#UKRAINE AKTUELL Nr. 1224 (30.6.25 /22 Uhr)

  • Schläge gegen russische Besatzer
  • Rekordzahl von Drohnenangriffen
  • Vorbereitungen auf Terror-Nächte
  • Tschetschenen marschieren auf
  • Donbasser warten auf Ukrainer
  • Primitive russische TV-Propaganda
  • Aserbaidschaner wehren sich – Teil2

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SCHLAG GEGEN BESATZER

In der von Russland besetzten ukrainischen Region Donezk schlugen heute Abend vier Raketen ein und beschädigten einen wichtigen Eisenbahn-Knotenpunkt und eine Metallfabrik. Eine weitere Explosion wurde aus dem Ort Jasynuta, ebenfalls im Donezk, gemeldet.

Zum Einsatz gekommen seien britisch-französische Storm-Shadow Raketen und Dutzende ukrainische Drohnen. https://t.me/c/1197363285/167874

MINUS 5 KAMPFJETS

Zu dem hier gemeldeten Angriff auf den russischen Flugplatz Marynivka in der Region Wolgograd gibt es ergänzende Informationen. https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1221-27-6-25-21-uhr/ («Aktionen hinter der Front»)

Gemäss der russischen Plattform «ASTRA» wurden beim Angriff mit ukrainischen Langstreckendrohnen fünf Su-34-Flugzeuge beschädigt: drei Kampfflugzeuge brannten vollständig aus, zwei weitere wurden teilweise zerstört. https://t.me/astrapress/85220

Der Militärbeobachter «Visoner» nennt anderer Angriffswaffen: «Es gibt jedoch auch alternative Versionen, denen zufolge ein präziser und „schneller“ Angriff aus ukrainisch kontrolliertem Gebiet – etwa 450–480 km entfernt – mit einer neuen ukrainischen ballistischen Rakete durchgeführt worden sein könnte, die sich laut neueren Informationen möglicherweise bereits in Serienproduktion befindet.» https://x.com/visionergeo/status/1939746277610152408

REKORDZAHL VON ANGRIFFEN

Im Juni dieses Jahres waren die russischen Luftangriffe auf die Ukraine die stärksten seit Beginn der gross angelegten Invasion im Februar 2022.

So starteten die Besatzer in der Nacht und am Morgen des 29. Juni 537 Drohnen und Raketen auf die Ukraine, von denen 475 abgeschossen wurden.

Tatsächlich fanden im Juni alle grössten russischen Angriffe seit Februar 2022 statt, die fünf stärksten waren am 1., 6., 9., 17. und 29. Juni.

TRILLERPFEIFEN IM BETT

Ukrainer gehen zunehmend mit einer um den Hals gebundenen Trillerpfeiffe ins Bett. Diese würden sie verwenden – sofern dies noch möglich ist – wenn ihr Haus während der Schlafenszeit von Russen bombardiert wird und sie unter den Trümmern liegen.

Einige Ukrainer packen sich auch Esswaren in den Schlafanzug, welcher von Rettungshunden schneller erschnüffelt werden können. Quelle: «United Media» https://x.com/United24media/status/1939404832051175588

TSCHETSCHENEN AUFMARSCH

Fünfzehn Militärlastwagen mit tschetschenischen Kämpfern aus Russland sind im besetzten Mariupol eingetroffen. Es ist die grösste Gruppe dieser Art seit 2023, so Petro Andriushchenko, Leiter des Zentrums für Besatzungsstudien.

Es wird erwartet, dass sie in die Oblast Saporischschja (im Gebiet Enerhodar / Melitopol / Wassylivka) verlegt werden. Es handelt sich um die grösste tschetschenische Einheit, die seit 2023 in Mariupol registriert wurde. https://x.com/wartranslated/status/1939619505832960320

Bereits gestern waren 21 Lastwagen mit tschetschenischen Soldaten in Mariupol gesichtet worden. Die Plattform «NOEL Reports» schreibt, dass der Aufmarsch der Tschetschenen ein Hinweis auf eine grössere Offensive im Raum Saporischja sei. https://x.com/NOELreports/status/1939595037584838678

KI-GENERIERTES SCHWEIN

In einer der wichtigsten Nachrichtensendungen Russland erschien neulich ein Stachelschwein in den ukrainischen Farben gelb-blau, wobei die Optik via «künstliche Intelligenz», respektive Bildmanipulation erstellt wurde. Video: https://x.com/i/status/1939626073156722833

Der Militärbeobachter «war translated» schreibt dazu: «Ein Gesamtpaket der totalen russischen Degeneration. Eine weitere Erinnerung daran, dass dies das Land der „grossen russischen Kultur“ ist – derselben Kultur, die angeblich von Puschkin, Tolstoi und Dostojewski gepflegt wurde.» https://x.com/wartranslated/status/1939626073156722833?  

DONBASS WARTET AUF UKRAINE

Natalia Shylo, eine Lehrerin aus Horlivka in der Region Donezk, verbrachte fast vier Jahre in russischer Gefangenschaft.

Im Sommer 2021 verliess Natalia Kyiv, um ihre kranke Mutter in ihrer Heimat zu besuchen, erreichte ihr Ziel jedoch nie. Russische Besatzer nahmen sie am Kontrollpunkt fest und beschuldigten sie der Spionage für die Ukraine. Zunächst wurde Natalia in eine provisorische Haftanstalt gebracht, später in ein Untersuchungsgefängnis. Im April erwirkte die ukrainische Geheimdienstdirektion ihre Freilassung. Sie lebt heute in Kyiv. https://x.com/Gerashchenko_en/status/1909233003080937563

Natalia sagte in einem Interview mit «Donbas Realii» https://x.com/i/status/1939641321632707013 , dass die Menschen im Donbass auf die Ukraine warten: «Ältere Menschen warten, Menschen in meinem Alter warten. Sogar Kinder lernen die ukrainische Sprache.

Der Donbass wartet auf die Ukraine. Die Menschen, die noch dort sind, können nirgendwo hin. Ältere Grossmütter kamen zu mir und sagten: „Wir werden es vielleicht nicht mehr erleben, aber wir glauben, dass die Ukraine kommen wird. Wir warten so lange. Wir brauchen diese russische Rente nicht.»

ASERBAIDSCHAN WEHRT SICH – Teil2

Der gestern aufgeplatzte Konflikt zwischen Aserbaidschan und Russland – siehe «Ukraine Aktuell Nr. 1223 https://ukraineaktuell.com/ukraine-aktuell-nr-1223-29-6-25-17-uhr – eskaliert weiter.

Aserbaidschans grösster staatlicher Fernsehsender warf Russland Repression, Chauvinismus und Imperialismus vor, nachdem es Aserbaidschaner festgenommen hatte, die mutmasslich an vor 20 Jahren begangenen Verbrechen beteiligt waren.

«Was ist passiert, Putin? Sind Sie so besorgt darüber, dass Aserbaidschan zum ersten Mal seit 200 Jahren ein starker Staat geworden ist, sein Land zurückgegeben und seine Souveränität wiederhergestellt hat?», fragte der Moderator und fügte hinzu, Russland habe sich daran gewöhnt, die Völker zu dominieren, die es sich gewaltsam einverleibt habe. https://x.com/front_ukrainian/status/1939616319244058669

Auslöser war die Verhaftung mehrerer Aserbaidschaner in der russischen Stadt Jekaterinburg. Dabei wurden Ziyaddin und Huseyn Safarov, zwei Mitglieder der aserbaidschanischen Diaspora getötet und 9 weitere verletzt. Nach Angaben der Verteidiger wurden einige der Festgenommenen gefoltert: Einer hat gebrochene Rippen, zwei befinden sich in kritischem Zustand im Krankenhaus. Einer der Festgenommenen kann nicht mehr gehen; die Verteidigung behauptet, er sei mit Elektroschocks gefoltert worden.

Das aserbaidschanische Aussenministerium protestierte scharf bei Russland und verurteilte das Vorgehen der russischen Sicherheitskräfte als „ethnisch motivierte Gewalt“. Eine parlamentarische Delegation aus Aserbaidschan sagte ihren geplanten Besuch in Russland ab. Das aserbaidschanische Kulturministerium verbot alle von russischen Staatsbürgern organisierten Kulturveranstaltungen, darunter Konzerte, Ausstellungen und Aufführungen.

Der prominente aserbaidschanische Journalist und Aktivist Afgan Mukhtarli forderte, die russische Botschaft niederzubrennen. «Jede Nation, die etwas auf sich hält, hätte diese Botschaft dem Erdboden gleichgemacht», schrieb er. Ein Besuch eines russischen Vizepremierministers in Baku wurde ebenfalls abgesagt.

Nach Angaben der aserbaidschanischen Behörden ist der Vorfall Teil einer systematischen Druckkampagne Russlands gegen die aserbaidschanische Gemeinschaft.

Der Überfall in Jekaterinburg hat die bereits angespannten Beziehungen zwischen Russland und Aserbaidschan erheblich verschärft. Die ersten sichtbaren Risse zeigten sich bereits im Dezember, als ein russisches Luftabwehrsystem ein Flugzeug der AZAL (Azerbaijan Airlines) über Grosny abschoss. Aserbaidschan wartet noch immer auf eine offizielle Reaktion oder gar eine Entschuldigung aus dem Kreml.

Der ukrainische Journalist und Regierungsberater Anton Gerashchenko schreibt: «Der Kreml verliert zunehmend an Bedeutung – und wird sogar zu einem Hindernis – für die offizielle Regierung in Baku. Moskau hat praktisch seine Fähigkeit verloren, über formelle Kanäle Einfluss auf Aserbaidschan zu nehmen. Das Bündnis zwischen der Türkei und Aserbaidschan eröffnet eine historische Chance für die Schaffung eines wichtigen Öl- und Gashubs, der Russland auf dem globalen Energiemarkt verdrängen könnte.

Darüber hinaus nutzt die Türkei den schwindenden regionalen Einfluss Russlands systematisch aus, um ihre Rolle im Südkaukasus – und möglicherweise auch in der gesamten Nordkaukasusregion – auszubauen.

Es ist auch erwähnenswert, dass viele aserbaidschanische Staatsangehörige einflussreiche Positionen in russischen Wirtschaftskreisen innehaben. Daher könnte das demonstrative Vorgehen gegen die aserbaidschanische Diaspora in Jekaterinburg eine Botschaft des Kremls an Baku sein: Hört auf, euch der Türkei anzunähern, sonst gehen wir gegen eure Wirtschaftselite vor.

Wenn Moskau jedoch zu solch brutalen Druckmitteln greift, deutet dies darauf hin, dass es keine anderen Hebel mehr hat. Dies ist ein weiterer „Mehrfachzug“ Putins – einer, der wahrscheinlich nach hinten losgehen und statt einer Stärkung zu einem völligen Zusammenbruch seines Einflusses führen wird. Die Situation mit Aserbaidschan ist nicht nur ein isolierter Misserfolg, sondern ein Symptom für einen systemischen Zusammenbruch.» https://x.com/Gerashchenko_en/status/1939621635675320790

Ältere Beiträge nach Monat

#UKRAINE AKTUELL Nr. 1490 (23.3.2026 / 8Uhr)

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• Drohnen nahe St. Petersburg
• Katastrophaler Frontvorstoss
• Erfolglose Gespräche in den USA
• «Frieden ist unwahrscheinlicher»
• Terroranschlag in Tschechien
• Ungarischer Verrat war bekannt
• Achse Ungarn – USA – Israel
• Normalisierung erst nach Putin

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1507 (9.4.2026 / 8Uhr)

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• Ukraine reduziert USA-Abhängigkeit
• Alternative zu «Patriot» wird entwickelt
• Kriegsschiffe schützen Schmuggelflotte
• Viertgrösste Raffinerie stellt Betrieb ein
• Ukraine baut ihr Drohnenarsenal aus
• Verzweifelte russische Frontsoldaten
• UNGARN26: Anschlag verhindert

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1499 (1.4.2026 / 7Uhr)

• Rüstungschef blamiert sich
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• USA heben Sanktionen auf
• Marco Rubio dreht sich weg
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• Russische AN-26 abgestürzt
• Ölexport bricht massiv ein
• Krel-Blogger schlägt Alarm

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1483 (16.3.2026 / 22Uhr)

• Keine russische März-Offensive
• Seit 3 Tagen Drohnen über Moskau
• Russland blockiert Telegram
• Telegram-Nutzer werden bestraft
• Ukraine zerstört militärische Ziele
• Russland beschiesst zivile Ziele
• Moldawien indirekt angegriffen
• Für die Türkei ist die Krim Ukraine
• Schauspieler Sean Penn in Kyiv
• Heisse Phase der Ungarn-Wahl
• Kreml beschimpft Macrons Gesandte

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#UKRAINE AKTUELL Nr. 1485 (18.3.2026 / 8Uhr)

• Kreml von Drohnen beeindruckt
• Fast 300 Drohnen in 48 Stunden
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• 90 Milliarden € Kredit ist möglich
• ungarisch-slowakische Blockade
• Ansiedlung von 100’000 Russen
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