#UKRAINE AKTUELL Nr. 1432 (24.1.2026 / 8Uhr)

  • Erstes Trilaterales Treffen in Abu Dhabi
  • Angriffe auf Städte nach dem Treffen
  • Trumps Geldfantasien für den Donbass
  • Kelloggs und Stoltenberg machen Mut
  • Frankreich stoppt Schattenflotte-Tanker
  • Grossbritannien lässt Tanker ungehindert
  • Ukrainischer Schlag gegen einen Hafen
  • Russische Blogger sehen schwarz
  • Trump hofiert Putin weiter

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TRILATERALES TREFFEN

Erstmals seit mehr als drei Jahren kam es zu einem offenen trilateralen Treffen, an dem Vertreter der Ukraine, der USA und Russlands gleichzeitig teilnahmen. Das Treffen im Al-Shati-Palast in Abu Dhabi fand unter der Leitung von Mohammed Ben Zayed Al Nahyane, dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emiraten statt.

Als Teilnehmer fanden sich Rustem Umerov vom Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine und Kyrylo Budanov ein sowie General Igor Kostioukov, Chef des Geheimdienstes GRU und Mitglied des Generalstabs der russischen Streitkräfte. Auf amerikanischer Seite waren Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der New Yorker Immobilienhändler Steve Witkoff anwesend.

Dass die russische Delegation nun vom Geheimdienstchef Igor Kostjukow und nicht mehr vom Geschichtslehrer Wladimir Medinski geleitet wurde, bezeichneten Beobachter als Zeichen der Moskauer «Ernsthaftigkeit». Das ukrainische Team unter der Leitung von Umerow und Budanov wurde als entschlossen und kompromisslos beschrieben.

In seiner Abendansprache sagte Volodymyr Zelenskyj, dass es nach dem heutigen Gespräch noch zu früh für Schlussfolgerungen sei. Am Samstag würden zusätzlich General Andrii Hnatov, Chef des Generalstabs, und ein Vertreter des Militärgeheimdienstes an den Gesprächen teilnehmen. https://x.com/i/status/2014805775198388708; https://x.com/Maks_NAFO_FELLA/status/2014784731217555833; https://t.me/V_Zelenskiy_official/17723

ANGRIFFE NACH DEM TREFFEN

Am Abend des ersten Treffens in Abu Dhabi griff die russische Armee erneut die Zivilbevölkerung in den Städten Kyjv, Kharkiv und Saporischschja an.

In der Hauptstadt wurden Wohngebiete, eine Schokoladenfabrik, ein Garagenkomplex und eine Tankstelle getroffen und beschädigt. Mindestens eine Frau kam ums Leben. Die Anzahl der Verletzten ist derzeit unbekannt.

In Kharkiv wurden im Industrieviertel Wohngebäude und ein Unternehmensgebäude in Brand gesetzt.

Auch ein Wohnheim und eine medizinische Einrichtung waren Ziele und erlitten Schäden.

Eine KARTE der Drohnenbewegungen zeigt, woher die Drohnen und Raketen kamen und welche ihre Hauptziele waren. Laut Überwachungsdaten setzte die russische Armee Raketen vom Typ X-22/32, Iskander-M, X-69 sowie Hunderte von Angriffsdrohnen ein. Ebenfalls zum Einsatz kam der selten verwendete «Zirkon»-Hyperschallrakete.

Um sich vor den Drohnen und Raketen zu schützen, begaben sich in Kyjv viele Menschen in die U-Bahnstationen. Ein Teil von ihnen schlief in mitgebrachten Zelten als Schutz vor der grossen Kälte. (FOTO: Yan Dobronosov).

https://t.me/u_now; https://t.me/uniannet/184449

TRUMPS GELD-FANTASIEN

Vor dem Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten waren Jared Kushner und Steve Witkoff am Donnerstag für 3 ½ Stunden im Kreml, wo sie von Putin empfangen wurden.

Witkoff brachte Trumps Idee einer «Freihandelszone» in den Gebieten des Donbass zur Sprache, die bisher nicht von Russland besetzt wurden. Witkoff sagte: «Sie werden sehen, wie die Industrie massiv in diese Region abwandert. Stellen Sie sich vor, Sie erlangen einen Wettbewerbsvorteil, weil Sie beim Import von Waren in die USA keine Zölle mehr zahlen müssen.»

Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte jedoch erklärt, dass Russland nicht nur eine «Freihandelszone», sondern den gesamten Donbass wolle. Tatsächlich kontrolliert Russland von diesem Gebiet auch nach vierjährigem Krieg erst 80%. Die Gebietsforderung Moskaus wurde von Peskow als eine der Voraussetzungen für eine Einigung genannt. Die ukrainische Regierung und die Mehrheit der Ukrainer lehnen territoriale Zugeständnisse ab. https://x.com/JayinKyiv/status/2014251119455735982;  https://x.com/NOELreports/status/2014639510336729313

WESTLICHE MUTMACHER

Keith Kellogg, ehemaliger Ukraine-Beauftragter von Trump, sagte zur aktuellen Kriegs- und Krisenlage, die Ukraine werde die Oberhand gewinnen, wenn sie die kommenden Monate durchhalte. «Ich verstehe, dass es ein harter Winter ist. Ich weiss, was in Kiew passiert, ich kenne die Temperaturen. Aber wenn die Ukraine diesen Winter, Januar und Februar, übersteht und wir März und April erreichen, wird der Vorteil auf Ihrer Seite, auf der Seite der Ukraine, liegen, nicht auf der Seite Russlands». https://x.com/NOELreports/status/2014094654753419739

Jens Stoltenberg, der ehemalige NATO-Chef, sagte: «Wir können Putins Meinung nicht ändern. Sein Ziel ist es, die Ukraine zu kontrollieren. Aber wir können Putins Kalkül ändern. Indem wir dafür sorgen, dass der Preis, den er für die Kontrolle der Ukraine zahlen muss, zu hoch ist. Der einzige Weg, dies zu erreichen, ist die militärische Unterstützung der Ukraine.» https://x.com/visegrad24/status/2014316430221578453

SCHATTEN-TANKER GESTOPPT

Frankreich hat mit Unterstützung Grossbritanniens den Öltanker «Grinch» als Teil von «Putins Schattenflotte» festgesetzt.

Der Tanker verliess den Hafen von Murmansk am 5. Januar. Er steht auf den Sanktionslisten der Ukraine, der USA, der EU, der Schweiz, Grossbritanniens und Kanadas. Er transportiert hauptsächlich Öl nach China und Indien. Abgefangen wurde die «Grinch» am Donnerstag in den internationalen Gewässern des Alboran-Meeres zwischen Spanien und Nordafrika. Aktuell befindet sich der 245 Meter lange Tanker im Hafen von Marseille-Fos.

Der französische Präsident Emmanuel Macron schrieb auf «X»: «Wir sind entschlossen, das Völkerrecht zu wahren und die effektive Durchsetzung der Sanktionen sicherzustellen.» https://www.lemonde.fr/international/article/2026/01/23/le-grinch-petrolier-russe-intercepte-par-la-france-est-achemine-au-port-de-marseille-fos_6663847_3210.html; https://x.com/EmmanuelMacron/status/2014341199507706242

UNGEHINDERTE SCHATTENFLOTTE

Die britische Royal Navy hat in einer zweitägigen, mit NATO-Verbündeten koordinierten Operation,  russische Schiffe beschattet, die durch den Ärmelkanal fuhren. Die zur «Schattenflotte» gehörenden Schmuggelschiffe wurden jedoch nicht angehalten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Gemäss Recherchen von «BBC Verify», der britischen BBC, sind allein im Januar Dutzende von Öltankern, gegen die Grossbritannien Sanktionen verhängt hat, durch den Ärmelkanal gefahren. Dies, obwohl Verteidigungsbeamte «entschlossene Massnahmen» angekündigt hatten. «BBC Verify» verzeichnete 42 sanktionierte Schiffe, die den Kanal überquerten. Darunter befanden sich die Schiffe «Sofos» und «Nasledie», die unter falscher Flagge und mit verschleierter Eigentümerschaft russisches Öl transportierten.

Volodymyr Zelenskyj sagte in seiner Rede am Donnerstag in Davos: «Warum kann Präsident Trump die russische Schattenflotte angehen und Tanker stoppen und konfiszieren. Warum können das die Europäer nicht auch, was hält sie davon ab? Dieses Öl der russischen Schattenflotte, das finanziert den Krieg Russlands gegen die Ukraine und dieses Öl hilft dabei, Europa zu destabilisieren. Das heisst, das russische Öl muss konfisziert werden und muss verkauft werden zugunsten Europas. Warum passiert das nicht?» https://www.reuters.com/world/uk/uks-royal-navy-tracks-russian-vessels-sailing-through-english-channel-2026-01-23/; https://www.bbc.com/news/articles/c2d77rr51rko;  https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1431-23-1-2026-9uhr/;

SCHLAG GEGEN HAFEN

Der hier am Donnerstag gemeldete ukrainische Angriff gegen das Ölterminal Tamanneftegaz in der Region Krasnodar, ist grösser, als bekannt war. Beim Angriff wurden Pipelines und Treibstofftanks beschädigt, was zu Leckagen und einem Brand mit einer Fläche von ca. 7’000 m² führte. Der geschätzte Schaden beträgt ca. 50 Millionen US-Dollar.  https://x.com/clashreport/status/2014379018670182625

KREML-BLOGGER DENKEN NACH

Die russischen Militärblogger Svyatoslav Golikov und Maksim Kalashnikov sind sich einig, dass die Ukraine in der Lage ist, das Ziel von 50’000 toten russischen Soldaten pro Monat zu erreichen.

Kalashnikov stellte den neuen ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorov vor. Dieser sei sehr jung und «eine sehr ernste Herausforderung für uns und ein sehr ernsthafter Gegner».

Golikov stimmte Kalashnikov zu und meinte zum ukrainischen Ziel pro Monat 50’000 Russen zu töten: «Wenn wir konkret über Opferzahlen sprechen, könnte dieses angestrebte Ziel leider vollständig erreichbar sein.» Bereits jetzt gäbe es 30’000 Tote pro Monat und das seien so viele wie jeden Monat neu in die russische Armee eintreten würden.

Angesichts dieser Zahlen sei klar, dass die Armee nicht wachsen könne. Verluste und geringe Mobilisierung seien ein «zweischneidiges Schwert».

Aktuell gebe es 80% Verluste bei der russischen Infanterie und die Ukrainer schaffen es «uns für jeden einzelnen Schritt mehr und mehr zahlen zu lassen». https://x.com/i/status/2014506108782534869

TRUMP HOFIERT PUTIN

In seiner Rede in Davos sagte Volodymyr Zelenskyj:  Putin «ist nicht nur eine freie Person, die nicht vor Gericht steht, sondern er spricht davon, wie er eingefrorene russische Gelder verwenden möchte. Er spricht darüber, wie wenn das in seiner Macht wäre.»

Zelenskyj bezog sich damit auf eine Aussage von Putins, er sei bereit die 1 Milliarde US-Dollar Eintrittsgeld für den Eintritt in Trumps «Friedensrat» zu bezahlen, sofern man dieses Geld aus den eingefrorenen russischen Vermögenwerten entnimmt.

Auf dem Rückflug vom WEF in Davos nach Washington sagte Trump, dass er Putins Argumentation zustimme:
«REPORTER: Putin hat gesagt, dass er möglicherweise eingefrorene russische Vermögenswerte verwenden wird, um seinen Eintritt in den Friedensrat zu bezahlen. Waren Sie geneigt, ihm das zu gestatten? TRUMP: «Darüber weiss ich nichts. Ich habe davon gehört. Wer hat das gesagt?»; REPORTER: Putin; TRUMP: «Das ist sehr interessant. Aber er hat gesagt, dass er sein eigenes Geld verwenden wird.»; REPORTER: Es handelt sich um eingefrorene Vermögenswerte. TRUMP: «Wenn er sein eigenes Geld verwendet, finde ich das in Ordnung. Er wird dem Friedensrat beitreten und eine Milliarde Dollar spenden. Wenn er sein eigenes Geld verwendet, ist das grossartig.»
Audio-Mitschnitt: https://x.com/i/status/2014469852463796618; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1431-23-1-2026-9uhr/

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1643 (23.8.2026 /8Uhr)

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• Benzin auf der Krim limitiert
• Desillusionierte Krim-Besatzer
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• Viertes Galaktika Lager zerstört
• Grossbrand bei St. Petersburg
• Sloviansk ist nun Kampfzone
• Lawrow gegen Waffenstillstand

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1661 (10.9.2026 /7 Uhr)

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• Ukrainisches Luftabwehrsystem
• Rekordflug über 3’000 Kilometer
• Zwei russische Häfen attackiert
• «Abrechnung mit Russland kommt»
• Trump über Putin-Telefon begeistert
• Moskau beraubt die Halbinsel Krim

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1634 (14.8.2026 /8Uhr)

• 437 Zivilisten im Juli getötet
• Verräter auf der Krim liquidiert
• Angriffe auf Ostsee-Hafen
• Russland verkauft Gas & Öl
• Ukrainische Drohne in Lettland
• Einkaufszentren angegriffen
• Explosion in Sprengstofffabrik
• Putin droht Europa
• Grosser Umbau der Armee

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1662 (11.9.2026 /8 Uhr)

• Mehrere tiefe Schläge der Ukrainer
• Erneut Angriffe auf Öl-Raffinerien
• 100’000 m2 Ozon-Lager brennt
• Russische Kriegsschiffe beschädigt
• Russland greift Einkaufszentren an
• Medwedew fordert die Kapitulation
• Ukrainer entwickeln neue Drohnen
• Umfassendes Bündnis mit Kanada

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1653 (2.9.2026 /8 Uhr)

• Ukraine stoppt Russlands Luftfahrt
• «Keine Flugzeuge, wo Drohnen sind»
• Berlin: Moskau führt hybriden Krieg
• «Russisches Haus» wird geschlossen
• Putin zieht eine positive Kriegsbilanz
• Auf der Halbinsel Krim fehlt Benzin
• 800 Kilometer Irrfahrt eines Schiffes
• Unbestätigte ukrainische Erfolge

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1656 (5.9.2026 /7 Uhr)

• Waffenruhe während US-Besuch
• Russen griffen auch diese Nacht an
• Drohnenattacke auf Geheimdienst-Chef
• Erlebnisse einer russischen Kritikerin
• Russlands neue Geran-5-Drohnen
• Putins Botschaft an CIA und USA
• Die Ziele der ukrainischen Armee

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