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Die Europäische Union hat am 15.Dezember Sanktionen gegen weitere zwölf Personen verhängt, darunter gegen den Schweizer Buchautor Jacques Baud. Dem in Brüssel lebenden Schweizer und den anderen Sanktionierten wurden die Bankkonten gesperrt und innerhalb der EU dürfen sie sich nicht mehr frei bewegen.
Diese Massnahme sorgt seit einem Tag in rechtsextremen Kreisen für Empörung. So schreibt der zweifach vorbestrafte Weltwoche Autor Philipp Gut, dass der Buchautor Baud nur sanktioniert werde, weil er «eine andere Meinung vertritt als die EU»: «Das ist ein unerhörter Eingriff in die Meinungsäusserungsfreiheit.» Die NZZ schreibt, dass die EU die Vorwürfe gegen Bau «geheim» halte.
Nun, so «geheim» sind die Vorwürfe nicht. «Euronews» schreibt: «Jacques Baud, ehemaliger Oberst der Schweizer Armee und strategischer Analyst, tritt regelmässig in pro-russischen Fernseh- und Radiosendungen auf und behauptet beispielsweise, die Ukraine habe ihre eigene Invasion inszeniert, um so den NATO-Beitritt zu erreichen.»
Wikipedia (französische Version) nennt die seit Jahren bekannten «Meinungen» von Jaques Baud, welche «alle Kriterien der geopolitischen Verschwörungstheorie» erfüllen und liefert zu jeder Aussage eine direkte Quelle:
«Im September 2020 spielt er insbesondere die Zahl der Opfer des Krieges in Darfur herunter, die er auf 2’500 Tote beziffert (gegenüber 300’000 laut UNO), und leugnet die Verantwortung der syrischen Armee für die Massaker in Homs im Jahr 2011 und für die Chemiewaffenangriffe in Ghouta, Khan Cheikhoun und Douma zwischen 2013 und 2018.
Er übernimmt die offizielle Argumentation des syrischen Regimes von Baschar al-Assad und behauptet ausserdem, dass die Fotos des Militärfotografen „César” nicht von politischen Gegnern stammen, die unter Folter gestorben sind, sondern von Soldaten der syrischen Armee.
Jacques Baud entlastet auch Russland, indem er behauptet, dass die Vergiftung von Sergej und Julia Skripal durch eine „Lebensmittelvergiftung” verursacht wurde und dass die Vergiftung von Alexej Nawalny wahrscheinlich „das Werk der Mafia” ist.
Der ukrainischen Armee gelangen in Zusammenarbeit mit dem Militärgeheimdienst und örtlichen Widerstandsgruppen in den letzten 24 Stunden erneut einige Schläge in Russland und in den von Russland besetzten Gebieten:
Ukrainische Drohnen haben zwei russische Su-27-Kampfjets auf der Krim getroffen. Ausserdem wurde der Kontrollturm beschädigt. Das teilte der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) mit. Die Geräte standen auf dem Militärflugplatz Belbek. Die Drohnen werden laut SBU vom Spezialoperationszentrum „A“ (Alpha) des SBU betrieben. Bereits am Tag zuvor war der Militärflughafen Belbek das Ziel eines Angriffs. Dabei wurden Radarsysteme, ein Pantsir-Luftabwehrsystem und eine MiG-31 zerstört.
Ebenfalls auf der Krim war der Flughafen «Kirovskoe» Ziel eines ukrainischen Angriffs. Dabei wurde das Radar-Landesystem RSP-6M2 zerstört. In der 19 Kilometer entfernten Stadt Feodosia waren danach mehrere Explosionen zu hören, die vom Flugplatz herkamen.
Mit sogenannten Kamikaze-Drohnen vom Typ «FP-2» griff der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) ein Schiff der russischen Schwarzmeerflotte an. Es handelt sich vermutlich um die «Rasul Gamzatov» (Projekts 22460). Auf dem Video, das die Zerstörung zeigt, ist ein seltenes «Gibka» Flugabwehrraketen-System zu erkennen, womit nur die «Gamzatov» ausgerüstet war.
Im Kaspischen Meer wurde eine russische Ölförderplattform angegriffen. Sie heisst «Rakushchenskoe» und gehört zum sanktionierten russischen Grosskonzern «Lukoil». Dies ist die dritte Förderplattform, welche in den letzten zehn Tagen angegriffen worden war. Die ersten beiden Anlagen mussten nach den Angriffen ihre Produktion einstellen.
Der Öltanker «Qendil», welcher Teil von Putins «Schattenflotte» ist, brennt. Er war am Freitag im Mittelmeer angegriffen worden, 2’000 Kilometer von der ukrainischen Landesgrenze entfernt.
Partisanen der Widerstandsbewegung ATESH haben den Betrieb des russischen Logistikzentrums Batajsk in der Nähe von Rostow am Don gestört. ATESH zufolge wird dieser wichtige Knotenpunkt von Militärzügen genutzt, die Personal, gepanzerte Fahrzeuge, Treibstoff und Munition für russische Gruppen an den Fronten in Cherson, Saporischschja, Donezk und auf der Krim transportieren: «Die Sabotage hat zu logistischen Problemen für den Feind geführt. Militärische Fracht bleibt nun auf dem Weg stecken, und die Einsatzplanung der Besatzer droht zu scheitern.»
Am Freitag, 19.Dezember, sprach Putin direkt zu seinem Volk über die sogenannte «direkte Linie», eine live am Fernsehen übertragene mehrstündige Show. Die Analysten des amerikanischen «Institute for the Study of War» (ISW) kommen zu folgendem Schluss:
«Putins Äusserungen machen weiterhin deutlich, dass er sich mit einem Friedensabkommen, das auf dem derzeit diskutierten 28-Punkte-Vorschlag basiert, nicht zufriedengeben wird. Putin mag zwar vorübergehende Kompromisse eingehen, doch sein unerschütterliches Festhalten an seinen ursprünglichen, maximalistischen Kriegszielen zeigt, dass er sich mit einem solchen Abkommen nicht zufriedengeben und seine Ziele auch nach dessen Unterzeichnung weiterverfolgen wird.
Jedes Friedensabkommen muss daher eine starke Ukraine mit robusten Sicherheitsgarantien gewährleisten, um einen dauerhaften und nachhaltigen Frieden zu schaffen und erneute russische Aggressionen zu verhindern. Der Kreml hat solche Sicherheitsgarantien jedoch mehrfach öffentlich und ausdrücklich zurückgewiesen.» https://x.com/TheStudyofWar/status/2002356804722823612
ORBAN & PUTIN VERNEINEN ANGRIFF
Der um seine Wiederwahl zitternde Viktor Orbán machte nach dem EU-Gipfel Aussagen, welche für allgemeine Verwunderung sorgten. Orbán:
«Es ist unklar, wer wen angegriffen hat», sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán heute auf einer Pressekonferenz zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine nach einem EU-Gipfel, auf dem er sich gegen jegliche Finanzhilfe für die Ukraine ausgesprochen hatte. Damit stellte Orban zum ersten Mal direkt in Frage, ob Russland die Ukraine angegriffen hat.
Er vertrat damit dieselbe Position wie Putin. Auf eine Frage des CBS-Journalisten Keir Simmons sagte der Kreml-Chef am Freitag: «Wir glauben nicht, dass wir irgendeine Verantwortung für menschliche Opfer tragen, da wir nicht diejenigen waren, die diesen Krieg begonnen haben. Er folgte auf einen Staatsstreich in der Ukraine – den verfassungswidrigen Staatsstreich von 2014, gefolgt von den Bemühungen der Führer des Kiewer Regimes, Kampfhandlungen gegen ihr eigenes Volk im Südosten der Ukraine zu entfesseln. (…) Als wir jedoch getäuscht wurden und die andere Seite die Minsker Vereinbarungen nicht einhielt, blieb uns keine andere Wahl, als unsere Streitkräfte einzusetzen, um den vom Kiewer Regime mit Unterstützung westlicher Länder entfesselten Krieg zu beenden.» https://x.com/i/status/2002502163487191519; https://x.com/i/status/2002134675737714779;
PARALLELEN HITLER – PUTIN
Der Journalistin Alya Shandra von der ukrainischen Publikation «EuroMaidan» ist aufgefallen, dass sich die Aussagen von Putin vom 19.Dezember 2025 nicht wesentlich unterschieden von den Aussagen Hitlers beim Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1.September 1939.
FORMEL: «Ich wollte Frieden»
Hitler: «Ich habe versucht, mit friedlichen Mitteln eine Änderung dieser unerträglichen Lage herbeizuführen.»
Putin: «Wir sind und waren bereit und willens, diesen Konflikt friedlich zu beenden.»
FORMEL: «Meine Vorschläge waren vernünftig.»
Hitler: «Es gibt nichts Bescheideneres und Loyaleres als diese Vorschläge.»
Putin: «Wir verlangen nichts Ungewöhnliches.» (Die maximalistischen Forderungen des Kremls nach der Zerstörung der Staatlichkeit der Ukraine)
FORMEL: «Sie haben alles abgelehnt.»
Hitler: «Alle diese Vorschläge wurden abgelehnt.»
Putin: «Wir haben in Istanbul eine Einigung erzielt … Plötzlich wollten sie aussteigen.»
FORMEL: «Unser Volk wurde verfolgt.»
Hitler: «Deutsche in Polen werden mit blutigem Terror verfolgt.»
Putin: «Das Kiewer Regime hat einen Krieg entfesselt gegen russischsprachige Menschen im Südosten der Ukraine.»
FORMEL: «Ich war gezwungen zu handeln.»
Hitler: «Ich habe keine andere Wahl, als Gewalt mit Gewalt zu begegnen.»
Putin: «Wir waren gezwungen, unsere Streitkräfte einzusetzen.»
Den vierten Abend in Folge wurde die ukrainische Hafenstadt Odessa mir russischen Raketen und Drohnen angegriffen. Dies geschah, nachdem russische Politiker erneut behauptet hatten, dass Odessa historisch ein Teil des russischen Reichs sei und wieder zu Russland gehören müsse.
Die Russische Föderation versucht, die Südukraine und Odessa zu isolieren: Sie greift Stromversorgung, Häfen und Brücken an, sagte der Minister für Kommunal- und Gebietsentwicklung, Oleksiy Kuleba.
In Odessa und der Region Odessa sind weiterhin über 37’000 Haushalte ohne Strom.
• Russlands Krieg dauert 1419 Tage
• Viel Schrott in Putins «Wunderwaffe»
• Neue russisch-iranische Drohne
• Kyiv leidet weiterhin ohne Strom
• Zelenskyj verurteilt russische Terror
• Angriff auf drei russische Bohrinseln
• Anschlag russischer Partisanen
• EU-Land Slowakei schert aus
• Iranischer Waffentransporter sinkt
• Schläge gegen Flugabwehrsysteme
• Fedorov: 34-jährig und entschlossen
• In Kyjv gibt es weiter kalte Häuser
• Zelenskyj kritisiert Klitschko offen
• Orban in Ungarn immer unbeliebter
• Grönland lässt sich nicht kaufen
• Keine Illusionen mehr in Kyjv
• Offiziell 55’000 tote Ukrainer
• Grosse Anzahl Verschollener
• Russland im Donbass blockiert
• Verhandlungen in Abu Dhabi
• US-Delegation locker gekleidet
• «Journal21» publiziert Hassrede
• Ein Wechsel in Ungarn ist möglich
• Epstein hat Putin nicht getroffen
Epstein-Extra Nr.2 vom 3.Februar auf www.aldrovandi.net
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• Kreml beendet «Energie-Frieden»
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• «Epstein-Extra» zum Russland-Link
• Kaserne an der Grenze zu Finnland
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