#UKRAINE AKTUELL Nr. 1235 (11.7.25 /21 Uhr)

  • Verbündete schicken der Ukraine «Patriots»
  • US-Sanktionen «in den nächsten Wochen»
  • Trump kündigt «wichtige Erklärung» an
  • Drohnen tödlich und immer wichtiger
  • Monatsziel: Minus 35’000 russische Soldaten
  • Westfirmen betrügen mit faulen Drohnen
  • Russische Waffenindustrie angegriffen
  • Pipeline fällt nach Explosion lange aus
  • Kreml raubt Firmen und verkauft sie

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UKRAINE ERHÄLT «PATRIOTS»

Trump hat eine Vereinbarung über die Lieferung amerikanischer Waffen an die Ukraine mit NATO-Finanzierung erreicht. CNN veröffentlichte ein kurzes telefonisches Statement von Trump: «Wir schicken Waffen an die NATO, und die NATO bezahlt diese Waffen zu hundert Prozent. Wir werden Patriot-Raketen an die NATO schicken, und dann wird die NATO sie verteilen.» Ausserdem wiederholte Trump «Ich bin enttäuscht von Russland» und versprach am kommenden Montag eine «wichtige Erklärung zu Russland» abzugeben, ohne Details zu nennen. https://edition.cnn.com/2025/07/10/politics/us-weapons-ukraine-nato-deal-trump

Volodymyr Zelenskyj sagte heute Abend: «Wir haben politische Signale auf höchster Ebene erhalten – gute Signale –, unter anderem von den Vereinigten Staaten und unseren europäischen Freunden. Allen Berichten zufolge wurden die Hilfslieferungen wieder aufgenommen. Wir werden unsere Arbeit nächste Woche mit der amerikanischen Seite auf militärischer Ebene fortsetzen.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/15083

US-SANKTIONEN IN VORBEREITUNG

Der US-Kongress bereitet neue Sanktionen gegen Russland vor. Dies berichtet die Zeitung «Politico»: «Putin hat gezeigt, dass er nicht bereit ist, vernünftig zu sein und ernsthaft über eine friedliche Lösung zu sprechen, und ich denke, wir müssen ihm eine Botschaft senden – das ist meine Meinung», sagte der Kongress-Sprecher Mike Johnson gemäss der Publikation.

Wie der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, mitteilte, «wurden erhebliche Fortschritte bei der Zusammenarbeit mit dem Weissen Haus an einem Gesetzentwurf erzielt, der die Position von Präsident Trump am Verhandlungstisch stärken und dazu beitragen wird, das Blutvergiessen in der Ukraine zu beenden».  In seiner Rede vor dem Senat erklärte Thune (Bundesstaat South Dakota), dass er davon ausgehe, dass der Gesetzentwurf bereits in den kommenden Wochen – noch bevor die Senatoren Washington für die lange Augustpause verlassen – im Plenum zur Abstimmung kommen werde.

Der ukrainische Militärblogger Danis Danilov schreibt: «Das sind gute Nachrichten, aber solange wir die Liste der Sanktionen nicht gesehen haben und erst recht, solange noch nicht abgestimmt wurde, ist es zu früh, sich zu freuen. Dennoch ist dies eine sehr positive Entwicklung seitens des Weissen Hauses und der Republikanischen Partei.» https://x.com/DenisDanilovL/status/1943045572178682210

KRIEG DER DROHNEN

Der Krieg in der Ukraine hat sich in drei Jahren so verändert, dass Drohnen eine entscheidende Rolle spielen. Ukrainische Drohnen verursachen mittlerweile 65 bis 75 % aller Verluste an russischen Soldaten und Ausrüstung. Artillerie, Panzer und sogar Fusssoldaten können sich nicht mehr bewegen, ohne getroffen zu werden. Die finnische Zeitung «Helsinki Newspaper» stellt einige der Neuerungen vor.

Seit Juni leitet Robert Brovdi die Drohnenabteilung der Ukraine. Brovdis Einheiten haben sich zum Ziel gesetzt, jeden Monat 35’000 russische Soldaten zu töten oder zu verwunden, was der Mobilisierungsrate Russlands entspricht. Hinzu kommen die Verluste an Soldaten, welche Putins Armee mit Infanterie, Artillerie und Kampfjets zugefügt werden.

  • Die Beobachtungs-Drohne «Leleka» mit einer Spannweite von 3,5 Metern fliegt in einer Höhe von 1 km. Sie entdeckt russische Artillerie mehrere Dutzend Kilometer hinter den feindlichen Linien und übermittelt die Koordinaten an HIMARS-Geschütze.
  • Einfachere First Person View-Selbstmorddrohnen, ausgerüstet jeweils mit einer 2-kg-Granate kosten 1’500 Euro. Drohnenpiloten, meistens 20 Kilometer hinter der Front, starten täglich etwa zehn Stück.
  • Neu sind sogenannte «Ermodronen». Das sind mit KI-Systemen ausgerüstete «Mutterdrohnen», die kleinere Drohnen näher an die Front transportieren. Von dort aus fliegen die kleineren Drohnen den Rest der Strecke selbstständig.

Drohnen haben den Einsatz von Artillerie und Panzern stark eingeschränkt. Die russische Infanterie rückt zu Fuss oder mit Motorrädern vor, aber die Drohnen der Ukraine schweben in der Luft und warten.

Ein Problem für die Ukrainer sind die russischen Glasfaser-Drohnen, die nicht mit herkömmlichem Funk gestört werden können. Die Ukraine reagiert mit Signalverstärkern.

Die Ukraine stellt mittlerweile 40 % ihrer Waffen selbst her, darunter vor allem Drohnen. Rund 250 Firmen sind in diesem Sektor tätig. «Skyassist» hat gerade mit dem Export nach Frankreich begonnen. https://hs.fi/kirjeenvaihtajat/art-2000011312230.html

WARNUNG VOR FAULEN DROHNEN

Einige Drohnenhersteller aus dem Westen verkaufen auf betrügerische Weise Drohnen an Armeen. Dies enthüllt der britische «Telegraph».

Einige Unternehmen aus der EU führen kurze Testflüge ihrer Drohnen in der Westukraine bei Lwiw/Lemberg weitab von der Front durch. Danach behaupten sie mit gefälschten Zertifikaten gegenüber potenziellen Käufern, die Drohnen seien in der Ukraine unter Kampfbedingungen getestet worden.

Andere Unternehmen versuchten in der Ukraine Unterlagen zu stehlen, um so Erkenntnisse über kampftaugliche Drohnen zu gewinnen.

Wie «The Telegraph» schreibt, investieren europäische Regierungen Milliarden Pfund in Systeme, die in Wirklichkeit nicht funktionieren. Dadurch lenkten sie auch finanzielle Ressourcen in ihre eigene Verteidigung ab, welche bis dahin für die Unterstützung der Ukraine vorgesehen waren. https://www.telegraph.co.uk/world-news/2025/07/11/ukrainian-drone-secrets-stolen-by-snooping-europeans/

ZWEI ERFOLGREICHE ANGRIFFE

In der Nacht auf heute griffen ukrainische Langstreckendrohnen das MIG-Flugzeugwerk Voronino in der russischen Stadt Lukhovitsy an. Dieses Unternehmen liefert Einzelteile für russische Kampfjets, macht die Endmontage von MIG-Kampfflugzeugen, führt Testflüge durch und liefert die Maschinen der russischen Armee aus. Der ukrainische Generalstab schreibt: «Auf dem Gelände des Unternehmens wurden Explosionen und ein Brand registriert.»

In einer zweiten Aktion griff eine «Spezialeinheiten» die Firma «Akademiker Shipunov» an, wobei der Ort des Einsatzes nicht genannt wurde. Die russische Firma ist auf die Herstellung von Raketen für Flugabwehrraketen und Flugabwehrraketen-Kanonen-Komplexe spezialisiert. Auch hier meldet der Generalstab einen Erfolg: «Es wurden Explosionen, Rauch über dem Industriegebiet sowie der Einsatz von Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeugen in Richtung des Ziels registriert.»

In den letzten Tagen haben die Sondereinheiten der ukrainischen Armee und der Geheimdienste ihre Angriffe auf russische Firmen weit hinter der Front intensiviert. Der Generalstab der Ukraine nennt dies: Aktionen «im Rahmen der Verringerung der Fähigkeiten des Feindes im Bereich Raketen- und Bombenangriffe.» https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid0cGSkrvNpVCMZoYByASrmsT6tGPCWsbazi1jnZPS9ZFWDJcReNC3fFAgpYi2EeTJGl

WIEDER PIPELINE EXPLODIERT

Der militärische Nachrichtendienst der Ukraine hat folgende Nachricht über verschiedene Kanäle veröffentlicht: «In der Russischen Föderation ist eine Pipeline explodiert, die den russischen Militär-Industrie-Komplex versorgt. Am Abend des 10. Juli kam es in der russischen Stadt Langepas im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen in der Region Tjumen zu einer gewaltigen Explosion, die einen Grossbrand auslöste.

Bei einer Spezialoperation wurde ein Abschnitt einer grossen Gasleitung zerstört, die Unternehmen des russischen Militär-Industrie-Komplexes in den Regionen Tscheljabinsk, Orenburg und Swerdlowsk versorgt. Der Schaden beläuft sich allein auf mindestens 1,3 Millionen Dollar.»

Ein Gesprächspartner im Hauptdienst für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine sagt, dass die Wiederherstellung und Prüfung der Gasleitung etwa einen Monat dauern werden. Die Rohre wurden in sumpfigem Gelände beschädigt, sodass die Reparatur schwierig sein wird. Derzeit wird die Gasliefermenge auf 25 Millionen Kubikmeter reduziert. Dadurch werden die indirekten Verluste fast 76 Millionen Dollar erreichen. https://t.me/exilenova_plus/10152

KREML SAUGT WIRTSCHAFT AUS

Der Überfall auf die Ukraine kann der Kreml nur noch teilweise mit den international verkauften Erdölprodukten finanzieren. Im Juni fielen die Einnahmen aus Öl und Gas auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren – um 33,7 % im Jahresvergleich.

Eine der Massnahme für die Finanzierung des Kriegs ist der Griff in die Nationale Wolfahrtskasse. Diese ist üblicherweise für Renten und soziale Schwache gedacht ist. Die dort liegenden Reserven reichen noch für 2,5 Jahre.

Ein weiteres Mittel, um das Defizit zu decken, ist der Verkauf von beschlagnahmten Unternehmen. Diese werden an sogenannte «loyale Investoren» verkauft. Auf diesem Weg hat der Kreml seit 2022 umgerechnet 49 Milliarden US-Dollar eingenommen. Die Beschlagnahmung von Unternehmen führt jedoch zu einer vom Kreml abhängigen Wirtschaft und schwächt deren Effizienz. https://www.bloomberg.com/news/articles/2025-07-09/kremlin-s-50-billion-asset-grab-deepens-russian-economic-woes

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1526 (28.4.2026 / 8Uhr)

• Russlands Armee weiter verkleinert
• Neue Attacke gegen Ölbasis Tuapse
• Kooperation: Norwegen und Ukraine
• Netze schützen ukrainische Strassen
• Kreml Siegesparade angeblich kleiner
• Verschärfte Krise Israel–Ukraine
• Deutscher Kanzler Merz knickt ein
• Putins Ungarn-Partei zerfällt
• Mysteriöser Tod eines Managers

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1521 (23.4.2026 / 7Uhr)

• Das grosse Zittern in Russland (2/3)
• In Tuapse fällt schwarzer Regen
• Kommunisten befürchten Revolution
• Krise der Stahl- und Elektronikindustrie
• 35 Millionen Russen ohne Toiletten
• Proteste via Selfie-Videos verbreitet
• Zwischen Verzweiflung und Ausreise
• Ukrainer nehmen Proteste nicht ernst

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1544 (16.5.2026 / 8Uhr)

• Der Kreml verliert Boden und Krieg
• 7 Millionen Drohnen in einem Jahr
• Ukraine greift Militär & Industrie an
• Russische Drohnen gegen UN-Konvoi
• Gericht gegen Putins Regime kommt
• 410 von 2’000 Gefangenen sind frei
• Ungarn spendet für Kinderheim

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1528 (30.4.2026 / 8Uhr)

• Blick in das Drohnen-Hauptquartier
• «Wir übertreffen den Tötungsplan»
• Aktionsradius 1’500–2’000 Kilometer
• Schwere ukrainische Drohnenangriffe
• Attentat auf «Schlächter von Bucha»
• Nur Mini-Parade in St. Petersburg
• US-Botschafterin in Kyiv tritt zurück
• US-Demokrat: «Die Ukraine gewinnt»

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1537 (9.5.2026 / 9Uhr)

• Kyiv erlaubt Moskau die Parade
• 1’000 Gefangene kommen heim
• Die Opfer der Ukraine im Weltkrieg
• Friedensgespräche vorerst beendet
• Russland will mehr als den Donbas
• Die Liste der Kreml-Staatsfeinde
• Klagen über hohe Preise in Russland

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