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Ein amerikanisches Konsortium rund um die Investoren «TechMet» und Ronald S. Lauder erhalten das Recht, die Lithiumlagerstätte «Dobra» in der ukrainischen Oblast Kirowohrad auszubeuten. Es handelt sich um eine der grössten Lithiumreserven der Ukraine. Lauder ist ein US-Milliardär und bezeichnet sich als «Freund» von Trump.
Der Vertrag wurde von der ukrainischen Regierungskommission bewilligt und bedarf noch einiger kleine Anpassungen. Über das Abkommen berichtet die «New York Times». Die Zeitung stellt fest, dass dieser Vertrag ein Teil der umfassenderen Strategie der Ukraine ist, zusammen mit den USA westliche Investitionen für die Ukraine zu gewinnen.
Die ukrainischen Truppen kommen in der weitgehend zerstörten Stadt Kupjansk weiter voran. Im Zentrum der Stadt hissten ukrainische Soldaten die Nationalflagge des Landes über dem stark beschädigten Rathaus auf. Dies wird als Zeichen gewertet, dass die ukrainischen Bodentruppen die Kontrolle über das Stadtzentrum erlangt haben.
Der russische kremlfreundliche Blogger Alexei Chadayev räumt ein, dass die ukrainische Kriegsführung gegenüber den russischen Infanterieangriffen allmählich die Oberhand gewinnt. Zu dieser Einschätzung kommt er nach der Rückmeldung von Russen, die an der Front kämpfen oder dorthin fahren.
Die ukrainische Armee habe folgende Taktik entwickelt, die Chadayev das «Spiel der zweiten Geige» nennt: Die Ukraine lässt die russischen Soldaten vorrücken und sobald sie einen bestimmten Punkt erreicht haben, werden diese mithilfe von Drohnen und weit entfernt liegenden Artilleriegeschützen ausgeschaltet. Hinzu komme eine fortlaufende Verminung der Gegend, welche die Russen zu erobern versuchen. Die Folge gemäss Chadayev: «Da sich diese Situation nicht nur ein- oder zweimal wiederholt, haben unsere Leute auf allen Ebenen immer weniger Lust, überhaupt anzugreifen, und man kann sie sehr gut verstehen – es ist ein unvermeidlicher Tausch von zurückgelegten Kilometern gegen Leben, und zwar das Leben sehr wertvoller Kämpfer: diejenigen, die grundsätzlich wissen und können, wie man in dieser Killerzone handelt (Ungeübte würden dort einfach ohne jeglichen Erfolg sterben).»
Die Ukrainer seien damit erfolgreich, so Chadayev: «In Kupjansk haben sie diese Taktik mehrmals erfolgreich angewendet – was zur aktuellen Situation dort geführt hat.» https://t.me/chadayevru/4405
RUSSISCHE SCHATTENFLOTTE
Mehr als ein Dutzend Tanker der Schattenflotte hissen nun die russische Flagge. Bislang hatte Russland grosse Anstrengungen unternommen, seine Verbindungen zu den Tankern der Schattenflotte zu verschleiern. Deren Eigentümer waren in Dubai, Indien und Hongkong registriert. Die Schiffe, die illegal russisches Öl über die Weltmeere transportieren, fuhren oft unter der Flagge von Ländern, die wenige Fragen stellten, oder sogar unter falscher Flagge.
Laut derin London ansässigen «Lloyd’s List Intelligence» haben in den vergangenen zwei Wochen mehr als 15 Tanker, die am Transport von sanktioniertem Öl beteiligt waren, auf die russische Flagge gewechselt. Sie verbinden damit die Hoffnung, dem Druck der Vereinigten Staaten und Europas zu entgehen.
Ein in chinesischer Sprache erstelltes Video fordert die Annexion Sibiriens, einschliesslich des Baikalsees, Sachalins und anderer russischer Gebiete. Die Besetzung dieser Regionen sei die logische Folge nach der «unvermeidlicher Niederlage» im Krieg gegen die Ukraine und den gesamten Westen.
Russlands Probleme häufen sich. «Die Frage ist nicht mehr, ob Russland zusammenbricht, sondern wann.» Das schreibt der Militäranalyst Pekka Kallioniemi (https://x.com/P_Kallioniemi) und er listet die Probleme Russlands auf:
Der Iran, ein Lieferant der Shahed-Drohnen, befindet sich in Aufruhr.
Die russische Öl- und Gasproduktion steht aufgrund von Sanktionen und ukrainischen Angriffen vor massiven Problemen.
Der langjährige Verbündete Venezuela ist gefallen.
Der Zustrom kubanischer Söldner wird aufgrund des US-Drucks gegen das Land aufhören.
Die Rüstungsproduktion und die Ölraffinerien stecken aufgrund von Sanktionen und Ersatzteilmangel in grossen Schwierigkeiten.
Die USA erwiesen sich nicht als so enger Partner, wie sie erwartet hatten.
Die Wirtschaft befindet sich im Abschwung, und eine Rezession im Jahr 2026 ist möglich.
Gleichzeitig mangelt es dem Land an Arbeitskräften, und es plant, 2 Millionen Inder einwandern zu lassen, um das Problem zu beheben.
Von der Front zurückkehrende Veteranen sind traumatisiert und gewalttätig.
Die russische Armee verliert mittlerweile mehr Soldaten, als sie rekrutieren können.
In China wächst das Interesse an einer Invasion sibirischer Regionen bis hin zum Baikalsee sowie an der Besetzung Sachalins und anderer Teile der Russischen Föderation.
DIE BEDEUTUNG GRÖNLANDS
Der oberste militärische Befehlshaber der NATO sprach an einer Konferenz in Schweden über die Bedeutung der Arktis. Von Grönland sprach er nicht und auch aus dem Publikum wurden dazu keine Fragen gestellt.
General Alexus G. Grynkewich, Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa, warnte an der Konferenz für Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Schweden vor der Ausweitung der militärischen und sogenannten «Forschungs»-Aktivitäten Russlands und Chinas in der Region. Er verwies auf die Zunahme gemeinsamer Operationen zwischen Moskau und Peking und stellte fest, dass «russische und chinesische Schiffe immer häufiger gemeinsame Patrouillen durchführen». Grynkewich warnte vor chinesischen Eisbrechern und Forschungsschiffen, die «in den arktischen Gewässern immer aktiver werden. Ihre Forschung hat keinen friedlichen Zweck, sondern zielt darauf ab, einen militärischen Vorteil zu erlangen.»
Eine unmittelbare Bedrohung für die NATO bestehe nicht, aber das Bündnis habe ihre Haltung geändert. Zurzeit stehe der Schutz der Unterwasserinfrastrukturen, insbesondere in gefährdeten Gebieten wie der Ostsee im Zentrum. Dort hätten die hybriden Bedrohungen in den letzten Jahren zugenommen. https://x.com/JonasOlsson_/status/2010348809579098480
NOTE UNGENÜGEND»
Der pensionierte russische General Wladimir Tschirkin verblüffte einen russischen Interviewer mit einer Reihe von Eingeständnissen, in denen er den russischen Geheimdienst beschuldigte und zugab, dass sein Land auf diesen Krieg völlig unvorbereitet gewesen sei.
«Wir haben eine bittere Lektion gelernt. Der Führung unseres Landes wurde fälschlicherweise mitgeteilt, dass 70 % der ukrainischen Bevölkerung uns unterstützten und nur 30 % gegen uns seien. Tatsächlich war es genau umgekehrt: 30 % für uns, 70 % gegen uns.» Er möchte niemanden kritisieren, aber seiner Ansicht nach hat sich Russland, genau wie in den Vorjahren, einmal mehr als unvorbereitet auf den Krieg erwiesen.
Hinzu kam die übliche Unterschätzung des Feindes und eine Überschätzung der eigenen Streitkräfte.
Tschirkin: «Am 24. Februar (2022) hiess es überall, der Krieg sei in drei Tagen vorbei. Das „Tiflis-Syndrom“ und die Erinnerung an den fünftägigen Krieg mit Georgien spielten dabei eindeutig eine Rolle – doch leider traf diese Befürchtung nicht ein. Ich würde der gesamten russischen Geheimdienstgemeinschaft die Note „ungenügend“ geben.» Video mit englischen Untertiteln: https://x.com/i/status/1996322822055198854
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