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KOLLABORATEUR LIQUIDIERT
In der besetzten Region Kherson wurde Wladimir Leontjew getötet. Er war der von Russland eingesetzte «Bürgermeister» von Nowa Kachowka. Der Angriff erfolgte durch eine Bombendrohne auf sein Auto. Die Verletzungen des Kollaborateurs waren nach der Explosion so schwer, dass er kurz danach starb.
Leontjew war seit seiner Einsetzung als Kollaborateur im Frühling 2022 eine Schlüsselfigur in der von Russland eingesetzten Besatzungsverwaltung. Sein von den Russen verliehenes Amt wurde weder von der ukrainischen Regierung noch von der internationalen Gemeinschaft anerkannt.
Die ukrainische Plattform «Exilenova +» hat das Video der Sprengung https://x.com/i/status/1973330790474830212 exklusiv veröffentlicht und schreibt dazu: «Diese Aktion wird mit der Tätigkeit der lokalen selbstorganisierten Widerstandsbewegung in Verbindung gebracht und ist eine Rache an Verrätern und Helfern der Besatzer.» https://t.me/exilenova_plus/12758
SCHATTEN-TANKER GEKAPERT
Die französischen Behörden haben den Schattentanker «Pushpa» vor der Küste Frankreichs beschlagnahmt. Das Schiff hat 115’000 Tonnen Öl geladen. Es steht im Verdacht, Drohnen abgeschossen zu haben, die den Flughafen Kopenhagen lahmlegten.
Der Start von Drohnen von einem mit Kohlenwasserstoffen beladenen Schiff (Öl und Benzin aller Sorten) verstösst gegen internationale Sicherheitsstandards. Damit ist das Schiff eine schwimmende Gefahr und kann jederzeit durch einen Anrainerstaat stillgelegt und durchsucht werden.
Die Untersuchungsbehörden gehen davon aus, dass sie genügend Spuren für ein verbrecherisches Verhalten finden. Die Fachbegriffe für die entsprechenden Spurenkataloge sind «ECDIS-Reisedaten» und «AIS-Spoofing-Protokolle». Hinzu kommen Aufzeichnungen im Maschinenraum und die Telemetrie von Drohnen-Controllern.
In der Nacht auf heute gelang es der ukrainischen Armee einen Anschlag auf die Hauptölleitung Kuibyshev – Lysychansk durchzuführen. Bei der Pumpstation «Sukhodolnaya» brach ein Brand aus.
Es scheint, dass die Pumpstation und eine weitere Pipeline in der Nähe getroffen wurden, beide Brände begannen fast gleichzeitig. Im August 2023 ging bei der Station eine neue Pumpstation in Betrieb, welche die grosse Nennleistung von 7’000 Kubikmetern pro Stunde hatte.
Ein nicht weiter spezifizierter Brand sei bei einer anderen Ölpipeline in der Nähe der Station «Sukhodolnaya» ausgebrochen. https://t.me/exilenova_plus/12750
MINUS 38% RAFFINERIE
Die Angriffe ukrainischer Drohnen, die seit Anfang August mehr als zwei Dutzend grosse Ölraffinerien in der Russischen Föderation getroffen haben, haben den russischen Kraftstoffmarkt in eine noch nie da gewesene Krise gestürzt.
Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur RBC unter Berufung auf Daten der Agentur Siala.
Am 28. September waren in Raffinerien im ganzen Land 38 % der Primärölraffineriekapazität oder 338’000 Tonnen pro Tag ungenutzt.
Die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität zur Produktion von Benzin und Dieselkraftstoff sank im August um 6 % und im September um weitere 18 %.
Das Ausmass der Ausfallzeiten in Raffinerien ist historisch beispiellos: Es übertraf den Rekord vom August (23 %, 206’000 Tonnen pro Tag) sowie die vorherigen Rekorde vom Mai 2022 (196’000 Tonnen pro Tag) und Mai 2020 (164’000 Tonnen pro Tag).
Rund 70 Prozent der Ausfallzeiten waren nach Sialas Berechnungen auf Drohnenangriffe zurückzuführen: Bis Ende September hatten sie etwa ein Viertel der russischen Ölraffinerien lahmgelegt, also rund 236’000 Tonnen pro Tag.
Im September stellten vier weitere russische Raffinerien nach ukrainischen Drohnenangriffen ihre Produktion ein. Dazu gehörten Kinef in der Region Leningrad, die hinsichtlich ihrer Kapazität die zweitgrösste Raffinerie Russlands ist, und Rosnefts Rjasan-Raffinerie, die zu den fünf grössten zählt. Die erste stellte am 14. September ihre Produktion ein, die zweite am 5. September. Auch die Raffinerie Nowokuibyschew stellte am 20. September ihre Produktion ein, und das Gaskraftwerk Astrachan von Gazprom am 22. September.
Infolgedessen ging die Benzinproduktion im September um 1 Million Tonnen zurück und das Defizit auf dem Inlandsmarkt erreichte 20 % des Verbrauchs, schrieb die russische Publikation Kommersant. https://www.kommersant.ru/doc/8078579
Die Reparatur der betroffenen Anlagen könne Monate dauern, insbesondere angesichts der Sanktionen. Die Sanktionen haben die Lieferung westlicher Ausrüstung verboten, die in den 2010er Jahren zur Modernisierung der Raffinerien eingesetzt wurde. Diese kann nicht ohne weiteres durch chinesische ersetzt werden. https://epravda.com.ua/energetika/v-rf-zupinilisya-38-potuzhnostey-naftopererobnih-zavodiv-812290
KRAFTSTSTOFFEXPORT GESTOPPT
Nach ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Ölraffinerien gibt es in 20 Regionen Russlands und in vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine Kraftstoffengpässe. In Russland und den besetzten Gebieten wächst die Empörung über den Mangel an Benzin.
Die russische Regierung reagiert nun mit einem Exportverbot von Benzin und neu von Dieselöl bis Ende Jahr. Die offizielle russische Nachrichtenagentur «Interfax» schreibt:
«Die russische Regierung setzt ihre Bemühungen zur Aufrechterhaltung der Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt fort, hat das vorübergehende Verbot von Benzinexporten verlängert und Beschränkungen für andere Kraftstoffarten verhängt.
Laut einer Kabinettserklärung verlängert das neue Dekret das vorübergehende Verbot des Exports von Motorbenzin ins Ausland. Es gilt bis zum 31. Dezember 2025 und betrifft alle Exporteure, einschliesslich Direktproduzenten. Zuvor war es Produzenten bis Ende September und Nichtproduzenten bis Ende Oktober untersagt, Benzin zu exportieren.
Ein weiteres Dekret verbietet den Export von Dieselkraftstoff sowie Schiffskraftstoff und anderen Gasölen, einschliesslich der an der Börse gekauften. Die Beschränkungen treten am Tag nach der offiziellen Veröffentlichung des Dekrets in Kraft und bleiben bis zum 31. Dezember 2025 in Kraft. Das Verbot gilt jedoch nicht für Lieferungen, die direkt von den Herstellern dieser Kraftstoffe erfolgen, erklärte die Regierung.» https://www.interfax.ru/business/1050085
MAXIMAL 20 LITER BENZIN
Die in Russland erlaubte Nachrichtenagentur RBC schreibt zur Energiekrise auf der Krim:
«In der Krim wurde erneut das Verkaufsvolumen von Kraftstoff begrenzt: nicht mehr als 20 Liter pro Person, berichtete der Regionalchef Sergej Aksjonow.
„Es wurde beschlossen, das Verkaufsvolumen von Kraftstoff zu begrenzen – nicht mehr als 20 Liter pro Person. Dabei werden der öffentliche Verkehr, soziale Einrichtungen, kommunale und Notdienste vollständig versorgt.“
Aksjonow stellte fest, dass die vom Regierungspräsidium gemeinsam mit den russischen Bundesbehörden ergriffenen Massnahmen bisher nicht ausreichen, um die Situation mit der Verfügbarkeit des notwendigen Kraftstoffvolumens an den Tankstellen der Krim vollständig auszugleichen.» https://t.me/rbc_news/132264
• Russen schlagen sich um Benzin
• Benzin ist in 80 Regionen knapp
• Drohnen knipsen Krim-Strom aus
• Mehrere Rüstungsfirmen attackiert
• Kein Wendepunkt an der Front
• Harte Kämpfe um Kostiantynivka
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