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PUTINS BRIEFTRÄGER
Nach einem «Gipfel-Treffen» in Alaska ohne irgendwelche Resultate telefonierte Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyj. Er teilte ihm mit, welche Vorstellungen Putin von einem Waffenstillstand habe: Putin würde einem Waffenstillstand nach den derzeitigen Regeln zustimmen und eine schriftliche Zusage unterzeichnen, wenn weder die Ukraine noch Europa «erneut angreifen» und wenn die Ukraine den gesamten Donbass an Russland übergebe, einschliesslich der Gebiete, die sich derzeit nicht unter russischer Kontrolle befinden.
16 Stunden nach dem Abschluss des kurzen Treffens zwischen dem Kriegsverbrecher Putin und Trump in Alaska zeigt sich, dass nichts mehr ist wie zuvor. Es gab keine konkreten Resultate. Das geplante Mittagessen und die erweiterten Gespräche wurden abgesagt. Beide Staatschefs verliessen das Treffen, ohne Fragen zu beantworten. Trump bleibt seine Drohungen schuldig. Putin stellt überzogene Forderungen. Einzig zu sehen war ein US-Präsident, der einem Kriegsverbrecher applaudierte und den Unterarm tätschelte.
All das überrascht nicht. Aber es gibt einiges festzuhalten, was aufzeigt, dass nun vieles anders ist.
Die Washington Post schreibt nach dem Treffen, dass Trump die Forderung nach einem Waffenstillstand aufgegeben hat: «Präsident Donald Trump sagte am Samstag, dass die Ukraine und Russland direkt zu einer Einigung über ein endgültiges Friedensabkommen kommen sollten, und liess damit seine Forderung nach einem Waffenstillstand fallen. Diese dramatische Kehrtwende bringt ihn nur wenige Stunden nach ihrem Gipfeltreffen in Alaska mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Einklang.» Trump gebe damit nicht nur Putin nach, sondern lasse auch eine der zentralen Forderungen der Europäischen Union, anderer westliche Staaten und der Ukraine fallen. https://www.washingtonpost.com/world/2025/08/16/ukraine-washington-zelensky-russia-trump
Die New York Times schreibt: «Das Auslassen der Waffenstillstandsgespräche würde Russland einen Vorteil in den Verhandlungen verschaffen, die voraussichtlich am Montag fortgesetzt werden, wenn der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj Trump im Weissen Haus besucht. Dies ist ein Bruch mit der Strategie, auf die sich Trump und die europäischen Verbündeten sowie Selenskyj vor dem Gipfeltreffen zwischen den USA und Russland in Alaska geeinigt hatten.» https://www.nytimes.com/live/2025/08/16/world/trump-putin-meeting-alaska
Der ehemalige kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger sagte in einer Video-Botschaft: «Präsident Trump, ich sah sie bei der Pressekonferenz mit Putin. Es war peinlich. Sie standen da wie eine kleine weisse Nudel, wie ein Fanboy. Sie lieferten an dieser Pressekonferenz die Intelligenz aus, die Gerechtigkeit und am wichtigsten: Unser Land. Sie sind der Präsident der Vereinigten Staaten, sie sollten so etwas nicht tun. Was ist los mit Ihnen?» https://www.facebook.com/watch/?mibextid=wwXIfr&v=1869047630340696
Sarah Reese Jones, amerikanische politische Journalistin des https://www.thedailypoliticususa.com/ schreibt über die Medienkonferenz, die in Anwesenheit von Putin stattfand: «Trump klingt erschöpft und gebrochen, als er eineinhalb Minuten nach Beginn seiner Erklärung über die „Russland-Verschwörung“ schwadroniert. Trump fährt fort und bezeichnet Putin als „den Boss“.» Video: https://x.com/i/status/1956493569176302076 (FOTO vor und nach dem persönlichen Treffen)
Der ehemalige Trump Berater John Bolton sagte: «Putin hat fast alles bekommen, was er wollte – Trump bekam nichts ausser Versprechen für neue Treffen.» Video:https://x.com/i/status/1956627890541392104
Der demokratische Senator Richard Blumenthal, der zusammen mit seinem republikanischen Kollegen Lindsey Graham ein grosses Anti-Russland-Sanktionspaket erarbeitet hat, sagte nach dem sogenannten Alaska-Gipfel: «Es kam nichts heraus bei diesem Treffen. Es war ein Nichtereignis (‘a Nothing Burger’). Mir drehte sich der Magen um, als ich hörte, wie der Präsident der Vereinigten Staaten Wladimir Putin als seinen sagenhaft guten Freund bezeichnete. Wladimir Putin ist ein Kriegsverbrecher.» Video: https://x.com/i/status/1956511001727144063
Olga Nesterova, eine erfahrene Journalistin im Bereich globale Politik und ehemalige UN-Diplomatin schreibt: «Die beiden sind Freunde. Punkt. Ende der Geschichte. Ich habe viele Gipfeltreffen begleitet und weiss, wie Bewunderung aussieht. Das ist das Ende der Weltordnung, wie wir sie kannten. Ein trauriger Tag für alle.» https://x.com/onestpress/status/1956435016969294174
DER STAMMELNDE PRÄSIDENT
Nach dem Kurztreffen in Alaska wurde Trump vom Fox-News Moderator Sean Hannity, einem reaktionären und legendären amerikanischen Radio- und TV-Moderator, befragt. Hier die komplette Abschrift einer seiner Fragen und dazu die Antwort von Trump, ausgerüstet mit begrenztem Vokabular und mehrfachen Wiederholungen:
HANNITY: „Sie sagten vor dem Interview, dass Sie in zwei Minuten wissen würden … Was war Ihr Eindruck in diesen zwei Minuten?“
TRUMP: «Wissen Sie, ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu Präsident Putin. Und wir hätten gemeinsam Grosses erreichen können, wissen Sie. Ihr Land ist unglaublich. Die seltenen Erden, das Öl und Gas – es ist unglaublich. Es ist mit Abstand das grösste Land der Welt. Ich glaube, sie haben elf Zeitzonen, wenn Sie das glauben können, das ist eine grosse Sache. Aber wir hätten viele grossartige Dinge erreicht, wenn uns nicht diese Russland-, Russland-, Russland-Lüge daran gehindert hätte. Wir hätten so viel erreichen können. Aber wir haben die grösste – eine der grössten Lügen aller Zeiten. Ich meine, es gab noch andere, wie die Wahl selbst, und wie Sie besser als jeder andere berichtet haben. Aber es war eine manipulierte Wahl und eine schreckliche Sache, die 2020 stattgefunden hat. Aber wir hätten eine grossartige Beziehung gehabt, aber wir haben es angesichts der Umstände erstaunlich gut gemacht – wissen Sie, er würde sich umsehen und sehen, was passiert ist, und denken, wir sind verrückt mit dieser erfundenen Russland-, Russland-, Russland-Lüge. Wir hatten also etwas sehr Wichtiges, und wir hatten heute ein sehr gutes Treffen, aber wir werden sehen. Ich meine, man muss eine Einigung erzielen.» https://x.com/i/status/1956524061225263160
SZENEN EINER KATASTROPHE
Als Putin auf dem roten Teppich in Richtung Trump geht, klatscht Trump drei Mal hintereinander mehrfach in die Hände zur Begrüssung des auf ihn zugehenden Kriegsverbrechers. Video: https://x.com/i/status/1956435224591577304
Bei der Begrüssung von Putin auf dem Roten Teppich ruft ein Journalist: «Herr Putin, haben Sie die Ukraine unterschätzt?» Putin tut so, als habe er nichts gehört. Danach fragt eine Journalistin: «Präsident Putin, werden Sie aufhören, Zivilisten zu töten?» Putin tut wieder so, als hätte er nichts gehört. Trump wirkt unbeteiligt. Video: https://x.com/i/status/1956441026253721969
Beim Zusammentreffen kommt es zu folgendem Wortaustausch: TRUMP: «Danke, Wladimir, ich werde Sie wahrscheinlich sehr bald wiedersehen». PUTIN: Nächstes Mal in Moskau? TRUMP: «Ich könnte mir vorstellen, dass es passiert.» Video: https://x.com/i/status/1956493291429449761
Der Kreml-Video-Service (Kremlin.ru) veröffentlichte eine 18-Sekunden lange Aufnahme, auf der zu sehen ist, wie sich Trump und Putin im Flur vor dem Konferenzraum unterhalten, sich die Hand geben und wie Trump dabei Putin lächelnd die Hand tätschelt. Video: https://x.com/i/status/1956502472635146691
Putin verliess das Treffen mit Trump in bester Stimmung und erzählte dem Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow auf dem Weg nach draussen enthusiastisch etwas. Video: https://x.com/i/status/1956481541783060895Denis Danilov schreibt dazu: «genauso sieht das Ende der internationalen Isolation des blutigsten Verbrechers des 21. Jahrhunderts aus.»
ALLES NACH FAHRPLAN
Roman Sheremeta ist ein ukrainisch-amerikanischer Wirtschaftsprofessor, der an der Universität Cleveland lehrt und sich immer wieder zum Krieg Russlands gegen die Ukraine meldet. Er zitiert die Position Trumps so: «Wir stehen kurz vor einem Deal. Die Ukraine muss zustimmen. Vielleicht sagt sie Nein» und schreibt dann:
«Ich schrieb Folgendes vor fast einem halben Jahr: „Trump interessiert sich nicht für die Ukraine. Für ihn ist sie lediglich ein Hindernis für enge Beziehungen zu Russland. Um dieses Hindernis zu beseitigen, muss er zunächst dafür sorgen, dass Russland die Kontrolle über die Region Kursk zurückerlangt. Der nächste Schritt für Trump besteht darin, sich mit seinem guten Freund, dem Kriegsverbrecher Putin, wieder zu versöhnen und die Beziehungen zwischen den USA und Russland wiederherzustellen. Dazu muss er entweder die Ukraine zur Kapitulation zwingen (was die Ukraine nicht akzeptieren wird) oder ihr die Schuld für ihre Ablehnung des „Friedens“ geben. Es ist vorhersehbar, dass Putin auf Kosten der Ukraine inakzeptable Friedensbedingungen vorschlagen wird. Trump wird dann behaupten, Putin sei zu einem Waffenstillstand bereit, doch wenn die Ukraine die Bedingungen ablehnt, wird Trump der Ukraine vorwerfen, keinen „Frieden“ zu wollen. Er wird die Ukraine zum Sündenbock machen und Zelenskyj für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich machen.» https://x.com/rshereme/status/1956539410570432804
USA SIND TOT – UKRAINE KÄMPFT
Sergej Sumlenny ist ein ukrainischer Militärbeobachter und hat als talentierter Sammler von Unterstützungsgeldern für die ukrainischen Soldaten bereits 2 Millionen Euro zusammengebracht. Er wurde gebeten, seine Eindrücke von «Alaska 2025» zu schildern:
Es ist eine riesige Show, die viel mehr Aufmerksamkeit bekommt, als sie verdient.
Die USA können sich als politische Nation und Führer der freien Welt frei selbst zerstören, ich kann sie nicht beurteilen, das Bild der US-Soldaten, die vor dem russischen Flugzeug knien, spricht für sich.
Putin braucht diese inszenierte Show, um den Eindruck zu erwecken, er sei stark, und da er diese Show braucht, zeigt: Er ist extrem schwach;
Russland kann auf dem Schlachtfeld kein Ziel erreichen. Azov vernichtet die Russen in Pokrovsk, und die 225. befreit gerade die Region Sumy. Deshalb diese verdammte Show – wenn Russland auf dem Schlachtfeld hätte gewinnen können, bräuchte es keinen «Friedenshandel»;
Russlands Wirtschaft bricht zusammen, vor allem aufgrund der ukrainischen Angriffe auf Ölraffinerien und Bahnhöfe;
Das eigentliche Problem ist, dass die EU (noch) nicht erkennen kann, dass die USA sich zurückgezogen haben (und tot sind) und dass dieser Krieg in Europa von einem vereinten Europa gewonnen werden muss. Ein paar dumme 500 Kampfpanzer, 1000 Marschflugkörper und 800 Schützenpanzer hätten einen großen Vorstoß bewirken können;
• Die ungarische Schicksal Wahl
• Trump & Co als Schüler Orbáns
• Systematische Zerstörungen
• Der Krieg in den drei Zonen
• Neue ukrainische Waffensysteme
• Angriffe auf die Stadt Odesa
• Kreml produziert Grosses Defizit
• Ukraine: Müde, aber ungebrochen
• 80% der Ukrainer für Widerstand
• Analyse: So ist Russland zu schlagen
• Vielfältiges Drohnenarsenal
• Digitale Dunkelheit für Russland
• Düstere Prognose für das Volk
• Russische Armee tötet fünf Zivilisten
• Ukrainer überwinden 1’100 Kilometer
• Brände in Russlands Schlüsselindustrie
• Angriffe auf Russen in besetzter Zone
• Ukrainer operieren von Libyen aus
• EX-CIA-Chef lobt ukrainische Innovation
• Massive Kritik an Mobilisierungsbehörde
• Auch die Slowakei für Sanktions-Schluss
• Gefragte ukrainische Drohnen
• Israel möchte zusammenarbeiten
• Iran droht mit Angriffen auf Kyiv
• Drohnenhagel gegen Russland
• Russische Chipfabrik stillgelegt
• Belgien will Deal mit Russland
• Sonderschutz für Putins Palast