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In der ukrainischen Hauptstadt Kyjv wurden auch am Samstagabend weiterhin Reparaturarbeiten in 102 Häusern durchgeführt, die ohne Wärme geblieben sind. Das berichtet der ukrainische Vizepremierminister Alexei Kuleba. Die meisten Häuser befinden sich in den Bezirken Goloseevskyi und Schewtschenko. Die Arbeiten werden von 16 Teams rund um die Uhr durchgeführt, weitere 20 aus anderen Regionen und 30 werden von «Ukrzaliznytsia» bereitgestellt.
Somit war die vom Kyjver Bürgermeister Vitali Klitschko am Samstagmorgen verbreitete Erfolgsmeldung verfrüht.
In einigen Bezirken von Kyjv platzen die Wasserleitungen wegen des Frostes auch in den Wohnhäusern, weil die dort lebenden Menschen seit sieben Tagen ohne Licht und Wärme überleben müssen.
Offenbar lassen sich die Bewohner der Hauptstadt nicht in die Knie zwingen. Ein Video aus einem der «Überlebenspunkte», wo man sich aufwärmen und die Handys aufladen kann, zeigt eine grosse Gruppe tanzender junger Menschen. Sie tun dies zur Musik des Künstlers Verka Serduchka («Russia Goodbye»).
Die ukrainische Armee hat die Kampagne zum Ausschalten der Stromversorgung in den besetzten Regionen und in Russland verstärkt. Innerhalb der letzten 36 Stunden wurden mehrere Stromverteilstationen getroffen:
Nach einem Angriff in Melitopol – Südukraine – fiel der Strom in den meisten Teilen der von Russland besetzten Region Saporischschja aus.
In Serpuchow bei Moskau (127’000 Einwohner) brennt eine Unterstation, und die Hälfte der Stadt erlebt einen Stromausfall.
In Krasnozavodsk (14’000 Einwohner) in der Region Moskau führte ein ukrainischer Angriff zu einem Blackout. Ausgefallen sind Strom und Heizungen. Die Temperatur in Krasnozavodsk betrug zuletzt Minus 15 Grad.
In Jeisk (87’000 Einwohner) in der russischen Region Krasnodar kam es zu einem grossflächigen Stromausfall. Auch der naheliegende Flugplatz war Ziel von Angriffen.
Ukrainische Drohnen griffen in der russischen Region Astrachan ein Raketengelände der russischen Armee an. Die Drohnen trafen eine Montagehalle und eine Teststation.
Die Anlage mit dem Namen «Kapustin Yar» befindet sich in der Region Wolgograd, an der Grenze zu Kasachstan. Auf dem Testgelände werden zahlreiche verschiedene Kurz- und Mittelstreckenraketen, Marschflugkörper, Luftverteidigungskomplexe und -systeme erprobt. Aktuell ist es auch eine Basis für den Abschuss der russischen «Oreshnik»-Rakete, die Russland zuletzt vor 10 Tagen gegen die Ukraine einsetze.
Der letzte ukrainische Angriff auf Kapustin Yar fand im Juli 2024 statt, als Drohnen Gebäude auf dem Gelände des Übungsgeländes trafen.
In Woskresensk in der Nähe von Moskau ist ein Feuer auf dem Gelände eines der grössten Chemiewerke Russlands, «Woskresenski Mineraldünger», ausgebrochen. Nach unseren Informationen hat das Feuer die Schwefelsäurewerkstatt erfasst. In den umliegenden Gebieten ist ein starker Brandgeruch mit einem charakteristischen „chemischen“ Beigeschmack zu spüren. Bewohner klagen über ein brennendes Gefühl im Hals und stechende Augenschmerzen. «Woskresenski Mineraldünger» ist ein wichtiger Bestandteil in der Produktionskette von Sprengstoffen. https://t.me/exilenova_plus/15678
ITALIEN BLOCKIERT SCHIFF
Die italienische Finanzpolizei hält einen Trockengüterfrachter im Hafen von Brindisi fest. An Bord befanden sich etwa 33’000 Tonnen Eisenmetalle. Dies geschah wegen des Verdachts auf Verstösse gegen EU-Sanktionen. Schiff und Ladung wurden beschlagnahmt.
Die Überprüfung ergab schwerwiegende Unstimmigkeiten und Fälschungen in der Borddokumentation. Insbesondere befand sich das Schiff vom 13. bis 16. November 2025 im Hafen von Noworossijsk, aber die Crew hatte GPS und Transponder im Voraus deaktiviert, um den tatsächlichen Standort zu verbergen. https://t.me/Crimeanwind/92622
INFLUENZER DROHT MIT A-WAFFE
Sergej Karaganow, ein russischer Politikwissenschaftler und Putin-naher Berater, hat den russischen Fantasien freien Lauf gelassen. Er tat dies in einer TV-Sendung mit dem rechtsradikalen amerikanischen Moderator Tucker Carlson.
Karaganow sagte, wenn Europa «den sinnlosen Krieg in der Ukraine» nicht beendet, könnte Russland innerhalb von ein bis zwei Jahren einen Atomangriff starten. Zuallererst gegen Deutschland oder Grossbritannien.
Weitere Zitate von Karaganow:
◾️ «Europa wird von der Landkarte der Menschheit verschwinden. Es sollte von der geopolitischen und geostrategischen Landkarte verbannt werden, weil es ein Ärgernis ist.»
◾️ «Diese Idioten verstehen nichts ausser körperlichem Schmerz. Und früher oder später werden wir die Eskalationsleiter hochgehen müssen. Wir müssten anfangen, Europa mit konventionellen Waffen anzugreifen. Und der nächste Schritt wären Wellen von Atomangriffen.“
◾️ «Ich glaube, Putin ist der Ansicht, dass der Einsatz von Atomwaffen – und ich übrigens auch – eine Sünde ist. Aber es könnte eine notwendige Sünde sein, um die Menschheit zu retten.»
◾️ «Wenn wir Polen angreifen, würden die Amerikaner niemals reagieren. Die Amerikaner würden sowieso niemals reagieren. Meine Wahl fiele auf Grossbritannien und Deutschland. Deutschland sollte den Anfang machen.»
Gemäss Anton Gerashchenko, ukrainischer Journalist und Regierungsberater, hat die russische Aggression gegenüber Europa in den letzten zwei Jahren stark zugenommen habe. Dies geschehe einerseits durch Drohungen, Andeutung einer Eskalation, die ein Gefühl der Unsicherheit hervorrufen sollen. Die zweite Form der Aggressionen sei die hybride Kriegsführung, zum Beispiel die Zerstörung von Unterwasser-Kommunikationskabel, Anschläge auf Stromanlagen oder Luftraumverletzungen.
Gerashchenko warnt davor, die Wortmeldungen auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie könne dazu dienen, die russische Bevölkerung auf mögliche aggressive Schritte gegen europäische Länder vorzubereiten, wie es im Fall der Ukraine der Fall war. https://x.com/Gerashchenko_en/status/2011870950761943169
RUSSLANDS SABOTAGEN
Das «International Institute for Strategic Studies» (IISS) hat die derzeit umfassendste Open-Source-Datenbank zu russischen Sabotageaktionen in Europa und seinen Randgebieten erstellt.
Die ISS-Datenbank zeigt das Ausmass russischer Sabotageoperationen gegen kritische Infrastrukturen in Europa als Teil eines unkonventionellen Kriegs. Sie konzentriert sich auf Sabotageakte gegen kritische Infrastrukturen, von Militärstandorten und Energienetzen bis hin zu Kommunikations- und Unterseekabeln. Mit all diesen Aktionen soll die Widerstandsfähigkeit europäischer Regierungen und Gesellschaften auf die Probe gestellt und die Abschreckungskraft der NATO/EU herausgefordert werden. https://www.iiss.org/research-paper/2025/08/the-scale-of-russian–sabotage-operations–against-europes-critical–infrastructure/
TRUMP ERHEBT EUROPA-ZÖLLE
Trump will Grönland kaufen. Um Druck in diese Richtung aufzubauen, erhebt er ab dem 1.Februar einen 10%-Sonderzoll auf alle europäischen Länder, die sich mit Grönland solidarisieren. Dies betrifft Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Niederlande und Finnland. Trump schreibt: «Am 1. Juni 2026 wird der Zollsatz auf 25 % erhöht. Dieser Zoll ist so lange fällig und zahlbar, bis eine Vereinbarung über den vollständigen und umfassenden Kauf Grönlands erzielt wird.»
Den Beitrag in in seinem Netzwerk «Truth» («Wahrheit») leitet Trump so ein: «Wir haben Dänemark, alle Länder der Europäischen Union und andere Länder viele Jahre lang subventioniert, ohne von ihnen Zollgebühren oder andere Formen der Entschädigung zu verlangen. Jetzt, nach Jahrhunderten, ist es an der Zeit, dass Dänemark zurückzahlt – der Weltfrieden steht auf dem Spiel! China und Russland wollen Grönland erobern, und Dänemark kann nichts dagegen tun. Derzeit verfügen sie über zwei Hundeschlitten zur Verteidigung, von denen einer kürzlich hinzugefügt wurde.». Den Rest des polemischen Textes ist auf https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/115911344443637897 zu lesen.
In der grönländischen Hauptstadt Nuuk und in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen versammelten sich am Samstag mehrere tausend Menschen unter dem Slogan: «Grönland steht nicht zum Verkauf» und «MAGA: Make America Go Away».
Die EU beruft heute eine dringende Sitzung der Botschafter wegen des Zoll-Drucks von Trump auf Grönland ein. Die Botschafter von 27 EU-Ländern werden am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen, nachdem der US-Präsident versprochen hat, eine Welle von Zöllen auf Waren europäischer Verbündeter einzuführen, bis es den Vereinigten Staaten erlaubt ist, Grönland zu kaufen.
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