ist. Es handelt sich um das Schiff «Chariot Tide» (IMO: 9323376) – früher hiess es «Piltene» – das unter der Flagge von Mozambique fährt.
Die «Chariot Tide» verlor am 21. Januar in der Nähe von Tanger in Marokko plötzlich Geschwindigkeit und bewegte sich nur noch mit weniger als zwei Knoten. Einige Stunden später wurde der Navigationsstatus des Schiffes auf «Nicht unter Befehl» geändert – eine Bezeichnung, die einen Kontrollverlust anzeigt. Dies bedeutet unter anderem, dass es anderen Schiffen nicht ausweichen kann. Am Mittwoch wurde sein Betriebsstatus auf «in Unfall oder Reparatur» geändert.
Bereits letzte Woche hatte sich der Tanker «Progress» (IMO: 9306627) auf einer ähnlichen Route ebenfalls als «nicht manövrierfähig» gemeldet. Aktuell befindet sich das Schiff, das unter russischer Flagge fährt, in der Nähe von Ägypten mit Ziel «Port Said».
Diese Woche hat Putin auf dem Friedhof Piskarewskoje des Endes der Belagerung Leningrads durch Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkriegs gedacht. Dies ist eine der zentralen Feiern, die seit 80 Jahren immer im Januar stattfinden und Piskarewskoje ist eines der wichtigsten Kriegsdenkmäler Russlands.
Dieses Mal war Putin allein und einsam anwesend. Auf Publikum wurde dieses Jahr ganz verzichtet. Im Jahr 2024 durften herbeibestellte Menschen noch aus 10 Meter Distanz zuschauen. 2025 nur noch aus 35 Metern Abstand und dieses Jahr war kein Publikum zugelassen. Nur eine Militärkapelle und ein paar wenige Beamte waren anwesend.
Der russische Oppositionelle Mikhail Khodorkovsky merkt zum fehlenden Publikum ironisierend an: «Das ist ein ganz normales Verhalten für einen Staatschef mit einer Zustimmungsrate von 80 %.»
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