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DIE ERMORDETE ZINAYIDA
Zinayida Orlova war unter den 45 Rentnerinnen und Rentnern, die am Dienstag im Dorf Yarowa in der ukrainischen Region Donezk anstanden, um ihre staatliche Rente zu erhalten. Doch dann schickte die russische Armee eine Lenkbombe auf das kleine Grüppchen und tötete 24 alte Menschen. Zinayida ist eines der Opfer dieses russischen Terrors.
Zinayida Orlova war von Journalisten im Jahr 2022 nach der Befreiung ihres Dorfes durch die ukrainische Armee interviewt worden. Die betagte Frau agierte trotz ihrer Erfahrungen unter der Besatzung optimistisch und fürsorglich. Nun ist Zinayida tot. https://bsky.app/profile/halushka.bsky.social/post/3lynfks5ofs22
BENZINKRISE IN 20 REGIONEN
Die Kraftstoffkrise in der Russischen Föderation eskaliert. Tankstellenbesitzer berichten von Lieferengpässen: Einige Raffinerien liefern seit Wochen kein Benzin der Sorten AI-92 und AI-95 mehr. Ein Teil der Tankstellen schliesst oder beschränkt die Kraftstoffabgabe. In mehr als 20 Regionen – vom Fernen Osten und der vorübergehend besetzten Krim bis zu den Regionen Rjasan, Saratow, Rostow, Kalmückien und Tatarstan – bilden sich Warteschlangen. https://t.me/uniannet/174334
Die «Russian Independent Fuel Union», ein Verband von Tankstellenbesitzern, erklärte in einem Interview mit der russischen Staatszeitung Izvestiya am 10. September, dass über 10 russische Föderationssubjekte von Kraftstoffengpässen betroffen sind, darunter die Oblast Rjasan, Nischni Nowgorod, Saratow und Rostow, Regionen im Fernen Osten und die besetzte Krim, und dass die Kraftstoffengpässe auch zentrale Regionen wie die Oblast Nischni Nowgorod erreichen
Selbst die propagandistischen staatlichen Medien haben das Problem anerkannt, obwohl die offiziellen Behörden es nur mit einem «saisonalen Anstieg der Nachfrage» erklären. Das amerikanische «Institute for the Study of War» (ISW) schreibt: «Es ist bemerkenswert, dass die russischen Staatsmedien offener über Benzinknappheit sprechen, da dies darauf schliessen lässt, dass das Thema in der russischen Gesellschaft immer mehr Anklang findet.» https://x.com/TheStudyofWar/status/1966358609337659861
NÄCHSTER RAFFINERIE-STOP
Das Videobild hält den Moment fest, als eine ukrainische Drohne heute nach 1 350 Kilometer Flug in der Ölraffinerie Novo-Ufimsk einschlug.(Das Video gibt es hier: https://x.com/i/status/1966849361549422971). Die Anlage hat eine Kapazität von 7,5 Millionen Tonnen Öl pro Jahr und ist damit eine der grössten Produktionsbetriebe Russlands. Erstaunlich ist, dass die beiden gezeigten Videos der Drohnen relativ langsam fliegende Drohnen zeigen, die offenbar den langen Weg ohne Abschuss überstanden haben. Zweites Video: https://x.com/i/status/1966853404824924624
KEINE GESPRÄCHE
Was seit langem bekannt ist, wird nun auch vom Kreml bestätigt: «Die russisch-ukrainischen Verhandlungen befinden sich derzeit in einer Pause, erklärte der Pressesprecher des Präsidenten, Dmitri Peskow. «Es gibt Kommunikationskanäle, sie sind eingerichtet, unsere Verhandlungsführer haben die Möglichkeit, über diese Kanäle zu kommunizieren, aber im Moment kann man wohl eher von einer Pause sprechen», sagte er auf einer Pressekonferenz. Das Zitat und die Nachricht stammen vom offiziellen russischen Nachrichtenkanal «Interfax». https://www.interfax.ru/amp/1046939
RUSSEN EINGEDRUNGEN
Gemäss gestern veröffentlichten Berichten ist es russischen Soldaten gelungen, in die Stadt Kupjansk einzudringen. Sie hätten das über eine stillgelegte grosse Gasleitung getan und dabei elektrische Roller benutzt. Videos zeigen, wie einzelne Soldaten aus dem Gasrohr-Lock kriechen. Die unabhängigen Analysten von «Deep State» schreiben: «Ein ähnliches Vorgehen haben die Russen bei Avdiivka und zum zweiten Mal bei Sudja genutzt.» https://t.me/c/1197363285/175596
Heute gab der ukrainische Generalstab bekannt: «Der Austritt aus der Pipeline, mit dem der Feind Personal nach Kupjansk verlegt hat, steht unter der Kontrolle der ukrainischen Verteidiger. Die Pipeline führt nicht direkt in die Stadt. Es ist zu beachten, dass es im Bereich von Kupjansk mehrere Pipelines gibt. Drei von vier Fäden sind bereits beschädigt und überflutet, der Ausgang vom vierten steht unter der Kontrolle der Verteidigungskräfte.» https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid02UVYvLdugLfrCGxeueS9FsiyNeTQgednsbwFLzu1g49XwFtAQRztVxzZWpbiMoqful
Andrij Kanaschewitsch, Leiter der regionalen Militärverwaltung sagte am TV: «In Kupjansk gibt es keine Russen, die Kämpfe finden an den Rändern statt.» https://t.me/c/1197363285/175635
RUSSLAND BETTELT
Russland hat die Türkei angefragt, ob sie die 2019 gelieferte S-400-Luftabwehrsysteme zurückverkaufen. Moskau tut das, weil seine vorhandenen S-400-Luftabwehrsystem zur Neige gehen, die ein bevorzugtes Ziel ukrainischer Drohnen sind. In den letzten Monaten waren mehrere Meldungen über zerstörte S-300 und S-400-Systeme der Russen auf der besetzten Halbinsel Krim erschienen. Russland hat keine eigenen Reserven.
Es handelt sich um zwei Systeme, die Ankara 2017 für 2,5 Milliarden Dollar erworben hatte. Eigentlich sind sie für die Türkei unbrauchbar, weil sie nicht in die NATO-Strukturen eingebaut sind und ihre Raketen unterdessen bereits die Hälfte ihrer Lebenszeit hinter sich haben. Aus diesem Grund, so berichtet das Fachmagazin «Militarnyi» ist die Türkei gegenüber der Anfrage aus Moskau nicht abgeneigt. Erdogans Regierung könnte sich damit auch weiteren Ärger mit den USA vom Hals schaffen, denn diese war schon unter «Trump I» gegen den Kauf dieser russischen Waffensysteme. https://militarnyi.com/en/news/russia-seeks-to-return-s-400s-previously-sold-to-turkey/
BLABLA AUS DEN USA
Trump, Hegseth und Graham zeigen offen, dass sie zum Krieg nichts zu sagen haben.
US-Medien hatten diese Woche spekuliert, Europa habe Trump von der Notwendigkeit härterer Sanktionen gegen Russland überzeugt. Daraus wird wohl nichts.
Nachdem Trump nicht wusste, was er zum russischen Angriff gegen Polen sagen sollte ( https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1296-10-9-25-22-uhr/) veröffentlichte er heute auf seinem Netzwerk «Truth» einen längeren Text. Inhalt: Die USA seien zu Sanktionen bereit, wenn alle NATO-Staaten dasselbe tun und zusätzlich auf den Import von russischem Öl verzichten. https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/115196697263809382 (ANMERKUNG: Ungarns Regierung – von Trump geliebt – ist weder zum einen noch anderen bereit)
Tatsächlich will sich Trumps Amerika nicht engagieren. Auf die Frage: «Was ist die Reaktion der USA auf den Angriff Russlands gegen Polen?» auf FoxNews sagte der sich «Kriegsminister» nennende Ex-TV-Moderator Pete Hegseth: « Wir haben lange Zeit Macht in weit entfernten Gebieten demonstriert, die nur einen vagen Bezug zu unserer eigenen Sicherheit im Heimatland hatten. Wir sichern das Heimatland.» Video:https://x.com/i/status/1966494241959412098
Mit grossem Pomp kündigte eine US-Senatorengruppe unter Führung von Lindsey Graham (Republikaner) und Richard Blumenthal (Demokrat) einen Vorschlag für einen Gesetzesentwurf an, der Russland und Weissrussland als «Terror Unterstützer» brandmarken und sanktionieren soll. Video ABC-News:https://www.youtube.com/watch?v=IN6WayapeCk
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