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RAFFINERIEN & PIPELINE GETROFFEN
In der Nacht auf heute griffen die Drohnenpiloten des 14. separaten Bataillons der Drohnensystemkräfte (https://t.me/army_14reg) der Ukraine zwei Ölraffinerien in Russland an. Ausserdem wurde die Ölpipeline «Kuibyschew – Tichorezk» an mehreren Stellen unterbrochen:
Die Raffinerie Nowokuibyschewsk produziert ein breites Spektrum an Erdölprodukten, darunter Benzin, Dieselkraftstoff und Heizöl. Die jährliche Verarbeitungskapazität beträgt etwa 8,8 Millionen Tonnen Rohöl. Die Raffinerie befindet sich rund 1 000 km von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt in der Region Samara, Russland. Gemäss ersten Analysen wurde in der Raffinerie die Anlage zur Primärverarbeitung von Rohöl – ELOU-AVT-11 – beschädigt.
Die Raffinerie Saratow stellt über 20 Produktarten her, darunter Benzin, Dieselkraftstoff und Heizöl. Die Verarbeitungskapazität liegt bei etwa 7,2 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Der Betrieb liegt 600 km von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt. Bei dieser Anlage ist nicht sicher, ob ein produktiver Teil getroffen wurde.
Auf dem Gelände beider Raffinerien kam es zu Explosionen und Brände brachen aus. Die Raffinerien in Nowokuibyschewsk und Saratow haben eine strategische Bedeutung für die Versorgung der russischen Armee mit Kraft- und Schmierstoffen. https://usforces.army/ & https://t.me/exilenova_plus/12487
Langstreckendrohnen trafen mehrere Ölpumpstationen der Ölleitung, die am Export von Öl über den Hafen von Noworossijsk beteiligt sind. Explosionen gab es an den Stationen «Zenzewatka» (Ortschaft Zenzewatka, Gebiet Wolgograd, Russische Föderation), «Sowchosnaja-2» (Ortschaft Progress, Gebiet Samara, Russische Föderation) sowie Station «Samara» (Ortschaft Proswet, Gebiet Samara, Russische Föderation). Durch den Angriff der ukrainischen Drohnen stellten die Stationen ihre Arbeit und das Ölpumpen ein. https://t.me/c/1197363285/176264
GEGEN DIE KREML-LÜGEN
Mit 12-stündiger Verspätung leugnete das russische Kriegsministerium, dass drei MiG-31-Kampfjets die Lufthoheit von Estland verletzt haben. Die Propagandaagentur TASS schrieb: «Drei russische MiG-31 führten einen planmäßigen Flug von Karelien nach Kaliningrad durch. Der Luftraum Estlands wurde nicht verletzt, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.» https://t.me/tass_agency/338692
Das Verteidigungsministerium von Estland hielt heute an seiner Darstellung fest und veröffentlichte eine Karte der Flugroute: Die Kampfjets waren in den estnischen Luftraum eingedrungen, hatten sich Tallinn genähert und dabei mehrere internationale Regeln verletzt. Unter anderem hatten die Flugzeuge ihre Identifikationssysteme abgestellt, keinen Flugplan vorgelegt, keine Erlaubnis für den Flug gehabt, den Funkkontakt deaktiviert und nicht mit den Towern der estnischen Zivilluftfahrt kommuniziert, womit die russischen Piloten auch Zivilflugzeuge bedrohten. https://x.com/kaitsevagi/status/1969332002894582041
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet heute exklusiv, dass die USA die Hilfe an Lettland und andere baltische Staaten kürzen will. Laut der Veröffentlichung erklärten US-Militärs bei einem Treffen mit europäischen Diplomaten Ende August, dass die USA erwägen, einen Teil der Sicherheitsunterstützung für Lettland, Litauen, Estland und andere NATO-Mitglieder, die an Russland grenzen, einzustellen. Der Pentagon-Vertreter David Baker habe erklärt, dass Europa seine Abhängigkeit von den USA verringern sollte, und die Trump-Administration plane, ihre Prioritäten auf den Schutz des eigenen Territoriums und andere strategische Aufgaben zu verlagern. https://www.reuters.com/world/europe/after-diplomatic-blitz-ukraine-gaza-trump-moves-passenger-seat-2025-09-20/
KREML MANIPULIERT TRUMP
Das amerikanische «Institute for the Study of War» (ISW») schreibt unter Verwendung von Quellen: « Der Kreml bekräftigt weiterhin sein Engagement für seine ursprünglichen Kriegsziele in der Ukraine. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow bekräftigte am 18. September, dass Russland nur dann zu Kompromissen in der Ukraine bereit sei, wenn eine Friedensvereinbarung die „legitimen Sicherheitsinteressen” Russlands sowie die Interessen der in der Ukraine lebenden Russen sicherstelle. Lawrow behauptete auch, dass die Vereinigten Staaten die Notwendigkeit verstehen würden, die sogenannten „Grundursachen” des Krieges anzugehen.
Der Kreml versucht ausserdem, die Trump-Regierung dazu zu manipulieren, die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Russland zu normalisieren, ohne den Krieg in der Ukraine zu beenden – entgegen Trumps Wunsch, erst nach Beendigung des Krieges in der Ukraine an den bilateralen Beziehungen zu arbeiten.[13] Lawrow behauptete am 18. September, dass US-Präsident Donald Trump darauf abziele, „das Thema Ukraine“ von der Agenda der USA und Russlands zu streichen, um die bilateralen Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Technologie und anderen Bereichen zu „normalisieren“.» https://understandingwar.org/research/russia-ukraine/russian-offensive-campaign-assessment-september-18-2025/
AUTOMATISCHE ÜBERWEISUNG
Die Ukraine soll von den USA alle drei Monate mindestens 250 Millionen Dollar erhalten, die aus den Zinsen beschlagnahmter russischer Vermögen stammen. Das bereits bestehende Gesetz «Rebuilding Economic Prosperity and Opportunity (REPO) for Ukrainians Act», welches seit 2024 gültig ist, soll vom Kongress entsprechend ergänzt werden. Dies schlägt das Auslandkomitee des US-Senats vor. Der Vorschlag wurde von den beiden führenden US-Senatoren Jim Risch (Republikaner) und Sheldon Whitehouse (Demokraten) vorgeschlagen.
Konkret sollen drei Massnahmen realisiert werden:
Überweisung der 5 Milliarden US-Dollar umfassenden russischen Vermögen in den USA auf ein separates Konto.
Automatische Überweisung von 250 Mio. US-Dollar alle drei Monate an die Ukraine durch den US-Präsidenten.
Aufforderung der europäischen und westlichen Partner, ein ähnliches Projekt zu starten, nämlich «alle 90 Tage mindestens 5 Prozent (etwa 15 Milliarden US-Dollar) der russischen Staatsvermögen zum Nutzen der Ukraine umzuwidmen»
Risch sagte dazu: «Angesichts der Brutalität Russlands gegenüber dem ukrainischen Volk war es nur richtig, dass russische Regierungsgelder in den Vereinigten Staaten beschlagnahmt und gemäss dem REPO-Gesetz für den Wiederaufbau der Ukraine verwendet werden.»
Der US-Präsident weiss nicht, wie er den Krieg in der Ukraine beenden soll, und versucht, «aus dieser Situation herauszukommen». Das sagt John Bolton, ehemals Berater von Trump während seiner ersten Amtszeit.
Boltons Worten zufolge hat Trump das Problem weder in 24 Stunden noch in 8 Monaten gelöst und betrachtet die Welt als ein Spiel von Gewinnern und Verlierern, wobei er versucht, eine eigene Niederlage zu vermeiden, ohne festzulegen, was er der Ukraine überlassen wird.
Bolton kritisierte auch das Ultimatum des US-Präsidenten an die EU zum Kaufstopp von russischem Gas und Öl und bezeichnete es als einen Weg, neue Sanktionen gegen Russland zu vermeiden. Er wies auf Trumps Widersprüchlichkeit hin: Sanktionen wurden gegen Indien verhängt, aber nicht gegen Russland und China, was die Bemühungen der USA zur Eindämmung des russisch-chinesischen Einflusses untergrub. https://t.me/c/1197363285/176270
TRUMP & PUTIN: IGNORIEREN
Persönliche Anmerkung: Am 3. September schrieb ich hier, dass zukünftig im «Ukraine Aktuell»-Newsletter, weniger Blabla von zwei alten Herren zu lesen sein wird, weil nicht mehr jede Zuckung von Trump und Putin widergegeben wird. Dieser Entscheid erweist sich als richtig.
Im Falle von Putin war das insofern einfach, weil der sich im Bunker Kreml eingeschlossene Führer Russlands kaum mehr etwas sagte, während sein Land von einer Serie ukrainischer Drohnenangriffe erschüttert wird und an den Tankstellen Autofahrer nicht mehr anstehen, weil es nichts zu kaufen gibt.
Wirkungslos blieb auch Trump. Der – gemäss BBC-Recherchen von einem Schlaganfall getroffene Führer der USA – sagte viel, aber nichts Neues und benahm sich bei seinem Besuch in England durchwegs peinlich. Zur Ukraine fiel ihm nur die Repetition ein: Er sei am Krieg nicht schuld und ein Deal mit Putin sei doch nicht möglich, denn eigentlich müsste sich Zelenskyj bewegen. Mehr war da nicht. Mehr wird auch nicht kommen.
Berichtet wird erst wieder, wenn sich real etwas ändert.
• Russische Häfen und Raffinerie brennen
• Erdöl-Exporte Russlands unterbrochen
• Feuer in der grössten Phosphat-Fabrik
• Putin bittet Wirtschaft um Spenden
• US-Militärs von der Ukraine beeindruckt
• Saudi-Arabien schliesst Abkommen
• Ungarns Aussenminister gibt Verrat zu
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• 80% der Ukrainer für Widerstand
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