#UKRAINE AKTUELL Nr. 1242 (18.7.25 /22 Uhr)

  • EU verschärft Russland-Sanktionen
  • Schwierige Lage an zwei Fronten
  • Punkte für tote und gefangene Russen
  • Angehörige fordern Entschädigungen
  • Ukraine zahlt Familien toter Krieger
  • Drohnen sind alles entscheidend
  • Kreml will totale digitale Kontrolle

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18. SANKTIONSPAKET DER EU

Die Europäische Union hat eines der «bisher härtesten» Sanktionspakete beschlossen, schreibt die Chefdiplomatin der EU, Kaja Kallas. Wir bleiben standhaft. (…) Wir kürzen das Kriegsbudget des Kremls weiter. (…) Wir erhöhen den Druck auf die russische Rüstungsindustrie und chinesische Banken, die die Umgehung von Sanktionen ermöglichen, und blockieren den Export von Technologie, die in Drohnen verwendet wird.» https://x.com/kajakallas/status/1946092696323449188

18. Sanktionspaket:

➡️ Alle Nord Stream-Pipelines werden verboten;

➡️ Die Preisobergrenze für russisches Öl für G7-Staaten wurde von 60 $ auf 47,6 $ pro Barrel gesenkt. (Der Durchschnittspreis für russisches Urals-Öl lag im Juni bei 58,9 Dollar pro Barrel.) Der Preis wird alle drei Monate entsprechend der internationalen Preisentwicklung angepasst;

➡️ Die Bewegungsfreiheit für 105 Tanker, die russisches Öl transportieren («Schattenflotte»), wurde beschränkt;

➡️ Sanktionen gegen die Raffinerie von „Rosneft“ in Indien;

➡️ Sanktionen wurden auch gegen 22 russische und chinesische Banken verhängt;

➡️ EU-Sanktionen betreffen auch diejenigen, die ideologische Beeinflussung ukrainischer Kinder betreiben;

➡️ Der Export von Technologien, die in Drohnen verwendet werden, wird blockiert. https://austria.representation.ec.europa.eu/news/eu-beschliesst-18-sanktionspaket-gegen-russland-2025-07-18_de

Die Slowakei hatte sich wochenlang geweigert, dem 18. Sanktionspaket zuzustimmen. Hintergrund war ein Streit um das geplante Verbot von Gasimporten aus Russland. Nun gab die Slowakei ihre Blockade auf. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico erklärte, er habe „Garantien“ aus Brüssel in Bezug auf die Gaspreise in seinem Land erhalten. https://apa.at/news/eu-einigt-sich-auf-18-sanktionspaket-gegen-russland/

DIE LAGE AN DER FRONT

Nach einer Besprechung mit dem ukrainischen Generalstabschef Olexandr Syrskyj schreibt der ukrainische Präsident Zelenskyj: «Die Lage in den Grenzgebieten der Regionen Sumy und Kharkiv  bleibt schwierig. Die russische Armee quält weiterhin unsere Menschen in den Gebieten Cherson und Mykolajiw, indem sie Zivilisten mit verschiedenen Drohnentypen angreift. Wir werden ihnen spürbar antworten.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/15179

SOLDATEN SAMMELN PUNKTE

Im Rahmen eines im letzten Jahr erstmals getesteten Programms können Soldaten in der Ukraine für jeden getöteten russischen Soldaten oder jedes zerstörte Ausrüstungsteil «Punkte» sammeln.

Das Programm mit dem Namen «Army of Drones: Bonus» (auch bekannt als «e-points») wird laut Mykhailo Fedorov, dem ukrainischen Minister für digitale Transformation, mittlerweile von 90 bis 95 % der Kampfeinheiten genutzt. Damit wird ein stetiger Strom nützlicher Daten geliefert.

Die Punkte werden nach verschiedenen Leistungen vergeben: So bringt die Ermutigung eines russischen Soldaten zur Kapitulation mehr Punkte als seine Tötung. Der Grund: Kriegsgefangene können für künftige Verhandlungen über Gefangenenaustausche eingesetzt werden. Quelle BBC: https://www.instagram.com/p/DMP_p_0RIxE/?igsh=cGVycHJoMXd6d205

ENTSCHÄDIGUNG FÜR KRIEGER

Auf den geschichtsträchtigen Maidan-Platz in Kyiv demonstrierten heute mehr als 1’000 Ukrainer. Die Mehrzahl waren Angehörige von verschwundenen oder gefangenen Soldaten und ukrainische Kriegsveteranen. Die Massenkundgebung forderte die Regierung auf, die Probleme der Familien vermisster Verteidiger zu beachten. Viele Familien vermisster Verteidiger erhalten keine Unterstützung. Zahlungen werden entweder nicht rechtzeitig geleistet oder fehlen ganz, und die Menschen sind gezwungen, monatelang verschiedene Bescheinigungen zu sammeln. https://t.me/c/1197363285/169772

Ebenfalls heute hat das ukrainische Parlament einem Gesetz zugestimmt, der die finanzielle Entschädigung verstorbene Kämpfer der ukrainischen Armee regelt. Angehörige von Soldaten, die in Gefangenschaft gestorben sind, können 15 Mio. UAH (308’000 €) erhalten.

Zahlungen gelten auch für Fälle, die vor Inkrafttreten der neuen Regelung eingetreten sind. Die Zahlung erfolgt auch, wenn der Tod des Soldaten innerhalb eines Jahres nach einer Verwundung, Verletzung oder Verstümmelung im Zusammenhang mit der Verteidigung des Vaterlandes eintrat. https://itd.rada.gov.ua/BILLINFO/Bills/Card/56161

TREFFEN XI – PUTIN – TRUMP

Am 3. September feiert das chinesische Militär in Peking das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Die chinesische Führung beabsichtigt, Putin und Trump zu einem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping einzuladen. Die britische Zeitung «The Times» hatte als erste über das mögliche Treffen berichtet, mit dem China «eine Neugestaltung seiner Beziehungen zu den USA» beabsichtigt. https://www.thetimes.com/world/asia/article/trump-putin-xi-jinping-china-wjlv3550k

Die amerikanische Regierung hat bisher keine Stellung zu dieser Einladung bezogen.

DROHNEN SIND ENTSCHEIDEND

Der breite Einsatz von Drohnen hat den Krieg komplett verändert. Zwischen den angreifenden Russen und den verteidigenden Ukrainern gibt es nicht mehr eine klar definierte Front, sondern einen 10 Kilometer breiten Korridor, den die Ukrainer «Todeszone» nennen. Beide Seiten würden diese Zone mit Drohnen überwachen und bei Bewegungen von Menschen oder Geräten zuschlagen.

Die Nachrichtenagentur Reuters schreibt: «Die Entwicklung des Krieges zum drohnenintensivsten Konflikt aller Zeiten hat laut zwei befragten ukrainischen Feldkommandanten die Fähigkeit Russlands ausgehöhlt, seine traditionellen Vorteile in Bezug auf Truppenstärke, Artillerie und Panzer auszunutzen. Jedes grosse Fahrzeug, das in Frontnähe operiert, ist nun ein offensichtliches Ziel, sodass die russischen Streitkräfte nicht mehr wie 2022 mit Kolonnen gepanzerter Fahrzeuge schnell vorrücken können.»

Trotz der Veränderungen in der Kriegsführung behalten die russischen Streitkräfte die Oberhand und erzielen im Osten und Norden der Ukraine langsame, aber stetige Fortschritte. Die Ukraine sei jedoch in der Lage, das Vorrücken der Russen noch lange abzubremsen, meinen von Reuters befragte Experten.

Der gesamte interessante Artikel ist frei zugänglich: https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/enter-kill-zone-ukraines-drone-infested-front-slows-russian-advance-2025-07-17/

KREML WILL DIGITALE KONTROLLE

Die russische Regierung ist dabei, die vollständige digitale Kontrolle über die Bürger Russlands zu erlangen. Diese Woche wurden Gesetzesänderungen verabschiedet, die jeden Online-Kauf überwachen und die Nutzung einer zweiten SIM-Karte faktisch verbieten sollen.

Ausserdem werden Geldstrafen für das Ansehen «extremistischer Inhalte» eingeführt. Dies umfasst viele Inhalte wie ein Lied eines sogenannten «ausländischen Agenten», einen Nachrichtenbericht eines ukrainischen Senders oder einen Instagram-Account mit Informationen, die nicht deckungsgleich mit den Kreml-Informationen sind.

Im weitere will die russische Führung der VPN-Nutzung vollständig kontrollieren. Mit der Software  «Virtual Private Networks – VPN» können Nutzer das Internet nutzen, ohne ihren Standpunkt und ihre Identität bekannt zu geben. Für diese Form der Internetnutzung sind langjährige Strafen vorgesehen.

Anstelle von ausländischen sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Threads, WhatsApp, YouTube,

Vimeo, XING, Linkedin, Snapchat, Pinterest, Bluesky werden «inländische Alternativen» (wie etwa Max Messenger) eingeführt.

Anton Gerashchenko, ukrainischer Journalist und Regierungsberater schreibt: «Das ultimative Ziel der russischen Behörden besteht darin, jeden Bürger mit einer einzigen SIM-Karte zu verknüpfen, über die die Regierung jede seiner Bewegungen überwachen kann. Totale Kontrolle über die Bevölkerung, gepaart mit völliger Straffreiheit für die Machthaber – das ist es, was Putin anstrebt, um sich seine lebenslange Herrschaft zu sichern.» https://x.com/Gerashchenko_en/status/1945412468152611167

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1581 (22.6.2026 / 8Uhr)

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• Krim: Kein Benzin, keine Veranstaltungen
• Krim-Brücke gesperrt, Fähren ausgebrannt
• 2. Front: Lastwagen und Bahn angegriffen
• Amerikanischer General lobt die Ukraine
• Budanov: Das frontnahe Volk leidet sehr

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1572 (13.6.2026 / 8Uhr)

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• Krim-Brücken haben fünf Löcher
• Lastwagen-Stau bei Pontonbrücke
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• Benzin und Lebensmittel-Mangel
• Offene Kritik an Kreml-Führung
• Gerüchte über Zentralbank-Chefin
• Kanadischer Ex-General zur Lage
• «Putins Tod ist eine Bedingung»
• Anne Applebaums Einschätzung

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1593 (4.7.2026 / 6Uhr)

• Angriff auf St. Petersburg
• Operation «Zyklopenauge»
• Schläge gegen die Krim
• Krim-Verteidigung geübt
• Krim-Evakuation im Gang
• Brände von Elektroanlagen
• Benzinimporte aus Indien
• Angriff auf Rotes Kreuz Depot
• Ich danke 3,1 Millionen Mal

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1574 (15.6.2026 / 8Uhr)

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• Das Kyiver Höhlenkloster brennt
• Ältestes Filmstudio beschädigt
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• Putins Popularität sinkt stark
• Ölregen in der Region Jaroslawl
• Britten entern Schmuggelschiff
• Glückwünsche von Putin an Trump
• Zelenskyj will Trump an G7 treffen
• Die Ukraine benötigt Justizreformen

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