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Die Ukraine wehrt sich mit verschiedenen Mitteln gegen die russischen Drohnenangriffe.
Einerseits haben sie Anti-Drohnen-Drohnen entwickelt, die die heranfliegenden Waffen zum Absturz bringen. Das ukrainische Verteidigungsministerium berichtet, dass es seit Dezember/Januar täglich mehr als 1’500 Anti-Shahed-Abfangdrohnen (und andere Typen) liefert. Dieser starke Anstieg hat die Luftabwehrfähigkeiten erheblich verbessert.
Anderseits werden zunehmend Strassen mit darüber gespannten Netzen geschützt, so dass Autos und Lastwagen ohne Gefahr verkehren können. Der Schutz ist offensichtlich, wie am Mittwoch veröffentlichte Aufnahmen zeigen.
Am 28. Januar wurden mindestens zwei russische Kampfjets zum Absturz gebracht. Der ukrainische Generalstab bestätigt bisher einen Abschuss. Dabei handelt es sich um ein Sukhoi Su-34 Kampfflugzeug, welches bei den Schlangeninseln («Snake Island») ins Schwarze Meer stürzte. Die Piloten überlebten nicht. Gemäss dem russischen Kriegsministerium wurde das Flugzeug von einer Patriot-Flugabwehrrakete getroffen. https://t.me/u_now/189077; https://x.com/visionergeo/status/2016610456983437776
Es gibt ausserdem eine Meldung über einen weiteren Verlust: «Minus Su-30 in Richtung Süden heute Abend», meldet Exilenova Plus, die Plattform mit dem direkten Draht in das ukrainische Militär. https://t.me/exilenova_plus/16001
Eine Rückschau auf das Jahr 2025 machten die Drohnenpiloten der Abteilung «Alfa» des ukrainischen Inlandgeheimdienstes Die Bilanz aller Aktionen: 5 angegriffene Flughäfen der russischen Armee auf denen 15 Fluggeräte stark beschädigt oder zerstört wurden. Detailauswertung: 11 Kampfflugzeuge und Bomber: Su-30SM, Su-34, Su-27, Su-24, MiG-31; 3 Hubschrauber: Mi-28, Mi-26, Mi-8; 1 Transportflugzeug: An-26. Die Abteilung «Alfa» der SBS schreibt: «Zusammen mit der Technik wurden auf den Flugplätzen Lager mit Munition und Treibstoff zerstört. Für die russische Armee bedeutet das ein Schaden in der Höhe von rund 1 Milliarde US-Dollar. https://t.me/exilenova_plus/15983
WIE TRUMP GEWICHTET
Vor zwei Tagen griffen drei russische Drohnen einen zivilen Zug auf der Linie Barvinkove-Lviv an und dabei wurden 5 Passagiere getötet. (Siehe «Ukraine Aktuell Nr. 1436»). Gestern neutralisierte die ukrainischen Armee drei russische Kampfjets (siehe Meldung oben).
Heute Morgen berichtete Trump, dass er wieder einmal mit Putin telefoniert hat. Danach schreibt der US-Präsidenten in seinem Netzwerk «Truth», was die grösste Sorge bereitet: Es war der Angriff der Ukraine auf die Flugzeuge und dass Putin unter diesen Umständen zuerst diese Angriffe rächen wird und der Frieden nicht an erster Stelle stehe. Original: «Wir diskutierten den Angriff auf parkierte russische Flugzeuge und andere verschiedene Angriffe von beiden Seiten. Es war eine gute Unterhaltung, aber keine die zu einem raschen Frieden führt. Präsident Putin sagte, und das sehr entschieden, dass er eine Antwort auf die jüngsten Angriffe auf die Flugplätze geben wird.»
Indiens Rückzug aus den russischen Ölimporten stellt Moskau vor das Dilemma, was mit all dem Rohöl geschehen soll, das es auf Tanker pumpt, aber nicht in Raffinerien entladen kann.
Russland hat in den vier Wochen bis zum 25. Januar täglich 3,18 Millionen Barrel verschifft. Das ist kaum eine Veränderung gegenüber dem Zeitraum bis zum 18. Januar, aber ein Rückgang um etwa 680’000 Barrel pro Tag gegenüber dem Höchststand vor Weihnachten und der niedrigste Stand seit August.
Dutzende Tanker mit russischem Öl sitzen auf See fest, nachdem indische Raffinerien sich geweigert haben, die Ladungen zu kaufen, berichtete die Nachrichtenagentur «Bloomberg». Seit August haben sich rund 60 Millionen Barrel russisches Öl auf Schiffen angesammelt, die nicht entladen werden können. Der Bericht besagt, dass der Stillstand in direktem Zusammenhang damit steht, dass indische Raffinerien sich von russischen Lieferungen abgewandt haben, sodass das Öl vor der Küste treibt und keine unmittelbaren Abnehmer findet.
Wolodymyr Saldo wurde von den russischen Besatzern als Gauleiter für die ukrainische Region im linksufrigen Kherson eingesetzt. Nun wird er wegen von der Ukraine aktiver Kollaboration angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, dass er 2023 ein sogenanntes «Freiwilligenbataillon» aufgestellt hatte, dessen Auftrag es war, gegen die Ukraine zu kämpfen. Für die Finanzierung und die Unterbringung der Söldner war Saldo direkt verantwortlich. Nun wird der Helfer Russlands in Abwesenheit wegen der Bildung illegaler bewaffneter Formationen angeklagt. https://x.com/NOELreports/status/2014683447973883998
NIEDERLAGE ERZWINGEN
Die Studie des «Center for Strategic & International Studies» (CSIS) über die 1,2 Millionen russischen und 600’000 ukrainischen Verluste an toten oder verwundeten Soldaten hat international für Aufsehen gesorgt. Gestern habe ich hier die wichtigsten Zahlen publiziert (https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1436-28-1-2026-8uhr/)
Das CSIS beleuchtet in seiner Analyse aber auch die Hintergründe und präsentiert teils neue Handlungsideen:
«Präsident Putin lässt sich von den hohen Opfer- und Todeszahlen nicht beirren, und es ist unwahrscheinlich, dass der wirtschaftliche Abschwung Russlands den Kreml an den Verhandlungstisch bringen wird – zumindest nicht zu Bedingungen, die für die Ukraine oder Europa akzeptabel wären. (…) Darüber hinaus haben Präsident Putin und die russische Regierung geschickt eine aggressive Desinformationskampagne durchgeführt, die einige politische Entscheidungsträger, darunter auch in Washington, davon überzeugt hat, dass ein Sieg Russlands unvermeidlich ist, obwohl es zahlreiche gegenteilige Beweise gibt.»
«Putin ist möglicherweise bereit, die hohen Opfer- und Todeszahlen in Kauf zu nehmen, da die meisten dieser Soldaten aus Regionen wie dem Fernen Osten und dem Nordkaukasus stammen – und nicht aus für ihn politisch wichtigen Gebieten wie Moskau und St. Petersburg.»
«Russland mehrere Schwachstellen, die die Vereinigten Staaten und Europa ausnutzen können. Trotz der jüngsten transatlantischen Spannungen um Grönland und andere Themen ist eine Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Europa möglich.»
«Die erste Schwachstelle ist die russische Wirtschaft. Verstärkte Sanktionen gegen den russischen Energiesektor könnten mit Sanktionen gegen andere russische Exporte wie Mineralien, Metalle, Agrarprodukte und Düngemittel kombiniert werden. Einige Kongressabgeordnete haben vorgeschlagen, Zölle von bis zu 500 Prozent auf importierte Waren aus Ländern zu erheben, die russisches Öl, Gas, Uran und andere Produkte kaufen.»
«Viele der Schiffe (der Schattenflotte) fahren unter der Flagge anderer Länder – wie Komoren, Gabun, Liberia, Marshallinseln und Panama. Das US-Militär und die Geheimdienste könnten die ukrainische und die europäischen Marinen unterstützen, um diese Schiffe besser ins Visier zu nehmen und mehr diplomatischen Druck auf die Länder auszuüben, unter deren Flagge sie fahren.»
«Eine zweite Schwachstelle Russlands sind die blutigen Kosten eines langwierigen Krieges. (…) Wenn Moskau die Friedensgespräche weiterhin hinauszögert, sollten die Vereinigten Staaten und Europa der Ukraine modernere Waffen mit grösserer Reichweite, Minen, technische Kapazitäten und anderes Material zur Verfügung stellen. Die Hilfe der USA kann über die Prioritized Ukraine Requirement List erfolgen, die von den Vereinigten Staaten bereitgestellt, von europäischen Ländern gekauft und von der NATO koordiniert werden.»
«Trotz der Herausforderungen durch Russland besteht die grosse Ironie darin, dass es den Vereinigten Staaten und Europa nicht gelungen ist, ihre wirtschaftlichen und militärischen Mittel voll auszuschöpfen. Ohne grössere Schmerzen wird Putin die Verhandlungen hinauszögern und weiterkämpfen – selbst wenn dies Millionen von russischen und ukrainischen Opfern bedeutet.» https://www.csis.org/analysis/russias-grinding-war-ukraine
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• Moskau will mehr als nur Land
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