#UKRAINE AKTUELL Nr. 1304 (18.9.25 / 21 Uhr)

  • Enger Vertrauter verlässt Kreml
  • Russen nutzen Zünder der Nazis
  • Brand in weit entfernter Raffinerie
  • Schwierige Lage bei Pokrovsk
  • Verzicht auf russischen Pass
  • Belarus-Verbrecher sind bekannt
  • Putins minderjährige Geliebte

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SINKENDES SCHIFF VERLASSEN

Der enge Vertraute und Berater Putins, Dmitri Kozak, ist von seinem Amt als stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation zurückgetreten. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur RBC. Der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, bestätigte dies und sagte, der 66-jährige Kozak sei «freiwillig» als stellvertretender Stabschef von Putin zurückgetreten.

Mit Kozak verlässt die einzige Person aus Putins Umfeld den Kreml, der den Krieg gegen die Ukraine kritisiert hatte, Verhandlungen mit der Ukraine richtig fand und Reformen in Russland für notwendig hält. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1265-10-8-25-22uhr/

Kozak habe seine Entscheidung letzte Woche im Kreml bekannt gegeben. Er prüfe derzeit Möglichkeiten für eine Tätigkeit in der Wirtschaft, hat aber noch keine endgültige Antwort bezüglich seiner zukünftigen Karriere.

Kozak arbeitete lange mit Putin zusammen. Schon in den 90er-Jahren, als Putin als Mitglied einer Verbrecherorganisation in St.Petersburg wirkte, gehörte Kozak zu seinen rechtlichen Beratern.

Nach Putins Ernennung zum russischen Premierminister 1999 wurde Kozak zum Ersten Stellvertretenden Stabschef der russischen Regierung ernannt. Im Jahr 2000, als Putin Präsident wurde, übernahm Kozak die Position des ersten stellvertretenden Regierungschefs. Seit 2004 war er Mitglied der Regierung. Quellen: https://www.rbc.ru/politics/17/09/2025/68af35fe9a79475785a020aa , https://www.nytimes.com/2025/09/18/world/europe/russia-putin-kozak-resigns.html

RUSSEN NUTZEN NAZI-ZÜNDER

Die Russen verwenden für ihre Granaten auch Zünder, welche sie 1939 von Nazi-Deutschland im Rahmen ihrer freundschaftlichen Zusammenarbeit erhalten hatten. Die Übergabe der Zünder aus Nazi-Deutschland war Teil der Rüstungszusammenarbeit zwischen Hitlers Deutschland und Stalins Sowjetunion. Zündköpfe mit Reichsadlern und mit Hakenkreuzen, die noch immer verwendet werden, wurden von Soldaten der ukrainischen Armee (225. OShP) entdeckt. https://t.me/c/1197363285/176013

KOMMENTAR: Der Fund ist für Geschichtsinteressierte in mehrfacher Hinsicht interessant. Erstens widerlegt er die Mär vom russischen Kampf gegen Nazis in der Ukraine und des Anti-Nazi-Kampfes im Zweiten Weltkrieg. Tatsächlich stammen die Waffenteile aus der Zusammenarbeit mit Nazi-Deutschland und der Krieg gegen Deutschland wurde erst aufgenommen, nachdem das Hitlerregime die Sowjetunion im Sommer 1940 überfallen hatte. Zweitens gibt es bisher kaum konkrete Belege für die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten, sondern nur den Hitler-Stalin-Vertrag und die damals geheimen Zusatzprotokolle. Hier eröffnen die Nazi-Zünder ein Forschungsfeld.

WEITERE RAFFINERIE BRENNT

Ukrainische Drohnen haben in der Ölraffinerie «Gazprom Neftekhim Salavat» den zentralen Verarbeitungsteil «ELOU-AVT-4» getroffen und in Brand gesetzt. Die Flammen und die mehrere hundert Meter hohe Rauchsäule sind weit sichtbar.

Der Anlagenteil «ELOU-AVT-4» reinigt zunächst das Öl von Wasser und Salzen und verwandelt es dann in Benzin, Diesel, Kerosin und Heizöl.

Das Besondere an dieser Operation: Die Anlage befindet sich in der russischen Republik Baschkortostan und die Entfernung von dort zur ukrainischen Grenze beträgt 1 300 Kilometer.

Nach Angaben aus Geheimdienstkreisen ist die Drohne eine ganze Nacht hindurch geflogen plus den heutigen Morgen, bevor sie in der Anlage einschlug. https://t.me/exilenova_plus/12402

SCHWIERIGE POKROVSK-LAGE

Gemäss einem Bericht der britischen TV-Station «Sky News» könnte die ostukrainische Stadt Pokrovsk demnächst unter russische Kontrolle geraten. Seit über einem Jahr verteidigen ukrainische Soldaten die Stadt, aber die Lage verschlechtert sich. Russische Truppen kontrollieren derzeit fast alle Nachschubwege und mit ihren Drohnen kontrollieren sie eine Zone, in der sich die ukrainische Armee nicht mehr bewegen kann.

Damit wenden die Russen erfolgreich eine Taktik an, die nicht mehr ein direkter Sturm auf eine ukrainische Stadt umfasst, sondern deren langsame Umzingelung und Erstickung. Dr. Marina Miron, eine Verteidigungsexpertin am Londoner «King’s College» sagte: «Sie wollen die Stadt nicht stürmen, da dies zu schwierig und zu personalintensiv ist – sie rechnen mit hohen Verlusten.»

Pokrovsk ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und hatte vor dem Krieg etwa 60 000 Einwohner. Russland betrachtet die jetzige Ruinenstadt als «Tor zum Donbass». Ihr Verlust würde die ukrainischen Nachschublinien treffen sowie die beiden ukrainischen Städte Kramatorsk und Slowjansk gefährden. https://news.sky.com/story/kill-zone-around-crucial-ukrainian-city-as-russian-forces-try-to-squeeze-defenders-out-13432127

UNTERDRÜCKER DATENBANK

Die weissrussische Opposition gegen die Diktatur von Alexander Lukaschenko baut ihr Netzwerk aus. Nun wurde «Bulbash» geschaffen — eine Datenbank von Mitarbeitern der Sicherheitsbehörden, die mit der Tätigkeit der Lukaschenko-Regierung verbunden sind. Die persönlichen Informationen über 16 000 Folterer, kriminelle Polizisten, Agenten und Gefängnismitarbeiter sind über die Online-Datenbank https://bulb-ash.info/ öffentlich zugänglich.

Die belarussische / weissrussische Opposition verspricht: «Jeder wird für seine Taten zur Rechenschaft gezogen. Und bald könnten diese Daten vor Gericht verwendet werden», schreiben die Datenbank-Autoren auf der Webseite. https://t.me/c/1197363285/175996

BITTE KEIN RUSSENPASS

Bogdan Ziza ist ein Aktivist und Künstler, dessen Heimat die von Russland derzeit besetzte Halbinsel Krim ist. Am 6. Juni 2023 war Ziza von einem russischen Militärgericht zu 15 Jahren Haft in einer «allgemeinen Strafkolonie» verurteilt worden.

Ihm hatte die russische Justiz vorgeworfen, dass er in der Nacht zum 16. Mai 2022 das Gebäude der russischen Verwaltung in Eupatoria mit blauer und gelber Farbe übergossen hatte. Während des Prozesses für diese symbolische Aktion gegen die Besatzer der Krim hatte Ziza gesagt, dass er keinen ihm «aufgezwungenen» russischen Pass besitzen wolle.

Nun hat ein Gericht Bogdan Ziza die russische Staatsbürgerschaft aberkannt, wie seine Schwester berichtet. Beide hoffen nun, dass Ziza damit schneller auf eine Austauschliste für Gefangene kommt. https://t.me/Crimeanwind/86077

PUTINS MINDERJÄHRIGE GELIEBTE

Es geht um ein Mädchen namens Alisa Harcheva aus der Stadt Koroljow. Im Jahr 2010 posierte sie für einen erotischen Kalender zum Geburtstag Putins, damals war sie 17 Jahre alt und Bewerberin an der Journalistik-Fakultät der Moskauer Staatlichen Universität.

Putin erhielt die Kontaktdaten und ihre Beziehung dauerte etwa ein Jahr. Dies schreiben die Journalisten Roman Badanin und Michail Rubin im Buch «Der Zar in eigener Person».

Harcheva besuchte mehrmals die Regierungsresidenz und erhielt später eine Luxuswohnung in Moskau als Eigentum.

Zwei Jahre später veröffentlichte Harcheva ein Foto zum 60. Geburtstag Putins: in einem roten Kleid, mit einer Katze auf dem Arm und einem Porträt des Politikers daneben.

Das Bild verschwand schnell aus ihren sozialen Netzwerken zusammen mit anderen Bildern, was ohne ihre Zustimmung geschehen sein könnte. Über das Buch war erstmals Ende Juli berichtet worden. https://www.icij.org/investigations/russia-archive/hidden-details-of-putins-private-life-show-his-real-worldview-new-book-claims/

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1494 (27.3.2026 / 9Uhr)

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• Feuer in der grössten Phosphat-Fabrik
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• Saudi-Arabien schliesst Abkommen
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• Chinesen kaufen Russlands Öl
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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1502 (4.4.2026 / 8Uhr)

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1481 (14.3.2026 / 9Uhr)

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