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WIE WENIG PUTIN ERREICHTE
Das amerikanische «Institute for the Study of Wa» (ISW) sammelt Fakten. Sie haben die Karten der russischen Eroberungen in den vier ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Kharkiv und Saporischja ausgewertet. Das Ergebnis: Russland hat über eine Million Soldaten durch Tod oder Verletzung verloren – konkret 1’077’830. (In Worten: eine Million siebenundsiebzigtausend achthundertdreissig). Gewonnen haben sie seit August 2022 kaum nennenswertes ukrainisches Territorium. In zwei der vier Regionen besetzten sie heute weniger Boden als vor drei Jahren:
Kherson: August 2022 = 92.2 % // August 2025 = 71,8%
Saporischja: August 2022 = 71,8% // August 2025 = 73%
Donezk: August 2022 = 59,5% // August 2025 = 76,5%
Luhansk: August 2022 = 99.9% // August 2025 = 99,6%
Der britische Geheimdienst schätzt, dass die russische Armee bei diesem geringen Vorwärtstempo noch 4,4 Jahre brauchen würde, um alle vier ukrainischen Regionen zu besetzen. https://x.com/TheStudyofWar/status/1960009272865309020
WENIGER ÖL VERSCHIFFT
Die Angriffe auf den Hafen Ust-Luga nahe St. Petersburg und die Sprengung eines Teils der Druschba-Pipeline haben dem Export von russischem Öl geschadet. Letzte Woche wurden im Hafen Ust-Luga nur zwei Öltanker beladen; normalerweise sind es fünf in einer Woche. In allen russischen Häfen zusammen wurden letzte Woche 25 Tanker beladen, in der Woche vom 17.August waren es 28 und in der Woche vom 10.August sogar 30 Tanker.
Ausserdem sank der Preis für das sogenannte «Ural-Erdöl» – das traditionell immer billiger als das «Brent-Öl ist» – auf den tiefen Wert von 4’400 Rubel pro Barrel. Dieser Preis ist 17% tiefer, als der Kreml als Basis für seine Einnahmen angenommen hatte. Für den bereits extrem defizitären russischen Staatshaushaltsplan für dieses Jahr hatte der Kreml mit einem Preis für russisches Öl von 5’281 Rubel gerechnet. Das jetzt nur noch 4’400 Rubel verrechnet werden können ist ein Zeichen der Absatzkrise: Die Russen müssen ihr Öl zu Schleuderpreise an die weniger werdenden Abnehmer bringen. https://t.me/exilenova_plus/11849
UNGARN KAUFT WEITER BLUT-ÖL
Péter Szijjártó ist Aussenminister Ungarns und Teil des Kleptokratie Gruppe von Staatschef Viktor Orban. In den letzten Tagen hat er sich laut darüber beschwert, dass die Ukraine die russische Ölpipeline «Druschba» an einem wichtigen Ort gesprengt hat und damit auch die Lieferung von russischem Öl an Ungarn unterbrochen wurde. Heute beklagt sich Szijjártó erneut über die EU und die landesinternen Kritikern:
«Der jüngste Raketen- und Drohnenangriff der Ukraine auf die Druschba-Pipeline hat so schwere Schäden verursacht, dass die Reparaturen mehrere Tage dauern.
Der stellvertretende russische Energieminister Pavel Sorokin teilte mir mit, dass nach intensiver Arbeit eine vorübergehende Lösung gefunden wurde, sodass die Öllieferungen nach Ungarn morgen im Testbetrieb mit geringeren Mengen wieder aufgenommen werden können.
Derzeit sind die kommerziellen Reserven Ungarns ausreichend, sodass wir unsere strategischen Reserven nicht nutzen müssen.
Es ist jedoch empörend, dass einige ungarische Politiker und Medien die Ukrainer verteidigen, die die Pipeline angegriffen haben, und dass das EU-Kommissariat weiterhin behauptet, es bestehe „kein Versorgungsrisiko“.
Die Ukraine hat jedoch nicht vor, auf die Wünsche der ungarischen Führung einzugehen. Der ukrainische Aussenminister Andrii Sybiha schrieb vor zwei Tagen an Ungarn: «Die Energiesicherheit Ungarns liegt in Ihren eigenen Händen. Diversifizieren Sie und machen Sie sich unabhängig von Russland, wie der Rest Europas.» https://x.com/andrii_sybiha/status/1959676672573419701
WARNUNG AN DEN KREML
Am 22. August 2022 wurde hier der bekannte russische Journalist und Nationalist Maxim Kalaschnikow zitiert. Der Mann, der die imperialen Ziele des Kremls voll und ganz unterstützt, warnte damals vor übereilten russischen Hoffnungen auf ein schnelles Kriegsende. Das war vor drei Jahren und seine Vorhersage traf zu. https://ukraineaktuell.com/ukraine-storys-die-zweifel-eines-russen/
Nun meldet sich Maxim Kalaschnikow erneut und warnt vor einem Zusammenbruch der russischen Wirtschaft. Hier sein Originaltext, übersetzt aus dem Russischen:
🔻 «Russlands Wirtschaft ist durch den anhaltenden Krieg am Limit. Natürlich können Dugin (Putins Lieblingsphilosoph und Historiker) und Medinsky (Leiter der Istanbul-Delegation) davon faseln, noch zehn oder zwanzig Jahre kampfbereit zu sein, aber das ist völliger Unsinn. So viel Zeit haben wir nicht.»
🔻 «Ich höre auch die wahnhaften Behauptungen, dass wir bald einen Krieg mit Europa beginnen, ein neues nukleares Wettrüsten beginnen und 90 Billionen Rubel für die Modernisierung unserer Arsenale ausgeben werden.»
🔻 «Dafür gibt es keine Chance. Unsere Wirtschaft ist noch nicht völlig zusammengebrochen, aber sie bricht bereits auseinander. Der gescheiterte Blitzkrieg führte dazu, dass die Russische Föderation 1,2 Billionen Dollar (fast 100 Billionen Rubel) verlor, die sie für ihre Entwicklung benötigte, und der Krieg verschlingt weiterhin Ressourcen. Allein für die Beseitigung der Zerstörungen in den annektierten Gebieten werden noch Dutzende Billionen benötigt.»
🔻 «Wir werden schon sehr bald vor der schwierigen Frage stehen, wie wir die Sicherheitsdienste und den Staatsapparat zumindest wieder auf das Vorkriegsniveau finanzieren oder wie wir Verzögerungen bei der Auszahlung der Renten vermeiden können.»
🔻 «Die Russische Föderation steht vor einem stürmischen politischen Umbruch. Wirtschaftlich ist die Lage dieselbe wie in der UdSSR 1985, am Vorabend der Perestroika, politisch ähnelt sie dem Februar 1917, als das zaristische Regime zusammenbrach.» https://x.com/NSTRIKE1231/status/1960281442568552469
KARTOFFELKRISE IN BELARUS
In Weissrussland / Belarus sind Kartoffeln als Grundnahrungsmittel so wichtig, dass sie als «zweites Brot» bezeichnet werden. Aktuell aber ist das Land mit einem beispiellosen Kartoffelmangel konfrontiert. Aktuell sind im Land nur noch wenige, meistens kleine oder verfaulte Kartoffeln zu haben.
Grund dafür ist die Preis- und Lieferpolitik des selbsternannten Regierungschefs Alexander Lukaschenko und Misswirtschaft in der Landwirtschaft.
Im letzten Jahr betrug die Ernte nur 3,1 Millionen Tonnen, ein Viertel weniger als 2023, aufgrund wirtschaftlich unrentablen Anbaus und Verlusten von bis zu 40 % in den Lagern.
Zweitens wollte die Regierung die Preise für Kartoffeln senken, aber nun exportieren die Landwirte die Kartoffeln nach Russland, wo doppelt so viel bezahlt wird, weil auch die russische Ernte missraten ist.
Lukaschenko forderte in einem Appell an die Bevölkerung «einen Monat durchzuhalten». Ausserdem sollen Geschäfte bestraft werden, wenn sie keine Kartoffeln anbieten. https://t.me/c/1197363285/173820
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