
#UKRAINE AKTUELL Nr. 1671 (20.9.2026 /8 Uhr)
• Wahlbetrug in Russland
• Grossangriff auf Moskau
• Extreme Wende aus Paris
• Mutter und Kinder getötet
• Putin droht mit A-Waffen
• Sacharowas Veränderung
• Ein Deal mit wenig Neuem
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DROHNEN NAHE BEI PUTIN
Gestern Abend hielt Putin eine Rede vor dem Valdai-Forum in Sotschi im Süden Russlands. Bei dieser beklagte er sich unter anderem darüber, dass Russland zweimal der NATO beitreten wollte, aber «bereits an der Tür» abgewiesen worden sei. Die Verantwortung für die Beendigung des Krieges in der Ukraine liege bei den europäischen Ländern, sagte Putin und entband so die USA von einer direkten Beteiligung. Und weiter: «Leider konnten wir die Feindseligkeiten bisher nicht beenden, aber die Verantwortung dafür liegt nicht bei der Mehrheit [der Länder], sondern bei der Minderheit, allen voran Europa, das den Konflikt weiter eskalieren lässt.» https://www.themoscowtimes.com/2025/10/02/putin-says-responsibility-for-peace-lies-with-eu-vows-response-to-europes-militarization-a90702
Kurz nachdem Putin seine Ansprache beendet hatte, griffen ukrainische Drohnen Sotschi an. Gegen 22:30 Uhr wurden aufgrund der Angriffsgefahr die Flughäfen von Sotschi und Gelendschik geschlossen. Die örtlichen Behörden riefen Alarm aus, die Einwohner hörten die Arbeit der Luftabwehr und Explosionen über dem Schwarzen Meer.
Die Gefahr in Sotschi wurde nach einer halben Stunde aufgehoben, jedoch blieben die Einschränkungen an den Flughäfen noch sieben Stunden in Kraft. Bis heute Morgen wurden dort über 40 Flüge gestrichen. https://t.me/c/1197363285/177496

WEITERE ÖLRAFFINERIE OUT
Heute griffen ukrainische Drohnen die russische Ölraffinerie «Orsknefteorgsintez» an, 1’500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt in der Oblast Orenburg. Zum Einsatz kamen erstmals schwarz lackierte Drohnen des bisher kaum bekannten Typs «AN-196 Lyutiy».
Ziel des Angriffs war die Benzin- und Diesel-Hydroreinigungsanlage «LCH-24-2000». Diese wurde vor 10 Jahren eingeführt für eine tiefere Reinigung von Kraftstoffen und zur Einhaltung neuer Umweltstandards. Geolokalisierte Aufnahmen und Videos zeigen, dass die Anlage getroffen wurde.
Die Hydroreinigungsanlage ist der abschliessende Produktionsschritt für Kraftstoff. Es ist daher zu erwarten, dass der Angriff zu einer weiteren Verschlechterung der Versorgung mit Benzin und Diesel in Russland führen wird. https://t.me/exilenova_plus/12838
URALCHIM ANGEGRIFFEN
Ukrainische Drohnen griffen gestern Nacht die Chemiefabrik «Uralchim» bei der Stadt Berezniki in der Oblast Perm an. Die Anlage, welche zum «Azot»-Konzern gehört, befindet sich 10700 Kilometer von der Ukraine entfernt.
«Uralchim» ist einer der grössten Hersteller von Stickstoffdüngemitteln in Russland: Ammoniak, Harnstoff, Ammoniumnitrat und andere Produkte mit doppeltem Verwendungszweck – sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Herstellung von Sprengstoffen.
Im Jahr 2024 erreichte das Unternehmen Rekordmengen – über 2,3 Millionen Tonnen Produkte. Der Angriff auf ein solches Objekt ist sowohl wirtschaftlich als auch für die militärische Logistik Russlands von Bedeutung. https://t.me/exilenova_plus/12798
UNBESTÄTIGTE HILFEN
Die amerikanische TV-Station «NBC News» und die britische «Financial Times» berichten, dass die Ukraine zunehmend Hilfe bei ihren Schlägen im russischen Hinterland erhalten.
Die Financial Times schreibt, dass Grossbritannien der Ukraine bereits helfe, Fernangriffe auf Russland durchzuführen. Die Zeitung schreibt, dass die Ukraine die Zusammenarbeit mit der NATO in den Bereichen Aufklärung und Fernangriffe ausweitet und Grossbritannien auf Bitte Washingtons bereits in Operationen gegen Russland eingebunden ist. https://www.ft.com/content/1417049a-5a1c-4fcb-8370-2341b164b2a1
Gemäss NBC-News habe sich das Weisse Haus für einen «radikalen Wendepunkt» entschieden und werde nun der Ukraine bei Angriffen auf russische Raffinerien helfen. Trump sei kritischer gegenüber den Siegchancen Russlands geworden und beabsichtigt, der Ukraine die notwendigen Geheimdienstinformationen bereitzustellen, die helfen werden, Standorte der russischen Luftabwehr zu identifizieren und Angriffsrouten zu planen, um die Effektivität von Drohnen und Langstreckenraketen zu erhöhen. https://www.nbcnews.com/politics/trump-administration/us-expand-intelligence-assistance-ukraine-strikes-russian-energy-facil-rcna235313

STROMANLAGE BRENNT
Russland verstärkt seine Kampagne gegen ukrainische Energieanlagen und schadet damit in erster Linie der Zivilbevölkerung. In der Nacht auf heute wurden 35 Raketen, darunter ballistische und 60 Drohnen gegen Energieanlagen abgefeuert. Das Energieunternehmen Naftogaz nannte es den grössten Angriff seit dem russischen Überfall von Februar 2022. Eine «erhebliche Anzahl» von Anlagen seien beschädigt worden, einige davon «kritisch». https://t.me/c/1197363285/177471
Der ukrainische Präsident Zelenskyj sagte heute Abend, dass nur die Hälfte der Raketen abgeschossen werden konnten.
Heute Nachmittag griff die russische Armee mit einer ballistischen Rakete eine Energieanlage in der ukrainischen Ortschaft Kramatorsk an. In der Nähe des Heizkraftwerks wütet derzeit ein Feuer. (FOTO)
Die Städte Druzhkivka und Kostjantynivka leiden derzeit unter einem totalen Stromausfall. Auch Stadtteile von Kramatorsk sind ohne Strom. https://t.me/c/1197363285/177498
DROHNEN IN EU-LÄNDERN
15 Drohnen wurden über dem belgischen Militärstützpunkt Elsenborn im Osten der Provinz Lüttich gesichtet. Das Büro des belgischen Verteidigungsministers Theo Francken bestätigt den Vorfall. Die Drohnen wurden zufällig während Tests von Überwachungsgeräten entdeckt. Wer die Drohnen gestartet hat und zu welchem Zweck – ist derzeit unbekannt. Das belgische Militär hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Basis Elsenborn mit einer Fläche von 28 km² wird als Übungsgelände für die belgische Armee genutzt. https://www.vrt.be/vrtnws/en/2025/10/03/drones-spotted-above-belgian-military-bases/
Etwa 6 Drohnen kreisten über Objekten der deutschen Armee und flogen dann weiter zum Flughafen München. Die deutsche Zeitung «Bild» beschreibt den Weg feindlicher Drohnen über deutschem Gebiet, die dort mehr als 4 Stunden manövrierten.
Das Bundeswehr-Objekt ist für die Russen offensichtlich interessant, da sich dort ein Innovationszentrum befindet, in dem Drohnen der neuen Generation getestet werden.
Zeugen beschrieben die Drohnen und gaben an, dass die Flügelspannweite von 60 Zentimetern bis zu einem Meter reichte. https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/muenchen-drohnen-alarm-am-flughafen-eskaliert-68dfb8b3dc95f1f53102aa59

RUSSEN TÖTEN JOURNALISTEN
Russland hat den französischen Journalisten Anthony Lallikan mit einer FPV-Drohne (First-Person View) getötet. Während des Angriffs war der ukrainische Fotojournalist Georgij Ivanchenko bei ihm, der schwere Verletzungen erlitt.
Beide Journalisten trugen die Kennzeichnung PRESS, doch das hielt den russischen Drohnenpiloten, der die beiden über die Kamera sah, nicht auf.
Anthony Lallikan kam im März 2022 in die Ukraine und dokumentierte seitdem die Folgen des Krieges, arbeitete lange Zeit zusammen mit Einheimischen aus der Region Donezk. Er arbeitete für französische Medien wie «Le Figaro» oder «La Croix».
Fotos von Anthony Lallikan aus der Ukraine und dem arabischen Raum finden sich auf seinem noch aktiven Instagram-Konto. https://www.instagram.com/antonilallican/

SCHATTENFLOTTE TANKER FREI
Vor einigen Tagen kaperten französische Behörden den russischen Tanker «Bocaray». Medien äusserten den Verdacht, dass von diesem Tanker aus Drohnen gegen Dänemark abgefeuert worden seien. Die Behörden nahmen den Kapitän und der ersten Offizier fest. In ersten Meldungen hiess es, der Tanker hiesse «Pushpa». https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1317-1-10-25-19-uhr/
Gestern verlies der Tanker «Bocaray» mit russischem Öl den Hafen von Saint-Nazaire und fährt entlang der Westküste Frankreichs nach Süden in Richtung Suez-Kanal gemäss «MarineTraffic».
Der chinesische Kapitän wird am 23. Februar 2026 wegen «Weigerung, Anweisungen zu befolgen» vor dem französischen Gericht in Brest erscheinen müssen. Die französische Staatsanwaltschaft begründete die Festnahme damit, dass die Besatzung des Schiffes nicht auf Anfragen reagierte und sich weigerte, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Zu den Meldungen wegen Drohnen äusserten sich die Behörden nicht. https://www.lefigaro.fr/international/flotte-fantome-le-commandant-et-son-second-ramenes-a-bord-20251003

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