#UKRAINE AKTUELL Nr. 1400 (23.12.2025 / 9Uhr)

  • Odessa bleibt unter Dauerbeschuss
  • Schwere Angriffe gegen 7 Regionen
  • Stromversorgung wiederhergestellt
  • Grossangriff an Weihnachten erwartet
  • Zelenskyj über Erfolge und Mängel
  • Keine Infos über verschleppte Frauen
  • «Putin führt Krieg, solange er Geld hat»
  • Vier Schläge gegen Ziele in Russland
  • Ukrainischer Staatsanwalt verhaftet

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ODESSA ALS HAUPTZIEL

In Odessa brannte heute Morgen der Hafen «Piwdennyj» aufgrund eines russischen Beschusses. Das sagte der Vizepremierminister für Wiederaufbau und Infrastruktur, Oleksij Kuleba.

Seinen Worten zufolge waren etwa 30 Container mit Mehl und Pflanzenöl durch den Angriff in Brand gesetzt worden. Bei diesem Angriff kamen acht Männer im Alter von 20 bis 62 Jahren ums Leben, die am Standort arbeiteten oder sich in der Nähe aufhielten. 27 Menschen wurden unterschiedlich schwer verletzt.

Mindestens eine Iskander-Rakete, die mit Streumunition ausgerüstet war, schlug gestern Abend im Zentrum von Odessa ein.

Ein anderes Ziel war gestern die Stadt Pivdenne in der Region Odessa. Videos zeigen eine Strasse voller zerstörter Lastwagen und eine brennende, bislang nicht identifizierte Industrieanlage.

Im Peresyp-Bezirk von Odessa ist die Situation mit der Stromversorgung kritisch. Für fast 12’000 Odessaner konnte die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Ungefähr 38’400 Familien sind noch ohne Licht. Laut dem staatlichen Energieversorger DTEK sind die Schäden an den Netzen äusserst kompliziert und es ist nicht möglich, alle gleichzeitig über Reserveleitungen zu versorgen.

In dieser Nacht wurden ausserdem die zivile Versorgungsunternehmen in sieben Regionen angegriffen. Die «Angriffskarte» zeigt die Hauptziele: Die Energieinfrastruktur in den Regionen Kyiv, Tschernigow, Dnipropetrowsk Tscherkassy, Saporischschja, Sumy und Dschytomyr wurde beschädigt, wie die regionalen Energieversorger mitteilen.

Ternopil und Khmelnytskyi sind ohne Wasserversorgung, in Burshtyn gibt es kein heisses Wasser, die Stadt Shostka ist derzeit teilweise ohne Licht und Wärme. In mehrere Regionen kam es  zu Notabschaltungen bei der Elektrizität.

https://t.me/u_now/185031: https://t.me/uniannet/182007; https://t.me/+trOvfTPa2allY2Ey; https://t.me/c/1406855303/92063; https://t.me/u_now/185064;  

ENERGIE WIEDER DA

Seit September hat die russische Armee rund 2’000 Angriffe gegen das ukrainische Energiesystem gerichtet. Diese Zahl nannte die ukrainische Regierungschefin Julija Swyrydenko.

Innerhalb von nur einer Woche haben die Mitarbeiter des staatlichen Energieversorgers DTEK weit über einer Million Haushalten die Elektrizitätsversorgung zurückgebracht.

Die meisten Wiederherstellungen fanden in Odessa statt, der Region, die unter fast ununterbrochenen Beschüssen leidet. Hier wurde in einer Woche in 528’700 Wohnungen die Stromversorgung wiederhergestellt. Mit 506’000 Wohnungen gab es fast so viele in Donezk.

Auch in Dnipropetrowsk hat DTEK vom 15. bis 21. Dezember die Stromversorgung für fast 114’600 Familien wiederhergestellt.

Kritisch zu diesen Aussagen äusserte sich der Energieexperte Gennadiy Ryabtsev im Radio «Hromadske». Seiner Meinung nach werden die Stromausfälle aufgrund von Kapazitätsmangel und Verteilungsproblemen weitergehen (https://r.unian.net/uipNTO7);  https://t.me/u_now/185015; https://t.me/uniannet/182029

GROSSANGRIFF ERWARTET

In einem Treffen mit Journalisten sagte der ukrainische Präsident Zelenskyj, dass die Gefahr für einen russischen Grossangriff an Weihnachten gegen die Ukraine besteht. «Das liegt in ihrer Natur – dort (in Russland) gibt es nichts Heiliges.»

Militärbeobachter listen folgende Ansammlungen von einsatzbereiten russischen Waffensystemen auf:

  • 5 – MiG-31K (Kampfjet, Träger von Hyperschallraketen);
  • 9 – Tu-95MS (strategische Bomber);
  • 3 – Tu-160 (strategischer Schwenkflügel-Überschall-Bomber);
  • 2 Träger für Marschflugkörper «Kalibr» im russischen Militärhafen Noworossijsk und 2 im Kaspischen Meer;
  • Eine grosse Anzahl von Angriffsdrohnen.
  • Eine unbestimmte Anzahl von ballistischen Raketen.

Derzeit haben die Russen etwa 2’000 Drohnen (davon etwa 1’400 „Shaheds“) angehäuft, die sie in Form von 2-3 massiven Angriffen einsetzen oder gleichmässig über den Winter verteilen können.

Angenommene prioritäre Ziele sind Kyiv/Region, Odessa/Region, westliche Regionen, Energieversorgung, Eisenbahninfrastruktur (in einigen Regionen) und kritische Infrastrukturobjekte. https://t.me/insiderUKR/114054; https://t.me/voynareal/127873; https://t.me/KyivIndependent_official/50464; https://t.me/uniannet/182009;

ZELENSKYJS WORTE

In seiner Rede in Kyiv sagte Volodymyr Zelenskyj unter anderem:

➡️Die ukrainische Armee kontrolliert die ostukrainische Stadt Kupjansk und säubert weitere Gebiete. Im Zentrum befinden sich noch etwa 100 russische Soldaten. «Aber das ist vorübergehend.»

➡️In Pokrovsk und Myrnohrad hat sich die Situation in den letzten Wochen nicht verändert. In Pokrovsk selbst befinden sich 1’100 Russen. Aber der Druck der russischen Armee von aussen bleibt hoch.

➡️In Grabovskoe haben die Russen nicht nur 52 Zivilisten verschleppt, sondern auch 13 unserer Soldaten sind in Gefangenschaft geraten. Wir hätten den Angriff der Russen mit Artilleriefeuer zurückschlagen können, aber damit hätten wir die Zivilisten gefährdet. Das wollten wir nicht.

➡️Zum ersten Mal in der Geschichte ist die Unterstützung der Ukraine global. Diejenigen Staaten, die Russland unterstützen, tun das wegen des Geldes oder weil sie ihre eigene antidemokratische Herrschaft erhalten wollen.

➡️Europa konnte die russische «Gazprom entwaffnen». Putin kann Europa nicht mehr mit Winterkälte erpressen. Die Sanktionspakete Europas kosten Putin Hunderte von Milliarden Dollar, die er für den Krieg gegen die Ukraine ausgegeben hätte.

➡️ Der Ukraine fehlen Drohnen-Abwehrsysteme, und es geht nicht um Geld — die Hersteller schaffen es einfach nicht, so viele herzustellen, wie wir brauchen. https://t.me/u_now/185026

ZWEIFEL AN PUTINS WILLE

In seiner Abendansprache sagte Volodymyr Zelenskyj nach den Verhandlungen russischer und ukrainischer Delegationen in Miami mit der amerikanischen Regierung:

«Es ist wichtig, dass die amerikanische Seite auch eine Antwort von Russland erhält – die echte Bereitschaft dieses Staates, sich auf etwas anderes als Aggression zu konzentrieren. Natürlich ist es nach so vielen Jahren des zunächst hybriden Krieges und nun des vollumfänglichen Krieges kaum zu glauben, dass Putin ohne Morde und Invasionen leben kann. Aber sinkende Preise für russisches Öl, starke Sanktionen der Weltgemeinschaft und die Fortsetzung aller anderen Formen des Drucks sind das, was selbst eine so hartnäckige Person überzeugen wird.

Putin führt Krieg, solange er Geld hat, um sich die Loyalität seines Umfelds und der russischen Bevölkerung zu kaufen und gleichzeitig für die Morde an der Front zu bezahlen.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/17411

SCHLÄGE GEGEN RUSSLAND

  • Der russische Öltanker Waleri Gortschakow, der am 18. Dezember in der Nähe des Ölterminals Nowoschachtinsk von einer Drohne getroffen wurde, sinkt auch Tage später noch. Neue Bilder zeigen das Heck des Schiffes fast vollständig unter Wasser, ohne Anzeichen von Rettungsmassnahmen.

  • Heute Nacht war das petrochemische Werk «Stavrolen» bei der russischen Stadt Budennowsk Ziel eines konzentrierten Angriffs. Videos zeigen mehrere Brände auf dem Firmengelände und Satellitenbilder zeigen Beschädigungen an Produktionshallen. Die Fabrik produziert Polymere und andere Teile, die in russischen Waffen verwendet und die aufgrund der Sanktionen nicht mehr importiert werden können. «Stavrolen» war bereits am 12.11.2025 und am 29.10.2025 Ziel ukrainischer Angriffe.
  • Ukrainische Drohnen haben die Hafeninfrastruktur im russischen Hafen von Taman – gegenüber der derzeit von Russland besetzten ukrainischen Krim-Halbinsel – angegriffen. Beschädigt wurden eine Pipeline, zwei Anlegestellen und zwei Schiffe. Feuer brach auf einer Fläche von mehr als 1’000 Quadratmetern, auf dem Gelände des Tanklagers und auf mindestens einem Schiff aus. Der Umschlagkomplex in Taman ist einer der grössten im Schwarzmeerraum mit einem Tankpark von mehr als 1 Million Kubikmetern Öl und Flüssiggas.
  • Die Gaspipeline «CAC» («Central Asia-Center») in der russischen Region Wolgograd ist seit Donnerstag für unbestimmte Zeit ausser Betrieb. Dafür verantwortlich waren nach ukrainischen Angaben Agenten des ukrainischen Militärgeheimdienstes (GUR/HUR). Die Pipeline hatte eine jährliche Transportkapazität von bis zu 12 Milliarden Kubikmeter Gas aus den Ländern Usbekistan und Kasachstan.

https://x.com/EuromaidanPress/status/2003127900296380745; https://t.me/exilenova_plus/14942 ; https://t.me/uniannet/182023; https://x.com/wartranslated/status/2002348816419192974 ; https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1359-12-11-25-16-uhr/; https://t.me/exilenova_plus/14972; https://t.me/Crimeanwind/91492

RAZZIA IN FRANKREICH

Der ehemalige Generalstaatsanwalt der Ukraine, Swjatoslaw Piskun, ist aus der Ukraine geflüchtet und lebt heute in einem Vorort von Nizza. In seiner dortigen Villa fand vor einigen Tagen eine Razzia statt.

Dabei entdeckten die französischen Beamten Goldbarren, Zehntausende Euro und 18 Luxusuhren. Piskun konnte die Herkunft des Geldes nicht erklären, legte keine Bankbestätigungen für den Goldkauf und keine Dokumente vor, die den legalen Import der teuren Uhren nach Frankreich belegen. Daraufhin wurde er von der französischen Polizei festgenommen.

Frankreich hat ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche aus kriminellen Quellen eingeleitet. Die Frage der offiziellen Anklageerhebung gegen den ehemaligen Generalstaatsanwalt ist noch nicht entschieden.

Gegen Piskun wird auch in der Ukraine ermittelt. Er steht unter Verdacht den Fall eines mutmasslichen Auftragsmordes an einem Anwalt verschleppt und die Täter geschützt zu haben. Daraus, so die ukrainische Justiz, habe Piskun vermutlich unrechtsmässige Vorteile bezogen. https://t.me/c/2060414600/24723; https://t.me/c/2060414600/24461

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1621 (1.8.2026 /8Uhr)

• Wieder Raketen gegen Kyiv
• 9 Zivilisten starben diese Nacht
• Russen zerstörten 200 Tankstellen
• «Putin hat ein Jahr Reserven»
• Zelenskyj beziffert Kriegstote
• 400 Drohnen im Nachteinsatz
• Grosser Marsch für Fedorov
• Patriot-Rückzieher von Trump

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1625 (5.8.2026 /8Uhr)

• Mann überlebte Menschenjagd
• Weiteres Wildberries Lager brennt
• 15 Tote nach Raketenangriff in Kyiv
• Keine Verteidigung gegen Raketen
• Russen greifen Logistikzentren an
• Bei Odesa droht eine Katastrophe
• Putin hat nur noch 170’000 Soldaten
• «Putins Regime verliert so oder so»

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1620 (31.7.2026 /9Uhr)

• Kampfansage von General Drapatyi
• Massiver Drohnenangriff diese Nacht
• Wildberries- und Ozon-Lager als Ziele
• Brände nach gestrigen Angriffen
• Nordkoreanische Rakete tötet Familie
• Russen beschoss amerikanische Firma
• Menschenquälerei in ukrainischer Armee
•Trump verkompliziert Sanktionsgesetz

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1608 (19.7.2026 /9Uhr)

• Zelensky will Krise beenden
• Neue Rolle für Fedorov
• Zukunft von Syrskyj unsicher
• «Wir sind keine Idioten!»
• Forderungen der Front-Generäle
• Lage auf der Krim katastrophal
• Angriffe in der zweiten Front
• Russischer Onlinehändler brennt
• Grösster Raketenangriff auf Kyiv

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1605 (16.7.2026 / 6Uhr)

• Grosser Wirbel um Mykhailo Fedorov
• Armee-Reformer tritt unfreiwillig ab
• Zelenskyj gab der Militärführung nach
• Der Leistungsausweis von Fedorov
• «Korruption gewinnt einmal mehr»
• Entsetzen im ukrainischen Volk
• Breite Kritik an Generalstabschef
• Breite Kritik an Zelenskyj
• Spontane Demonstrationen
• Klartext von Robert Magyar Brovdi
• Asowsches Meer ohne Schiffe

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1612 (23.7.2026 /8Uhr)

• Grossfeuer in Logistikzentren
• Russen beklagen materielle Verluste
• Kein «D-Day» für die Krim notwendig
• Beschlüsse der Kyiver Armeeführung
• Ukrainisches Volk vertraut Fedorov
• EU kapert Schmuggel-Öl-Tanker
• Maersk stoppt Schiff-Transporte
• Russischer Manager erhängte sich

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