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Kyrylo Budanov, neuer Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, berief ein Meeting ein, an dem führende Mitglieder des Generalstabs, der Landstreitkräfte und der zivilen und militärischen Justiz teilnahmen. Beraten wurde die Bekämpfung von Korruption innerhalb der territorialen Rekrutierungs- und Sozialhilfezentren sowie die Problematik der Fahnenflucht in der Armee.
Danach schrieb Budanov: «Korruption innerhalb der territorialen Rekrutierungs- und Sozialhilfezentren sowie Fälle von unerlaubter Abwesenheit innerhalb der Streitkräfte sind Probleme, die sich unmittelbar auf unsere Verteidigungsfähigkeit auswirken.
Amtsmissbrauch und die Untergrabung der militärischen Disziplin sind inakzeptabel. Wir untersuchen die Herausforderungen im Zusammenhang mit diesen Themen und erarbeiten klare und wirksame Lösungen.»
Dem ukrainischen Parlament liegt ein Gesetzesentwurf vor, der «Drückeberger»-Studenten zum Militärdienst verpflichten will. Das Gesetz will die Aufschubfrist für den Militärdienst abschaffen, von dem bisher Studierende im Alter von über 25 Jahren profitieren konnten. Man habe bei einer Überprüfung festgestellt, dass fast 50’000 Personen von der Wehrpflicht ausgeschlossen wurden, die tatsächlich nicht studierten, sondern sich nur formal in Bildungseinrichtungen versteckten. Dies sagte Sergej Babak, Vorsitzender des Parlamentsausschusses für Bildung, Wissenschaft und Innovationen. https://x.com/Kyrylo_Budanov/status/2009958630565593358; https://t.me/uniannet/183502
WORTE DES AZOV-KOMMANDANTEN
Der 35-jährige Denys Prokopenko ist ein ukrainischer Oberstleutnant der Nationalgarde der Ukraine. Er führt als Kommandeur das der Nationalgarde unterstellten Azov-Regiment. Zwischen Mai und September 2022 kam er nach dem Fall von Mariupol in russische Gefangenschaft. Er überlebte Folter, Hunger und Demütigungen und kam im Rahmen eines Gefangenenaustausches frei. Im Juli 2023 übernahm Prokopenko wieder die Leitung der Azov-Einheiten, die oft an den heissesten Frontabschnitten eingesetzt werden.
Jetzt veröffentlichte Prokopenko einen Aufruf an die Soldaten der ukrainischen Armee:
«Wieder einmal befinden wir uns in einer Situation, in der unsere psychische Widerstandsfähigkeit und unsere mentale Stärke entscheidend sind, damit wir auch in völliger Dunkelheit weiterkämpfen können. Der Feind versucht erneut, uns zur Kapitulation zu zwingen, vor allem in unseren Köpfen, da er uns nicht wie geplant auf dem Schlachtfeld besiegen kann. Unsere Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung sind die letzte Waffe der Russen, auf die sie derzeit setzen.
Der wichtigste Faktor für den Erhalt der Ukraine waren und sind die Verteidigungskräfte. Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere, die trotz Prognosen und Informationslärm, trotz Müdigkeit, Enttäuschung, Schmerz und Angst, trotz des Todes selbst, Tag für Tag hartnäckig ihre Arbeit effektiv fortsetzen.
Heute, in einem Moment, in dem der Feind und das Schicksal selbst uns erneut auf die Probe stellen, müssen wir uns daran erinnern, wofür und warum wir seit elf Jahren gegen die Russische Föderation kämpfen – eine riesige Todesmaschine, deren Ziel es ist, alles zu vernichten, was sich ihr nicht unterwirft. Wir müssen uns daran erinnern, wie oft unser Staat am Rande des Abgrunds stand und mit welch übermenschlichen Anstrengungen die ukrainischen Soldaten jedes Mal seinen Untergang verhindert haben. Und jetzt, wie auch 2014, 2022 und in allen anderen Kriegsjahren, haben wir keine andere Wahl, als die Zähne zusammenzubeißen, unsere Waffen noch fester zu halten und uns nicht von der Verzweiflung überwältigen zu lassen.
Wenn wir aufgeben, wird die Ukraine nicht überleben. Wir haben einen sehr hohen Preis bezahlt und zahlen ihn weiterhin jede Minute, um jetzt nicht in Verzweiflung zu verfallen. Das Schicksal der ukrainischen Nation liegt in den Händen aller, die jetzt an der Front stehen, die einen zuverlässigen Rückhalt bilden, die das Militär unterstützen und für die Entwicklung des Staates arbeiten. Das ist keine pathetische Übertreibung, sondern das Ergebnis unseres Handelns oder Nicht-Handelns, unserer Effizienz oder Ineffizienz, multipliziert mit der aufgewendeten Zeit. Das muss man akzeptieren und entsprechende Schlussfolgerungen ziehen, ausgehend von der Erkenntnis, dass alles von uns abhängt. Ich betone – von jedem einzelnen von uns.
Die Aufgabe der ukrainischen Gesellschaft besteht derzeit darin, die Front noch stärker, noch aktiver und umfassender zu unterstützen. Diese Unterstützung beginnt ebenfalls mit dem persönlichen Kampf gegen die Hoffnungslosigkeit: mit dem Widerstand gegen die russischen Informationsangriffe auf unser Bewusstsein, mit der Weigerung, sich den von den Russen erfundenen Kapitulationsszenarien zu beugen, mit der Überzeugung, dass jeder an seinem Platz alle Anstrengungen für die gemeinsame Sache unternehmen muss.
Für uns war 2025 ein Jahr schwieriger Prüfungen und Veränderungen: „Azov“ hielt die Angriffe des Feindes an äusserst schwierigen Abschnitten der Front erfolgreich zurück, wurde zu einem Korps ausgebaut, entwickelte sich weiter und baute seine Kampfkraft aus, verlor aber leider auch seine würdigsten Kämpfer. Wir werden sie auf jeden Fall rächen.
Auch im Jahr 2026 werden wir für diejenigen, die nach uns kommen, die Stellung halten. In Gedenken an alle, die in diesem Krieg gefallen sind. An alle, die in den vergangenen Jahrhunderten gefoltert und ausgehungert wurden. Für die Hunderte von Azov-Kämpfern, die seit mehr als dreieinhalb Jahren in russischer Gefangenschaft sind und deren Rückkehr nach Hause unsere Pflicht ist. Für alle zukünftigen Generationen, die in einer freien Ukraine leben sollen und nicht unter russischer Besatzung. Und schliesslich für unsere eigene Würde, die Treue zu unserem Eid und die Möglichkeit, in Zukunft ohne Gewissensbisse in den Spiegel zu schauen. In einer Zukunft, deren einziger Garant das ukrainische Militär ist.
In der Nacht zum 10. Januar führte die ukrainische Armee einen Angriff gegen das Öllager «Schutowskaja» im Bezirk Oktyabrsky in der russischen Region Wolgograd. Das Lager diente der Versorgung der russischen Armee. Satellitenaufnahmen belegen einen Brand in der Anlage.
Der russische Generalstab berichtet ausserdem über Drohnenangriffe auf folgende militärische Ziele in den von Russland besetzten Gebieten: Ansammlung von Elitesoldaten der 76. Luftlandedivision in Kurachowka, Kommandoposten derselben Division in Hirnyk und ein Kommandoposten der 41. Armee ebenfalls in Hirnyk.
In der russischen Stadt Woronesch kam es am Samstagabend zu mehreren Explosionen. Mutmasslich wurde der dortige Armeestützpunkt angegriffen.
Insgesamt griffen in der Nacht auf Sonntag mehr als 100 ukrainische Drohnen Ziele im Innern Russland und in den von Russland besetzen Gebieten an. Am frühen Sonntagmorgen sind detaillierte Ergebnisse noch nicht bekannt.
In der ukrainischen Hauptstadt Kyjv sind weiterhin grosse Teile der Stadt ohne Strom- und Wärmeversorgung.
Die Techniker der staatlichen Elektrizitätsunternehmen arbeiten in der ganzen Ukraine an der Wiederherstellung der in den letzten Tagen von Russland zerstörten Energie-Anlagen: «Hunderte von Brigaden arbeiten ohne Unterbrechung. In diesen Tagen haben die Energieversorger von DTek bereits für 1’814’000 Menschen den Strom wiederhergestellt. Trotz Kälte, starkem Wind und Schneestürmen.»
Im ganzen Land gelten am Sonntag Strombeschränkungsmassnahmen. Konkret bedeutet dies, dass in jedem ukrainischen Bezirk, während mehreren Stunden die Energieversorgung gekappt wird. Die Bevölkerung kann sich vorab via Internet über die staatlichen Pläne informieren. https://t.me/u_now/187113; https://t.me/u_now/187091
KREML GEGEN FRIEDENSTUPPEN
Der PLAN der «Koalition der Willigen» sieht die Stationierung von internationalen Truppen in der Ukraine zur Garantie eines Friedensabkommens vor, wenn denn ein solches abgeschlossen wird. Bisher hat sich der Kreml offiziell nicht dazu geäussert. Diese Rolle übernahm heute Dmitri Medvedev, ehemaliger Präsident Russlands und aktuell Mitglied des russischen Sicherheitsrats.
Medvedev schreibt auf «X» zu diesen Plänen und dem französischen Präsidenten Macron, den er spöttisch «Micron» nennt:
«Die regierenden europäischen Dummköpfe wollen also doch einen Krieg in Europa. Es wurde schon tausendmal gesagt: Russland wird keine europäischen oder NATO-Truppen in der Ukraine dulden, aber nein, Micron verbreitet diesen erbärmlichen Schwachsinn immer wieder.»
General Keith Kellogg, der ehemalige US-Sondergesandter für die Ukraine, äusserte sich erstmals seit seinem Rücktritt öffentlich. Kellogg stand im Mittelpunkt der Ukraine-Verhandlungen von Trump, leitete die Gespräche in Kyiv und beriet Trump bei der Suche nach einem Ende des Krieges, bis er beim US-Präsidenten in Ungnade fiel, weil sich die Russen gegen Kelloggs stellten.
In einem Interview mit dem britischen TV-Sender «ITV News» sagte Keith Kellogg unter anderem:
«Zelenskyj ist eine harte Nuss. Ich meine, er ist ein zäher Kerl. Zelenskyj hat seine eigene Meinung. Er hat keine Angst, sie zu äussern. Wir in den Vereinigten Staaten haben seit den Zeiten von Abraham Lincoln keinen solchen Führer mehr gesehen.»
Er glaubt, dass Putin nach wie vor das grösste Hindernis für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges ist – und dass der Kremlherrscher niemals europäische Friedenstruppen mit Sicherheitsgarantien der USA akzeptieren wird. «Das ist der Stolperstein», der möglicherweise unüberwindbar ist, wenn «Putin weiterhin glaubt, dass er gewinnt … was er in Wirklichkeit nicht tut.»
Kellogg warnte auch vor den Gefahren für die NATO, wenn Amerika mit den Russen einen Deal über Einflussbereiche aushandelt: «Man begibt sich damit in eine gefährliche Lage. Ich glaube nicht, dass wir die grossen Pläne der Russen unterstützen sollten. Wenn man das tut, akzeptiert man meiner Meinung nach die Zersplitterung der NATO. Und ich glaube nicht, dass man das will.»
Am Freitag traf Trump die Vertreter der grössten Ölförderfirmen der USA, um über die Aufteilung der Venezuela Beute zu beraten. Doch der amerikanische Ölgigant Exxon Mobil erklärte Trump, dass Venezuela weiterhin «unattraktiv für Investitionen» sei. Im öffentlich übertragenen Teil des Treffens sagte Darren Woods, Chef von ExxonMobil: «Wenn wir uns die rechtlichen und kommerziellen Konstrukte und Rahmenbedingungen ansehen, die heute in Venezuela bestehen, ist das Land derzeit nicht investierbar». Woods erklärte, dass die Vermögenswerte von Exxon in Venezuela zweimal enteignet worden seien. Ohne radikale Änderungen im Rechtesystem sei der kommerzielle und rechtliche Rahmen in Venezuela ungenügend.
Trump hatte zuvor die Ölkonzerne aufgefordert, mindestens 100 Milliarden US-Dollar in die venezolanische Ölindustrie zu investieren. Gleichzeitig machte der Präsident deutlich, dass es keine Entschädigungen für frühere Verluste geben werde und die staatlichen Garantien minimal sein würden.
Andere Unternehmen wie Chevron, Shell, Repsol und Eni zeigten ein vorsichtiges Interesse an Investitionen, verknüpften diese jedoch auch mit Forderungen: Die Sanktionen gegen legale Öl- und Gasgeschäfte müssten in Venezuela gelockert werden und Sicherheitsgarantien seien notwendig. https://www.ft.com/content/4c21c031-443e-4834-a7a6-3dd59672b54e; https://t.me/Crimeanwind/92279
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