
#UKRAINE AKTUELL Nr. 1495 (28.3.2026 / 9Uhr)
• Wachsende Kritik an Putin
• Wirkungsvolle Öl-Blockade
• Donbass bleibt ukrainisch
• Kreml beansprucht Estland
• Polnische Kämpfer amnestiert
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HOHE ANGRIFFSGEFAHR
Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Stunden zu einem grösseren Angriff Russlands gegen die Ukraine kommt. Beobachtet wurde, dass Russland strategische Bomber näher an die Ukraine verlegt hat. Es handelt sich mindestens um drei Tu-95MS Bomber, die vom Flughafen «Ukrainka» zu den Flugplätzen «Engels» und «Olenja» verlegt wurden. Sie sind alle bereits mit Marschflugkörpern ausgerüstet. https://t.me/c/1197363285/175793
Beobachter verzeichnen auch eine Reihe von Militärtransportflügen, die Marschflugkörper zu den Flugplätzen brachten. https://t.me/voynareal/122195
Die Verlegung näher an die Ukraine hat für Russland den Vorteil, dass die Vorwarnzeit verkürzt wird. Erhöht wird aber gleichzeitig das Risiko, dass die Flugplätze von den effizienten ukrainischen «Flamingo»-Raketen angegriffen werden können.

MOSKAU SETZT AUF DROHNEN
Russland ist heute in der Lage, jährlich etwa 30 000 Kampfdrohnen herzustellen, und bereits im nächsten Jahr könnte sich die Drohnenproduktion verdoppeln. In den ersten 8 Monaten dieses Jahres hat Russland bereits über 34 000 Kampfdrohnen und sogenannte «Täuschkörper» gegen die Ukraine eingesetzt. Das sind neunmal mehr als im letzten Jahr.
Die Ukraine schiesst zwar 88% aller Drohnen ab, aber Geräte, die durchkommen, können immer noch grosse Schäden anrichten.
Gemäss der «New York Times» hat Putin die Produktion von Einweg-Kampfdrohnen zu einer Priorität der russischen Waffenproduktion gemacht. Durch die Erhöhung der Produktion ist es den Russen gelungen, die Vorteile der Ukraine im Drohnenkrieg – welcher Kyiv seit Anfang des Krieges hatte – wettzumachen. Hergestellt werden die Drohnen in zwei Grossfabriken in Russland. https://www.nytimes.com/2025/09/14/world/europe/russia-ukraine-drone-attacks-production.html

MEDWEDEWS DROHUNGEN
Dmitri Medwedew, der alkoholkranke ehemalige Staatspräsident Russlands, ist heute stellvertretender Chef des Sicherheitsrats Russlands und fehlt dort an vielen Sitzungen. Aber als inoffizieller Bedroher des Kremls erfüllt er von Zeit zu Zeit seine Aufgabe.
Heute hat sich Medwedew nach einer 11-tägigen Pause auf Telegram wieder einmal gemeldet. Zuerst verhöhnt er die schwache Reaktion des Westens nach dem russischen Drohnenangriff gegen Polen, insbesondere das aktuelle Verteidigungsprojekt der NATO: «Die mächtige europäische Initiative „Ostwächter” hat mich amüsiert. Das scheint alles zu sein, was von der „Koalition der Willigen” übrig geblieben ist.»
Dann werden seine Drohungen lauter. Originaltext: «Die Umsetzung der provokativen Idee der Kiewer und anderer Idioten, eine „Flugverbotszone über der Ukraine” zu schaffen und den NATO-Ländern die Möglichkeit zu geben, unsere unbemannten Drohnen abzuschiessen, würde nur eines bedeuten – einen Krieg der NATO gegen Russland.»
Schliesslich schimpft er gegen die Verwendung russischer Gelder zugunsten der Ukraine durch europäische «Mistkerle». Alle diejenigen, welche «russisches Eigentum stehlen» würden «bis ans Ende der Welt verfolgt werden. Mit allen möglichen Mitteln». https://t.me/medvedev_telegram/605

«RUSSLAND GEWINNT NICHT»
Trumps Sonderbeauftragter für die Ukraine, der ehemalige US-General Keith Kellogg, erzählte heute folgende Begebenheit: Vor dem Gipfeltreffen mit Putin in Alaska fragte Trump, ob Russland auf dem Schlachtfeld gewinnt, sagte der US-Sonderbeauftragte.
Kellogg antwortete „nein“ und riet Trump, dies auch den Vorsitzenden der Stabschefs, Dan Keane, zu fragen. Kellogg: «Der Präsident tat dies, und Dan bestätigte: Russland gewinnt nicht. Putin kann so oft sagen, dass er gewinnt, wie er will, aber das entspricht nicht der Realität.» https://t.me/c/1197363285/175764

RUSSEN NICHT WILLKOMMEN
Die Europäische Union bereitet angeblich Beschränkungen für Touristen und Diplomaten aus Russland vor. Ein Teil des 19. Sanktionspakets gegen den Kreml sei die Einschränkung von Schengen-Visa für russische Staatsbürger, schreibt das Magazin «Euractiv». Letztes Jahr konnte eine halbe Million Russen nach Europa einreisen. «Euractiv» zitiert einen EU-Diplomaten: «Es ist nicht hinnehmbar, dass Russen reisen und das Leben geniessen, während ihre Regierung Ukrainer tötet».
Die meisten Länder, die an Russland grenzen (Polen, Tschechien, die baltischen Staaten, Finnland), haben bereits ihre Grenzen für Touristen aus Russland geschlossen. Aber Länder wie Italien, Spanien, Frankreich und Ungarn stellen weiterhin Visa aus, so die Publikation. https://euractiv.de/news/eu-erwaegt-einschraenkungen-fuer-russische-touristenvisa-und-diplomaten/
Das Generalkonsulat von Spanien in Moskau hatte am 13. September mitgeteilt, dass es «aus technischen Gründen aus „technischen Gründen bis auf Weiteres» keine Anträge für ein Visum annehmen wird. Heute hiess es aus dem Konsulat, dass die Annahme von Visumanträgen wieder aufgenommen wird. https://t.me/rbc_news/130700
Die Politik der Visavergabe an Russen durch Frankreich hat sich derzeit nicht geändert. Dies teilte die französische Botschaft in Russland der russischen Nachrichtenagentur RBC mit: «Das Konsulat stellt weiterhin Schengen-Visa aller Arten aus, sowohl Kurzzeit- als auch Langzeitvisa». https://t.me/rbc_news/130693

KRIM IST NUN JAGDGEBIET
Russland hat drei Jahre und Milliarden investiert, um ein «undurchdringliches» Luftabwehrnetz um die von ihr besetzte Halbinsel Krim herum aufzubauen. Doch diese Woche glitten Ukrainische Drohnen einfach über die Wellen rund um die Krim hinweg und trafen ein russisches Schiff in der Nähe seines Heimathafens. Russlands Festung ist zu einem Jagdgebiet geworden.
Noch vor drei Jahren war die Krim von einem der dichtesten Luftabwehrnetze der Welt umgeben – Dutzende von Radargeräten, Raketenbatterien und hochentwickelten Systemen. Die relativ einfachen TB-2-Drohnen der Ukraine, die zu Beginn des Krieges dominierten, wurden zu leichten Zielen über dem Luftraum der Krim. Russland hatte eine undurchdringliche Blase geschaffen.
Aber die Ukraine machte sich an die Arbeit. Dutzende von Radaranlagen und extrem teure Luftabwehrsysteme vom Typ S-300 und S-400 wurden zerlegt. Jetzt fliegen dieselben leicht verwundbaren TB-2 ungehindert über die Krim und ukrainische Drohnen treffen Schiffe in Gewässern, die Moskau für völlig sicher hielt.
Der Militärblogger Lew Anno schreibt: «Wenn Ihr milliardenschweres Verteidigungsnetzwerk relativ billige Drohnen nicht aufhalten kann, haben Sie mehr als nur Ausrüstung verloren. Sie können nichts mehr schützen.» Belegen konnten das die Ukrainer diese Woche. Erneut traf eine ukrainische Drohne eines der Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte und beschädigten es schwer. Es handelte sich um das Rettungs- und Bergungsschiff Project MPSV07. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1297-11-9-25-22-uhr/
Das ist an sich nicht aussergewöhnlich: In den 43 Monaten hat die Ukraine rund ein Drittel der drei Dutzend russischen Kriegsschiffe versenkt oder unreparierbar beschädigt. Besonders sind jedoch dieses Mal die Umstände, welche auf eine neue Qualität der Auseinandersetzung hinweisen:
Anstatt eine Flotte vergleichsweise langsamer Drohnenboote zu entsenden oder eine wertvolle Marschflugrakete zu verschiessen, die möglicherweise 1 Million Dollar oder mehr kostet, flog der ukrainische Militärgeheimdienst GUR eine Angriffsdrohne mit festen Tragflächen in sehr geringer Höhe bis nach Noworossijsk und griff den Brückenbereich des Projekts MPSV07 an, wo sich viele der empfindlichsten elektronischen Bauteile befinden.
Vor zwei Wochen hatte ein ukrainisches Drohnenteam einen Treffer auf eine Raketenkorvette der Schwarzmeerflotte in ähnlicher Weise erzielt. Damals flog eine Angriffsdrohne in Wellenhöhe und traf die Elektronik an der Oberseite der Korvette.
Im Vergleich zu Raketen und Marschflugkörpern sind Angriffsdrohnen günstig. Selbst die teuersten kosten nur 200 000 US-Dollar; die meisten liegen im fünfstelligen Bereich.
Das Beseitigen von Dutzenden russische Radaranlagen, mobile Geschütze, Boden-Luft-Raketenfahrzeuge und Langstrecken Raketen auf der Krim gibt der Ukraine neue Freiheiten bei der Rückeroberung ihres Territoriums. https://x.com/anno1540/status/1966780941713522712

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