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«DURCHGEFOLTERT» UND JETZT TOT
Sie schickten ihn gebrochen nach Hause. Nicht wegen seines Alters oder einer Krankheit, sondern wegen der russischen Folter. Sein Name: Valeriy Zelenskyj. Er war Einwohner von Seversk Donbass und wurde nach mehr als drei Jahren russischer Gefangenschaft im Rahmen der Austauschaktion «1’000 gegen 1’000» im Mai freigelassen. Im Juni starb er.
Hier seine Geschichte, aufgeschrieben von Tetjana, einer Ukrainerin, die als Übersetzerin in den USA lebt.
«Valeriy Zelenskyj überlebte 39 Monate in russischer Gefangenschaft. Er war stark genug, um nach Hause zu kommen. Aber nicht stark genug, um zu überleben, was sie ihm angetan haben.
Valeriy war in der Ukraine kein Unbekannter: Er war Karateka, Polizist und Geschäftsmann. Als Russland seinen umfassenden Krieg begann, schloss er sich der 53. Mechanisierten Brigade an, um die Ukraine zu verteidigen. Er wurde zum Gesicht auf Rekrutierungsplakaten. Gutaussehend. Stoisch. Mutig. Ein Beschützer.
Als Soldat war er auf einer Mission, um Mariupol Hilfe zu bringen. Man sagte ihm: «Es ist sicher. Unsere Leute sind dort.» Alles schien in Ordnung zu sein. Doch das war nicht so.
Er wurde 2022 gefangen genommen. Und dann verschwand er. Fast dreieinhalb Jahre lang hörte seine Familie nur zweimal von ihm.
Das erste Mal schrieb ein Mitgefangener: «Dein Vater lebt. Er hat mich gebeten, dir das zu sagen.»
Das zweite Mal erhielt die Familie einen Brief. Aber etwas stimmte nicht. Er las sich wie Propaganda: «Dank meiner Folterer geht es mir gut.» Sie wussten, dass er das nicht so meinte. Sie wussten, dass dies die einzige Möglichkeit war, den Brief durchzubekommen.
Er wurde gefoltert, geschlagen, ausgehungert. Warum? Weil sein Nachname Zelenskyj war.
Das allein reichte schon aus.
Andere Kriegsgefangene sagten, er habe sich an jeden Geburtstag in seiner Familie erinnert.
Dass er nur davon träumte, die Augen seiner Frau wiederzusehen.
Am 25. Mai 2025 wurde Valeriy in die Ukraine zurückgebracht. Er sah seinen Enkel. Einmal.
Er umarmte seine Frau. Einmal. Er lag bereits im Sterben.
Seit seiner Freilassung hatte er nichts mehr gegessen. Die Ärzte vermuteten eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung. Es war schlimmer. Gewebenekrose. Überall.
Er hielt tagelang nur mit Willenskraft durch. Bis er nicht mehr konnte. Seine Tochter sagte:
«Ich bin zwischen zwei Gefühlen hin- und hergerissen: Das erste ist unendlicher Schmerz. Sie haben meinen Vater zu Tode gefoltert. Und das zweite ist Erleichterung. Denn zumindest jetzt hat er keine Schmerzen mehr.»
Dies ist kein Einzelfall.
Der Kommandant der Azov-Bataillon, Oleh Mudrak, starb kurz nach seiner Freilassung.
Dmytro Shapovalov kehrte in den Dienst zurück, weil ihm das zivile Leben unmöglich erschien, und starb an einem Herzstillstand.
Ihre Körper brachen zusammen, nachdem sie die russische Gefangenschaft überlebt hatten.
Unterdessen treten russische Kriegsgefangene, die aus der Ukraine nach Hause geschickt wurden, im Fernsehen auf und berichten von humanen Bedingungen. Bis der Kreml diese Interviews löscht. Das passt ihnen nicht in ihr Narrativ.
Die russische Folter ist systematisch. Es handelt sich nicht um das Verhalten einzelner Personen.
Es ist staatliche Politik. Und sie sind stolz darauf. Jeder Soldat, der aus russischer Gefangenschaft zurückkehrt, trägt unsichtbare Narben. Einige, wie Valeriy, überleben sie nicht.
Schauen Sie nicht weg. Normalisiere das nicht. Lass sie nicht damit davonkommen. Jeder Name muss in Erinnerung bleiben. Jedes Verbrechen muss bestraft werden. Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden.» https://x.com/TPSpindel/status/1942651218653798465
Gestern Abend griff Russland die Ukraine mit über 741 Raketen und Drohnen an. Zum Einsatz kamen 728 Drohnen verschiedener Typen, darunter über 300 iranisch-russische «Schaheds», und 13 Raketen der Typen «Kinzhal» und «Iskander». Die meisten Angriffswaffen wurden abgeschossen.
Volodymyr Zelenskyj schreibt: «Unsere Abfangdrohnen kamen zum Einsatz – es gibt Dutzende Abschüsse, wir skalieren die Technologie.» https://t.me/V_Zelenskiy_official/15019
Derzeit werden in vielen Regionen der Ukraine die Folgen des nächtlichen russischen Angriffs beseitigt. Der Hauptschlag galt Lemberg. Schäden wurden auch in den Regionen Dnipro, Schytomyr, Kyiv, Kirovohrad, Mykolajiv, Sumy, Kharkiv, Chmelnyzkyj, Tscherkassy und Tschernihiv festgestellt.
Gestern Abend veröffentlichte «Kyiv Insider» eine grafische Darstellung der aktuellen russischen Drohnenflüge über der Ukraine und schrieb dazu: «In den Städten der Ukraine ist es heute eine ganz normale Nacht: Es ist Mitternacht und derzeit greifen rund 220 russisch-iranische Kamikaze-Drohnen die Bevölkerung der Ukraine, ihre Häuser, Wohnhäuser und Zivilisten an.» https://x.com/KyivInsider/status/1942703008103428511
TREFFEN ZELENSKYJ – PAPST
Der ukrainische Präsident ist in Italien eingetroffen, um an der «Recovery Conference» teilzunehmen. (Siehe Ukraine Aktuell Nr. 1231 https://ukraineaktuell.com/15250-2/). In der Sommerresidenz des Papstes, in Castel Gandolfo, traf sich Zelenskyj mit Papst Leo XIV.
Nach dem Gespräch sagte Zelenskyj den Journalisten: Der Papst hat vorgeschlagen, Verhandlungen mit Russland im Vatikan zu führen. Während des Treffens wurde auch über die Rückkehr der ukrainischen Kinder gesprochen, die illegal nach Russland verschleppt worden waren.
Zelenskyj dankte dem Heiligen Vater für seine Unterstützung sowohl in spiritueller als auch in praktischer Hinsicht. https://t.me/c/1197363285/168832
KLARTEXT IN RICHTUNG PEKING
Die EU-Ratsvorsitzende Ursula von der Leyen sprach gestern über die Beziehung zwischen Europa und China und legte fest, was Europa von China erwartet.
«Wir wissen, dass Chinas unnachgiebige Unterstützung für Russland zu erhöhter Instabilität und Unsicherheit hier in Europa führt. China ermöglicht de facto Russlands Kriegswirtschaft. Das können wir nicht akzeptieren.
Wie China weiterhin auf Putins Krieg reagiert, wird ein entscheidender Faktor für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und China sein.
Wenn China behauptet, die internationale, regelbasierte Ordnung zu verteidigen, dann sollte es Russlands grobe Verletzung der Souveränität, der territorialen Integrität und der international anerkannten Grenzen der Ukraine unmissverständlich verurteilen und entsprechend handeln. Und wenn China behauptet, den Multilateralismus zu verteidigen, dann muss es die in der WTO verankerten Regeln und Prinzipien des internationalen Handels respektieren.» Video: https://x.com/i/status/1942707948821561688
DER CHINESISCHE PLAN
NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, dass die Chinesen, sollten sie sich zu einem Angriff auf Taiwan entschliessen, die Russen auffordern würden, gleichzeitig auch in Europa zuzuschlagen:
«Es gibt eine zunehmende Erkenntnis, und seien wir nicht naiv: Wenn Xi Jinping Taiwan angreifen würde, würde er zuerst sicherstellen, dass er seinen jüngsten Partner in der ganzen Sache, Wladimir Putin, in Moskau anruft und ihm sagt: „Hey, ich werde das tun, und ich brauche dich, um die Leute in Europa zu beschäftigen, indem du NATO-Gebiet angreifst.“
Auch gestern Abend wurde in der georgischen Hauptstadt Tiflis die zentrale Rustaweli-Allee durch Demonstranten unpassierbar gemacht. Die georgische Freiheitskämpferin Rusudan Djakeli schreibt, dass die Hauptstrasse zum 223. Tag in Folge gesperrt ist: «Ich merke, dass sich immer mehr Menschen diesen alltäglichen Protesten anschliessen.» Gemäss ihren Angaben finden die Proteste neben Tiflis in acht weiteren Städten statt. https://x.com/rusudanjakeli/status/1942647541239275658
Derweil beschreibt die georgische Aktivistin Marika Mikiashvili eine neue Repressionsmethode der georgischen Polizei: «Der Aktivist Beka Papashvili wurde von der Kriminalpolizei zu einem Drogentest aus seiner Wohnung abgeholt. Sie behaupten, er stehe unter Drogeneinfluss.» Es handelte sich um eine koordinierte Aktion, bei der sechs Personen zu sogenannten «Drogentests» abgeführt wurden. Drei von ihnen sind Mitglieder einer der Oppositionsparteien: Oto Parulava, Levan Jorbenadze und Beka Beridzishvili. https://x.com/Mikiashvili_M/status/1942624158820544559
Ebenfalls gestern wurde ein weiterer Bürger, der Widerstand leistet, zu 5 Tagen Gefängnis verurteilt. Das Vergehen von Rosto Zarandia: Er hatte in einem Facebook-Kommentar die PR-Mitarbeiterin des Rathauses von Zugdidi, Magdalena Todua, als „Gans“ bezeichnet. https://x.com/AnnaGvarishvili/status/1942915848080945465
• Beide Seiten setzen auf Drohnen
• Systematische ukrainische Schläge
• Russlands Ziel: Die Hafenanlagen
• Trotz Konferenzen kein Frieden
• Seilziehen um Grönland/Dänemark
• Kriegsleugner starb im Gefängnis
• Regime tötete mehr als 2’600 Iraner
• Keine konkrete US-Militäraktion
• Trump meldet «keine Hinrichtungen»
• Regime behauptet: «keine Unruhen»
• Viele Demonstranten in Teheran
• Stimmungsbericht aus dem Iran
• Iranische Völker vereinigen sich
• Irans Staats-TV verhöhnt Trump
• Justizchef will «Angst und Schrecken»
• Irans Führung verschiebt ihr Vermögen
• Grossbank vor dem Zusammenbruch
• Kronprinz Pahlevi ist optimistisch
• Budanov im Zentrum der Macht
• Zelenskyj ernennt neue Minister
• Russische Raketen auf Kharkiv
• Miese Tricks von Sergei Lawrow
• USA warnen vor Russland-Reisen
• «Der Feind meines Feindes ….»
• Blackout in Dnipropetrovsk
• Grünes Licht für «Graham-Plan»
• Bittere Bilanz eines Moskowiters
• USA kapern russischen Tanker
• USA verkaufen Venezuela-Öl
• Moskau&Co raus aus Caracas
• Kreml beklagt Anschlag gegen Putin
• Trump ist empört über «Anschlag»
• Fakten sprechen gegen «Anschlag»
• Zelenskyj nennt «Anschlag» eine «Lüge»
• Reaktionen nach dem Florida-Treffen
• Wie es mit dem «PLAN» weitergeht
• Schwere Kämpfe in der Südukraine
• Russische Familien sparen am Essen
• Interkontinentalrakete im Einsatz
• «Russland muss Schreckliches tun»
• Irak wirft russische «Lukoil» raus
• Fronterfolge für Kyiv und Moskau
• Russlands blutigstes Kriegsjahr
• Schattenflotte-Tanker brennt
• Irrlauf eines Gegners von Putin
• Meaghan Mobbs dankt Ukraine