#UKRAINE AKTUELL Nr. 1236 (12.7.25 /21 Uhr)

  • Putin Treffen erst nach Kapitulation
  • Weitreichende Raketen bald bereit
  • Trump: Gerüchte & Spekulationen
  • Fast 600 Drohnen gegen die Ukraine
  • Slowakei provoziert und torpediert
  • Ukraine Krieg: Putins grösster Fehler

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WAS RUSSLAND TUT UND WILL

Sergiy Kyslytsya war UNO-Botschafter der Ukraine, ist stellvertretender Aussenminister der Ukraine und Teil der Istanbuler Verhandlungsdelegation. Er traf eine russische Delegation, welche aus subalternen (untergeordneten) Beamten besteht. In einem Interview mit der Zeitung «The Kyiv Independent» gewährte Kyslytsya einen Blick hinter die Kulissen und dieser ist desillusioniert.

  • «Zunächst einmal möchte ich betonen, dass es in Istanbul, abgesehen von der humanitären Komponente, keine Verhandlungen gab.»
  • «Es war eine Situation, in der die russische Seite beim ersten und zweiten Treffen in Istanbul ihre Ultimatumforderungen stellte. Es war nicht einmal ein „maximalistischer“ Ansatz im klassischen Sinne, bei dem man eine Reihe von Optionen hat und hohe Ziele verfolgt, um das Maximum zu erreichen. Nein – es war eine Dynamik, in der man sich Russen gegenüber sah, die mit dem Auftrag gekommen waren, ein Ultimatum zu stellen. Sie hatten nicht einmal das Mandat, sich die Argumente anzuhören und nach Gemeinsamkeiten zu suchen.»
  • «Sie (die Russen) lehnten (den Waffenstillstand) kategorisch ab.»
  • «Im Gegensatz zur ukrainischen Delegation, die eine klare Disziplin hat, aber auch echte Diskussionen innerhalb des Teams führt, herrscht auf russischer Seite eine sehr strenge Disziplin bei der Umsetzung des Mandats Putins. Und Putins Auftrag lautet, eine Kapitulation zu erzwingen.»
  • «Sie sagen offen: „Nein, zuerst akzeptiert ihr unsere Forderungen – die Kapitulation – und erst dann organisieren wir das Treffen der Staats- und Regierungschefs.»
  • «Meiner Meinung nach ist dies eines der Elemente der russischen Taktik: Sie schlagen vor: „Lasst unsere Experten sich treffen, Telefonnummern austauschen, damit sie untereinander kommunizieren können. (…) Sie bürokratisieren den Prozess so, dass Putin, wenn man ihm sagt: „Wir sollten uns treffen“, antwortet: „Warum? Die Experten arbeiten doch.“»
  • «Übrigens bezeichnen sie uns immer noch als „Russen“. [Sie sagen] Ihnen ins Gesicht: „Sie existieren nicht als Nation, als Land. Dies ist eine Situation, in der Russen Russen töten.“» https://kyivindependent.com/they-still-refer-to-us-as-russians-ukraines-top-official-insists-there-were-no-negotiations-in-istanbul/

WEITREICHENDE RAKETEN BALD BEREIT

Die ersten ukrainischen Langstreckenraketen, deren Produktion von Deutschland finanziert wurde, werden bereits bis Ende Juli in die Bewaffnung der ukrainischen Streitkräfte aufgenommen. Dies sagte der deutsche Generalmajor Christian Freuding, Leiter des Koordinierungsstabs für die Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte im Bundesverteidigungsministerium.

«Wir haben die Initiative Ende Mai gestartet, und die ukrainischen Truppen werden die ersten Langstreckensysteme bereits Ende dieses Monats erhalten, und danach Hunderte weitere. (…) Wir brauchen Waffensysteme, die tief in das russische Gebiet eindringen und Lager, Kommandoposten, Flugplätze und Flugzeuge angreifen können. Deutschland ist ebenfalls bereit, solche Systeme bereitzustellen», betonte Freuding. https://t.me/exilenova_plus/10158

GERÜCHTE ZU TRUMPS MASSNAHME

«Times» schreibt: «Trump erwägt ein globales Ölembargo gegen Russland». Bestraft werden sollen Länder, die den Ölhandel mit Russland fortsetzen – darunter China, Indien und die Türkei. Der Fokus liegt auf der Unterstützung eines Gesetzesentwurfs, der einen Zoll von 500 % auf russische Ölimporte einführen würde, was faktisch einem globalen Ölembargo gleichkäme. Das 500% Gesetz wurde vom republikanischen Senator Lindsey Graham und seinem demokratischen Senator-Kollegen Richard Blumenthal erarbeitet und politisch vorbereitet. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1211-17-6-25-21-uhr/

In der Veröffentlichung wird darauf hingewiesen, dass die Hauptsorge nach wie vor die wirtschaftlichen Folgen sind. Analysten warnen, dass selbst eine teilweise Umsetzung dieser Massnahmen der russischen Wirtschaft beispiellosen Schaden zufügen könnte. https://www.thetimes.com/article/33a2c306-9403-4a3d-9312-b8f46680818b

Auch der britische «Telegraph» schreibt, dass Trump neu auf wirtschaftlichen Druck gegen Russland setze. Dafür werde er seinen Finanzminister Scott Bessent einsetzen. Bessent sei, so der «Telegraph»: «ein ehemaliger Berater von George Soros, bekannt für seine risikoreichen und effektiven wirtschaftlichen Schläge.» https://www.telegraph.co.uk/us/comment/2025/07/09/donald-trump-secret-weapon-leave-putin-defenceless/

Demgegenüber behauptet die «Financial Times», dass Trump Putin weiterhin als «wichtigsten Verhandlungspartner» sehe und für ihn Zelenskyj ein «das grösste Hindernis» sei. Die Publikation beruft sich auf zwei namentlich nicht genannte hochrangige Beamte, «die an Verteidigungs- und Sicherheitsverhandlungen mit Washington beteiligt sind». Sie seien auch der Meinung, dass es keine Anzeichen für eine pro-ukrainische Haltung der US-Regierung gebe. https://www.ft.com/content/8260e3c4-c0b2-43d4-888f-e008951c7e34

KOMMENTAR: Graham und Blumenthal drängen Trump seit einem Monat. Dass Trump harte Sanktionen gegen Russland befiehlt, glaube ich erst, wenn er mit seinem fetten Stift die entsprechende Weisung unterzeichnet hat. Meine Skepsis hat folgenden Grund, hier gezeigt anhand von zwei Schlagzeilen: «Trump erwägt neue Russland-Sanktionen im Ukraine-Krieg» (22.1.2025); Trump erwägt weitreichende Sanktionen gegen Russland (8.3.2025).

ANGRIFF MIT 623 FLUGKÖRPERN

In der Nacht auf heute führte Russland den massivsten Angriff mit Drohnen und Raketen durch: 623 feindliche Ziele wurden abgefeuert, darunter 339 Shaheds und 26 Kh-101-Raketen.

Die ukrainische Luftverteidigung konnte 319 Shahed-Angriffsdrohnen und 25 Kh-101 Marschflugkörper rechtzeitig abschiessen. 258 Drohnen konnten durch elektronische Kriegsführung so gestört werden, dass sie abstürzten, ohne grössere Schäden zu verursachen.

https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid02TwJJjZoudFFpMmbrB5F7kmzasA9QCwPexRVBVBGYMPa8wJdbrS4KR6QDw9nYxBuhl

Einige Drohnen flogen in Wohnhäuser und verursachten menschliches Leid und materielle Schäden. Ausserdem wurde eine der Top-Universitäten der Ukraine angegriffen: Die Lwiwer Polytechnische und dort gab es grosse Schäden am Gebäude. https://t.me/voynareal/118221

Auch heute Abend gilt über mehreren ukrainischen Regionen Luftalarm. Bereits seien mehrere Dutzend Drohnen im Anflug auf die Ukraine, schreiben Luftbeobachter. Ausserdem seien derzeit 40 Kalibr-Raketen im Schwarzen Meer präsent. Die russische Marine hat 5 Schiffe im Einsatz, welche Raketen abschiessen können. Dazu gehören die zwei Fregatten «Admiral Makarov» und «Essent» https://t.me/voynareal/118241

SLOWAKEI PROVOZIERT EU

Die Slowakei könnte am Dienstag ein neues EU-Sanktionspaket gegen Russland unterstützen, sagte Premierminister Robert Fico. Voraussetzung sei, dass eine Einigung mit den europäischen Partnern erzielt wird, um die Auswirkungen eines vorgeschlagenen Verbots für russische Gaslieferungen in die EU abzufedern.

Bisher hat die Slowakei das Sanktionspaket blockiert, weil es gegen den Gaslieferstopp aus Russland ist. Grund: Die Slowakei bezieht den Grossteil ihres Gases aus Russland. Bisher hat es die Slowakei verpasst rechtzeitig nach alternativen Lieferanten zu suchen. https://www.politico.eu/article/slovakias-fico-eyes-russia-gas-ban-and-sanctions-deal-tuesday/

«PUTINS GROSSER FEHLER»

Der Krieg mit der Ukraine sei Putins grösster strategischer Fehler, sagt der finnische Präsident Alexander Stubb. Russland habe keines der Ziele erreicht, die Putin im Februar 2022 angekündigt hatte – im Gegenteil, die Situation habe sich gegen den Kreml gewendet.

Stubb sagte:

➡️ Die Ukraine wird Mitglied der EU und letztlich der NATO;

➡️ Die Grenze der NATO zur Russischen Föderation verdoppelte sich nach dem Beitritt Finnlands;

➡️ Die transatlantische Partnerschaft hat sich nur noch verstärkt;

➡️ Die EU ist geeinter denn je;

➡️ Finnlands Verteidigungshaushalt wird auf 5 % steigen.

Stubb betonte auch, dass Putin einen hohen Preis für die Besetzung ukrainischer Gebiete zahle – auf Kosten Tausender toter Russen. https://www.smh.com.au/world/europe/landmines-fences-and-plenty-of-sisu-life-living-next-door-to-vladimir-putin-20250710-p5mdxe.html

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1619 (30.7.2026 /8Uhr)

• Kreml befahl Raketenangriff
• Städte und Zivilisten als Ziele
• Weitere Wildberries-Lager brennen
• Südrussischer Hafen attackiert
• Drohnen flogen bis 1820 km weit
• Missbrauch in ukrainischer Armee
• Mykhailo Fedorov bleibt standhaft
• Das schäbige Leben einer Russin

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1624 (4.8.2026 /8Uhr)

• Wildberries in Leningrad brennt
• Massive Schäden an Raffinerien
• Tiefste Ölverarbeitung seit 2002
• Import von Benzin aus Marokko
• Tanklastwagen sind Jagdobjekte
• Prinzipien für eine neue Armee
• In Russland ist die Angst spürbar
• Ex-General will die ganze Ukraine

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1609 (20.7.2026 /8Uhr)

• Logistik auf der Krim attackiert
• Europa-Lastwagen auf der Krim
• Bereits 193 Schiffe beschädigt
• 3 Grossbrände bei Moskau
• Das Drama um «Wildberries»
• Die furchtbare Putin-Bilanz
• Kreml-Blogger floh nach Serbien
• Demos in der Ukraine – Tag 4

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1610 (21.7.2026 /9Uhr)

• Ukrainische Krise nicht beendet
• Zelenskyj trifft diverse Armeechefs
• Fedorov lehnt Alternativposten ab
• Syrskyj entschuldigt sich
• Budanov ruft zur Geduld auf
• Demonstrationen auch am 5. Tag
• Korruptionsvorwürfe gegen General
• Angeblich 64 russische Gefangene
• Schwarzes Meer ohne Schiffe
• Russische Gedanken an Tankstellen

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UKRAINE AKTUELL Nr. 1608 (19.7.2026 /9Uhr)

• Zelensky will Krise beenden
• Neue Rolle für Fedorov
• Zukunft von Syrskyj unsicher
• «Wir sind keine Idioten!»
• Forderungen der Front-Generäle
• Lage auf der Krim katastrophal
• Angriffe in der zweiten Front
• Russischer Onlinehändler brennt
• Grösster Raketenangriff auf Kyiv

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1611 (22.7.2026 /9Uhr)

• Neue ukrainische Militärführung
• Legendärer neuer Armeechef
• AZOV-Chef leitet Bodentruppen
• Zelenskyj will Fedorov behalten
• Fedorov beharrt auf Ministerium
• Drohnen-Armeechef für Fedorov
• Kommentar: Krise geht weiter
• Zwei Wildberries Lager brennen

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