#UKRAINE AKTUELL Nr. 1255 (31.7.25 /21Uhr)

  • Spannungen Weisses Haus – Kreml
  • Rubio: Medwedew spielt keine Rolle
  • Keine Fortschritte mit Moskau
  • 16 Tote in Kyiv nach neuem Angriff
  • Russland tötet absichtlich Zivilisten
  • Chasiv Yar bleibt weiter ukrainisch
  • Neues Anti-Korruptions-Gesetz
  • Aserbaidschan baut Denkmal ab

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SPANNUNGEN USA – RUSSLAND

Vor drei Tagen griff Dmitri Medwedew, ein enger Vertrauter von Putin und ehemaliger russischer Präsident (2008 – 2012) den amerikanischen Präsidenten an: «Jedes neue Ultimatum ist eine Drohung und ein Schritt in Richtung Krieg. Nicht zwischen Russland und der Ukraine, sondern mit seinem eigenen Land.» (Siehe Ukraine Aktuell https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1252-28-7-25-22uhr/)

Heute antwortete Trump auf diese Drohung auf seinem sozialen Netzwerk «Truth» («Wahrheit»): «Medwedew, der gescheiterte ehemalige Präsident Russlands, der sich immer noch für den Präsidenten hält, soll auf seine Worte achten. Er begibt sich auf sehr gefährliches Terrain!» https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/114945847973193713 Im gleichen Text bezeichnete Trump Russland als «kaputte Volkswirtschaft» und «Ebenso machen Russland und die USA fast keine Geschäfte miteinander. Das soll auch so bleiben.»

Dmitri Peskow, Sprecher des Kremls, äusserte sich gemäss der russischen Propaganda-Agentur TASS so zu den Drohungen Trumps:

«Der russisch-amerikanische Handel ist tatsächlich nahezu auf Null, sollte aber nicht so bleiben; Es gab keinen Prozess der Rückkehr amerikanischer Unternehmen nach Russland, daher gab es nichts zu pausieren.». https://t.me/tass_agency/328480

Bemerkenswert ist: Bis vor kurzen hat der Kreml noch behauptet, dass immer mehr Firmen aus den USA wieder nach Russland zurückkehren. Nun heisst es, dass es «keinen Prozess der Rückkehr» gibt.

Medwedew, der heute noch Vizepräsident des russischen Verteidigungsrates und bekannt für seine Alkoholexzesse ist, äusserte sich erneut nach Trumps Wutausbruch: «Wenn die Worte des ehemaligen russischen Präsidenten einen so nervösen US-Präsidenten so sehr aufregen, dann hat Russland in allem Recht und wird seinen Weg weitergehen. (…) er soll sich doch an seine Lieblingsfilme über „wandelnde Tote“ erinnern und daran, wie gefährlich eine in der Natur nicht existierende „tote Hand“ sein kann.» https://t.me/medvedev_telegram/600

Der US-Aussenminister Marco Rubio sagte zum Wortduell zwischen Trump und dem Putin-Vertrauten Medwedew: «Er trifft keine Entscheidungen. Er hat an keinem der Treffen oder Gespräche teilgenommen, die wir je hatten. Das ist in Ordnung. Ich denke nicht, dass das die Situation irgendwie beeinflussen wird», sagte Rubio und betonte, dass Medwedew, obwohl er einst Präsident der Russischen Föderation war, jetzt nicht die offizielle Position des Landes bestimmt, offenbar dem Alkohol verfallen ist. https://t.me/uniannet/170711

KEINE FRIEDENS-FORTSCHRITTE

Vertreter des amerikanischen Weissen Hauses haben diese Woche mit Vertretern des Kremls gesprochen, um eine Verständigung über das Kriegsende in der Ukraine zu erreichen, aber Fortschritte gab es keine. Das sagte heute Marco Rubio, der amerikanische Aussenminister.

Rubio: «Am meisten beunruhigt den Präsidenten (Trump), dass er diese lauten Telefonate führt, in denen alle sagen: ‚Wir würden gerne eine Lösung finden, wenn wir einen Ausweg finden.‘ Und dann schaltet er die Nachrichten ein, in denen berichtet wird, dass eine weitere Stadt bombardiert wird». https://www.foxnews.com/video/6376383674112

Praktisch zur gleichen Zeit wie Rubio kündigte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow an, dass Putin heute Abend «eine wichtige Erklärung» abgeben werde.

16 TOTE NACH ANGRIFF AUF KYIV

In der Nacht auf heute schoss Russlands Armee über 300 Drohnen und ballistische Raketen in Richtung der ukrainischen Hauptstadt. Eingesetzt wurden auch «Iskander-K»-Marschflugkörper, welche aus der nahen russischen Region Kursk abgeschossen wurden. Weil die Reaktionszeit kurz war, konnten von den 8 Marschflugkörpern nur 3 rechtzeitig neutralisiert werden. https://t.me/c/1197363285/171084

Viele der Geschosse trafen Wohnungen und die darin schlafenden Bewohner. Zerstört wurden auch eine Schule und mehrere private Geschäfte. Die Polizei hat bereits etwa 2’000 Meldungen von betroffenen Bürgern erhalten. https://t.me/c/1197363285/171086

Im Solomenskyi-Bezirk und im Swjatoschynskyj-Bezirk von Kyiv wurden bisher 16 Leichen geborgen. Darunter auch der kleine Körper eines 6 Jahre alten Kindes und eines 17-jährigen Jugendlichen.  Zudem wurden 159 Zivilisten verletzt. https://t.me/uniannet/170709

IMMER MEHR DROHNEN

Im Juli 2024 griff die russische Armee die Ukraine mit 426 Drohnen an. Im Juli 2025 waren es bereits 6’297. Die Zahlen wurden vom unabhängigen Analysten-Netzwerk «OSINT» erhoben.

Die meisten dieser Drohnen waren sogenannte «Kampf-Drohnen» oder «Kamikaze-Drohnen» vom iranischen Typ «Shahed». Ziel der Drohnen waren vorwiegend zivile Städte und Wohngebiete. Zwischen Juli 2025 und Juli 2025 gab es keinen einzigen Tag, indem russische Drohnen nicht Zivilisten angriffen. https://t.me/c/1197363285/171094

CHASIV YAR WEITER UKRAINISCH

Die seit 16 Monaten dauernden Kämpfe um die strategisch wichtige Kleinstadt Chasiv Yar (vor dem Krieg 12’000 Einwohner) im Osten der Ukraine gehen weiter. Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyj sagte heute Abend:

«Heute gab es russische Falschmeldungen über Chasiv Yar – das ist russische Desinformation. Wichtig ist, dass unsere Soldaten kleine russische Sabotagegruppen, die ständig versuchen, in die Stadt vorzudringen und sich dort zu festigen, vernichten. Ukrainische Einheiten verteidigen unsere Stellungen und jeden russischen Vorstoss – in der Donezker, Sumy und Kharkiv Region – schlagen wir letztendlich zurück. Das ist nicht einfach, aber es geht um das Recht der Ukrainer auf Leben.»

Als Auskunftsquelle für die Einschätzung über Chasiv Yar nannte Zelenskyj den ukrainischen Generalstabschef Olexandr Syrskyj. https://t.me/V_Zelenskiy_official/15388

Am Morgen hatte das russische Kriegsministerium behauptet, dass die Stadt unter russischer Kontrolle sei. Verschiedene westliche TV-Stationen und Zeitungen übernahmen diese Darstellung.

NEUES ANTI-KORRUPTIONSGESETZ

Heute Abend unterzeichnete der ukrainische Präsident ein zuvor vom Parlament verabschiedetes Gesetz für einen verstärkten Kampf gegen die Korruption, womit es in Kraft tritt. Mit dem neuen Gesetz reagiert die ukrainische Führung auf Demonstrationen im Inland und Bedenken westlicher Partner, welche befürchtet hatten, dass der Kampf gegen die Korruption geschwächt würde. Zelenskyj hatte die Änderung vor einer Woche angekündigt. Siehe Ukraine Aktuell Nr. 1248 https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1248-24-7-25-9uhr/

Das neue Anti-Korruptionsgesetz erneuert die organisatorische Unabhängigkeit für das «Nationale Antikorruptionsbüro (NABU)» und die «Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO)». Die letzte Woche beschlossene Unterstellung der Behörden unter die Generalstaatsanwaltschaft wurde damit rückgängig gemacht. Gleichzeitig sollen NABU und SAPO von Personen befreit werden, welche im Dienste Moskaus arbeiten. Aus diesem Grund wird das gesamte Personal regelmässig mit Lügendetektoren getestet und die Arbeit der Beamten wird anhand der Ergebnisse bewertet.

ASERBAIDSCHAN BAUT DENKMAL AB

In seinen Bestrebungen für mehr Unabhängigkeit von Russland hat Aserbaidschan einen weiteren Schritt getan. Das Denkmal des russischen Malers Iwan Aiwasowski/Aivazovsky wurde in Berg-Karabach entfernt. Das Denkmal für Aivazovsky war im Jahr 2021 von den damals in Berg-Karabach stationierten «russischen Friedenstruppen» errichtet worden.

In Moskau zeigt sich Michail Schwydkoj empört. Der Präsidenten der «Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit ist «voll tiefster Ablehnung» für diesen «nicht zivilisierten Akt». Schwydkoj nannte den Denkmal-Abbau eine «demonstrative unfreundliche Aktion gegenüber Russland», schreibt die russische Propaganda-Agentur TASS. https://t.me/tass_agency/328522

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1408 (31.12.2025 / 9Uhr)

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• Angriff auf Putin fand nicht statt
• Vier Moskauer Vororte ohne Licht
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• «Bald 1’000 Drohnen in der Luft»
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• Beat Heris Kommentar

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1395 (18.12.25 / 10Uhr)

• Musk-System hilft Putins Armee
• Frontsituation in der Ostukraine
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• Situation in Pokrovsk schwierig
• Putins Ziele bleiben «maximal»
• EU-Chefdiplomatin Kallas warnt
• Angeblich neue USA-Sanktionen
• Soldaten enttäuscht von den USA
• Russische Armee schützt Ölflotte

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1405 (28.12.2025 / 9Uhr)

• Zelenskyj trifft Trump in Miami
• 20 Punkte-PLAN ist bereinigt
• Russland signalisiert ein NEIN
• 750’000 Familien ohne Energie
• Kreml meldet drei Fronterfolge
• Ukraine dementiert alle Erfolge
• «Mehr tun kann Moskau nicht»
• 2001 wollte Putin in die NATO
• 13. und 14. General gestorben

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1422 (14.1.2026 / 9Uhr)

• USA kritisieren öffentlich Russland
• Olexandr Syrskyjs positive Bilanz
• 2 Öltanker von Drohnen attackiert
• Brand in russischer Drohnenfabrik
• Kyjver kämpfen um Strom&Wärme
• Anschuldigung gegen Timoschenko
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