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TANKZUG IN FLAMMEN
Der weissrussische Diktator Lukaschenko beschloss, Russland bei der Linderung der Treibstoffkrise zu helfen. Er befahl, einen Tankzug mit 15 Waggons Benzin von Weissrussland nach Smolensk zu schicken. In Smolensk kam der Zug nicht an.https://x.com/visegrad24/status/1971492507902201901
Der Zug verunfallte bei einem Bahnübergang im Eisenbahnabschnitt zwischen den Bahnhöfen Rudnya und Golinki. Die ersten 15 Wagen entgleisten, davon waren 12 Benzintanks. https://t.me/voynareal/122807
Die russischen Behörden schreiben: «Es kam zu einer Entzündung. Wiederherstellungs- und Feuerlöschzüge fuhren vom Bahnhof Smolensk ab.»
Als Urheber des Zwischenfalls wurde ein Lastwagen genannt. «Die Mitglieder der Lokomotivmannschaft sagten während der Befragung, dass der Lastwagen gezielt auf den mit einer Ampel ausgestatteten Bahnübergang direkt vor dem Zug gefahren sei.» Die Kollision konnte nicht verhindert werden. https://t.me/exilenova_plus/12659
WEITERE GEGENANGRIFFE
Heute Morgen wurde das Bahngleis im Gebiet der Ortschaft Pljussi auf der Strecke Sankt Petersburg – Pskow gesprengt. Die Urheber sind unbekannt und auch ob es sich um eine Aktion des Militärs oder der Partisanen handelte. https://t.me/exilenova_plus/12656
Mindestens eine Drohne hat in der letzten Nacht die Afipski-Ölraffinerie im russischen Krasnodar-Gebiet getroffen. Nach vorläufigen Angaben wurde die Anlage zur Primärverarbeitung von Rohöl AT-22\/4 getroffen, die 2013 modernisiert worden war. Die Afipski-Ölraffinerie, deren Hauptprodukte Benzin und Dieselkraftstoff sind, ist in der Versorgung der russischen Armee eingebunden. Die jährliche Verarbeitungsmenge beträgt 6,25 Millionen Tonnen Öl. Das sind 2,1 % des gesamten Ölverarbeitungsvolumens Russlands. Der ukrainische Generalstab berichtet von Explosionen und Feuer in der Anlage. https://www.facebook.com/photo/?fbid=1149001850746225&set=a.229159256063827
KRIM HAT ZUWENIG BENZIN
Auf der von Russland seit 2014 besetzten Halbinsel Krim haben viele Tankstellen wegen Treibstoffknappheit geschlossen. Die Plattform «Krim-Wind» schreibt: «Benzin ist meistens nicht verfügbar, und dort, wo es geliefert wurde, gibt es lange Warteschlangen und astronomische Preise.» https://t.me/Crimeanwind/86870
Angeblich transportiert Russland nun Treibstoff über die illegal errichtete Kertsch-Brücke auf die Krim. Dmitrij Pletentschuk, Sprecher der ukrainischen Marine, sagte im ukrainischen TV: «Die Russen haben tatsächlich viele Schwierigkeiten. Kürzlich gab es sogar Informationen, die ich noch nicht bestätigen kann, dass sie begonnen haben, die sogenannte Krim-Brücke zu nutzen, um Treibstoff auf die Krim zu bringen.»
Die Lage sei für Russland kritisch, weil einige Eisenbahnlinien in den besetzten Gebieten nicht benutzt werden können und der Eisenbahnverkehr teilweise eingestellt werden musste. https://t.me/Crimeanwind/86896
MILITARISTEN-BUDGET
Das Budget 2026 der Russischen Föderation belegt die Hauptstossrichtung der Politik und grosse wirtschaftliche Schwierigkeiten. (Alle Angaben in Rubel).
Das Gesamtbudget beträgt 44,9 Billionen Rubel (entspricht 460,3 Milliarden Euro). Die Einnahmen betragen 40,3 Billionen Rubel, somit der Fehlbetrag 4,6 Billionen Rubel. Dies bei einem Wirtschaftswachstum von 1,3%. Bisher war ein Wachstum von 2,5% vorausgesagt worden.
Für die «nationale Verteidigung» sollen 12,6 Billionen Rubel ausgegeben werden und für die «Strafverfolgungsbehörden» 4 Billionen Rubel. Diese 16,7 Billionen Rubel für den Armee- und Unterdrückungsapparat betragen somit 37% aller Haushaltsausgaben. Dies ist ein so grosser Anteil, wie er seit den Zeiten der UdSSR nicht mehr aufgewendet wurde.
Im Vergleich dazu werden für Soziales (7,1 Billionen Rubel), Bildung (1,7 Billionen Rubel) und das Gesundheitswesen (1,9 Billionen Rubel) insgesamt 10,7 Billionen Rubel ausgegeben. Das sind 23,8% des Haushaltsbudgets und damit viel weniger als für Armee, Geheimdienste, Polizei und Justiz.
Nun wurden auch Drohnen über Norddeutschland entdeckt, wie der Norddeutsche Rundfunk – NDR – berichtet: «Über Schleswig-Holstein sind in der Nacht zu Freitag mehrere Drohnen gesichtet worden. Nach Angaben von Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) geht man nun dem Verdacht der Spionage nach. Das Innenministerium sei „im intensiven und fortschreitenden Austausch“ mit dem Bund und der Bundeswehr. Die Landespolizei verstärkt in Abstimmung mit den anderen norddeutschen Ländern die Drohnenabwehr. Wie viele Drohnen gesichtet wurden und wo, dazu machte die Ministerin keine Angaben.» https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/drohnensichtungen-jetzt-auch-in-sh-landespolizei-verstaerkt-abwehr,drohnen-170.html
In einem Interview mit der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) sagte der Bundeswehr-Oberst Klaus Glaab, dass das Abschiessen von unbekannten Drohnen «praktisch verboten» ist. Glaab: «Das Beschiessen von Luftzielen ist faktisch verboten, da Granaten oder Granatenteile außerhalb der Kaserne einschlagen können. In diesem Fall können Menschenleben gefährdet oder Eigentum zerstört werden.» https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundeswehr-drohnen-abzuschiessen-verbietet-sich-eigentlich-110702935.html
UNGARN WILL RUSSEN-ÖL UND GAS
Die russische Nachrichtenagentur RBC veröffentlichte diese Meldung: «Wenn Ungarn auf russisches Öl und Gas verzichtet, wird seine Wirtschaft «auf die Knie gezwungen», erklärte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Dies berichtete der Regierungschef selbst.
Orbán verwies auf einen Bericht des Internationalen Währungsfonds, wonach die Einstellung der Lieferungen von russischem Öl und Gas nach Ungarn zu einem Produktionsrückgang des Landes „innerhalb einer Minute“ um 4 % führen wird: «Das bedeutet, dass die ungarische Wirtschaft auf die Knie gezwungen wird», erklärte Orbán.» https://t.me/rbc_news/131812
SLOWAKEI BLOCKIERT PAKET NR.19
Heute haben die EU-Botschafter zum ersten Mal das 19. Sanktionspaket gegen Moskau diskutiert. Wie «Radio Svoboda» berichtet, wird es jedoch «vorerst kein grünes Licht geben» – die Slowakei hat erneut widersprochen.
Das ist nicht das erste Mal. Zuvor hatte Bratislava das 18. Sanktionspaket blockiert und Garantien für die RePowerEU-Initiative gefordert, die einen vollständigen Verzicht auf russisches Gas bis 2028 vorsieht. Zusammen mit Ungarn widersetzt sich die Slowakei einem abrupten Ausstieg aus russischen Energieressourcen.
Das 19. Paket beinhaltet ein Verbot von russischem LNG (flüssiges Erdgas) ab dem 1. Januar 2027, Sanktionen gegen «Rosneft» und «Gazpromneft» sowie restriktive Massnahmen gegen 118 Schiffe der «Schattenflotte» und Länder, die Russland helfen, die Beschränkungen zu umgehen. https://t.me/uniannet/175336
DER BESONDERE KOMMENTAR
Martin Holzherr macht sich Gedanken nach dem Lesen all der schlechten Nachrichten über und für Russland nach den Erfolgen der Ukrainer:
«Der ukrainische David gegen den russischen Goliath also. Doch was und wer ist überhaupt dieser russische Goliath? Er ist wohl eher ein Bild, das viele von Russland haben, ein Bild aus der Vergangenheit. Dieses Bild aus der Vergangenheit bestimmt das heutige Denken weltweit immer noch.
Der indische Staatschef Narendra Modi bezeichnet Russland, beziehungsweise Putin als Freund und unterhält eine „privilegierte Partnerschaft“ mit Russland. Eigentlich seltsam, denn das heutige Russland ist keine Grossmacht mehr und ist gegenüber Indien unbedeutend.
Auch hier im Westen hält sich ein Bild Russlands, das schon lange nicht mehr der heutigen Realität entspricht. Und ich behaupte: selbst Putin will Russland als das sehen, was es einmal war und nicht als das, was es heute ist.
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