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ERNEUTES LEERLAUF TELEFON
Trump telefonierte heute zum fünften Mal mit Putin und sie sprachen eine Stunde miteinander. Danach meldete sich der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zu Wort: Trump habe erneut die schnellstmögliche Beendigung der Militäraktionen gefordert. Putin habe erklärte, dass «die Suche nach einer politischen Verhandlungslösung für den Konflikt fortgesetzt wird» und «Russland wird seine Ziele verfolgen und nicht davon abweichen», habe Putin zu Trump gesagt. https://t.me/c/1197363285/168164
Juri Uschakow, ehemaliger Botschafter in den USA und heute Berater von Putin, war beim Gespräch dabei: «Es ist schwer vorstellbar, wer zuerst aufgelegt hat, Putin oder Trump. Als Letzte haben die Dolmetscher aufgelegt.» und «Putin und Trump werden ihre Gespräche fortsetzen. Jeder der beiden Staatschefs kann bei Bedarf zum Telefon greifen, und wir als Assistenten werden dann innerhalb eines Tages einen Termin für ein Telefonat vereinbaren», erklärte er.
Konkrete Termine für eine dritte Verhandlungsrunde in Istanbul wurden bei den Gesprächen zwischen Putin und Trump nicht besprochen, so Uschakow. https://t.me/c/1197363285/168166
2 Stunden vor dem Gespräch hatte Trump das Gespräch mit Putin angekündigt. Seit es um 18 Uhr MEZ vorbei ist, las man nur eine Meldung von Trump auf seinem eigenen sozialen Netzwerk: «Wir haben den Eierpreis wieder auf das erwartete Niveau gesenkt. Als ich am 20. Januar übernahm, schrien die Fake News: „Die Eierpreise sind durch die Decke gegangen, haben sich vervierfacht“, hiess es. Jetzt sind sie reichlich und günstig. „Danke, Präsident Trump!“» https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/114789968096151564
ZELENSKYJ WILL 3ER-TREFFEN
Bevor die Nicht-Ergebnisse des fünften Gesprächs zwischen Putin und Trump bekannt wurden, meldete sich der ukrainische Staatschef Volodymyr Zelenskyj zu Wort:
➡️ Die Ukraine erwartet ein starkes 18. Sanktionspaket der EU.
➡️ Niemand kann die Ukraine auf ihrem Weg in die EU aufhalten.
➡️ Die Ukraine hat Trumps Idee eines bedingungslosen Waffenstillstands sofort unterstützt. In Russland trifft nur Putin Entscheidungen, daher ist für die Erreichung des Friedens ein Treffen auf Führungsebene erforderlich. https://t.me/c/1197363285/168160
NEUER SCHWERER ANGRIFF
In der Nacht auf heute erwarten die ukrainischen Luftraumbeobachter verschiedene Angriffe mit mehr als 300 russisch-iranischen Drohnen. Seit dem späten Nachmittag sind verschiedene Regionen der Ukraine in Alarmzustand.
Bis um 20 Uhr MEZ wurden bereits 65 Drohnen gesichtet, welche direkt in Richtung der ukrainischen Hauptstadt Kyiv fliegen.
Manolis Pilawow, der für die Russen die besetzte ukrainische Region Luhansk verwaltete, ist tot. Der Kollaborateur wurde vom ukrainischen Militärnachrichtendienst – SBU – in die Luft gesprengt. Ein Video zeigt den zerstörten Eingang eines Hauses, in dem er starb.
Pilawow war einer der Ideologen der von den Russen gelenkten sogenannten «Luhansker Volksrepublik». Er war ein Mitstreiter des Gauleiters Plotnizky und persönlich am Sturz der staatlichen ukrainischen Ordnung beteiligt.
Die ukrainischen Schläge mit Drohnen – tief im russischen Reich – gehen weiter. Der ukrainische Generalstab hat einen erfolgreichen Angriff auf das Unternehmen «Energia» in Jelets in der Region Lipezk in der Russischen Föderation bestätigt. Die Fabrik befindet sich 720 Kilometer von Kyiv entfernt.
Das Unternehmen ist in der Serienfertigung von Batterien und Akkus tätig, insbesondere für die russischen taktischen Raketensysteme «Iskander-M», Seezielflugkörper X-35U und Energiemodule für Spezialsysteme.
In einem weiteren Angriff letzte Nacht wurde das Hauptmunitionslager der russischen Armee in der besetzten ukrainischen Region Donezk getroffen. Der ukrainische Generalstab schreibt: «Das Lager wurde erfolgreich getroffen. Es wurde eine starke sekundäre Detonation festgestellt, deren Charakter auf Explosionen von Flugabwehrraketen und Munition hinweist.» https://www.facebook.com/GeneralStaff.ua/posts/pfbid05bQbBsi37UPXHSbh3219zcbjqUxJ5Z85454RCCbwYx9y5hsStAq3oCgvtdiUzdk5l
CHRONIK DES NIEDERGANGS
Steve Rosenberg, verantwortlicher Redaktor der «BBC Russia News», warf einen Blick in die aktuellen russischen Zeitungen – Video: https://x.com/i/status/1940310712334651812.
Er schreibt: «Auch heute spiegeln russische Zeitungen wirtschaftliche Bedenken wider:
• „Neuwagenverkäufe in Russland sinken um ein Viertel“
• „Russen haben Mühe, ihre Kreditkartenschulden abzubezahlen“
• „Lohnrückstände haben sich verdreifacht“
• „Der Juni war der alarmierendste Monat für die Fertigungsindustrie seit drei Jahren“
Again today Russian papers are reflecting economic concerns: • “New car sales in Russia fall by a quarter” • “Russians struggle to pay off credit card debts” • “Wage arrears have tripled” • “June was most alarming month for manufacturing industry in 3 years” #ReadingRussiapic.twitter.com/urVRuxZyH2
Für die sogenannten «Fleischangriffe» gegen die Ukraine braucht die russische Armee Menschenmaterial. Bei einem täglichen Verlust von durchschnittlich 1’200 Soldaten benötigt Putins Armee pro Monat 30’000 bis 35’000 Nachrückende. Obwohl freiwillige Vertragssoldaten für eine Unterschrift unter einen Armeevertrag 30’000 bis 40’0000 US-Dollar erhalten, melden sich nicht genug. So versuchen die russischen Behörden die Lücken mit Ausländern zu füllen, die zwangsrekrutiert werden.
In den letzten 6 Monaten wurden rund 100’000 Ausländer von Beamten aufgegriffen oder bei brutalen Überfällen auf ihre Wohnungen eingesammelt. Video einer solchen Aktion hier: https://x.com/i/status/1940315647470084501
Davon wurden 30’000 zwangsweise an die Ukraine-Front geschickt. Insgesamt beträgt der Anteil der zwangsmobilisierten Ausländer an den Neurekrutierten rund 15%.
Die Jagd auf Migranten, die einen russischen Pass erhalten haben und für die russischen Sicherheitskräfte den am wenigsten geschützten Teil der Gesellschaft darstellen, gewinnt mit der Intensivierung der Kampfhandlungen in der Ukraine und vor dem Hintergrund des gescheiterten Starts der Sommeroffensive weiter an Fahrt.
Alexander Kovalenko, Militärbeobachter der Gruppe «Information Resistance» schreibt: «Russland, das schon immer ein unfreundliches Land gegenüber anderen Nationalitäten und Vertretern anderer Glaubensrichtungen war, verwandelt sich derzeit in eine Arena für „Überlebensspiele“. Mit einem unermesslichen Mass an Chauvinismus und staatlich geförderter, offener Feindseligkeit gegenüber anderen Kulturen und Religionen versucht man schlichtweg, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von den Misserfolgen in der Ukraine und der totalen Verarmung des Landes abzulenken.» https://x.com/zloy_odessit/status/1940315647470084501
Moskalkowa erklärte, sie sei zutiefst besorgt über die Festnahme von 13 Russen, darunter der Chefredakteur von Sputnik in Baku, Igor Kartavy, der Chefredakteur der Agentur, Evgeny Belousov, sowie der Programmierer Ilya Bezugly.
Nach Angaben der russischen Ombudsfrau sei die Festnahme «von demonstrativer Anwendung übermässiger körperlicher Gewalt begleitet» gewesen, und im Fall von Bezugly, so seine Angehörigen, habe es sich um eine Entführung unter Missachtung des Rechts auf konsularischen Schutz gehandelt. https://t.me/rbc_news/122998
Die Festnahme der Russen in Aserbaidschan war eine Reaktion auf die Verhaftung von 50 Aserbaidschanern in der russischen Stadt Jekaterinburg am letzten Freitag, wobei zwei der Verhafteten getötet wurden. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1223-29-6-25-17-uhr/ Davon ist im Klageschreiben der russischen Ombudsfrau keine Rede.
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• Trump versteht Putins Pläne nicht
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• Ukraine greift in Russland an
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